Süd-Schwarzwald: Höllental, Wiesental, Wutachtal (1)

tief eingeschnittene Täler und Eiszeitgletscher wie Schluchsee, Titisee und der in einem Kar liegende, kreisrunde Feldsee, der urtümliche Hotzenwald zwischen Höchenschwand und Todtmoos mit Siedlungen über 1.000 m wie Blasiwald oder Höchenschwand, der Gebirgszug mit Feldberg (1.495m), Belchen (1.416m) und dem Blauen (1.167m).  zu weiteren regionalen Streifzügen.
     Achat aus dem Rheingraben

 

 

 

Nordschwarzwald und der Mittlere Schwarzwald : Bollenhut, Dampfloks, Kuckucksuhr, Mühlen, Trachten und Wasserfälle -

Vor 60 Millionen Jahren, als die Auffaltung der Erdkruste zur Bildung der Alpen führte, waren die Gebirgszüge des Schwarzwaldes und der Vogesen noch zusammen und geschlossen.

...als der Titisee gerade dabei war sich an einer Endmoräne aufzustauen ...während der Schmelzphase, als einzelne Felsblöcke von rutschenden Gletschern mit geschoben wurden ...ehe sie irgendwann als so genannte Findlinge liegen blieben, ...und die Eis- und Geröllmassen der letzten Eiszeiten (bzw. den wechselnden Kalt- und Warmphasen) euch ihre Spuren in den Felsen hinterließen ...vor ca. 25 Mio. Jahren ...war unser blauer Planet gerade mit der Entstehungsgeschichte des Oberrheingrabens und ...dem so genannten 'Schwarzwald' beschäftigt. Erschaffen im Gesteinszyklus, das höchste deutsche Mittelgebirge, der Feldberg mit seinen 1.493 m Höhe. Nicht nur das Feldbergmassiv bedeckte eine dichte Eiskappe, bis sie vor circa 12.000 Jahren endete. Reichliche Niederschläge brachten immer dickere Gletscher ins Rutschen und gruben Mulden in die Hänge, die Kare, die tauendes Gletscherwasser stauen konnten.

Ausflüge im Südschwarzwald - Sehenswertes - altes Handwerk

eurer Erzählung nach seien:

(Text-Links: A-Z)

Belchen:

einer der drei Belchen im Dreiländereck, der dritthöchste Berg des Schwarzwaldes mit einer Höhe von 1.414 m - Sonnenwendfeiern des keltischen Belanus (Weißhaarige, Strahelnde) vom aussichtsreichsten Panoramaweg und Gipfelbahn zum autofreien Naturschutzgebiet mit kahler Gipfelfläche hoch überm Münstertal zum Belchenblick von oben - - -Sonnwendfeier am Belchen beim Belchenhaus, eine stimmungsvolle Abendfahrt mit der Seilbahn zum Sonnenuntergang auf dem Belchen, abends musikalische Unterhaltung. Weitere Infos unter Tel: 07673.918130 um 19h am ?
Belchenseilbahn:
Webcam - für Wanderer, Ski, Rodler und Schneeschuhläufer
Bernau:
Scheibenschlagen und Funkensonntag ein uralter alemannischer Fasnetsbrauch

Bürgeln:

im Markgräfler Land: "Z'Bürgeln uf der Höh, nei, was cha mer seh! O, wie wechsle Berg und Thal, Land und Wasser überal, z'Bürgeln uf der Höh!"
Dreisam:
es sind nicht ihre drei Quellflüsse die ihr ihren keltischen Namen gaben - Dreisam heißt der Fluss erst vom Zusammenfluss von Höll-, Iben- und Wagensteigbach bei Zarten
Feldberg:
der dritte Feldberg in der Erdgeschichte mit seinem Feldsee und Feldseemoor aus der Würmeiszeit
zu den einzelnen Feldbergliften mit Schneeberichten Feldberglifte:
ausgezeichnetes Skigebiet rund um den Feldberg mit einem dichten Netz von Skiliften, die alle mit nur einer Karte benutzt werden können, bieten dem Wintersportler zahlreiche Abfahrtsmöglichkeiten aller Schwierigkeitsgrade (Weltcupabfahrt Ahornbühl). Ob Snowboard- oder Rodelspaß (Rodel- und Langlaufskiverleih), die Feldberglifte erreicht man von Feldberg-Neuglashütten in nur 10 Min. mit dem Auto oder in 15 Min. mit dem kostenlosen Skibus der 4x täglich abfährt. Der Schwarzwald ist berühmt für seine herrlichen Loipen und Winterwanderwege.
Feldsee:

zum Geotop der Karseen - der Feldsee in Fließgewässer und Gletscherseen sind noch seltene, heimische Fischarten wie Groppe und Bachforelle anzutreffen. Der Feldsee und der Titisee zählen zu den bedeutendsten eiszeitlich entstandenen Naturseen im Südschwarzwald.

Felsgestein:
Gneis: ältestes Gestein abgelagert um es in seine jeweils feste Gestalt zu verwandeln? - hier: kristallenes Schiefergestein Granite: häufigstes Magmagestein mit mehr als 40% Feldspat (in der Erdkruste ebenso häufig vorkommender Kernerguss)
Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins

Freiburg:

Z'Friburg in der Stadt sufer ischs und glatt, richi Here, Geld und Guet, Jumpfere wie Milch und Bluet, z'Friburg in der Stadt.
Granit:
weitest verbreitete Gesteinsfamilie der oberen Erdkruste - Granitlandschaften mit Blockheiden und Hochmooren
Grauwacke:
Sandsteinart die aus Quarz, Feldspat (meist Plagioklas) und Gesteinsbruchstücken in toniger Grundmasse. Souvenir der Devonmeere und ihrer Erdfaltung (vor 400-360 Mio. Jahre). Über Schwarzwald und Vogesen ausgeschüttete Ton-Sand-Ablagerungen wurden zur so genannten Grauwacke.
Hansmeyerhof:
zur Webseite im Dreisamtal bei Kirchzarten: Anfahrt zur Besichtigung Mi+So: A 5 Ausfahrt Freiburg Mitte. B 31 in Richtung Donaueschingen bis Buchenbach. (oder : A 81 bis Donaueschingen und B 31 in Richtung Freiburg nach Buchenbach) - In Buchenbach-Himmelreich von der B 31 auf die L 128 in Richtung St. Märgen - nach Ortsende Buchenbach nach ca. 1,2 km in Höhe der Dold Holzwerke rechts in die Griesdobelstraße abbiegen. Nach ca. 100 m auf der rechten Seite steht der Hansmeyerhof.
Johann Peter Hebel:
sein "Der Schwarzwälder im Breisgau" begleitet euch hier von Vers zu Vers von Ort zu Ort
Herzogenhorn:
(1.415 m) und das Spießhorn (1.349 m) zwischen der 'Grafenmatt' und der Südgrenze des NSG Feldberg. Scheibenflechtenmoos am Fuße des Spießhorns in einem Kar. Das Krunkelbach-Quellgebiet zwischen dem Herzogenhorn und der Krunkelbachhütte, auch bekannt als Moor am Roßrücken
Hexenküche:
bio oder geo: der Granit der Kontinente und der ozeanische Basalt sind die erbrochenen vulkanischen Magmagesteine des Erdmagens
HolzSchnefler:
die Schneflerwerkstatt im Schauinslandhaus als Museum: Schnefler waren Schnitzer, die alltägliche Gebrauchsgegenstände aus Holz wie Löffel oder Schüsseln fertigten. Schneflerwerkstatt im Schauinslandhaus Schneflerkammer
Hotzenwald:
Hotzenwald - Panoramafahrt mit dem Gelbfüßler - Nostalgiebus mit Zustieg in Görwihl, Herrischried und Rickenbach. Infos & Anmeldung: Hotzenwald Tourist - Info in Herrischried, Tel. 07764.920040 oder -41. 12h am ?

