Kultur: im 5. Jh.
wurden die Alemannen
von den Franken zwar besiegt, aber nicht vertrieben. Die Franken
bekamen das Christentum verordnet, weshalb auch alemannisches Gebiet
des Schwarzwalds von Missionaren aus Irland und Schottland
christianisiert wurde. Waldstücke im Inneren des Schwarzwalds wurden
gerodet. Mönchszellen und kleine Klöster
waren bald geistige Mittelpunkte. Die Mönche, von Adelssöhnen erzogen,
bekamen vom Adel große Ländereien, meist aber in unwegsamen
Waldgebieten, mit dem Ziel sie zugänglich zu machen; im 9.
Jh. war der ganze Schwarzwald nach und nach erschlossen. - - -
Woni gang und
stand, wärs e lustig Land. Aber zeig mer, was de witt, numme näumis
findi nit in dem schöne Land.
Der Südschwarzwald
mit dem Hochschwarzwald, Hotzenwald,
Großen und Kleinen Wiesental ist dabei eine der
landschaftlich vielseitigsten Teilregionen. Flach gerundete Gipfel und
Bergrücken sind ebenso charakteristisch wie schluchtartig
eingekerbte Täler, ausgeweitete Talbereiche, schroffe und
wellige Landschaftsformen sowie reizvolle Gebirgszonen. Nördlich dieser
Teillandschaft schließt sich das Gebiet um Feldberg, den Titisee und
Schluchsee an.
Der
Südliche Schwarzwald im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und
Schweiz ist mit dem Breisgau
einerseits die wärmste Region zwischen Nordsee und Alpen und mit dem
1.493 Meter hohen Feldberggipfel gleichzeitig
das höchste
Mittelgebirge Deutschlands. Dabei bedecken die Berge - wie der Name
Schwarzwald vielleicht vermuten läßt - keineswegs nur dunkle Tannen-
oder Fichtenwälder. Von weiten Hochflächen und aussichtsreichen
Berggipfeln kann man hervorragende Fernblicke genießen. Das ist nur
eine der schönen Seiten des beliebten Mittelgebirges im Südwesten
Deutschlands.
à
propos: die Grüne
Strasse
führt von Hinterzarten
im Schwarzwald nach Contrexéville in
Elsass-Lothringen über Titiesee-Neustadt - Kirchzarten - Freiburg -
Horburg-Wihr - Breisach - Neuf-Brisach - Colmar - Turckheim - Munster -
Gérardmer - Le Tholy - Épinal - Vittel - Contrexéville. - Ihr
Initiator, Bürgermeister Joseph Rey (1899-1990) aus Colmar, beschrieb
ihre Benennung nach den grünen Tannen: „Sie ist also eine
Touristenstraße par excellence, welche besonders die Einheit der
Oberrheinlandschaft in ihrer mosaikhaften Vielfältigkeit herausstellt.
Eine Einheit, die auch nicht mehr wie einst durch den Schicksalsstrom
zweier Nationen beeinträchtigt wird.“ - Entlang der Grünen Straße, vom
Käsehersteller in Hinterzarten über den Schneckenzüchter in Le Tholy
zum Chocolatier in Épinal.
Tourismus:
besondere Kulturlandschaften, eine überraschende Vielfalt mit bekannten
Ferienregionen wie Elztal, Kaiserstuhl und Markgräflerland, Wiesental,
Hochrhein-Hotzenwald
und Hochschwarzwald von stillen Berg- und
Weindörfern über gemütliche Ferienorte, von hochmodernen Thermalbädern
bis zur Schwarzwaldmetropole Freiburg mit ihrem berühmten Münster.
Während auf seinem höchsten Gipfel droben auf dem 1.493 Meter hohen
Feldberg die Skiläufer noch ihre Schwünge ziehen, blühen im Glottertal
und Elztal, am Kaiserstuhl oder im Markgräflerland schon die
Kirschbäume. Zwischen die Berge und Höhenrücken des Südlichen
Schwarzwalds schmiegen sich liebliche Täler wie das reizende Simonswäldertal oder
das Kleine Wiesental, nach Westen und Süden zum
Rhein hin jedoch auch enge Schluchten - am
berühmtesten das Höllental und
die Wutachschlucht
mit einer einmaligen Pflanzenwelt. Endlose Wanderwege und hervorragende
Wintersportanlagen finden sich auf den Schwarzwaldhöhen im Naturpark
Südschwarzwald, ein Genuss ist Radfahren in der Rheinebene oder die
Herausforderung auf bergigen Mountainbike-Trails. Zur Entspannung laden
fünf Thermalbäder im Markgräflerland und am Hochrhein ein. Spaß für die
ganze Familie gibt's im Schwarzwaldpark Löffingen
mit einer
atemberaubenden Wildwasserbahnbahn, im Steinwasenpark
mit der längsten Erlebnisseilbrücke der Welt oder im Bade- und
Saunaparadies Laguna in Weil am
Rhein. In Bad
Säckingen
am Hochrhein findet ihr Geschichte zum Anfassen nicht nur in
den Freilichtmuseen Hotzenwälder Klausenhof in Herrischried , im Schniederlihof am Notschrei/Schauinsland
(s.u.)oder im Hüsli in Grafenhausen.
