
ZEITREISE AM THANNER HUBEL:
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Gebirgspass mit Fahrstrasse
Route Joffre
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Col du Hundsruck (en) ist ein
Pass im südlichen Teil der Vogesen (Elsass) zwischen Bourbach-le-Haut
und Bitschwiller-lès-Thann. Der Gebirgspass in den Südvogesen,
anno 1550 bereits als Hundsruggen (Hundruggen)
erwähnt, verbindet das Burbachtal, und mit ihm, das
von Masevaux
mit dem St. Amariner Tal. Aber auch das Thurtal mit dem Dollertal. Die
kleine Bergstrasse D14 bIV, die Route Joffre,
schlängelt sich kurvenreich von Bitschwiller (Bitschweiler
bei Thann) herauf, verwöhnt mit herrlichen
Ausblicken, ehe sie über Oberburbach nach Masmünster ins Dollertal
hinabführt. Das heutige Bitschwiller-lès-Thann war anno 1836 bekannt
für den Bau von Dampflokomotiven, hier wurde auch die legendäre
Dampfpfeife erfunden, das 'Dampffifla'. 1915,
während des 1. Weltkrieges (1914-18) wurde die Militärstrasse vom
französischen General Joseph Joffre als direkte
Verbindung der Täler von Thur und Doller
gebaut. Im Januar 1945 spielte sie die Hauptrolle bei der Befreiung von
Thann.
Bereits dieser kleine Höhenparkplatz, hier an der Ferme auberge de la
Fourmi, am Aufstieg zum zum Rossbergmassiv, mit seinem höchsten Gipfel
des Thanner Hubel (1.183m), bietet ein
überwältigendes Panorama über die nördlichen Ausläufer des
Jura-Gebirges.
- Anfahrt:
von A36 Mulhouse >: N466 Thann,
Bitschwiller-les-Thann (an der Ampel, nach links einbiegen
D14 bIV, über die) Route Joffre, Col du
Hundsruck - - - von Colmar - Belfort N83 -Ausfahrt:
Cernay N66 nach Bitschwiller-les-Thann
- 6 Std.-Rundwanderung
: Col du Hundsruck(en) - *Le Haut de Bourbach - Ferme
Thanner Hubel - Refuge Club Vosgien Thann (S.C.V./C.V.T.) -
Ferme Rossberg - Ferme Gsang - Hinterer Krappenfels - Ferme
Belacker - Vogelstein (1.181m) - Refuge Ski Club
Mulhouse (S.C.S.M. 1.108 m) - Refuge Waldmatt (S.C.R. Ski Club Rossberg
Thann) - Place de Nussbaum - Martisplatz - *Burbacher Höhe -
- Wanderkarte: IGN Top 25: 3620
OT Thann - Masevaux - Ballon d'Alsace
- Markierung:
rotes Rechteck (Sentier
Bucher) rechts vom Parkplatz Col du Hundsruck bis zur Bourbacher Höhe. Rotes
Dreieck ab Burbacher Höhe bis zur Ferme Belacker. Rotes
Rechteck ab Belacker über Vogelsteine bis Burbacher
Höhe.
Wegbeschreibung: Auf bereits
südelsässischer Hochgebirgslage den Teer verlassend nach rechts, als
Einstieg ins Gebirg' dessen Felsen die Fahrstrasse bis hier oben
begleiteten. Auf dem 'Alfred
Bucher-Weg' engen, noch schattigen
Bergkehren mit anregend aufdampfenden Pflanzendüfte in der
Hochsommerluft, begünstigt durch leicht waldschattige Winde, begleiten
uns bis zum Erreichen einer der zahlreichen Aussichtsebenen im
Rossbergmassiv: die Hochweidefläche Haut de Bourbach
(Burbacher Höhe/Martisplatz); die offene Weidefläche wo sich unsere
Rundwanderung beim Abstieg wieder schließen wird.
 So überqueren wir hier nicht die vor
uns liegende Waldfahrstraße nach
Willer-sur-Thur,
sondern folgen dem äußerst reizvollen Aufstieg nach rechts in den
Nadelwald auf schmalem Geröllpfad über die 'Steinklötze'.