 Kinzigtalstrasse:

die einzig wirkliche Straße durch den Schwarzwald im 11. Jh. von den Römern errichtet. Zur Verbindung der Städte Freiburg im Breisgau und Villingen (Baar) wurde die Wagensteige geschaffen. Während Freiburg das eine Ende der Straße deckte, wurde sie auf der Seite der Baar durch die Burg Zindelstein (Donaueschingen) geschützt, bald ersetzt durch die Höllental-Route. Die für die Rodungen zum Straßenbau notwendigen Ministerialen der Zähringer brachten die Besiedlung des Schwarzwalds.
Kloster:
Urbarmachung des Schwarzwald durch christianisierende Europäisierung irischer Mönche

Markgräfler Land:

am Fuße des Blauen, wo in Nieder-Eggingen die Kirschbäume besonders schön blühen
Moore - Hochmoore:
die vielen Moore im Naturpark Südschwarzwald sind durch die Gletscher der letzten Eiszeit (Würmeiszeit) entstanden. Wichtiger Lebensraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.
Müllheim:
im Markgräfler Land in Südbaden Z'Müllen an der Post, Tausigsappermost! Trinkt me nit e guete Wi! Goht er nit wie Baumöhl i, z'Müllen an der Post.
Napf:
an den Stübenwasen folgt nordwestlich das Gebiet des Napfs, dem Quellbereich der Brugga. Der Napf selber bildet das kesselförmige Ende des nach N-W ziehenden St. Wilhelmer Tals, flankiert von den Ibenfelsen und Hirschfelsen
Naturpark Südschwarzwald
abwechslungsreiche Landschaftsformen,  Folgen von Verwerfungen und Erdplattenverschiebungen bei der Entstehung des Oberrheingrabens. Die Eismassen erweiterten die Täler, ließen die Hänge ansteigen und verursachten tiefe Senkungen.
Rheinebene:
die vielgestaltige Vorbergzone erhebt sich vom Rheintal im Westen und ist dem Schwarzwald vorgelagert.
Schlittenhunderennen:
in Bernau und in Todtmoos alljährlich im Regional-Agenda
Schauinsland:
Webcam Hofsgrund Passhöhe mit Blick auf Feldberg und Alpenkette - das Schauinslandhaus mit seiner Schneflerwerkstatt 
Scheibenschlagen:
Tag für Tag (außer am Aschermittwoch) werden lodernd glühende Scheiben ins Tal geschleudert, als uralter Brauch des Wintergeister- Austreibens. Eine beträchtliche Anzahl, 10x10cm gelochter Buchenholzscheiben von einem langen, biegsamen Haselnussstock aus über dem jeweiligen Scheibenfeuer, steckt man auf den Haselstecken und hält sie in die Glut. Die glühende Scheibe wird dann über den Scheibenstuhl geschlagen und segelt im hohen Bogen ins Tal.
Schluchten:
zahlreiche Schluchttäler des Südschwarzwaldes wie seine Täler der Alb, der Schwarza, der Mettma, der Gutach oder der Wutach. Das Alb-Wutach-Gebiet im Osten des Naturparks Südschwarzwald erstreckt sich von der Baar bis zur Wutach. Das Wutachgebiet umfasst Hochflächen ebenso wie Taleinschnitte, Steilhänge, schluchtartige Bachläufe, starke Bewaldung sowie inselartige Besiedlung.
 Schwarzwald
Silva nigra nannten die Römer respektvoll das Mittelgebirge das lange Zeit Synonym für ein unwegsames Gebirge mit dunklen Urwäldern, Wegelagerern und wilden Tieren blieb, eher ungeeignet für ihre Passtrassen.
Schwarzwälder Kirschtorte:
vom Schweizer Dessert zur Sahnetorte: Chriesewässerle - edelster Bauernschnaps aus Kirschen für die Sauerkirschfüllung bedeckt von einer schneeweißen Sahne- Garnitur auf 3 Etagen des echten Mandelbiskuit für die runden Böden der Modetorte anno 1915 als Symbol des Bollenhuts
Ski alpin - Langlauf:
Wintersport im und aus dem Schwarzwald in den Skigebieten rund um den Feldberg und im Nordschwarzwald.
Ski-Museum:
 zum Schwarzwälder Ski-Museum im Hugenhof in Hinterzarten (Südschwarzwald) im alten Hugenhof, Erlenbruckerstr.  1
Staufen im Münstertal:

(Breisgau - Hochschwarzwald) "Z'Staufen uffem Märt hen si, wasme gert, Tanz und Wiund Lustberkeit , was eim numme s's Herz erfreut, z'Staufen uffem Märt."

Stübenwasen:
im Uhrzeigersinn des Feldberggipfels nach Westen sich anschließend mit dem Stübenwasenmoos, mit der St. Wilhelmer Hütte, der Mantelhalde und der Feldberghalde (nicht zu verwechseln mit der Feldberghalde N-W des Hebelhofes)
Südschwarzwald:
oder Lenzkirch mit Blick auf das Urseetal im Feldberggebiet

Titisee:

das Ende der Eiszeit
im Quartär
vor ca. 2 Millionen Jahren wechselten sich Kalt- und Warmzeiten ab und die Eiszeit (Pleistozän) brach an.    Gletscherbildung im Schwarzwald.

Hotzenwald-Querweg:

 hinunter nach Basel

Wutachschlucht:

Wasser-, Wald- und Felsenparadies erschaffen vor 20.000 Jahren, als die Wutach noch Hauptquellfluss der Donau war, ehe sie in die an ihrem Lauf gelegenen verschiedenen Gesteinsarten ein tiefes Bett riss.