Bei einem Schiffsausflug auf dem Hochrhein ab Waldshut
in Richtung Basel oder von dort nach Breisach bleibt der Schwarzwald am
Horizont. Bummeln, Kunst und Kultur ist nicht nur in Freiburg
angesagt. Eine ausgezeichnete Badische Regio-Küche für den Gourmet auch
mit bodenständiger Kost oder einem Viertele Badischen Wein aus den
Anbaugebieten am Kaiserstuhl und Tuniberg, im Markgräflerland, im
Glottertal und am Hochrhein. Auf der Käseroute oder
der Milchstraße im Naturpark Südschwarzwald die
Landwirtschaft einmal ganz anders erleben. Im Winter wieder
Freizeitspaß rund um den Feldberg : Schluchsee
mit einer faszinierend unberührten Landschaft in Weiß, ob in Wald oder
auf den sonnigen Hochplateaus, romantische Winterlandschaften laden ein
zu ausgedehnten Winterwanderungen; Schneeschuh-Touren und Langlauf,
alpiner Ski, Skispringer und Schlittenhunderennen bieten mehr als nur
Abwechslung.
à
propos: das Ski-Museum
in Hinterzarten
(Südschwarzwald) im alten Hugenhof,
Erlenbruckerstrasse 1: der Hugenhof aus dem 13. Jh. geht
zurück auf die Familie Hug, die von 1708 bis 1789 in vier Generationen
das Anwesen bewohnte. Das ursprüngliche Gebäude entsprach dem Typus des
sogenannten älteren Heidenhauses, das es nur im Hochschwarzwald
gab. Der Wohnteil drückte sich gegen den Berg, die Stallungen lagen
talseitig. Nach einem Brand im 18 Jh. wurde der Hof in umgekehrter Form
mit talseitigem Wohntrakt wieder aufgebaut.

Wie
schön ist es anzusehen, das Gesicht der
Schwarzwaldlandschaft, das Schwarzwaldhaus!
Ursprünglich mit Stroh oder Schindeln bedeckt. Im Mittleren und im
Hochschwarzwald herrscht der Typ des so genannten Heidenhauses
vor. Bei seiner ältesten
Form ist Wohnteil der
Hangseite zugekehrt, währender später zur Talseite blickt. Abkömmlinge
dieses Heidenhauses sind noch das Zartener Haus im
Zartener Becken bei
Freiburg, das im Schwarzwald- und Belchengebiet beheimatete Schauinslandhaus
von 1730, mit
seiner bekannten Wageneinfahrt der
beladenen Wagen von der Bergseite her. Seine Schneflerwerkstatt
mit Schöpfkellen, Löffel und Schüsseln aus Holz, die der Schnefler
(Schnitzer und Küfer) einst fertigte, sind im Museum, ebenso wie
Ziehmesser, Zirkel und die Hobelbank. Das Bauernhausmuseum Schniederlihof: ein originalgetreues
Schwarzwald-Einhaus aus dem Jahre 1593, dessen mit
Holzschindeln gedeckte Dach sich auf der Wetterseite bis tief
zum Boden hin zieht, und darunter alles vereint vom Stall bis zur
Heubühne mit Schlitten, steht auf dem Schauinsland und
gehört der Gemeinde Oberried-Hofsgrund (Tel.: 0761.492427
oder 07602.448, Öffnungszeiten:
Mai - Juni Sa, So, Feiertage 10h-18h, Juli - August täglich
10h-18h, Sept.- Okt. Sa + So 10h-17h30 + Die 13h30-17h30) - Im Freilichtmuseum
Vogtsbauernhof in Gutach (Nordschwarzwald) stehen
sie noch, die 6 Bauernhöfe aus dem ganzen Schwarzwald des 16.-19.Jh.:
das ebenso klein gebaute, sich hinduckende Hotzenhaus (Hotzenwaldhaus aus dem
Hotzenwald) wie das Schauinslandhaus, das Dreisamtäler Haus,
das Tagelöhnerhaus aus dem Oberprechtal, das Heidenhaus aus Furtwangen und die mächtigen
Speicherhöfe aus dem Gutach- und Kinzigtal, letztere mit
holzgezimmerten Obergeschoss (Schwellenkranz, Eckständern, Dachgebälk
und Dachstühlen) von 1601.- - - Besichtigung des Hansmeyerhof,
in Kirchzarten, im Ortsteil Wagensteig,
1620 erbaut, ist einer der ältesten Höfe im Dreisamtal. Fast 4
Jahrhunderte erfahrene Veränderungen zeugen von der Entwicklung der
Landbewirtschaftung seit dem 30-jährigen Krieg bis in die 2. Hälfte des
20. Jh. - Anmeldung größerer Gruppen Tel.: 07661.396540, 1 1/2 Std. mittwochs
16h + sonntags
10h30
à
propos: Museumsbergwerk Schauinsland
bei Freiburg:
Silber, Blei, Zink und mehr als 8 Jahrhunderte Bergbaugeschichte im
größten Silberbergwerk Süddeutschlands - die
Regio im Silberminenrausch
- Mineralien:
Pyromorphit vom Schauinsland
 
das
Schauinslandhaus
In Bernau , dem schönsten Hochtal im Naturpark
