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O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!

der Südschwarzwald mit seinem Wiesental Ausflüge vom Nördlichen Schwarzwald zum Mittleren Schwarzwald (2)

Ob der Hutzenbacher See im mittleren Murgtal, der Wildsee, der Herrenwieser See, der Schurmsee, der Glaswaldsee oder der Nonnenmattweiher, besonders zur Teichrosenblüte erscheinen sie in der Landschaft wie dunkle Augen zwischen steilen Hängen. Dunkle Tannen spiegeln sich in den klaren Gewässern eiszeitlicher Karseen. So der sagenumwobene Mummelsee am Fuß der Hornisgrinde. Ebenso der als Badesee beliebte Titsee im Hochschwarzwald
... während einer geologischen Schmelzphase, als der Titisee gerade dabei war, sich an einer Endmoräne aufzustauen ...
 wurden einzelne Felsblöcke von rutschenden Gletschern mit geschoben,
...ehe sie irgendwann als so genannte Findlinge liegen blieben. Eis- und Geröllmassen der letzten Eiszeiten (bzw. den wechselnden Kalt- und Warmphasen) hinterließen euch ihre Spuren in den Felsen.
Vor ca. 25 Mio. Jahren, unser blauer Planet war gerade mit der Entstehungsgeschichte des Oberrheingrabens und dem so genannten 'Schwarzwald' beschäftigt.
Erschaffen im Gesteinszyklus, das höchste deutsche Mittelgebirge, der Feldberg mit seinen 1.493 m Höhe.
Nicht nur das Feldbergmassiv bedeckte eine dichte Eiskappe, bis sie vor circa 12.000 Jahren endete. Reichliche Niederschläge brachten immer dickere Gletscher ins Rutschen und gruben Mulden in die Hänge, die Kare, die tauendes Gletscherwasser stauen konnten.
Das Gebirgsmassiv das einst mit den Vogesen eine Einheit bildete, hat uns mit seinen Karseen im Schwarzwald ein 'Souvenir' an die Eiszeit zurück gelassen.
Der berühmteste unter ihnen, ist der
Mummelsee im Nordschwarzwald (neben dem Wildsee beim Ruhestein) und dem Feldsee am Feldberg im Südschwarzwald. Die Heimat der Flößer, Köhler und Tüftler mit seinen malerischen Schwarzwald-Häusern liegt im mittleren Schwarzwald.

Beschaulich regionales am Oberrheingraben 

Achat aus dem Rheingraben

 

 

Vergessene Waldberufe wie der Geigenbau des 17. Jh. im südlichen Schwarzwald und in der Schweiz, der Köhler, der Glasbläser oder die regionaltypischen Rinder- und Pferderassen (Vorder- und Hinterwälder Rind; Schwarzwälder Fuchs), Stahlkocher bis zum idyllischen Erbe des Eisenbahnbaus.    

landschaftlich reizvolle Ausflugsziele vom Mittleren bis in den Nordschwarzwald
eurer Erzählung nach seien:
(Text-Links: A-Z)
Allerheiligen Wasserfälle:
Allerheiligen Wasserfälle - vom Klosterküchenbrand zum Blitzschlagbrand zur Klosterruine Allerheiligen: mit Sagenrundweg: Die Gründung des Klosters Allerheiligen Herzogin Uta von Schauenburg wollte ein Kloster gründen. Als man sich über den Platz nicht einigen konnte, wurde ihr im Traum aufgetragen, einen Esel mit einem Sack Geld zu beladen und frei laufen zu lassen. Wo er den Sack abwarf, war das Kloster zu errichten. Auf der Höhe wurde der Esel müde und schüttelte seine Last ab, die ins Tal rollte. An der Stelle, an der der Sack liegen blieb, wurde das Kloster Allerheiligen erbaut.
Badener - Badenser:
zum histrischen Spottname für die Schwaben selbst ! D'Gälfiäßler sind eine alemannische Mundartgruppe, die Gelbfißler (Gelbfüssler) reichen zurück auf Johann Fischart's Affentheuerlich Naupengeheuerliche Geschichtsschrift (1575), worin zu lesen ist, dass die Schwaben gelb Füß haben. Ob deutsches Wörterbuch der Gebrüder Grimm oder der Schwank (um 1756) von Sebastian Sailer : Die sieben Schwaben, bis zum Kriegszug der Sieben Schwaben (1827), über die Abgabe des Zehnten von Eiern, die ein Schwabe höchst selbst mit den Füßen zertrat um Platz zu sparen
Balzer Hergott:
zum Foto der Freiburg-Schwarzwald.de er stammt vom Hofkreuz des Winkel-Balzer (Balthasar) und wäre beinahe in eine Wetterbuche eingewachsen
 Blockhalden:
entstanden durch Spaltenfrost und Frostsprengung als Folge der letzten Eiszeit, auch Felsenmeer oder Steinrassel genannt. Erstaunlich viele Tier- und Pflanzenarten leben in dieser auf den ersten Blick so lebensfeindlichen Umgebung.