Zähringer Städte:
in Deutschland Bräunlingen, Freiburg im Breisgau, Neuenburg am Rhein, Offenburg, St. Peter, Villingen, Weilheim an der Teck - in der Schweiz: Bern, Burgdorf BE, Freiburg im Uechtland (französisch Fribourg), Murten, Rheinfelden, Thun
Zastler:

das Zastler Kar mit Zastlerwand, Osterrain und der Karboden bis zur Zastler Hütte östlich des Napfgebietes am Nordhang des Feldberggipfels

Rheinfall bei Schaffhausen

Danke!
 UP PAMINA VHS, deutsch-französische Einrichtung der Erwachsenenbildung in Wissembourg tél.: (0033)(0)3.8894.9564 - 15 Rue de la Pépinière:
 Danke!

Empfangseite

Index Streifzüge
Bergbau mit Geschichte
Alemannische Fasnet

Museen im Schwarzwald

Schwarzwaldbahn
im südlichen Schwarzwald Schwarzwälder Kirschtorte - Schaubacken
Sehenswertes Schwarzwald
Skigebiete - Schneetelefon

Südliche Schwarzwald

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Rheinfall in Schaffhausen

Kultur: im 5. Jh. wurden die Alemannen von den Franken zwar besiegt, aber nicht vertrieben. Die Franken bekamen das Christentum verordnet, weshalb auch alemannisches Gebiet des Schwarzwalds von Missionaren aus Irland und Schottland christianisiert wurde. Waldstücke im Inneren des Schwarzwalds wurden gerodet. Mönchszellen und kleine Klöster waren bald geistige Mittelpunkte. Die Mönche, von Adelssöhnen erzogen, bekamen vom Adel große Ländereien, meist aber in unwegsamen Waldgebieten, mit dem Ziel sie zugänglich zu machen; im 9. Jh. war der ganze Schwarzwald nach und nach erschlossen. - - - Woni gang und stand, wärs e lustig Land. Aber zeig mer, was de witt, numme näumis findi nit in dem schöne Land.

Der Südliche Schwarzwald

Der Südschwarzwald mit dem Hochschwarzwald, Hotzenwald, Großen und Kleinen Wiesental ist dabei eine der landschaftlich vielseitigsten Teilregionen. Flach gerundete Gipfel und Bergrücken sind ebenso charakteristisch wie schluchtartig eingekerbte Täler, ausgeweitete Talbereiche, schroffe und wellige Landschaftsformen sowie reizvolle Gebirgszonen. Nördlich dieser Teillandschaft schließt sich das Gebiet um Feldberg, den Titisee und Schluchsee an.

Der Südliche Schwarzwald im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz ist mit dem Breisgau einerseits die wärmste Region zwischen Nordsee und Alpen und mit dem 1.493 Meter hohen Feldberggipfel gleichzeitig das höchste Mittelgebirge Deutschlands. Dabei bedecken die Berge - wie der Name Schwarzwald vielleicht vermuten läßt - keineswegs nur dunkle Tannen- oder Fichtenwälder. Von weiten Hochflächen und aussichtsreichen Berggipfeln kann man hervorragende Fernblicke genießen. Das ist nur eine der schönen Seiten des beliebten Mittelgebirges im Südwesten Deutschlands.

à propos:   die Grüne Strasse führt von Hinterzarten im Schwarzwald nach Contrexéville in Elsass-Lothringen über Titiesee-Neustadt - Kirchzarten - Freiburg - Horburg-Wihr - Breisach - Neuf-Brisach - Colmar - Turckheim - Munster - Gérardmer - Le Tholy - Épinal - Vittel - Contrexéville. - Ihr Initiator, Bürgermeister Joseph Rey (1899-1990) aus Colmar, beschrieb ihre Benennung nach den grünen Tannen: „Sie ist also eine Touristenstraße par excellence, welche besonders die Einheit der Oberrheinlandschaft in ihrer mosaikhaften Vielfältigkeit herausstellt. Eine Einheit, die auch nicht mehr wie einst durch den Schicksalsstrom zweier Nationen beeinträchtigt wird.“ - Entlang der Grünen Straße, vom Käsehersteller in Hinterzarten über den Schneckenzüchter in Le Tholy zum Chocolatier in Épinal.

noch mit ausreichend kulturellen AngabenTourismus: besondere Kulturlandschaften, eine überraschende Vielfalt mit bekannten Ferienregionen wie Elztal, Kaiserstuhl und Markgräflerland, Wiesental, Hochrhein-Hotzenwald und Hochschwarzwald von stillen Berg- und Weindörfern über gemütliche Ferienorte, von hochmodernen Thermalbädern bis zur Schwarzwaldmetropole Freiburg mit ihrem berühmten Münster. Während auf seinem höchsten Gipfel droben auf dem 1.493 Meter hohen Feldberg die Skiläufer noch ihre Schwünge ziehen, blühen im Glottertal und Elztal, am Kaiserstuhl oder im Markgräflerland schon die Kirschbäume. Zwischen die Berge und Höhenrücken des Südlichen Schwarzwalds schmiegen sich liebliche Täler wie das reizende Simonswäldertal oder das Kleine Wiesental, nach Westen und Süden zum Rhein hin jedoch auch enge Schluchten - am berühmtesten das Höllental und die Wutachschlucht mit einer einmaligen Pflanzenwelt. Endlose Wanderwege und hervorragende Wintersportanlagen finden sich auf den Schwarzwaldhöhen im Naturpark Südschwarzwald, ein Genuss ist Radfahren in der Rheinebene oder die Herausforderung auf bergigen Mountainbike-Trails. Zur Entspannung laden fünf Thermalbäder im Markgräflerland und am Hochrhein ein. Spaß für die ganze Familie gibt's im Schwarzwaldpark Löffingen mit einer atemberaubenden Wildwasserbahnbahn, im Steinwasenpark mit der längsten Erlebnisseilbrücke der Welt oder im Bade- und Saunaparadies Laguna in Weil am Rhein. In Bad Säckingen am Hochrhein findet  ihr Geschichte zum Anfassen nicht nur in den Freilichtmuseen Hotzenwälder Klausenhof in Herrischried , im Schniederlihof am Notschrei/Schauinsland (s.u.)oder im Hüsli in Grafenhausen. Bei einem Schiffsausflug auf dem Hochrhein ab Waldshut in Richtung Basel oder von dort nach Breisach bleibt der Schwarzwald am Horizont. Bummeln, Kunst und Kultur ist nicht nur in Freiburg angesagt. Eine ausgezeichnete Badische Regio-Küche für den Gourmet auch mit bodenständiger Kost oder einem Viertele Badischen Wein aus den Anbaugebieten am Kaiserstuhl und Tuniberg, im Markgräflerland, im Glottertal und am Hochrhein. Auf der Käseroute oder der Milchstraße im Naturpark Südschwarzwald die Landwirtschaft einmal ganz anders erleben. Im Winter wieder Freizeitspaß rund um den Feldberg : Schluchsee mit einer faszinierend unberührten Landschaft in Weiß, ob in Wald oder auf den sonnigen Hochplateaus, romantische Winterlandschaften laden ein zu ausgedehnten Winterwanderungen; Schneeschuh-Touren und Langlauf, alpiner Ski, Skispringer und Schlittenhunderennen bieten mehr als nur Abwechslung.