Mit Blick zurück auf den Hundsrücken, erhellen grausilbrige
Ebereschenstämme mit ihren grellroten Vogelbeeren das rechts hin
abfallende, rosafarben alpine Berggeröll. Bei der nächsten Ebene mit
Fahrweg überqueren wir noch einmal die Waldfahrstrasse, und folgen den
schattig ansteigenden Kehren bis zur nächsten Waldlichtung. Hier
überrascht uns die erste Viehhochweide am Thanner Hubel, bewirtschaftet
mit der Ferme Auberge
Thanner Hubel 1.030 m. Wer hier die
erneute Aussicht genießen will, öffnet das Viehgatter und folgt der
Zufahrt zum prächtigen Ahornbaum, der deshalb bekannt ist, weil er als
Totembaum an einer Erdstrahlenkreuzung steht. (Der bekannte elsässische
Radiäthesist nennt ihn als Ort, wo sich psychische Kräfte entwickeln.)
Oberhalb dieser Hochsennerei bietet eine Wiese eine weitere, betörende
Aussicht auf den Grand Ballon, die höchste Vogesenerhebung mit seiner
markant weißen und kugelförmigen Wetterstation. Hier beginnt das
magische Reich der absoluten Stille, oder meine Herrlichkeit auf Erden.
Hinter der Ferme führt der Weg, in Umgehung der Schutzhütte des
Thanner Vogesenclubs S.C.V./C.V.T., mit unvergleichlicher Sicht auf das
Thanner Tal, direkt zur Hochweide der letzten Rossberg-Sennerein.
Der direkte Aufstieg
zum Thanner Hubel
(1.183 m) an der Schutzhütte vorbei, bietet eine
nennenswert wie gepriesen weite Aussicht: In
Richtung O/NO: auf Thann mit Kathedrale, zu ihrer linken die
Engelsburg, dann Molkenrain mit Ferme und Ruine der Freudenstein,
Goldbach, Altenbach, Grand Ballon, Storkenkopf, weiter unten
Geishausen, Klinzkopf, Lauchenkopf, die zwei Gipfel des Rothenbach,
unten zu ihrer rechten das Hohneck, Grand Ventron, das St. Amariner Tal
mit seiner Ruine der Wildenstein, Col du Ventron, Felleringer Kopf,
Drumont, Brennwald, Col de Bussang, Neuwälder Kopf, Obere Bers, Ballon
d’Alsace, zu ihrer rechten der Ballon de Servance, Schwarzwald, Jura
und Alpen. Naturschutzgebiet seit 1965.
à propos:
Laut dem bayrischen
Vogesen-Beschreiber Curt Mündel 'Die Vogesen' um
die Jahrhundertwende 1900, ist der Ausblick vom Thanner Hubel
eine der schönsten Vogesenaussichten; für mich, immer wieder
beeindruckt, die schönste. Ich frage mich, was Rudolf Ritter zu dieser,
in seinen Vogesen-Rundwanderungen fehlenden Paradiestour geschrieben
hätte.
 Auf dem Rundweg der
einstigen Rossberg-Sennereien
- mit oder ohne Aufstieg auf den Thanner Hubel über die
Schutzhütte S.C.V./C.V.T. - der hinter der Ferme Thanner
Hubel in den Wald führt. Der Weg führt zunächst bergab nach links durch
Buchenwald, um den Thanner Hubel herum. Kreuzt bald den von oberhalb
der Refuge C.V.T. kommenden Abstieg vom Thanner Hubel, und bringt uns
auf seiner Linkskehre mühelos, wenn auch kurze Zeit mit blauem Dreieck,
zur endlos weiten Hochweidefläche mit dem Panorama einer
einzigen Beschaulichkeit. Wir befinden uns hier auf der, auf 1.140 m
hoch gelegenen, Hochweide der hier einst drei betriebenen
Rossberg-Sennereien.
Im Westen erhebt sich der Rossberg mit 1.191 m mit
ebenfalls guter Weitsicht. Hier, auf diesem weitläufigen Weidensattel
kreuzen sich die Fernwanderwege zu den jeweiligen Tälern des GR5. -
Mein nächstes Ziel, die Melkerei Gsang, liegt bereits seit Austritt aus
dem Wald sichtbar auf der gegenüberliegenden Bergseite. Unterhalb
dieser letzten (der mittleren) Rossberghütte führt ein Weidenpfad nach
rechts hinab in 15 Min hinüber. Schöne Kehren am Waldesrand entlang
geben einen letzten Blick frei, zurück auf den Thanner Hubel und den
Rossberg. Beschaulich hügelig und in anmutiger Lage unterhalb des
Vogelstein am nördlichen Rossberg, die mit Sonnenkollektoren betriebene
Melkerei Ferme Auberge
Gsang
. Hier wäre eine angenehme Rast bei Josianne und
Michel Bleu möglich, die sie seit 1988 bewirtschaften. Unter der Woche
gibt es Suppe, Omelettes und Vesperteller, oder seinen gepriesenen
Kuchen. Mit meinem Rucksack rastete ich an den ruhig gelegenen
Rossberghütten, in der Vorfreude auf meine traditionelle Einkehr auf
Belacker (45 Min. von hier). Mein Pfad beginnt am Ende dieser Melkerei
mit Quellwasser, links steil ansteigend, auf einem kaum sichtbaren
Wiesenweg.
