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« Die Götter haben uns das Land geschenkt. Himmlische Kraft hat aus kochendem Schlamm die wunderbaren Berge und Wälder geschaffen. Eine Welt, in der alle heilig sind.» (ein wunderbarer Glaube eines uralten, friedlichen Naturvolkes, der weißen Ainu (Aino), die vertriebenen Ureinwohner Japans leben dort seit ca. 18.000 v.Chr. ) |
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| Der sogenannte "Amazonas am Oberrhein" als Beispiel für eine kleine Ausfertigung des weltgrößten, durch bestimmte Pflanzen- und Tiergemeinschaften gekennzeichneten Lebensraumes, des Taubergießen. |
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Im Auwaldgestrüpp der GiessenHabe ich erst einmal die alljährlich natürliche Scheu vor dem Feuchtgebiet überwunden, halte ich sogar die flach gelegenen Rheinauen für aussichtsreich. Die unterirdischen Quellen (Gießen) bringen noch glasklares Wasser hervor. Dort werden euch Kahnfahrten angeboten. Sie führen euch ins Reich der einstig gefährlichen Stromschnellen und Strudel durch dichtes Auwaldgestrüpp, also mitten durch die von der Strömung durch gekämmten Wasserpflanzen. Im Paradies der quakenden Frösche, in den Fließgewässern, tummeln sich die Fische. Ihre Jäger aus der Storchenfamilie, diese Koloniebrüter hier, die Fischreiher, denen ich fast ständig irgendwo begegne, erwarten sie schon! Dieser krächzende Graureiher in weiß-grauem Frack mit schwarzem Mittelscheitel unter den Schreitvögeln, jagt langbeinig gemächlich hier überall an seichten Uferzonen. An einem Rosenmontag flog er seinen eigenen Faschings-Umzug in Fensterhöhe über mein Refugium. Seine mir abdunkelnden Flügelschläge wirkten etwas närrisch auf mein felines Wesen. - Seit ich aber Augenzeuge dabei wurde, wie einer dieser so scheu gelbäugig starrenden Beobachter einen großen, fetten Flussaal, der mit aller Kraft um sein Leben kämpfte, aus dem Altrheinstrom heraus über den Rhein ins Elsass flog, habe ich so meine Bedenken mit euren Reiherlegenden. In den felsig schluchtartigen Seitentälern der Kinzig teilt sich einer dieser Reiher gar eine Jagdwiese gleich mit mehreren dunkelbraunen, dem Mäusebussard oder Habicht ähnlichen, Greifvögeln ...so beobachtet. Schilfinseln inmitten verlandender Binnenwässer
Foto: © Höckerkschwäne Rhinau-Kappel Natürliches seit der Rheinbegradigung: kleinste Schilfinseln inmitten teils verlandender Binnenwässer. Die Schwäne sind zu meinem Vorteil nicht ganz so zahlreich wie in den eingedämmten fruchtbaren Wasserniederungen, dem Marschland der Polderdeiche bei Krafft * und Plobsheim. In den Dammzonen entlang der Rheinkanalstrasse haben sich beidseitig des Rheins ganz eigene Sumpfhaine erhalten. Hier fühlen sich die Höckerschwäne sicher auf ihren gewaltigen, runden Stapelnesterbauten aus Zweigen und Binsen. Sie lieben diese Brutstellen, und dehnen sie aus bis auf die Seitenkanäle nahe meiner Wohngebiete. Ihre Jungen brüten beide Elternteile abwechselnd aus, und behüten diese wohl vor allen "Zudringlingen", wie ich wohl weiß! Sie können ja erst nach 4 Monaten fliegen und tragen solange ein putzig hellbeige marmoriertes Gefieder. Anno 2001 schwebten sie so auffallend gefleckt noch Mitte Oktober über den Rhein. Einer der treuen Betreiber der Motorfähre wurde dazu gar gefragt, ob dieses noch keineswegs schneeweiße Gefieder der Jungschwäne etwa vom Auspuff der Fähre in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Ihr eher behäbiges Abtauchen nach Futter nennt ihr "grindeln".