à propos:  das Ski-Museum in Hinterzarten (Südschwarzwald) im alten Hugenhof, Erlenbruckerstrasse 1: der Hugenhof aus dem 13. Jh. geht  zurück auf die Familie Hug, die von 1708 bis 1789 in vier Generationen das Anwesen bewohnte. Das ursprüngliche Gebäude entsprach dem Typus des sogenannten älteren Heidenhauses, das es nur im Hochschwarzwald gab. Der Wohnteil drückte sich gegen den Berg, die Stallungen lagen talseitig. Nach einem Brand im 18 Jh. wurde der Hof in umgekehrter Form mit talseitigem Wohntrakt wieder aufgebaut.

Schwarzwaldhaus, ist Bauernhaus in exponierter Lage einer Waldlichtung

der Schwarzwaldhof

Wie schön ist es anzusehen, das Gesicht der Schwarzwaldlandschaft, das Schwarzwaldhaus! Ursprünglich mit Stroh oder Schindeln bedeckt. Im Mittleren und im Hochschwarzwald herrscht der Typ des so genannten Heidenhauses vor. Bei seiner ältesten Form ist Wohnteil der Hangseite zugekehrt, währender später zur Talseite blickt. Abkömmlinge dieses Heidenhauses sind noch das Zartener Haus im Zartener Becken bei Freiburg, das im Schwarzwald- und Belchengebiet beheimatete Schauinslandhaus von 1730, mit seiner bekannten Wageneinfahrt der beladenen Wagen von der Bergseite her. Seine Schneflerwerkstatt mit Schöpfkellen, Löffel und Schüsseln aus Holz, die der Schnefler (Schnitzer und Küfer) einst fertigte, sind im Museum, ebenso wie Ziehmesser, Zirkel und die Hobelbank. Das Bauernhausmuseum Schniederlihof: ein originalgetreues Schwarzwald-Einhaus aus dem Jahre 1593, dessen mit Holzschindeln gedeckte Dach sich auf der Wetterseite bis tief zum Boden hin zieht, und darunter alles vereint vom Stall bis zur Heubühne mit Schlitten, steht auf dem Schauinsland und gehört der Gemeinde Oberried-Hofsgrund (Tel.: 0761.492427 oder 07602.448, Öffnungszeiten: Mai - Juni Sa, So, Feiertage 10h-18h,  Juli - August täglich 10h-18h, Sept.- Okt. Sa + So 10h-17h30 + Die 13h30-17h30) - Im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach (Nordschwarzwald) stehen sie noch, die 6 Bauernhöfe aus dem ganzen Schwarzwald des 16.-19.Jh.: das ebenso klein gebaute, sich hinduckende Hotzenhaus (Hotzenwaldhaus aus dem Hotzenwald) wie das Schauinslandhaus, das Dreisamtäler Haus,  das Tagelöhnerhaus aus dem Oberprechtal, das Heidenhaus aus Furtwangen und die mächtigen Speicherhöfe aus dem Gutach- und Kinzigtal, letztere mit holzgezimmerten Obergeschoss (Schwellenkranz, Eckständern, Dachgebälk und Dachstühlen) von 1601.- - - Anfahrt Besichtigung des Hansmeyerhof, in Kirchzarten, im Ortsteil Wagensteig, 1620 erbaut, ist einer der ältesten Höfe im Dreisamtal. Fast 4 Jahrhunderte erfahrene Veränderungen zeugen von der Entwicklung der Landbewirtschaftung seit dem 30-jährigen Krieg bis in die 2. Hälfte des 20. Jh. - Anmeldung größerer Gruppen Tel.: 07661.396540, 1 1/2 Std. mittwochs 16h + sonntags 10h30

à propos:  Museumsbergwerk Schauinsland bei Freiburg: Silber, Blei, Zink und mehr als 8 Jahrhunderte Bergbaugeschichte im größten Silberbergwerk Süddeutschlands - die Regio im Silberminenrausch Pyromorphit vom Schauinsland des Basler Mineralienvereins Mineralien: Pyromorphit vom Schauinsland

innen die Werkstattdas Schauinslandhaus

das Schauinslandhaus

In Bernau , dem schönsten Hochtal im Naturpark Südschwarzwald, findet ihr den anno 1789 erbauten 'Original  Schwarzwälder Eindachhof', den Resenhof, mit seinem Holzschnefler-Museum (original Schwarzwälder Eindachhof), als wahres Erlebnis von altem Handwerk mit Bewirtung. Der 'Kinzigtäler Bautyp', der Klausenbauernhof mit seinem Hauptgebäude von 1561 und Umbau samt Erweiterungen wie der Bohlenstube mit gewölbter Bohlendecke und dem Dach aus Roggenstroh (1707 und 1709, besitzt heute zahlreiche Nebengebäude aus dem 16. - 19. Jh. mit Speichergebäude und Backhaus. Eine Hofübergabe im Schwarzwald erfolgte noch zu Lebzeiten der Eltern, in der Regel vererbt an den jüngsten Sohn. Schwerwiegender Lebenseinschnitt der Eltern, die bisher als Selbstversorger  jahrzehntelang unabhängig waren, und mit Hofabgabe völlig von der Versorgung durch die Kinder abhängig. Ebenso der Umzug ins Leibgeding (Auszugshaus, Libding), extra für sie gebaut in unmittelbarer Nähe des Hofes. Erbvertrag als Grundlage für ihre Altersversorgung: Im Archiv des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof in Gutach ist ein solcher Vertrag (Fahrnisse, Liegenschaften, Nutzungsrechte) mit all seinen Einzelheiten erhalten geblieben. Im Jahr 1900 übergab das Ehepaar Peter H. in der Gemeinde Petersthal ein Hofgut mittlerer Größe an den Sohn Leopold H. Auf dieser Seite werden verschiedene Schwarzwaldhöfe kurz dargestellt. .