Südschwarzwald, findet ihr den anno 1789 erbauten 'Original
Schwarzwälder Eindachhof', den Resenhof, mit seinem Holzschnefler-Museum
(original Schwarzwälder Eindachhof), als wahres Erlebnis von altem
Handwerk mit Bewirtung. Der 'Kinzigtäler Bautyp', der Klausenbauernhof mit seinem Hauptgebäude von
1561 und Umbau samt Erweiterungen wie der Bohlenstube mit gewölbter
Bohlendecke und dem Dach aus Roggenstroh (1707 und
1709, besitzt heute zahlreiche Nebengebäude aus dem 16. - 19. Jh. mit
Speichergebäude und Backhaus. Eine Hofübergabe im Schwarzwald erfolgte
noch zu Lebzeiten der Eltern, in der Regel vererbt an den jüngsten
Sohn. Schwerwiegender Lebenseinschnitt der Eltern, die bisher als
Selbstversorger jahrzehntelang unabhängig waren, und mit
Hofabgabe völlig von der Versorgung durch die Kinder abhängig. Ebenso
der Umzug ins Leibgeding (Auszugshaus, Libding),
extra für sie gebaut in unmittelbarer Nähe des Hofes. Erbvertrag als
Grundlage für ihre Altersversorgung: Im Archiv des Schwarzwälder
Freilichtmuseums Vogtsbauernhof
in Gutach ist ein solcher Vertrag (Fahrnisse,
Liegenschaften, Nutzungsrechte) mit all seinen Einzelheiten erhalten
geblieben. Im Jahr 1900 übergab das Ehepaar Peter H. in der Gemeinde
Petersthal ein Hofgut mittlerer Größe an den Sohn Leopold H. Auf dieser
Seite werden verschiedene Schwarzwaldhöfe kurz dargestellt. .
"Minen Auge gfallt
Herischried im Wald. woni gang, se denki dra 's chunnt mer nit uf
d'Gegnig a z'Herischried im Wald." Der Klausenhof in Großherrischwand
(bei Herrischried) ist eines der ältesten Häuser des Schwarzwaldes. Die
ihm angegliederte Lindauer
Säge urkundlich ins Jahr 1595. Das
Bauernhausmuseum wurde mit einem Backhaus, einem Bauerngarten, einer
Schmiede samt einem Wagenschopf erweitert. Euch Besuchern zeigt er sich
heute so mit Leben erfüllt, als hätten ihn die letzten Bewohner am
Gerhard-Jung-Platz gerade erst verlassen. Ruft an unter Tel.:
07764.6162 oder kauft euch dort die zu
seinen Öffnungszeiten: Januar-April:
Sonn- und Feiertage 14h30-17h30 - Mai - Oktober:
Mittwoch, Samstag, Sonn- und Feiertage 14h30-17h30 - Eintritt: 2€ - - -
Schönste Wege
hoch über den Schwarzwaldtälern
Höhenwege im Schwarzwald
Blaue Berge und grüne Täler:
Eine drei- oder viertägige Rundwanderung auf
Höhenwegen des Schwarzwaldvereins im Südschwarzwald
- Mit Ost-, Mittel- und Westweg des Schwarzwaldvereins verfügt der
Schwarzwald seit 100 Jahren über drei echte
Nord-Süd-Verbindungen, die bis heute nicht an Attraktivität
und Reiz verloren haben. Der Westweg ist der bekannteste,
beliebteste und wohl auch der meist begangene Höhenwanderweg.
Am Westrand des Gebirges entlang nimmt er fast jeden Gipfel über 1.000
Höhenmeter mit, bietet immer wieder grandiose Aussichten, läßt aber
auch die markanten Taleinschnitte von Murg
und Kinzig nicht
aus. Als Weg in der
Mitte schafft der Mittelweg die Begegnung mit Land und Leuten in den
kleinen Orten und läßt in der immer wieder offenen Landschaft mit
typischen Schwarzwaldhöfen Kultur und Natur am Westweg erleben. -
Gipfelrundwege rund um den Belchen
bei einer freien Rundsicht wie auf keinem anderen Schwarzwaldberg, eben
wie von seinem elsässischen Gegenüber, dem Grand Ballon, gleichsam
beeindruckend: vom Belchenhaus zum Gipfelkreuz (Panoramatafel) in einer
halben Stunde - die Entdeckungstour über den Belchengipfel auf dem
Naturerlebnispfad mit naturkundlichen Schautafeln in einer dreiviertel
Stunde - 'der Panoramaweg', die große Gipfelrunde
mit Blick ins Münstertal und nach Freiburg in einer Stunde - der
urwaldartige Abstiegspfad übers Ostplateau (Belchenbannwald) zur
Talstation in einer guten Stunde - oder auf dem Höhenweg des
Westweges über den Hochkelch zum Haldenhof in 2,5 Std. - ein wahrlich
das Münstertal überragendes Gneisschollenmassiv, weich mit Steilhängen
die kahle Gipfelfläche präsentierend. - Die beiden südlichsten Querwege
erschließen die Vordere und Mittlere Hotzenwaldstufe.