à propos: Ob der Name
Rossberg aus einstigen Rossweiden für die Pferdezucht der
Kriege nach dem Dreißigjährigen Krieg herrührt, hier oben in idealer
Lage betrieben von schweizerischen Einwanderern, wer weiß das ? Mittlere
Rossberghütte (Ferme du milieu du Rossberg) und Kolbshütte (einstige
Ferme Kolb); heute nur noch sonn- u. feiertags bewirtschaftet von
Georgette und Raymond. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde die
untere Rossberghütte (heute Schutzhütte Waldmatt S.C.R. Ski
Club Rossberg) aufgegeben, die obere Rossberghütte samt
der Sattelhütte.
Curt Mündel:
Belacker, Melkerei Gsang, Kolsbhütte, Thanner Hubel, Rossberg - 'Der
Fußpfad führt in südöstlicher Richtung eben durch den Wald an dem Hinteren
Krappenfelsen vorbei in 50 Min. nach der Melkerei Gsang.
Daselbst Clubzimmer des V.C. Von hier in 25 Min. zur Mittleren
Rossberghütte. - Weiter, aber schöner geht man, wenn man der Hauptroute
folgt bis unterhalb der Vogelstein und dann dem Pfade am Hange des
Rossberg weiter geht (Aufstieg zu den Vogelsteinen lohnend). In 55 Min.
erreicht man dann die Mittlere Rossberghütte. Von
hier aufwärts, rechts der Grenzmauer, liegt Melkerei Untere
Rossberghütte (1132m). Über ihr 20 Min. der östliche Kopf des
Rossberges, der Thanner Hubel (1182m), schöne weite Aussicht, wohl
eine der schönsten Bergaussichten der Vogesen, auf
Schwarzwald Jura und Alpen.'
Im Umgehen des Bergrücken der
Ferme Gsang auf einem schmalen Wiesenpfad, markiert mit blauem Dreieck,
missachte ich dieser einzigartigen Gebirgslandschaft zuliebe den hier
möglichen, nach links abbiegenden Direktaufstieg zu
den Vogelsteine; als Abstieg auf dem Rückweg. Der schmale
Abstieg mit leichtem Abstieg nach links auslaufend in den
Belackerwald,
bringt mich auf eine Waldfahrstrasse, der ich nur wenige Schritte nach
links folge! Denn rechts hinab, auf schmalem, steinigen Gebirgspfad,
betrete ich die südwestliche Umgehung des Hinteren
Krappenfels , mit den beiden
Rabenfelsen des Unter- und Ober-Krappenfels (vermutlich benannt nach
dem germanischen Gott Wotan, möglicherweise Orte, wie das
Tännchel-Massiv, wo die Germanen die Kelten vertrieben ca. 100 v.
Chr.). Im durchschreiten eines schönen wie lichten Buchenwaldes führt
mich dieser direkt zu meiner erwählten Einkehr, zur Ferme
Auberge Belacker . Sie ist mir als
Gebirgspanorama gut vertraut; alleine schon von den Heidelbeerpfaden
oder auf Schneeschuhen auf der Route des Crêtes am Markstein. Aus
dieser Richtung auf dieser Hochweidefläche angekommen, die ich aus
verschiedenen Richtungen ebenso idyllisch angegangen bin, erfreut mich
der Anblick dieser Hochsennerei erneut vertraut, noch unberührt
ländlich. Die Aussicht hier ist zweifellos grandios. (Alle sich hier
befindlichen Gebirgskämme, ob vom Thanner Hubel über den Col de
Rimbach, zum Rimbachkopf, berauschen geradezu mit ihrer Rundumsicht.)
Auf Sonnengott Bel's Acker, inmitten dieser Rundwanderung, sollte man
je nach Rucksackinhalt einkehren. Mit rotem Rechteck des GR 532 setzt
sich das Aussichtserlebnis fort.