 Hotzenwaldhof in GroßherrischwandFreilichtmuseum Klausenhof im Hotzenwald

"Minen Auge gfallt Herischried im Wald. woni gang, se denki dra 's chunnt mer nit uf d'Gegnig a z'Herischried im Wald." Der Klausenhof in Großherrischwand (bei Herrischried) ist eines der ältesten Häuser des Schwarzwaldes. Die ihm angegliederte Lindauer Säge urkundlich ins Jahr 1595. Das Bauernhausmuseum wurde mit einem Backhaus, einem Bauerngarten, einer Schmiede samt einem Wagenschopf erweitert. Euch Besuchern zeigt er sich heute so mit Leben erfüllt, als hätten ihn die letzten Bewohner am Gerhard-Jung-Platz gerade erst verlassen. Ruft an unter Tel.: 07764.6162 oder kauft euch dort die zu seinen Öffnungszeiten: Januar-April: Sonn- und Feiertage 14h30-17h30 - Mai - Oktober: Mittwoch, Samstag, Sonn- und Feiertage 14h30-17h30 - Eintritt: 2€ - - -

Schönste Wege hoch über den Schwarzwaldtälern 

Höhenwege im Schwarzwald Blaue Berge und grüne Täler: Eine drei- oder viertägige Rundwanderung auf Höhenwegen des Schwarzwaldvereins im Südschwarzwald - Mit Ost-, Mittel- und Westweg des Schwarzwaldvereins verfügt der Schwarzwald seit 100 Jahren über drei echte Nord-Süd-Verbindungen, die bis heute nicht an Attraktivität und Reiz verloren haben. Der Westweg ist der bekannteste, beliebteste und wohl auch der meist begangene Höhenwanderweg. Am Westrand des Gebirges entlang nimmt er fast jeden Gipfel über 1.000 Höhenmeter mit, bietet immer wieder grandiose Aussichten, läßt aber auch die markanten Taleinschnitte von Murg und Kinzig nicht aus. Als Weg in der Mitte schafft der Mittelweg die Begegnung mit Land und Leuten in den kleinen Orten und läßt in der immer wieder offenen Landschaft mit typischen Schwarzwaldhöfen Kultur und Natur am Westweg erleben. - Gipfelrundwege rund um den Belchen bei einer freien Rundsicht wie auf keinem anderen Schwarzwaldberg, eben wie von seinem elsässischen Gegenüber, dem Grand Ballon, gleichsam beeindruckend: vom Belchenhaus zum Gipfelkreuz (Panoramatafel) in einer halben Stunde - die Entdeckungstour über den Belchengipfel auf dem Naturerlebnispfad mit naturkundlichen Schautafeln in einer dreiviertel Stunde - 'der Panoramaweg', die große Gipfelrunde mit Blick ins Münstertal und nach Freiburg in einer Stunde - der urwaldartige Abstiegspfad übers Ostplateau (Belchenbannwald) zur Talstation in einer guten  Stunde - oder auf dem Höhenweg des Westweges über den Hochkelch zum Haldenhof in 2,5 Std. - ein wahrlich das Münstertal überragendes Gneisschollenmassiv, weich mit Steilhängen die kahle Gipfelfläche präsentierend. - Die beiden südlichsten Querwege erschließen die Vordere und Mittlere Hotzenwaldstufe. Sie queren die steilen unwegsamen Täler der Wehra, Murg und Alb und bieten auf den Höhen prächtige Ausblicke auf den Hochrhein, den Schweizer Jura und die Alpen im Süden. Im Norden die Berge des Hohen Schwarzwaldes und gleich nebenan das Gewinkel der Täler und Schluchten, die zum Hochrhein führen. - Der Ostweg (100 Jahre Ostweg anno 2004) erschließt die Landschaft entlang der weniger spektakulären Schwarzwaldkuppen am Übergang zur Schwäbischen Alb und der Baar. Er berührt aussichtsreiche Hochflächen, malerische Orte, Burgen, Kirchen und Klöster, und führt durch sehenswerte Naturschutzgebiete wie das Monbachtal, das Schwenninger Moos und die Wutachflühen. Alle drei Höhenwege starten in Pforzheim. Buchbare Pauschalen mit und ohne Gepäck gibt es zur Zeit nur auf dem Westweg. Der Schwarzwaldverein empfiehlt, die Höhenwege durch die Einbindung seiner verschiedenen Quer-, Zugangs- und Verbindungswege zu vernetzen, um auf diese Weise zwei- bis fünftägige Wandertouren 'à la carte' voll zu genießen. Die idyllischen Flußtäler eignen sich ebenso als Höhenwegszubringer. Zum Beispiel für ein solches drei- bis viertägiges Wanderabenteuer (Wochenende oder Wochenende mit Brückentag) schildert euch die Webseite mit pdf*-downloads  - Tageswanderungen als Alternative zu den Fernwanderwegen des Schwarzwaldvereins sind Gipfelwanderungen auf Feldberg oder Belchen oder in die Wutachschlucht oder auf dem Kandel-Höhenweg. Ob vom Nördlichen Schwarzwald über den Kaiserstuhl ins Markgräfler Land und um den Blauen in Zell im Wiesental, wenn nicht zuvor über den Querweg Lahr-Rottweil oder gar auf dem Ortenauer Weinpfad..., ...Markgräfler Wiiwegli. Zu den geführten Wanderungen der einzelnen Schwarzwaldvereine

Wiese- und Wehratal zur Karstlandschaft des Dinkelberges und hinunter nach Basel. Schopfheim - Waldshut Länge: 44.5 km - Markierungszeichen: schwarz-weiße Raute auf gelb >>>: Streckenführung: Schopfheim im Wiesental - Eichener See 3 km - Hasel 7 km - Wehratal (Stausee) 10.5 km - Ödlandkapelle 19 km - Herrischried 22.5 km Herrischried - Gugelturm 2 km - Strittmatt 4 km - Görwihl 8.5 km - Albtal 9.5 km - Unteralpfen 12.5 km - Eschbach 17.5 km - Waldshut 22.5 km