Sie queren die steilen unwegsamen Täler
der Wehra, Murg und Alb und
bieten auf den Höhen prächtige Ausblicke auf den Hochrhein, den
Schweizer Jura und die Alpen im Süden. Im Norden die Berge des Hohen
Schwarzwaldes und gleich nebenan das Gewinkel der Täler und Schluchten,
die zum Hochrhein führen. - Der Ostweg (100 Jahre
Ostweg anno 2004) erschließt die Landschaft entlang der weniger
spektakulären Schwarzwaldkuppen am Übergang zur Schwäbischen Alb und der Baar.
Er berührt
aussichtsreiche Hochflächen, malerische Orte, Burgen, Kirchen und
Klöster, und führt durch sehenswerte Naturschutzgebiete wie das Monbachtal,
das Schwenninger Moos
und die Wutachflühen.
Alle drei Höhenwege starten in Pforzheim.
Buchbare Pauschalen mit und ohne Gepäck gibt es zur Zeit nur auf dem
Westweg. Der Schwarzwaldverein empfiehlt, die Höhenwege durch die
Einbindung seiner verschiedenen Quer-, Zugangs- und Verbindungswege zu
vernetzen, um auf diese Weise zwei- bis fünftägige Wandertouren 'à la
carte' voll zu genießen. Die idyllischen Flußtäler eignen sich ebenso
als Höhenwegszubringer. Zum Beispiel für ein solches drei- bis
viertägiges Wanderabenteuer (Wochenende oder
Wochenende mit Brückentag) schildert euch die Webseite mit
pdf*-downloads - Tageswanderungen als
Alternative zu den Fernwanderwegen des Schwarzwaldvereins sind
Gipfelwanderungen auf Feldberg oder Belchen oder in die Wutachschlucht
oder auf dem Kandel-Höhenweg. Ob vom Nördlichen Schwarzwald über den
Kaiserstuhl ins Markgräfler Land und um den Blauen in Zell im
Wiesental, wenn nicht zuvor über den Querweg Lahr-Rottweil
oder gar auf dem Ortenauer Weinpfad..., ...Markgräfler Wiiwegli. Zu den
geführten Wanderungen der einzelnen Schwarzwaldvereine 
Wiese- und Wehratal
zur
Karstlandschaft des Dinkelberges und hinunter nach Basel.
Schopfheim - Waldshut Länge: 44.5
km - Markierungszeichen: schwarz-weiße
Raute auf gelb >>>: Streckenführung: Schopfheim
im Wiesental - Eichener See
3 km - Hasel 7 km - Wehratal
(Stausee) 10.5 km - Ödlandkapelle 19 km -
Herrischried 22.5 km Herrischried
- Gugelturm 2 km - Strittmatt
4 km - Görwihl 8.5 km - Albtal
9.5 km - Unteralpfen 12.5 km - Eschbach
17.5 km - Waldshut 22.5 km
von der Dreisam
schnell
durchflossen: Schwarzwaldtäler
Nur
15 km lang ist das Dreisamwasser, der Leopoldskanal, bis zum Rhein nach
Riegel. Mit
der letzten Eiszeit, die vor 10.000 Jahren zu Ende ging, hat auch die
ca. 3 Millionen Jahre alte Dreisam ihren Lauf nicht mehr grundlegend
verändert. Regionale Flussgeschichte dieser 'Schnellfliessenden' mit
mehr als 30 Zuflüsse alleine nur bis Riegel! Ihrer keltischen
Bezeichnung macht sie alle Ehre, erzeugt von drei Quellflüssen. Ihr
erster Quellfluß, der Rotbach oder Höllenbach, heißt bis Hinterzarten
Zartenbach (aus dem Mathislesweiher) bevor er ins
Höllental hinunter
stürzt. Dreisam heißt das Gewässer erst nach der Brücke auf der
Landstraße zwischen Kirchzarten und Stegen. Kurz vor eben dieser Brücke
fließen die beiden letzten ihrer drei Quellflüsse zusammen: der Rotbach
(Höllenbach) und der Wagensteigbach. Letzterer hat bei der
Vaterunserkapelle vor Burg am Wald gleich ihren dritten Quellfluß mit
aufgenommen, den Ibenbach, der seine Quelle wiederum zwischen St. Peter
und St. Märgen
hat. Durchs obere Höllental, dem Löffeltal, stürzt es in den Rotbach
runter um hinter Zarten
in die Dreisam zu fliessen. Ihr längster Zufluß jedoch wechselt auf
seinem Lauf bis zur Dreisam am häufigsten seinen Namen. Vom Westhang
des Schauinsland entspringend heißt er dort bis nach Günterstal
Bohrerbach. Bereits nach dem Güntertäler Tor fließt er als Hölderlebach
am Lorettoberg vorbei durch die Wiehre und die Liegewiese des
Lorettobades, bevor er dann unter der Bahnlinie hindurch seinen Fluss
nach Haslach
fortsetzt. Hier, wie in Weingarten, ist er der Dorfbach. Vom Schauinsland
fließt er als Dietenbach durchs Dietenbachgelände und nimmt bis zur
Autobahn den Käsbach noch mit auf. Als Mühlbach unterquert er hier die
Autobahn bis Waltershofen, wo noch ein Gleichnamiger hinzukommt, bis
Gottenheim und Bötzingen. Ab Eichstetten fließt der Dreisam längster
Zufluß noch durch
Bahlingen am Kaiserstuhl um
bei der Riegler Brauerei mit der
Elz und der Glotter vereint als Schauinslandwasser in die Dreisam zu
fließen. Um die 2.000 ausgesetzten Junglachse in ein Paar Jahren wieder
in ihr Laichgebiet zurückzuführen, müssten die Passagen ermöglicht
werden, wie z.B. mehrere Rheinstaustufen und das Schwabentorwehr.