à propos:
Belacker
(980 m), unterhalb des Belackerkopf, Sattel des Naturtempels während
der Eisenzeit der Hallstatt-Kelten die um 725 - 450 v. Chr. ihren
Sonnengott Belenus (Bel) am Beltaine-Fest am 1. Mai
hier feierten. Druiden zündeten hier reinigende Feuer
an, um das Vieh von den Sommerkrankheiten zu reinigen. Es war damals
schon das Fest des arbeitenden Volkes. Schon in der Nacht davor wurde
der kommende Frühling gefeiert, die ersten Farne und die Eiche geehrt.
Das Pflücken von Maiglöckchen ist uns bis heute vertraut geblieben.
Maria-Lichtmess und der Valentinstag wurden als 'Imbold' gefeiert.
à propos:
Boler (im Jahre
1550), Bohlacker, Behlacker (im 18.Jh.) Belacker
980 m: Vor der franz.
Revolution gehörte die damalige Sennerei zur Abtei von Murbach. Wenig
später, 1789, wurde sie an einen einzelnen Besitzer verkauft, bis sie
1894 die Gemeinde von Housseren erwarb. Unter der Führung des Santoni
(Kniebihly), ab 1908, wurde die Sennerei in eine Herberge verwandelt.
1920 brannte sie nieder und konnte erst 1928 wieder aufgebaut werden.
Jahrs darauf erschien der hierorts sagenhafte Hansi,
ein Melker aus dem schweizerischen Appenzell. Die ländlichen Feste hier
oben waren berühmt. Nach dem letzten Krieg war es der Belacker
Franzi, der 1955 die Melkerei wieder aufgenommen hat, ehe er
sie 1977 an den heutigen Besitzer Gustave Kniebily
übergab. Mit Marie-Thérèse bewirtet er nun schon über 20 Jahre die
Gäste mit einer guten Mahlzeit. Einen Teil dieser Jahre war mir die
Einkehr zur Gemüsesuppe, Käse-Schinken-Teller, Würstchen, Kartoffeln
und Salat besonders lieb geworden. - Anfahrt: PKW
über Moosch oder zu Fuß der Anstieg ab dem P an der
Paßstrasse des Col du Hundsrucken
(Bitschwiller-les-Thann) bei der Auberge "La Fourmi" (Tel.:
0033.38938.8602), wie unten beschrieben. - Ferme Belacker Tel.:
0033.38982.3420 - Öffnungszeiten: ganzjährig
- Montag ist Ruhetag!
Ländliche Abgeschiedenheit wie
sie nicht mehr allerorts zu finden ist. Begrüßende Hunde, sich sonnende
Katzen, neugierige Kühe und Kälber, ein schnatterndes
Graugänse-Scharmützel und ein freier Hühnerstaat umrunden die so
liebevoll angelegten Besucherbänke. Ein himmlisch altes Bauernhaus, dem
jede Renovierung nur spotten würde empfängt mit weich ausgetretenen
Sandsteintreppen. Drinnen, in dunklen niedrigen Räumen überraschen die
Wände mit alten Fotos von einstigen Heuernten im Sensenbetrieb
Wehmut beim Verlassen des beschaulichen
Höhenortes, oberhalb der Ferme Belacker, weiter in den Wald in
westlicher Richtung, mit dem rotem Rechteck des GR 532:
Vom bewaldeten Belackerkopf
1.042 m führt ein 200 m Steilanstieg über den
Bannbergkopf
1.081 m hin zum Ort des 'Maiabummels' (Maienbaum) der
Hallstatt-Kelten. Hier am Bannbergkopf teilen sich die großen
Fernwanderwege. Der GR 532 führt nach rechts abzweigend direkt zur
einstigen Rossbergsennerei Sattelhütte 1.070 m (nordwestlich unterhalb
des Rossberges und verbindet mit rot-weiß-rotem Rechteck zum GR 5
wieder mit der Hütte des S.C.S.M. 1.108 m). Ich wähle die
aussichtsreiche Höhenkammlage der Vogelsteine auf dem GR 5,
nach links abzweigend und mühsam weiter mit rotem Rechteck, als Ziel.
Der Bannbergkopf, ein alpines Felsmassiv südlich
vom Stiftkopf und dem Col de Rimbach, überrascht, oben angekommen, mit
Holzbrücke und einem abgestützten, alten Baum. In seinem Stamm
eingewachsen das kaum noch lesbare, blecherne Wanderschild
'Vogelstein'.