Die Lebensgemeinschaft der verschieden aktiven,
hier überwinternden Wasservögel an der Fischtreppe
des Polders, ca. 14 km entfernt, gegenüber auf der elsässischen
Rheinseite bei Krafft, ist allemal einen
Exkursions-Abstecher wert. Hier tummeln sich Kormorane, Lachmöwen,
Höckerschwäne die die ziemlich zutraulichen Biberratten attackieren, Stockenten,
Blesshühner, u.s.w. - Weiter südlich davon befindet sich eine gut
getarnte Vogelbeobachtungsstation für lange Brennweiten von Ferngläsern
oder Kameralinsen. Geführte Besichtigungen im Naturschutzgebiet des Taubergiessen (das rechtsrheinische Gegenüber des Altrheinverlaufs der Île de Rhinau) des Office de Tourisme in Rhinau (F) - Dauer ca. 2 Std. - montags von Juni bis September - oder vom POLDER in Krafft (F) - (Jungschwan bei der Gefiederpflege) -
Da der Flugschein
ihrer Jungschwäne so viel Zeit in Anspruch nimmt, verfolgt das sich
eingeengt fühlende Männchen eure eindringenden Boote mit aggressivem
Fauchen bis Brummen. Aber für gewöhnlich nähert er sich euch friedlich
an den Ufern um das Brot zu essen, das ihr ihm zuwerft. Mit Kanus
oder Schlauchbooten am Kanaleinstieg bei der Rheinfähre Rhinau, bildet
sich im Frühsommer baut sich vor der engen Brückenpassage schon einmal eine
Männerschwangruppe vor diesen Wassersportlern auf. Jedoch nur, um euch
Brutreviereindringlinge daran zu erinnern, wie wichtig Aufzucht ist.
Hier rudert graziös dahin gleitend die, fast haustierähnlich
vorkommende, Nachzucht des einst verdrängten wilden Höckerschwans mit Nasenhöcker über
orangefarbenem Schnabel. Sie sind übrigens die einzigen, die
ihren Hals zu einem "S" geformt auf den Rücken anziehen können. Ich
jedoch liebe den typischen Ton den sie von sich geben, wenn sie
fliegen. Dieses klangvoll sanfte Rauschen ihrer Flügel im Wind. Im
Winter, locken die hiesig zahlreich vorhandenen Wassergebiete noch zwei
andere "geradhalsige" Wilde an, ihre Artgenossen aus der arktischen
Tundra. Hoch am Himmel nähert sich im Herbst dann eine eindrucksvolle
Flugschar von
Wildschwänen.
Einer der nach Nordwesten Durchreisenden ist der fast lautlos fliegende
und nicht angriffslustige Singschwan, mit seinem langen zitronengelben Schnabel.
Der andere, hier Station machende, ist der kleinste dieser Wintergäste.
Dieser
Zwergschwan
trägt hier seinen wesentlich kleineren Schnabel auf zierlich langem
Hals zur Schau.
Es sind nicht nur die in den Altwässern Schilf und Wasserpflanzen fressenden, schwarz-grauen Blässhühner mit ihrer weißen "Stirnschnabelweste" die laut "köw" bellend mein Gehör unterhalten! Denn sie verteidigen ihr Territorium energisch wenn sie nicht gerade Schilf oder die Wassergräser in den Altrheingewässern fressen. Dennoch, in den zugänglichen Gewässern die von den Abwehrspielern der Höckerschwäne in Schach gehalten werden haben sie keine Chance eure Brotbälle zu ergattern. Ihre nickend zuckende Schwimmfreundin, das Teichhuhn, mit auffällig rot-gelbem Schnabel, schlägt noch schärfere "kjürrk"- und "kickeck" -Töne an, wenn ich sie beim vor sich hingurgeln störe. Vorsichtshalber gebe ich nach, denn als Landgängerin nur im Gruppenverband, die dabei ihr Nest gut im dichten Uferbewuchs versteckt, wird sie dieses auch gut zu verteidigen wissen. Geht es ihr gar um Samen-Früchte-Verzehr klettert sie für ihre Verhältnisse sogar geschickt. Lachmöwen - Flugshows am Anlegesteg der Motorfähre Rhinau-Kappel
oder in umfliegender Begleitung der
Passagier-Rheinschifffahrt, auf Brot erheischendem Kurs, mit
ihrem "kiärr"-Bettelruf zieht sie eure ganze Aufmerksamkeit auf sich!