Einzelne Lachse dürften früher über die so genannte
'Hintertür' der Alten Elz passieren, die im Gegensatz zum Rhein dazu
dann menschlich bearbeitet sein dürfte...
à
propos: Auch die Dreisam zwängte
Tulla in ihr Bett: denn ihre
Fluten aus Regenwasser oberhalb
Freiburgs, das oberflächlich abfließt wenn es nicht in den dünnen
Verwitterungsschichten der Urgesteine des Schwarzwaldes versickert, die
nicht viel Wasser speichern können, sorgen für Feuchtwiesen. So steigt
die Dreisam bei Regen recht schnell an und trocknet in heißen Sommern
sogar aus. Sie fließt auf ihren eigenen, nacheiszeitlichen
Ablagerungen von großen Wassermengen durchsetzt von Kies, Sand und Ton.
All dies transportierte sie von den Schwarzwaldhängen herab und lagerte
es brav als Schwemmfächer im Talgrund ab. So kam es,
dass Freiburg
heute auf einem gut 40 m hohen Gneisfels thront, eben solcher
Sedimente. Als die Dreisam dann aber oben weniger loses Material zum
Abtragen vorfand schnitt sie sich eben einige Meter tiefer in diese
Schwemmschichten ein. Mit erheblich breiterem Flussbett als heute
veränderte sie ständig ihren Lauf um Inseln auszubilden die wieder
verschwanden. Ihre berüchtigten, schnell ankommenden Hochwasser rissen
1896 mit ganzen 260 cm³ sogar die Schwabentorbrücke weg.
Schönes
Souvenir der letzten
Eiszeit: das Hinterzartener
Moor
(70 Hektar Naturschutzgebiet) der größte Moorkomplex des
Schwarzwaldes, dank seinem Artenreichtum an empfindlichen
Pflanzen und der Tierwelt sogar eines der besterhaltenen Moore in
Mitteleuropa. Vom Holzsteg aus zu entdecken sind verschiedene
Baumarten, Heidekraut-Gewächse und Pilze neben der zarten Moosbeere,
dem roten Sumpfblutauge und dem rundblättrigen
Sonnentau (fleischfressende Pflanze). - Der kleine
Moorsee
Mathiesleweiher im Naturschutzgebiet Eschengrund
liegt zwischen Hinterzarten
und Feldsee und speist den Zartenbach und ist ab Hinterzarten auf dem Emil-Thoma-Weg
nur zu Fuß erreichbar (in Richtung SW: Feldsee,
Feldberg und Rinken, nach ca. 2 km beim Hinweisschild links ab noch 500
m bis zum See).