à propos:
Zu Beginn der Eisenzeit (um
690 v.Chr.) waren es bestimmt die Kelten, die auf diesem felsigen
Naturtempel Vogelstein, ebenso wie auf dem
benachbarten Belackerkopf, am 1. Mai ihren Sonnengott Belenus
ehrten, indem sie reinigende, das Vieh im Sommer schützende, Holzfeuer
anzündeten. Die Druiden ehrten damit auch den Zyklus der
Himmelsbewegungen; der das Licht über den langen, lichtarmen
Winterschlaf triumphieren lässt. Gleichzeitig war das Fest (heute noch
mit Maibaum) dem fleißigen Volk gewidmet. Uns erhalten bleibt ein,
durch kosmische Schwingungen geheiligter, kräftigender Ort.
 Die Lichtung zum
einstigen 'Falkenstein' empfängt mit einer Waldkreuzung. Ein
sehenswertes Felsplateau schmiegt sich in weichen Formen, fast eben zur
Nordflanke des Rossbergs, und belohnt erneut mit unbegrenzter Sicht als
Hochweidenkamm. Rechts vor uns, als Zeugnis eines kleinen Vulkans
unseres Erdaltertums, überragt der
Falken-/Vogelstein mit 1.181m imposant den
Abhang. Seit 1567 als Vogelsteine oder auch als Falkensteine benannt,
vielleicht hier tätiger Falkner wegen. Seine kugelförmigen, dicht
beieinander liegenden Grauwacken, nebst einem 30m hohen, natürlichen Fels-Menhir;
einer wahrlich grauen Wacke mit Meeresursprung aus Quarz- und
Feldspatkörner. Die geologische Hexenküche leimte diese, hier seltene Labradorit-Grauwacke
mit vulkanischen Felsenüberresten, zementiert aus einem an Chlorit und
Lehm reichen Bindemittel. Bei dessen Begehung aus radiästhetischer
Sicht zwei unsichtbare Pforten aus einem Bündel von 6 nahen
tellurischen Strahlen gebildet, auf einen ersten heiligen Kult um 610
v. Chr. verweisen. All dies bei einer unbeschreiblich schönen Sicht
über das Tal der Doller in der Ebene und vom 'Welscher
Belchen' (Ballon d’Alsace) bis zum Hohneck. Dieses
Mal zur Linken, orientierend weiß leuchtet am blaudunstigen Horizont,
die uns stets begleitende landschaftliche 'Kuppelbasilika' des Großen
Belchen (moderne Wetterwarte des Grand-Ballon).
à propos: Vogelsteine,
von historischen Ereignissen inspiriert, die bis heute Rätsel aufgeben.
Seine felsig irdische Fähigkeit Stoffliches magnetisch anzuziehen, wie
Eisen, Nickel oder Kobalt, beträgt hier 100%. An einem lichtlangen 24.
September vor der Jahrtausendwende spürte ich ein erschauderndes
Durchströmen meines Körpers vom Scheitel bis zur Fußsohle. Ich war
gerade dabei ein Handy einzuschalten und hielt somit auch etwas
Metallenes in meinen Händen. Wie vieles von unserem eigentlichen
Spürsinn für natürliche Schwingungen ist uns durch zivilisierte
Betonbehausungen abhanden gekommen? Wird doch überliefert, dass
Vogesen-Baumfäller sich mit ihrem Rücken an die Nordseite einer Eiche
lehnend wieder mit Energie aufladen.
 Vom aussichtsreichen Höhenquerweg der
Vogelstein-Felserhebung gelangen wir hinab zum Col
du Rossberg 1.120 m. Direkt bis zur
ersten Schutzhütte des Ski Club Sportif de Mulhouse
mit einem, einer Viehtränke gleichenden, Quellwasserauffangwanne. Von
hier aus verabschiedete ich mich stets mit letztem Blick nach links.