von der Dreisam schnell durchflossen: Schwarzwaldtäler   

 die Fischstufen der Dreisam

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nur 15 km lang ist das Dreisamwasser, der Leopoldskanal, bis zum Rhein nach Riegel. Mit der letzten Eiszeit, die vor 10.000 Jahren zu Ende ging, hat auch die ca. 3 Millionen Jahre alte Dreisam ihren Lauf nicht mehr grundlegend verändert. Regionale Flussgeschichte dieser 'Schnellfliessenden' mit mehr als 30 Zuflüsse alleine nur bis Riegel! Ihrer keltischen Bezeichnung macht sie alle Ehre, erzeugt von drei Quellflüssen. Ihr erster Quellfluß, der Rotbach oder Höllenbach, heißt bis Hinterzarten Zartenbach (aus dem Mathislesweiher) bevor er ins Höllental hinunter stürzt. Dreisam heißt das Gewässer erst nach der Brücke auf der Landstraße zwischen Kirchzarten und Stegen. Kurz vor eben dieser Brücke fließen die beiden letzten ihrer drei Quellflüsse zusammen: der Rotbach (Höllenbach) und der Wagensteigbach. Letzterer hat bei der Vaterunserkapelle vor Burg am Wald gleich ihren dritten Quellfluß mit aufgenommen, den Ibenbach, der seine Quelle wiederum zwischen St. Peter und St. Märgen hat. Durchs obere Höllental, dem Löffeltal, stürzt es in den Rotbach runter um hinter Zarten in die Dreisam zu fliessen. Ihr längster Zufluß jedoch wechselt auf seinem Lauf bis zur Dreisam am häufigsten seinen Namen. Vom Westhang des Schauinsland entspringend heißt er dort bis nach Günterstal Bohrerbach. Bereits nach dem Güntertäler Tor fließt er als Hölderlebach am Lorettoberg vorbei durch die Wiehre und die Liegewiese des Lorettobades, bevor er dann unter der Bahnlinie hindurch seinen Fluss nach Haslach fortsetzt. Hier, wie in Weingarten, ist er der Dorfbach. Vom Schauinsland fließt er als Dietenbach durchs Dietenbachgelände und nimmt bis zur Autobahn den Käsbach noch mit auf. Als Mühlbach unterquert er hier die Autobahn bis Waltershofen, wo noch ein Gleichnamiger hinzukommt, bis Gottenheim und Bötzingen. Ab Eichstetten fließt der Dreisam längster Zufluß noch durch Bahlingen am Kaiserstuhl um bei der Riegler Brauerei mit der Elz und der Glotter vereint als Schauinslandwasser in die Dreisam zu fließen. Um die 2.000 ausgesetzten Junglachse in ein Paar Jahren wieder in ihr Laichgebiet zurückzuführen, müssten die Passagen ermöglicht werden, wie z.B. mehrere Rheinstaustufen und das Schwabentorwehr. Einzelne Lachse dürften früher über die so  genannte 'Hintertür' der Alten Elz passieren, die im Gegensatz zum Rhein dazu dann menschlich bearbeitet sein dürfte...

à propos:  Auch die Dreisam zwängte Tulla in ihr Bett: denn ihre Fluten aus Regenwasser oberhalb Freiburgs, das oberflächlich abfließt wenn es nicht in den dünnen Verwitterungsschichten der Urgesteine des Schwarzwaldes versickert, die nicht viel Wasser speichern können, sorgen für Feuchtwiesen. So steigt die Dreisam bei Regen recht schnell an und trocknet in heißen Sommern sogar aus. Sie fließt auf ihren eigenen, nacheiszeitlichen Ablagerungen von großen Wassermengen durchsetzt von Kies, Sand und Ton. All dies transportierte sie von den Schwarzwaldhängen herab und lagerte es brav als Schwemmfächer im Talgrund ab. So kam es, dass  Freiburg heute auf einem gut 40 m hohen Gneisfels thront, eben solcher Sedimente. Als die Dreisam dann aber oben weniger loses Material zum Abtragen vorfand schnitt sie sich eben einige Meter tiefer in diese Schwemmschichten ein. Mit erheblich breiterem Flussbett als heute veränderte sie ständig ihren Lauf um Inseln auszubilden die wieder verschwanden. Ihre berüchtigten, schnell ankommenden Hochwasser rissen 1896 mit ganzen 260 cm³ sogar die Schwabentorbrücke weg.

Schönes Souvenir der letzten Eiszeit: das Hinterzartener Moor (70 Hektar Naturschutzgebiet) der größte Moorkomplex des Schwarzwaldes, dank seinem Artenreichtum an empfindlichen Pflanzen und der Tierwelt sogar eines der besterhaltenen Moore in Mitteleuropa. Vom Holzsteg aus zu entdecken sind verschiedene Baumarten, Heidekraut-Gewächse und Pilze neben der zarten Moosbeere, dem roten Sumpfblutauge und dem rundblättrigen Sonnentau (fleischfressende Pflanze). - Der kleine Moorsee Mathiesleweiher im Naturschutzgebiet Eschengrund liegt zwischen Hinterzarten und Feldsee und speist den Zartenbach und ist ab Hinterzarten auf dem Emil-Thoma-Weg nur zu Fuß erreichbar (in Richtung SW: Feldsee, Feldberg und Rinken, nach ca. 2 km beim Hinweisschild links ab noch 500 m bis zum See). 

Schwarzwaldberge dank Meeresvulkane: Erdmantelfaltenwurf?

Der Gesteinszyklus, ausgehend von eurer Wahrnehmung dieser, schienen die Felsen und Gesteine der Erdoberfläche unzerstörbar zu sein. Doch die Maschine Erde arbeitet seit Jahrmillionen an einer geologischen Dauerbaustelle: sie erschafft, transportiert, zerstört und recycelt schließlich wieder all ihre Materialien! So erbricht sich die Erdkruste aus ihren Tiefen heraus um sich Verhärtetes einige Hundert Millionen Jahre später wieder einzuverleiben; das nennt ihr die Geburt der Berge (Orogenese). Die Auffaltung in der erdgeschichtlich älteren Karbonzeit bis über den Meeresspiegel, als unsere Erdplatte als ureuropäisches Teilgerüst wieder in die Weltmeere abtauchte, bildeten nach langer Überflutung, die nach dem Auftauchen dabei dort angesammelten, natürlichen Abtragungen den Erdmantel und Felsgestein neu. Aus den Sanden bildeten sich Sandsteine, Grauwacken und Quarzite und aus Schottern zusammengeballtes Schichtgestein. Die scharfkantigen Gesteinsbrocken ihrer nach oben beförderten Sandsteinarten findet ihr, den Vogesen gleich, auch im Schwarzwald. Seither steht die vulkanische Grauwacke unter Verdacht der 'Ablagerungsherkunft durch Umlagerungen', ausgelöst einig durch Erdbeben bedingte Turbulenzströme. Was die aus dem Erdaltertum meist dunkel(grün)-graue Gauwacke so verdächtig macht ein Sediment- oder Geröllgestein zu sein, sind ihre in der versteinerten Grundmasse enthaltenen Tonmineralen (wie Kieselschiefer), Chlorit und Glimmer, die sie sich aus Ablagerungen abgetauchter Gebirge zusammen gesammelt hat. Regionale Gesteinsköche der Geo-Hexenküche (Gesteinszyklus): Die Sandsteinart der Grauwacke ist durch Verwitterung verfestigter Sand. Beträgt sein Anteil im Übergang zum Konglomerat noch ein Viertel frischer Feldspäte, habt ihr ihn geringer Transportwege durch Wasser, Eis und wind überführt. Das waren die rasch absinkende Randtröge aufsteigender Faltengebirge im Erdaltertum und der Vulkanismus und Eiszeiten der Würmeiszeit vor ca. 2 Millionen Jahre, wie  im Vereisungszentrum* des Belchengebietes. Das Neuenweger Tal (Kleine Wiese) im Wiesental, im Osten des Aiternbachquellgebietes bei Unter- und Obermulden, mit seiner besonders breiten gesteinsbedingten Ausformung. Unterhalb von Neuenweg, im engen Tal, stehen Vulkanite aus dem Devon/Karbon an und da wo sich das Tal  um Neuenweg bricht, weitet sich das Tal mit weicheren Konglomeraten, dem Sedimentsgestein aus Gesteinstrümmern (erdzeitlich aus dem Unterkarbon). Wie alle anderen Gesteinsarten auch, unterliegen diese verwandelbaren Felsen der Erosion, dem Abtransport durch Wasser und Trümmer... Der Münsterhaldengranit, als wieder härterer Gestein, bestimmt talaufwärts das Gebiet der Belchenhöfe. Gneise (Metablastite) im Bereich der Felspartien vom Hohen Kelch über den Heideckfelsen bis zum Hägstutzfelsen. Die Belchenkuppe selbst ist wieder aus Granit aufgebaut, was die starke Versteilung bewirkte. - *): die von der hohen und steilen Gesteinsumrahmung im Norden und im Westen nieder brechenden Lawinen, führten dem Wiesental umfangreiche Schneemassen zu, die während des ganzen Jahres liegen blieben. Die so verstärkten Abtragungen an der Basis entwickelten den Belchenwiesegletscher (Firnkesselgletscher), der sich in einer tiefen Firnmulde sowohl vom Schneefall als auch von Lawinen ernährte (ein gut ausgebildetes Kar im Gewann Fuchsgröble).