Der Gesteinszyklus,
ausgehend von eurer
Wahrnehmung dieser, schienen die Felsen und Gesteine der Erdoberfläche
unzerstörbar zu sein. Doch die Maschine Erde arbeitet seit
Jahrmillionen an einer geologischen Dauerbaustelle: sie
erschafft, transportiert, zerstört und recycelt schließlich wieder all
ihre Materialien! So erbricht sich die Erdkruste aus ihren Tiefen
heraus um sich Verhärtetes einige Hundert Millionen Jahre später wieder
einzuverleiben; das nennt ihr die Geburt der Berge (Orogenese). Die
Auffaltung in der erdgeschichtlich älteren Karbonzeit
bis über den Meeresspiegel, als unsere Erdplatte als ureuropäisches
Teilgerüst wieder in die Weltmeere abtauchte, bildeten nach langer
Überflutung, die nach dem Auftauchen dabei dort angesammelten,
natürlichen Abtragungen den Erdmantel und Felsgestein neu. Aus den
Sanden bildeten sich Sandsteine, Grauwacken und Quarzite und aus
Schottern zusammengeballtes Schichtgestein. Die scharfkantigen
Gesteinsbrocken ihrer nach oben beförderten Sandsteinarten findet ihr,
den Vogesen gleich, auch im Schwarzwald. Seither steht die vulkanische Grauwacke
unter Verdacht der 'Ablagerungsherkunft durch Umlagerungen',
ausgelöst einig durch Erdbeben bedingte Turbulenzströme. Was die aus
dem Erdaltertum meist dunkel(grün)-graue Gauwacke so verdächtig macht
ein Sediment- oder Geröllgestein zu sein, sind ihre in der
versteinerten Grundmasse enthaltenen Tonmineralen (wie Kieselschiefer),
Chlorit und Glimmer, die sie sich aus Ablagerungen abgetauchter Gebirge
zusammen gesammelt hat. Regionale Gesteinsköche der Geo-Hexenküche (Gesteinszyklus):
Die Sandsteinart der Grauwacke ist durch Verwitterung verfestigter
Sand. Beträgt sein Anteil im Übergang zum Konglomerat noch ein Viertel
frischer Feldspäte, habt ihr ihn geringer Transportwege durch Wasser,
Eis und wind überführt. Das waren die rasch absinkende Randtröge
aufsteigender Faltengebirge im Erdaltertum und der Vulkanismus und
Eiszeiten der Würmeiszeit vor ca. 2 Millionen Jahre, wie im
Vereisungszentrum* des Belchengebietes.
Das Neuenweger Tal (Kleine Wiese) im Wiesental, im
Osten des Aiternbachquellgebietes bei Unter- und Obermulden, mit seiner
besonders breiten gesteinsbedingten Ausformung. Unterhalb von Neuenweg, im engen
Tal, stehen Vulkanite aus dem Devon/Karbon an und da wo sich das
Tal um Neuenweg bricht, weitet sich das Tal mit weicheren
Konglomeraten, dem Sedimentsgestein aus Gesteinstrümmern (erdzeitlich
aus dem Unterkarbon). Wie alle anderen Gesteinsarten auch, unterliegen
diese verwandelbaren Felsen der Erosion, dem Abtransport durch Wasser
und Trümmer... Der Münsterhaldengranit, als wieder
härterer Gestein, bestimmt talaufwärts das Gebiet der Belchenhöfe. Gneise (Metablastite)
im Bereich der Felspartien vom Hohen
Kelch über den Heideckfelsen
bis zum Hägstutzfelsen.
Die Belchenkuppe selbst ist wieder aus Granit
aufgebaut, was die starke
Versteilung bewirkte. - *): die von der hohen und steilen
Gesteinsumrahmung im Norden und im Westen nieder brechenden Lawinen,
führten dem Wiesental umfangreiche Schneemassen zu, die während des
ganzen Jahres liegen blieben. Die so verstärkten Abtragungen an der
Basis entwickelten den Belchenwiesegletscher
(Firnkesselgletscher), der sich in einer tiefen Firnmulde sowohl vom
Schneefall als auch von Lawinen ernährte (ein gut ausgebildetes Kar im
Gewann Fuchsgröble).
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Der Feldberggipfel
(1.493m)
mit seinem Gneisgrundgebirge ist rund
eine Milliarde Jahre alt. Ihr trefft heute auf den dritten Feldberg. So
hat sich der Feldberg im Laufe der Erdgeschichte, bzw. die Region in
welcher der Feldberg heute steht, mit vier Erhebungen und drei
Abtragungen ebenfalls am Gesteinszyklus beteiligt. Der erste, komplett
abgetragene Feldberg war ein Kollisionsgebirge im Präkambrium.
Der zweite, abermals abgetragene Feldberg entstand im Zuge der variskischen
Gebirgsbildung während
des Devons und Karbons, doch
dieses Mal lagerten sich im entstehenden Sedimentationsraum während des
Mesozoikums Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper,
Lias, Dogger und Malm ab. Teile dieser Sedimente sind
Meeresablagerungen durch sich bildende innerkontinentale Meere, die
anderen festländischen Ursprungs. Der dritte, heutige Feldberg bildete
sich als Fernwirkung der Alpenauffaltung während des Tertiärs.
Bis heute wird der Feldberg herausgehoben, genannte Ablagerungen wurden
nach der Heraushebung nach und nach abgetragen und heute ist fast
ausschließlich das Grundgebirge zu finden. Durch Erosion
der Elemente und dem Transportmechanismus, bei dem Feinmaterial (z.B.