Zurück auf die bereits umgangene, mittlere Rossberghütte und den Weg
zur Ferme Gsang. Bereits im Blickfeld liegt die zweite, auf 1.104 m
gelegene, Schutzhütte Waldmatt
(einstige Melkerei Unterer Rossberg)
des Ski-Club Rossberg/Thann S.C.R.. An ihr orientiert sich der mit
einem Seufzer angetretenen, da stets schwer fallende, 2-Std.-Abstieg
zurück zum Col de Hundsrücken. Auf dieser Weide fand ich eine zahlreich
weidende, schön beige-graue Rinderrasse vor, und des öfteren
Heißluftballone, die erst bei meinem Abstieg über meinen Kopf hinweg
zur Abendfahrt über diese Hochebene ansetzten. (Links von dieser
Viehweide würde der Weidepfad direkt zur - vom Vogelsteine-Abstieg
linkerhand noch einmal erblickten - Obere Rossberghütte führen.) Eben
hier, an diesem an Vibration reichem Ort schließt sich der Kreis wieder
mit dem Aufstieg zum Thanner Hubel. Die Heißluftballone steigen auf,
bei den Milchkühen steige ich schweren Herzens von diesem 'weich
hubeligen' Höhenkamm durchs Viehgatter nach rechts hin ab in den Wald.
Nach nur wenigen Schritten, bei einem geschmückten Holzkreuz
aus den 50er Jahren des
vorigen Jahrhunderts mit Marienstatue, teilt sich
der von unten heraufkommende Waldfahrweg. Rechts, neben dem Fahrweg,
beginnt der lange Steilabstieg auf schmalem Waldpfad, teils auf Geröll,
meist im Waldschatten, stets mit rotem Rechteck markiert, wieder hinab.
Im Überqueren noch zweier, sich weiter unten kreuzenden Holzabfuhrwege,
erreichen wir zur Entlastung der Beine den Rastplatz Nussbaum
auf 926 m. Dieser 'Sentier
Marcel' führt uns hinab zum Kreuzpunkt unserer Tour, dem Martisplatz
auf 860m. Hier überqueren wir die Waldfahrstrasse und erkennen den
Aufstiegspunkt
Le Haut de Bourbach,
der uns an steilen Bergkehren entlang in 20 Min. zum Ausgangspunkt und
Parkplatz zurück führt, zum Col de
Hundsrücken 748 m.
à propos: Auf einem
Seitenkamm der Hochvogesen, dem Sternseekopf-Rossberg,
wächst der blaue und
gelbe
Enzian (gentiana lutea) aus dessen
Wurzeln ein wundervoller Schnaps, ein wahres Elixier, gebrannt wird.
zum
Ausdrucken ? Ihr e-mail-Betreff lautet: "Thanner Hubel". - - - Weitere
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Dort, wo sich psychische
Kräfte entwickeln, wo Katzen auf den Stiegen schnurren,
Milchkühe eine einzigartige Hochweide mit Tränke beleben, Hühner frei
um die Tische laufen, die Aussicht zum Erlebnis wird und
die Atmosphäre Energien austauscht, indem sie sie
spürbar durch den Körper schickt um sie zu erden. Im
elsässischen Süden, wo abgerundete Vulkanverwerfungen eine
sanft hügelige Hochgebirgslandschaft hinterlassen
haben.
begann traditionell in den
Vogesen. Hier oben, auf 1.000m Höhe, wird alljährlich gefeiert in der
Ski-Hütte des Ski-Clubs von Thann an einem Sonntag im Juni. Ein
Ereignis für Bergfreunde auf dem Hochkamm der die Täler von Thann und
Masevaux teilt. Die traditionelle Bergmahlzeit auch 2005 mit Suppe,
Schäufele mit Kartoffelsalat und Dessert für 11€, neben der ebenso
typischen Vesperplatte mit Speck, Schinken, Münsterkäse und dem Barkass,
einem Frischkäse der hier in den Vogesen-Fermen hergestellt wird.
Serviert wird beim Aufspielen bayrisch-österreichischer Musikanten. Das
Aufsteigen der Heißluftballone rundet das aussichtsreiche Szenario ab,
mit etwas Glück bei gutem Wetter, mit Alpenblick. Doch zuvor stimmt der
Aufstieg ein, ab dem Passparkplatz 'Col du Hundsruck',
oder für die Wanderer bereits ab Moosch im
Thanner Tal; für die weniger Marschbegeisterten lässt sich der
Waldparkplatz 'Zundel' anfahren mit einem 10
Min.-Anstieg.
Der Berg-Marathon
Col du Hundsruck - Ballon d'Alsace
oder des
Belchenhubel- und Dollertal-Laufs der Masopolitaner des Vogesen-Clubs
von Masevaux. Ein Höhenunterschied von 1.136 m bestimmen den
athletischen Anstieg der 42 Kilometer in ca. 3 Std.-Rekord eines
Athleten aus Rimbach, ab dem 'Salle polyvalente' in Masevaux. Die Marathon-Strecke in
der masopolitanischen Region : zum Ballon d'Alsace und die Tour ins
Dollertal seit nunmehr 2 Jahrzehnten. Diese Vogesentrophäe auf einem
Weg markierten Rundkurs führt zum Ballon d'Alsace
über die Hubelkämme und Hochweiden des Belacker, Rimbachkopf
und Rundkopf. Die Rückkehr führt über den col
de Hirzelach, die Madeleine, den Bärenkopf
und der Abstieg nach Masevaux über den Schimmel.