Feldberggipfel - höchster Schwarzwaldberg (Foto: von www.schluchtensteig)

 

 

 

 

 

Der Feldberggipfel (1.493m) mit seinem Gneisgrundgebirge ist rund eine Milliarde Jahre alt. Ihr trefft heute auf den dritten Feldberg. So hat sich der Feldberg im Laufe der Erdgeschichte, bzw. die Region in welcher der Feldberg heute steht, mit vier Erhebungen und drei Abtragungen ebenfalls am Gesteinszyklus beteiligt. Der erste, komplett abgetragene Feldberg war ein Kollisionsgebirge im Präkambrium. Der zweite, abermals abgetragene Feldberg entstand im Zuge der variskischen Gebirgsbildung während des Devons und Karbons, doch dieses Mal lagerten sich im entstehenden Sedimentationsraum während des Mesozoikums Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Lias, Dogger und Malm ab. Teile dieser Sedimente sind Meeresablagerungen durch sich bildende innerkontinentale Meere, die anderen festländischen Ursprungs. Der dritte, heutige Feldberg bildete sich als Fernwirkung der Alpenauffaltung während des Tertiärs. Bis heute wird der Feldberg herausgehoben, genannte Ablagerungen wurden nach der Heraushebung nach und nach abgetragen und heute ist fast ausschließlich das Grundgebirge zu finden. Durch Erosion der Elemente und dem Transportmechanismus, bei dem Feinmaterial (z.B. Löss, Ton) durch den Gott des Windes über größere Entfernungen transportiert wird und auch außerhalb der ursprünglichen Herkunftsgebiete abgelagert wird, diese äolische Abtragung verebnet den Feldberg und schafft so weiträumige Flächen. ...in der erdkundlich zweiten Stufe bei der Bildung der älteren Erdneuzeit-Bodenschicht (im Miozän vor 23-5 Mio. Jahren), begann die Flussgeschichte des Rheins - der Oberrheingrabenbruch. - Die Würmeiszeit (vor 10.000-11.000 Jahren) bedeckte den Schwarzwald mit einem ca. 1.000km² großen Gletscher, dessen Spuren noch heute zu erkennen sind. Zur des Feldberges gab es mehrere Anschauungsobjekte. Der Feldsee wurde nach und nach schuf vom Eis auf 33m Tiefe ausgeschürft, was euch eine Moräne (Glazialmorphologie) am Ufer des Feldsees bezeugt. Das unweite Feldseemoor ist ein weiteres, sehbares Überbleibsel der Eiszeit als Endmoräne des Minigletschers, die Wasser aufstaute und so ein Moor bildete. Die Feldseeentstehung geschah bei der Ausbreitung des Feldberggletschers, das Feldseemoor war im Anschluss, danach bildete der Gletscher eine Endmoräne bei Waldhof. Beim Falkau-Vorstoss als Maximum markiert und noch einmal übertroffen, ehe sich der Gletscher wieder zurück zog.

à propos:   Wintersport im und aus dem Schwarzwald, wichtigster Wirtschaftszweig der Region in den Skigebieten rund um den Feldberg und im Nordschwarzwald; dank des Todtnauer Arztes Dr. Tholus, der erst 1888 das erste Paar Schneeschuhe auf Bestellung von Norwegen in den Schwarzwald brachte. Skilehrer waren Norweger und der Franzose Pilet, Skifahrer waren Städter, meist Akademiker aus Freiburg, die Schwarzwälder Bauern blieben skeptisch. - - - Wandern mit Schnee-Schuhen am Feldberg und am Titisee UP511 mit der UP PAMINA VHS, deutsch-französische Einrichtung der Erwachsenenbildung F-67160 Wissembourg Tel.: (0033-(0)3.8894.9564 - Anfahrt im Reisebus - Veranstalter: Kletter & Ski-Schule Black Forest Magic / Board & Bike Company  49€/2 Bus-Transfers, inkl. Kurs von 10h-15h am ?  

Kloster - Klöster - Reichtum im Schwarzwald

Kloster St. Trudpert (Foto: von www.schwarzwald.net)

 

 

 

 

 

Kloster St. Trudpert in Münstertal

Ausgangspunkt der Christianisierung im Südschwarzwald als der kulturelle, politische, kirchliche und wirtschaftliche Mittelpunkt des Münstertales war das erste rechtsrheinische Benediktinerkloster – St. Trudpert um das Jahr 800. Gegründet unter Mithilfe von Benediktinern aus St. Gallen zu Ehren des bald als heilig verehrten Trudpert. Einweihung der ersten Klosteranlage im Jahre 815 bis zur Säkularisation Napoleons im Jahre 1806. Voralberger Kuppelbau-Barock im Münstertal, eine sehenswerte barocke Klosteranlage mit Pfarrkirche. - Anfahrt: Autobahn A 5 Frankfurt-Karlsruhe-Basel, Ausfahrt Bad Krozingen über Staufen nach Münstertal oder Autobahn A 81 Stuttgart-Singen, Ausfahrt Bad Dürrheim, auf der B31 über Donaueschingen, Titisee nach Freiburg, danach auf der B3 weiter in Richtung Staufen und Münstertal. Ebenso sehenswert ist die Almgaststätte Kälbelescheuer auf 1.040 m.ü.M. der Familie Wiesler (Münsterhalden 24, Tel.: 07636.788887) mit unvergleichlich guter Fernsicht in die Rheinebene, ebenso Station oder idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbiketouren.