Löss, Ton) durch den Gott des Windes über größere Entfernungen
transportiert wird und auch außerhalb der ursprünglichen
Herkunftsgebiete abgelagert wird, diese äolische Abtragung verebnet den
Feldberg und schafft so weiträumige Flächen. ...in der erdkundlich
zweiten Stufe bei der Bildung der älteren Erdneuzeit-Bodenschicht (im
Miozän vor 23-5 Mio. Jahren), begann die Flussgeschichte des Rheins -
der Oberrheingrabenbruch. -
Die Würmeiszeit (vor 10.000-11.000 Jahren)
bedeckte den Schwarzwald mit einem ca. 1.000km² großen Gletscher,
dessen Spuren noch heute zu erkennen sind. Zur des Feldberges gab es
mehrere Anschauungsobjekte. Der Feldsee
wurde nach und nach schuf vom Eis auf 33m Tiefe ausgeschürft, was euch
eine Moräne (Glazialmorphologie) am Ufer des
Feldsees bezeugt. Das unweite Feldseemoor ist ein
weiteres, sehbares Überbleibsel der Eiszeit als Endmoräne des
Minigletschers, die Wasser aufstaute und so ein Moor bildete. Die
Feldseeentstehung geschah bei der Ausbreitung des Feldberggletschers,
das Feldseemoor war im Anschluss, danach bildete der Gletscher eine
Endmoräne bei Waldhof. Beim Falkau-Vorstoss als Maximum markiert und
noch einmal übertroffen, ehe sich der Gletscher wieder zurück zog.
à
propos:
Wintersport im
und aus dem Schwarzwald, wichtigster
Wirtschaftszweig der Region in den Skigebieten rund um den
Feldberg und
im Nordschwarzwald; dank des Todtnauer Arztes
Dr. Tholus, der erst 1888 das erste Paar Schneeschuhe auf Bestellung
von Norwegen in den Schwarzwald brachte. Skilehrer waren Norweger und
der Franzose Pilet, Skifahrer waren Städter, meist Akademiker aus
Freiburg, die Schwarzwälder Bauern blieben skeptisch. - - - Wandern mit
Schnee-Schuhen am
Feldberg und am Titisee UP511 mit der UP
PAMINA VHS,
deutsch-französische Einrichtung der
Erwachsenenbildung F-67160 Wissembourg Tel.:
(0033-(0)3.8894.9564
- Anfahrt
im Reisebus - Veranstalter: Kletter
& Ski-Schule Black Forest Magic / Board & Bike
Company 49€/2 Bus-Transfers, inkl. Kurs von 10h-15h am 24.2.2007
Kloster
St. Trudpert in
Münstertal
Ausgangspunkt
der Christianisierung im Südschwarzwald als der kulturelle, politische,
kirchliche und wirtschaftliche Mittelpunkt des Münstertales
war das erste rechtsrheinische Benediktinerkloster – St. Trudpert um das
Jahr 800. Gegründet unter Mithilfe von Benediktinern aus St. Gallen zu
Ehren des bald als heilig verehrten Trudpert. Einweihung der ersten
Klosteranlage im Jahre 815 bis zur Säkularisation Napoleons im Jahre
1806. Voralberger Kuppelbau-Barock im Münstertal, eine sehenswerte barocke Klosteranlage mit Pfarrkirche. - Anfahrt:
Autobahn A 5 Frankfurt-Karlsruhe-Basel, Ausfahrt Bad Krozingen über
Staufen nach Münstertal
oder Autobahn A 81 Stuttgart-Singen, Ausfahrt Bad Dürrheim, auf der B31
über Donaueschingen, Titisee nach Freiburg, danach auf der B3 weiter in
Richtung Staufen und Münstertal. Ebenso sehenswert ist die Almgaststätte
Kälbelescheuer auf
1.040 m.ü.M. der Familie Wiesler (Münsterhalden 24, Tel.: 07636.788887)
mit unvergleichlich guter Fernsicht in die Rheinebene, ebenso Station
oder idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbiketouren.
Breisgau-Geschichte
im Mittelalter als die Zähringer Fürsten das
bedeutendste Adelsgeschlecht im Schwarzwald waren. Die Gründung der
Städte Freiburg
(Schwarzwaldmetropole im Breisgau), Offenburg
und Villingen -
das war ihr Werk. Die Zähringer und die Herren von Rötteln
waren die Entstehungsgeschichte des Markgräfler Landes,
das Gebiet zwischen dem Rheinknie bei Basel und dem Breisgau im
Dreiländereck. Wenn die Herkunft letzterer unbekannt bleibt, so liessen
sie anno 1102 erstmals urkundliche Spuren mit ihrer Burg Rötteln,
hoch über dem unteren Wiesental bei Lörrach, von wo aus sie die gesamte
Regio (Schweiz, Frankreich, Deutschland) überblickten und
nach ihrem Gusto errichten liessen. Ihr letzter männliche Vertreter des
Patriachats der Herren von Rötteln, Liuhold II. (Dompropst von Basel)
verschenkte die Herrschaft Rötteln anno 1315 an Nachkommen der
Zähringer. Ihre Gründer zu Beginn des 11. Jh.: Herzog
Berthold I. von Zähringen fand seinen Sohn Hermann (aus
erster Ehe) mit einer Grafschaft im
Breisgau, Gütern in Schwaben sowie einem
Markgrafentitel ab. Dieser Hermann I. heiratete