Infos und Anmeldungen beim Verein : association des amis du
Marathon du Ballon d'Alsace, Office du tourisme, 36, fossé
des Flagellants in 68290 Masevaux (Tel.: (0033.38982.4199). Prämien für
die Zeit über dem Rekord lagen zwischen 30€ und 150€. Die Strecke
zu dem
sportlichen Ereignis findet ihr im Regional-Agenda.

ˈ Text-Links A-Z:
ˈ
Belacker:
Sennerei und Melkerei
(ferme auberge) am GR 532, am Fuße des
Belackerkopf, 3 km entfernt von der Schutzhütte Waldmatt
(einstige Molkerei Unterer Rossberg) des Ski-Club Rossberg/Thann S.C.R.
- über die Vogelsteine.
das geografische Dreieck
der runden Bergkuppen der beiden elsässischen "Belchen" (Grand
Ballon und Ballon d'Alsace, auch Welscher
Belchen genannt) in den französischen Vogesen, dem
Belchen im Schweizer Jura und dem Belchen im
Schwarzwald
Burbach :
(Niederburbach)
Bourbach-le-Bas im Ober-Elsass im Bezirk
Thann - als das Elsass 1918 an Frankreich fiel, wurden
zahlreiche der ursprünglichen deutschen Ortsnamen durch französische
Bezeichnungen ersetzt. Bekannt durch seine alten Höhlen und
unterirdischen Gruben, und die Trolle, eine
archäologische Gemeinschaft von Höhlenforschern, die hier 14 Bergwerke
wieder frei legten, um auf 1 km begehbar zu machen. Der Rocher
des Poilus, ein alter Beobachtungsposten aus dem 1.
Weltkrieg, ist heute reizvoller Aussichtspunkt.
(Oberburbach) die höchst
liegende der 13 Gemeinden im Thanner Land auf 600 m, erreicht mit der ferme
auberge des Buissonnets 700 m, am Fuße des Rossberg-Massivs,
in einer einzigartig schönen landschaftlichen Lage.
Karte IGN 1:25.000
:
die
Kartenübersicht von St. Amarin - Rimbach-près-Masevaux -
Sewen - Bourbach-le-Haut
Doller
- Dollertal:
Wasserlauf des
Dollertals mit zahlreichen Bächen: die
Bourbach, der Sickertbach, die Alfeld,
der Isenbach, der Seebach, der
Soultzbach, das Lachtelweiherbachechle,
das Houppachbächle als einige ihrer Rinnsäle
Klein-Einsiedeln - Wallfahrtsort am 15. August:
die Kapelle von
Houppach in einer idyllischen Landschaft über dem kleinen
Dorf desselben Namens nahe bei der route Joffre, Straße die Masevaux
mit Thann durch den col de Hundsrücken verbindet. Die Architektur des
Heiligtums im néo-romanischen Stil erbaut, mit einer die , die mit
einer Sandstein-Fassade als Verblendung. Der Innenraum,
reichlich verziert, aber ohne Schaustellung der Kreuzweg. Die Fresken,
die dem Leben der Jungfrau Maria gewidmet sind, sind vom Maler Kaiser
de Stans, Schwiegervater des berühmten Malers Feuerstein. Der
Haupt-Altar aus zwei Seitenaltäre, das Büfett der Sakristei und die
Tribüne sind Werke des Künstlers Klem aus Colmar.
(Maréchal de France)
(12.1.1852-3.1.1931) General Joffre trieb den Ausbau strategisch
wichtiger Eisenbahnlinien und Fernstraßen voran, um im
Verteidigungsfall eine hohe Mobilität der Armee zu erreichen.
Hubel
:
Süd-Vogesengipfel: Ballon d'Alsace 1.247 m - der Sudel 915m, Bärenkopf
1.074 m - Fennematt 1.035 m - Wissgrut 1.124 m - Haute Bers
1.252 m - Rimbachkopf 1.195 m, Belackerkopf
1.042 m - Rossberg 1.191 m -
Stiftkopf 1.055 m - Thanner Hubel 1.183 m - der Vogelstein
1.181 m - der Grand Ballon 1.424 m - der Markstein 1.266 m
(761 m) Vogesenpass
- oder die im Ersten Weltkrieg (1914-1918) gebaute Route
Joffre, die den französischen Truppen Zugang in beide Täler
ermöglichen sollte, in das von Masmünster und ins Thanner.