Schwarzwald-Städte oder unedle Edelleute

der Zähringer Berthold I.Breisgau-Geschichte im Mittelalter als die Zähringer Fürsten das bedeutendste Adelsgeschlecht im Schwarzwald waren. Die Gründung der Städte Freiburg (Schwarzwaldmetropole im Breisgau), Offenburg und Villingen - das war ihr Werk. Die Zähringer und die Herren von Rötteln waren die Entstehungsgeschichte des Markgräfler Landes, das Gebiet zwischen dem Rheinknie bei Basel und dem Breisgau im Dreiländereck. Wenn die Herkunft letzterer unbekannt bleibt, so liessen sie anno 1102 erstmals urkundliche Spuren mit ihrer Burg Rötteln, hoch über dem unteren Wiesental bei Lörrach, von wo aus sie die gesamte Regio (Schweiz, Frankreich, Deutschland) überblickten und  nach ihrem Gusto errichten liessen. Ihr letzter männliche Vertreter des Patriachats der Herren von Rötteln, Liuhold II. (Dompropst von Basel) verschenkte die Herrschaft Rötteln anno 1315 an Nachkommen der Zähringer. Ihre Gründer zu Beginn des 11. Jh.: Herzog Berthold I. von Zähringen fand seinen Sohn Hermann (aus erster Ehe) mit einer Grafschaft im Breisgau, Gütern in Schwaben sowie einem Markgrafentitel ab. Dieser Hermann I. heiratete Judith von Calw, vermutlich ihrer 'Mitgift' wegen die  mit in die Ehe brachte: der Besitzungen im Ufgau und die Herrschaft Baden und Backnang. Als Ehepaar wurden zu den Stammeltern der Zähringer (Seitenlinie der Markgrafen von Baden). Die Zähringer waren, neben den Staufern und den Welfen, eine der drei einflussreichsten Hochadelsfamilien vom 11. bis 13. Jahrhundert. Vom mittleren Neckar herkommend, bauten sie ihr Herrschergebiet von Offenburg bis in die Schweiz aus. Im Jahr 1218 starb die Zähringer Hauptlinie mit Herzog Berthold V. aus. Ihre Besitzungen gingen an die Herzöge von Teck und die Grafen von Urach, die sich später Grafen von Freiburg nannten, ehe ihre männlichen Erben im 15. Jh. am Erbende waren. Ihre Herrschaft über Freiburg endete bereits anno 1368, als die Freiburger Bevölkerung sich freiwillig unter die Herrschaft der Österreicher begab, wo sie bis 1805 auch blieb. - Es gab derzeit aber noch weit mehr adelige Geschlechter. Die Herren von Staufen hatten ihre Burg in Staufen auf dem Schloßberg, nördlich der Stadt. Auf einem steilen Kalkfelsen bei Wehr, oberhalb der Stadt, saßen die Herren von Werrach, auf dem 368m hohen Kastelberg in Kastelburg (im Norden der Stadt Waldkirch) thronten die Herren von Schwarzenberg, in Küssaberg die Grafen von Küssenberg und später die Grafen von Sulz. In Rötteln (im Wiesental) hausten bis 1314 die Herren von Rötteln, dann die Herren von Hachberg-Sausenberg. Auf Burg Wieladingen wohnten die Herren von Wieladingen, auf Burg Hauenstein die Edlen von Hauenstein... Nun, nicht alle diese Edelleute führten sich wirklich edel auf. Vielen Bauern in den zahlreichen Orten, die vom Adel beherrscht und oft regelrecht ausgesogen wurden, ging es im 15. und 16. Jahrhundert immer schlechter. So kam es auch im Schwarzwald zu Aufständen, wie auf der 'Welschkornseite' beschrieben, denn die Reformation brachte neue Unruhen mit sich. In Württemberg hatte Herzog Ulrich schon 1535 den Protestantismus eingeführt, in Baden ging es durcheinander. Anno 1556 hob Markgraf Karl von Baden-Durlach  sogar für kurze Zeit die Klöster auf. Als um diese Unordnung fortzusetzen folgte der Dreißigjährige Krieg im darauf folgenden Jahrhundert. Kaiserliche, bayrische, schwedische und französische Truppen zogen marodierend durchs Land an Orte die an den großen Durchgangsstraßen lagen und allem ausgesetzt waren; wer damals tief im Schwarzwald wohnte, war besser dran.

 Scheibenfeuer und Burefasnet

Schiweschlag oder Scheibenfeueralter alemannischer Fasnachtsbrauch in Bernau, bekannt als Scheibenschlagen (alemannisch: Schiwe, Schibe, Schiebe), ein letzter Namenszeuge alter Sonnenkulte, die als Johannisfeuer sowie alemannischer Frühlingsbrauch überlebt haben. Die Mittsommernacht wurde unter dem Namen Johannisnacht oder Sommerweihnacht in den christlichen Festkalender übernommen. Uralte nächtliche Volksbräuche, welcher ihr heute nur noch über die Überlieferungen zur Christianisierung durch Johannes dem Täufer euch nähern könnt. Allesamt sind sie in ihrer Bedeutung, wie hier als Feuerräder, auf vorchristliche Sonnenwendfeiern zurückzuführen. Es war  der Sonnenaufgang der an diesen vorchristlichen Festtagen nachts erwartet wurde (Weihnacht, Johannisnacht, Walpurgisnacht, Mittwinternacht, Sankt-Martins-Abend, Osternacht) so auch die Fasenacht; von der katholischen Kirche festgelegt auf 46 Tage vor Ostern.  Sie verbot ebenso den Brauch der nächtlichen Bergbesteigung des Croagh Patrick (17. März) und verlegte die Wallfahrt auf den Sonntag. Die irischen Missionare, die den Schwarzwald urbar machten, brachten die Tradition ihres heiligen Berges wohl als Souvenir mit. So erlebt ihr das Scheibenschlagen funkenstiebend, wenn die in den Flammen entzündeten (Buchen-) Holzscheiben an Haselnussstöcke aufgereiht, wie Sonnenräder in die dunkle Tiefe geschlagen werden; einstmals von allerlei Sprüchen begleitet. Der Funkensonntag am Sonntag nach Fastnacht war einst den ledigen Burschen vorbehalten
 (
Zeitreise am elsässischen Michelsberg (St. Johann im Grünen)mehr zum Funkensonntag in der Regio: Zeitreise am Michelsberg.

à propos:   Alemannische Fasnacht in Bernau vom ?

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