Judith von Calw, vermutlich ihrer 'Mitgift' wegen die mit in
die Ehe brachte: der Besitzungen im Ufgau und die Herrschaft Baden und
Backnang. Als Ehepaar wurden zu den Stammeltern der Zähringer
(Seitenlinie der Markgrafen von Baden). Die Zähringer waren, neben den
Staufern und den Welfen, eine der drei einflussreichsten
Hochadelsfamilien vom 11. bis 13. Jahrhundert. Vom mittleren Neckar
herkommend, bauten sie ihr Herrschergebiet von Offenburg bis in die
Schweiz aus. Im Jahr 1218 starb die Zähringer Hauptlinie mit Herzog
Berthold V. aus. Ihre Besitzungen gingen an die Herzöge von Teck und
die Grafen von Urach, die sich später Grafen von Freiburg nannten,
ehe ihre männlichen Erben im 15. Jh. am Erbende waren. Ihre Herrschaft
über Freiburg endete bereits anno 1368, als die Freiburger Bevölkerung
sich freiwillig unter die Herrschaft der Österreicher begab, wo sie bis
1805 auch blieb. - Es gab derzeit aber noch weit mehr adelige
Geschlechter. Die Herren
von Staufen hatten ihre Burg in Staufen
auf dem Schloßberg, nördlich der Stadt. Auf einem steilen Kalkfelsen
bei Wehr,
oberhalb der Stadt, saßen die Herren von Werrach, auf dem 368m hohen
Kastelberg in Kastelburg
(im Norden der Stadt Waldkirch) thronten die Herren von Schwarzenberg,
in Küssaberg
die Grafen von Küssenberg und später die Grafen von Sulz. In Rötteln (im
Wiesental) hausten bis 1314 die Herren von Rötteln, dann die Herren von
Hachberg-Sausenberg. Auf Burg Wieladingen
wohnten die Herren von Wieladingen, auf Burg
Hauenstein die Edlen von Hauenstein... Nun,
nicht alle diese Edelleute führten sich wirklich edel auf. Vielen
Bauern in den zahlreichen Orten, die vom Adel beherrscht und oft
regelrecht ausgesogen wurden, ging es im 15. und 16. Jahrhundert immer
schlechter. So kam es auch im Schwarzwald zu Aufständen, wie auf der 'Welschkornseite'
beschrieben, denn die Reformation brachte neue Unruhen mit sich. In
Württemberg hatte Herzog Ulrich schon 1535 den Protestantismus
eingeführt, in Baden ging es durcheinander. Anno 1556 hob Markgraf
Karl von Baden-Durlach sogar für kurze Zeit die
Klöster auf. Als um diese Unordnung fortzusetzen folgte der
Dreißigjährige Krieg im darauf folgenden Jahrhundert. Kaiserliche,
bayrische, schwedische und französische Truppen zogen marodierend
durchs Land an Orte die an den großen Durchgangsstraßen lagen und allem
ausgesetzt waren; wer damals tief im Schwarzwald wohnte, war besser
dran.
alter alemannischer
Fasnachtsbrauch in Bernau,
bekannt als Scheibenschlagen (alemannisch:
Schiwe,
Schibe, Schiebe), ein letzter Namenszeuge alter Sonnenkulte, die als
Johannisfeuer sowie alemannischer Frühlingsbrauch überlebt
haben. Die
Mittsommernacht wurde unter dem Namen Johannisnacht oder
Sommerweihnacht in den christlichen Festkalender übernommen.
Uralte
nächtliche Volksbräuche, welcher ihr heute nur noch über
die
Überlieferungen zur Christianisierung durch Johannes dem
Täufer euch
nähern könnt. Allesamt sind sie in ihrer Bedeutung, wie hier
als
Feuerräder, auf vorchristliche Sonnenwendfeiern
zurückzuführen. Es war der Sonnenaufgang der an diesen
vorchristlichen Festtagen nachts
erwartet wurde (Weihnacht, Johannisnacht, Walpurgisnacht,
Mittwinternacht, Sankt-Martins-Abend, Osternacht) so auch die
Fasenacht; von der katholischen Kirche festgelegt auf 46 Tage
vor Ostern. Sie verbot ebenso den Brauch der nächtlichen
Bergbesteigung des Croagh Patrick (17. März) und verlegte die Wallfahrt
auf den Sonntag. Die irischen Missionare, die den Schwarzwald urbar
machten, brachten die Tradition ihres heiligen Berges wohl als Souvenir
mit. So erlebt ihr das Scheibenschlagen funkenstiebend, wenn die in den
Flammen entzündeten (Buchen-) Holzscheiben an Haselnussstöcke
aufgereiht, wie Sonnenräder in die dunkle Tiefe geschlagen werden;
einstmals von allerlei Sprüchen begleitet. Der Funkensonntag
am Sonntag nach Fastnacht war einst den ledigen Burschen
vorbehalten
( mehr
zum Funkensonntag in der Regio: Zeitreise am Michelsberg.
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propos:
Alemannische Fasnacht
in Bernau vom
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Nordschwarzwald und der
Mittlere Schwarzwald : Bollenhut, Dampfloks, Kuckucksuhr,
Mühlen, Trachten und Wasserfälle -
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