Curt Mündel:
Thanner Hubel - Vogelsteinfelsen 1 Std. - 'Von der Spitze des
Thanner Hubels über die Matte hinab in 13 Min. nach der Mittleren
Rossberghütte, gewöhnlich nach dem Besitzer Kolbshütte (1.140m) genannt
(Erfrischungen). Unterhalb dieser Melkerei führt ein Pfad in 50 Min. in
Umgehung des Oberen Rossberges (1.191m), als höchste Erhebung am
Rossberg, weiter zu den Vogelsteinen.
( Masmünster
) Hauptstadt des Kantons Doller im elsässischen Dollertal,
dessen Bewohner man Masopolitaner (innen) nennt oder Soïeglel (Säuigel)
als Spitzname - an den 6 Sonntagen vor Ostern werden hier die berühmten
deutschsprachigen
Passionsspiele aufgeführt. Kurven
reiche Auffahrt zum Col de Hundsrücken auf der Route Joffre D14bIV,
durch Houppach,
Bourbach-le-Haut,
- Fremdenverkehrsamt: Office de Tourisme de
Masevaux- 36, fossé des Flagellants, F-68290 Masevaux,
Tel.00333.8982.4199 -
e-mail
die ursprüngliche Dreieinigkeit
heidnischer Götter, beliehen aus der Gewalt der Elemente. Der
Wind, der Wind, das himmlische Kind.
Curt Mündel (1852-1906)
aus Bayern, einer der Pioniere und ersten Gründer des Vogesenclubs
(Ehrenpräsident der Sektion Straßburg), bekannt durch seinen legendären
Vogesenführer 'Die Vogesen von C. Mündel Reisehandbuch
für Elsass-Lothringen und angrenzende Gebirge' auf Grundlage
von Schrickers Vogesenführer (Druck: 1903 Straßburg mit dem Vorwort von
C. Mündel Ende Mai 1881) - Sein Porträt auf einer Bronzeplakette wurde
1909 am rocher Mündel (775 m) auf dem Odilienberg
eingeweiht, und ist noch heute sichtbar auf der südlichen Begehung der
dortigen Heidenmauer. Seine Sammlung "Elsässische Volkslieder"
Curt Mündel (Die
Vogesen): Belacker, Melkerei Gsang,
Kolsbhütte, Thanner Hubel, Rossberg - "Vom
Thanner Hubel in 10 Min. in das Joch hinab, rechts Kolbshütte,
dann an der Grenzmauer ansteigend in 10 Min. an der oberen
Rossberghütte und in weiteren 10 Min. auf dem Rossberg."
an der route
Joffre beim Col du Hundsrück - als
Teufelskanzeln benannte man Felspartien oder sonstige Orte im Gebirge,
welche, wie hier: Belacker oder Vogelsteine,
in vorchristlicher Zeit heidnische Kultstätten waren. Als der
heidnische Kultus nach der Christianisierung an solchen Stätten noch
heimlich fortgesetzt wurde, brachte nicht nur der Volksaberglaube
dieselben mit dem Teufel in Verbindung. Ab dem 12. Jh. wurden per
Dekret der Katholischen Kirche in der Nähe von Teufelskanzeln vermehrt
Kirchen gebaut; diese wurden zu Wallfahrtsorten, an denen man des
Sieges über das Heidentum gedachte. (Der Kandel im Schwarzwald,
Hansjakobs Keltenberg)
eine direkte Auffahrt in
die Hochvogesen über die Route des Crêtes auf 370m erstreckt sich diese
Gemeinde vom Gipfel des Molkenrain (1.125m) zu dem
des Thanner Hubel (1.183m). Ein dichtes Netz von
Wanderwegen erlaubt den Zugang zu den Forsthütten und nennenswerten
Orten wie die Ruine Freundstein mit seiner ferme
auberge, der rocher de l'Ostein (Osteinfels), bis
zu den fermes auberges am Blaufels. Auf dem
Oberfeld-Pfad läßt sich Vogesenfauna und -flora beschaulich entdecken.
Es ist übrigens das größte Waldgebiet im Thanner Land.


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