Es ist die aus Westafrika kommende Flussseeschwalbe, die uns von April bis September hier
verzückt. Eine taubengroße Schönheit mit
lachsrotem Schnabel und ebenso kurzen Füssen. Dank der Nisthilfen
auf künstlichen Nistflößen samt künstlicher Inseln, anstatt
wie vor der Rheinbegradigung auf Kies- oder Sandbänken, ist sie seit
ca. 20 Jahren der Stolz des Taubergießens. Dank der reichlich
pilgernden, sie bereitwillig fütternden, Europaparktouristen verschmäht
sie die hier üppig vorkommenden Insekten und ist oft noch zu faul zum
Stosstauchen nach Fischen und Krabben. Diese Flugkünstler
stellen sich bei der Balz mit einem Fisch im Schnabel eher unbeholfen
an. So lassen sich Männchen von Männchen austricksen, um an einen Fisch
für sich selbst oder für ein tatsächliches Weibchen zu ergattern; eben
ganz nach den Veranschaulichungen von Prof. James Gould... Ihre Jungen
Daunenbällchen lassen sich dazu noch Zeit mit dem richtigen Essen.
Tagelang können sie aus Tappigkeit Fischhäppchen verweigern, ja sogar
Fischköpfe verdauen, deren Schwänzflossen sich noch im Schnabel
befinden ! Meine ganzjährig häufigste Begleiterin ist die der Flussseeschwalbe zum Verwechseln ähnlich sehende ausgewachsene Lachmöwe. Diese Sumpfliebende begrüßt mich allgegenwärtig "kirrjääh"-kreischend. In jedem Fall auf den Steglampen der Rheinfähre, mit stelzig ausgestreckten roten Schwimmfüssen, samt rotem Schnabel. Von da aus präsentiert sie sich Sommers über im Brutkleid mit kaffeebrauner Kapuze. Im Winter dagegen verfolgt sie euch zielstrebig mit nur noch, wie vom eyeliner nachgezogenen, schwarzen Augenringen (siehe Rheinfährefoto bei Glatteis). Wie bei Ob nun Ruhekleid oder nicht, ihre Oberseite und Flügel bleiben hellgrau. Ihre Flügelspitzen enden nach weißem Übergang elegant schwarz. Schwanz- und Bauchfederkleid bleiben blütenweiß. Obwohl ich ihren verspielten Flugkünsten nichts entgegenzusetzen habe, haben wir mit dem Schnellimbiss von Mäusen und Kleintieren aller Art so einiges gemeinsam, samt der Anpassungsfähigkeit an euch und eure Städte! Dabei hat auch sie beinahe ihre ursprüngliche Insekten-, Würmer- und Tümpelfisch-Ernährung aufgegeben. Die in dezenten Grautönen gestylten Silbermöwen melden sich an mit jaulenden Rufen und weit hörbaren jauchzenden Rufreihen. Sie überfliegen meine Streifzüge am häufigsten von allen. Auf den Rheinwässern, beim Polder zwischen Krafft und Plobsheim, stellen sie eigens für euch eine irreguläre, weil mehr als 15 Möwen starke, Rhein-Rugby- Mannschaft auf. Im Spiel gegen die Höckerschwäne und Blässhühner dienen ihnen eure Brote als Ball. Also los, versäumt dort nicht ihre Mannschaft anzufeuern! Nach Spielende attackieren sie die in aller Ruhe fischenden Schwäne auf den nahen, mehrmals jährlich überfluteten Feuchtwiesengebieten, und bringen gleichzeitig die Störche auf Trab. Aus ihren Schilfbodennestern im jeweiligen Brutkolonieviertel ertönen im Frühling ihre heiser bis quietschenden Rufkonzerte der Sommerurlaubsgäste. Zierlich schöne Drosselabkömmlinge dank der Rhein nahen geförderten Kies- und Sandgruben mit ihren reichlich vorkommenden Kieswegen und Sandbänken. Lustig anzusehende Kameraden mit hellgrauem Flügelpaar und ihrem unverkennbar weißen Dreieck an ihre Flügelspitzen. Ihr könnt ihn bei seiner unermüdlichen Aufräumungsarbeit der Kiesböden von Insekten, Spinnen und Würmern hören. Denn wenn der Flussregenpfeifer nicht gerade an Kieselsteinufern brütet, stößt er dabei ein klagendes "piu"-Gejammer aus! Ihr erkennt ihn an seiner gelben Augenbrille, die er von seiner letzten Saharaüberwinterung mit gebracht hat.
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