Bollenhut:

die echten Bollenhüte sind bei Feierlichkeiten zu bestaunendie original Bollenhuttracht entstammt nur aus Gutach, Wolfach-Kirnbach und Hornberg-Reichenbach - wichtig für den Kirchgang: Rot zeigte an, dass die Trägerin des Hutes ledig war und schwarz bedeutete, dass sie verheiratet war, auf jeden Fall mit Schleier

Breisgau:
von vor Basel's Pforte bis zum Flüsschen Bleiche zwischen Kenzingen und Herbolzheim, mit den Städten Neuenburg am Rhein, Bad Krozingen, Staufen, der Metropole Freiburg im Breisgau, Glottertal, Waldkirch, Elzach Emmendingen, Breisach und Endingen am Wege
Bühl:
im Herzen Badens im Nordschwarzwald, vis-à-vis dem Elsass, mit den Seen der Rheinebene über das Rebland bis zur Schwarzwaldhochstraße. Heimat der Affentaler Weine und der Bühler Zwetschgen. Anno 1283 übergab Edelknecht Burkhard von Crutenbach seine Güter 'in banno Buhel' (mittelaterlich für Hügel) dem Abt und Konvent des Klosters Schwarzach
Buntsandstein:
des Nördlichen Schwarzwald schönstes Felsenkleid - ebenso schön wie die von der Rheinebene abgetrennten Nord-Vogesen
Felsenweg:

Ottenhöfen - Feldberg

Fernwanderwege des Schwarzwaldvereins

Flößerei:

fast ein halbes Jahrtausend lang - vom 15. bis ins 20. Jh. - war die Flößerei im Schwarzwald ein lohnendes Gewerbe

Grinden:

offene Feuchtheiden der Kammlagen, Blockhalden dank Eiszeit-Karsee, mit schöner Fernsicht und teils schwarzwaldtypische historische Rinderrasse und Schafherden auf den Grindenflächen im Sommer

Grindenpfad:
interaktiver Pfad (3km mit 12 Stationen) über das Hochmoor der Hornisgrinde mit vielen Infos zu Heide, Moor, Pflanzen und Tiere. Begehbar je nach Witterung von Mai - Oktober.
Johann Peter Hebel:

sein "Der Schwarzwälder im Breisgau" begleitet euch hier Vers zu Vers von Ort zu Ort

Herzogenhorn:
(1.415 m) und das Spießhorn (1.349 m) zwischen der 'Grafenmatt' und der Südgrenze des NSG Feldberg. Scheibenlechtenmoos am Fuße des Spießhorns in einem Kar. Das Krunkelbach- Quellgebiet zwischen dem Herzogenhorn und der Krunkelbachhütte, auch bekannt als Moor am Roßrücken
Hirsau:
(Nordschwarzwald bei Calw) Klosteranlage - Klostermuseum Klosterführung und Jagdschloss jeweils sonntags um 11h vom 31. Mai bis 31. Oktober
Hochmoore:
Das Hochmoor Kaltenbronn (südöstlich von Gernsbach im Murgtal/Nordschwarzwald) liegt inmitten eines riesigen Waldgebietes. In einer urwüchsigen Landschaft mit Karen und Blockhalden. Die Seen der Hochmoore nennt ihr Hochmoorkolke. Der Wildsee ist der größte Hochmoorkolk Deutschlands.
Hornberger Schiessen:

alles Pulver verschossen weil Postkutschen noch nicht nach Fahrplan fuhren

Hornisgrinde:
(1.163m) höchster Berg des Nordschwarzwaldes mit Plateauhochmoor, 130 m tief abfallende Karwand zum Biberkessel, herrlicher Fernblick über ein riesiges Waldmeer
Kaiserstuhl:
der Totenkopf (557 m) höchste Erhebung des erkalteten Vulkanmassivs mit dem Sendeturm Freiburg (120 m hohe Stahlbetonturm)  Sendeturm Freiburg auf dem Totenkopf (© Fotograf Luc Nueffer) 48°04'51" nördliche Breite - 007°40'09" östliche Länge
Kandel:
der sagenumwobene 'Blocksberg' des Schwarzwaldes, ist mit 1.243m der höchste Gipfel des Mittleren Schwarzwaldes, bekannt durch die zum Simonswäldertal hinab stürzenden Zweribacher Wasserfälle. Webcam vom Kandel auf Waldkirch und das Elztal
Kinzig:
in die Kinzig münden die Flüsse: Rötenbach, Kleine Kinzig (mit Talsperre),  Schiltach, Wolfach, Gutach, Harmersbach und die Schutter
Kinzigtalstrasse:
die einzig wirkliche Straße durch den Schwarzwald im 11. Jh. von den Römern errichtet. Zur Verbindung der Städte Freiburg im Breisgau und Villingen (Baar) wurde die Wagensteige geschaffen. Während Freiburg das eine Ende der Straße deckte, wurde sie auf der Seite der Baar durch die Burg Zindelstein (Donaueschingen) geschützt, bald ersetzt durch die Höllental-Route. Die für die Rodungen zum Straßenbau notwendigen Ministerialen der Zähringer brachten die Besiedlung des Schwarzwalds.
Klettern:
eine Kraxelei über den Karlsruher Grat eine halbstündige Klettertour auf dem im gesamten Schwarzwald wohl einmaligen Felssteig über den Eichhaldenfirst, die für Anfänger nicht zu empfehlen ist
Kloster - Kultur:
im 5. Jh. wurden die Alemannen von den Franken zwar besiegt, aber nicht vertrieben. Die Franken bekamen das Christentum verordnet, weshalb auch alemannisches Gebiet des Schwarzwalds christianisiert wurde von Missionaren aus Irland und Schottland. Waldstücke im Inneren des Schwarzwalds wurden gerodet. Mönchszellen und kleine Klöster waren bald geistige Mittelpunkte. Die Mönche, von Adelssöhnen erzogen, bekamen vom Adel große Ländereien, meist aber in unwegsamen Waldgebieten, mit dem Ziel sie zu zugänglich zu machen; im 9. Jh. war der ganze Schwarzwald nach und nach erschlossen.
Kniebis:
das ehemalige Grenzdorf zwischen Baden und Württemberg mit seinen Urzeit-Meeresablagerungen und Borstgräsern - Wintersport
Köninger Mühle:
am Zieselberg zwischen Seebach und Furschenbach, ihr Wasser wurde in Seebach der Acher entnommen und floss in einem Graben bis unterhalb des Köningerhofs. Wasserrad und Mühle verband ein endloses Drahtseil. Das Wasserrecht nur zur Wiesenbewässerung bestimmt: 1926 wurde der Wasserantrieb der Mühle untersagt. Teils mit Elektromotor oder mit Riemenscheibe am Traktor angetrieben, wurde bis 1970 noch Korn zu Mehl gemahlen, bis 1980 noch Schrot gemahlen. 1995 wurde die Mühle renoviert.

Kuckucksuhr:

oder wie es im Schwarzwald erst richtig tickte - Schwarzwälder Uhren sind seit Jahrhunderten berühmt

Mittlere Schwarzwald:

Gebirgskammzug zwischen Kinzig und Dreisam, den Wasserfällen um Triberg, der Wildgutach und dem Kandel: mit Rundwanderungen zwischen Kinzig, Ortenau und Feldberg
Moräne (Geröll) :
zu den Gletscherseen in einer wannenartigen Bodenmulde (Hügellandschaft)lagert das Erd- und Gesteinsmaterial, das nach dem Abschmelzen eines Gletschers übrig blieb
Moore - Hochmoore :
die vielen Moore im Naturpark Südschwarzwald sind durch die Gletscher der letzten Eiszeit (Würmeiszeit) entstanden. Wichtiger Lebensraum für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.
Mühlen:
bereits 1.200 Jahre v.Chr. mit künstlicher Bewässerung durch Wasserschöpfräder in Mesopotamien als erste und älteste betrieben. Europas erste Müller waren die Römer, die die Wassermühlentechnik mit einem Steinmahlgang in den Rheinprovinzen einpflanzten.
Mummelsee:
Karsee im Nordschwarzwald - die Form einiger Schwarzwaldtäler verrät noch heute den Weg, den sich die Gletscher ins Tal bahnten. Also das Werk eines Gletschers. Entstanden dadurch, dass das von den Gletschern herab geschobene Geröll am unteren Rand der Kare eine Moräne, eine Art Wall bildete, hinter dem sich das tauende Gletscherwasser stauen konnte.
Nordracher Granit :
(Offenburg im Mittleren Schwarzwald) aus der homogenen Gruppe der 'oberkarbonischen' (oberstes Oberkarbon) Zwei-Glimmer-Granite (Raumünzach-, Sprollenhaus-Granit, etc.) steht im Schwarzwald am Ende der Granitentwicklung. Die Zeitspanne seiner Granitintrusion (dem Eindringen von fließendem Magma) datiert ihr über Hebung und Erosion bis zum Rotliegend-Vulkanismus.
Nordschwarzwald:
Felsenweg Ottenhöfen zum Sesselfelsen mit Prachtblick übers Achertal zur Hornisgrinde oder über die Aussichtskanzel des Rappenschroffen oder die historische Dampfzugfahrt mit dem Museumszug: Achertalbahnfahrt für Eisenbahnfreunde
Ortenau:
badischer Landkreis und Gaulandschaft die anno 763 als Mordunouva bzw. Moridunum (lat. = Sumpflandschaft) erwähnt wurde. Das Herrschaftsgebiet von der Bleich, einem Nebenfluss der Elz, bis zur Oos bzw. dem Unterlauf der Murg. Die Gaugrafschaft Mortenau, (auf Deutsch bis zum 16. Jh.) gehörte zum Herzogtum Schwaben. Als erster beglaubigter Graf der Mortenau trat Ebarhart 888 auf. Ab 1010 ging die Grafschaft an das Herzogtum der Zähringer, nach deren Aussterben 1218 an deren Rechtsnachfolger, die Markgrafen von Baden, welche sie bis zum ersten Weltkrieg behielten.
Ottenhöfen:
das Zehn-Täler-Dorf im Schwarzwald voller Glanzpunkte mit Felskanzeln, Wasserfälle und herrlichen Aussichtsbergen liegt im obstreichen Achertal und ist bekannt für seine Brennereierzeugnisse wie Himbeergeist, Kirschwasser und Zwetschgenwasser. Der historische Mühlenpfad kombiniert mit dem historische Dampfbähnle verkehrt auf 10km von Achern nach Ottenhöfen.
Rheinebene:
die vielgestaltige Vorbergzone erhebt sich vom Rheintal im Westen und ist dem Schwarzwald vorgelagert.
Ruhestein:
im Nordschwarzwald vom Mummelsee über den Westweg (Seibelseckle) hinauf zum Altsteigerskopf, zum Seekopf mit Wildseeblick zum Ruhestein. Alte Ruhesteinstraße (blaue Raute auf weißem Grund) nach Obertal zur ehemaligen Sprungschanze. Winter: Loipen-Infos
Sage:
der Waldkircher Willi Thoma in seinen "Elztäler Sagen": "Wenn die Sturmwinde in den Winternächten wüten und Nebelschwaden die Berggipfel verhüllen, jagt der wilde Jäger mit seinem Geisterzug durch die Lüfte ... Besonders in den Raunächten, den zwölf heiligen Nächten, der geheimnisvollen Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig, wütet die heidnische Dämonenwelt."
Schlittenhunderennen:

in Bernau und in Todtmoos alljährlich im Regional-Agenda

Schramberg:

'Fünftälerstadt' im Tal der Schiltach im Mittleren Schwarzwald, wo die Bäche Göttelbach, Kirnbach, Berneck und Lauterbach bzw. deren Täler einmünden. Die Täler entsprechen den 5 Zufahrtstraßen in die Stadt, die von Sulgen, Hardt, Tennenbronn, Lauterbach und Schiltach

Schwarzwaldbahn:

die schönste Gebirgsbahn Deutschlands ab Offenburg in der badischen Ortenau verbindet auf einer Strecke von 149 km mit 39 Tunnels und einem Viadukt mit Singen (Hohentwiel) - eine 3-Std.-Fahrt im modernen Dieseltriebwagen.

Schwarzwald
Silva nigra nannten die Römer respektvoll das Mittelgebirge das lange Zeit Synonym für ein unwegsames Gebirge mit dunklen Urwäldern, Wegelagerern und wilden Tieren blieb, eher ungeeignet für ihre Passtrassen.
"O Schwarzwald o Heimat"
Schwarzwaldhymne des Dichters Auerbach, vertont von Carl Isenmann und nach der Melodie von Franz Wilhelm Abt
Schwarzwälder Kirschtorte:
vom Schweizer Dessert zur Sahnetorte: Chriesewässerle - edelster Kirsch-Bauernschnaps für die Sauerkirschfüllung bedeckt von einer schneeweißen Sahne-Garnitur auf 3 Etagen des echten Mandelbiskuit für die runden Böden der Modetorte anno 1915 als Symbol des Bollenhuts

Schwarzwaldhochstrasse:

SHO 65km - verbindet Baden-Baden mit Freudenstadt, vorbei am Mummelsee, dem Schliffkopf, der Alexanderschanze und dem Kniebis
Schwarzwald-Tälerstrasse
154 km lang: durch Buntsandstein zu Gneis und Granit, besteht aus einer Süd- und einer Nordstrecke. Sie beginnt in Karlsruhe und führt durch das schöne Murgtal südwärts nach Freudenstadt und erreicht im reizvollen Kinzigtal bei Wolfach ihren südlichen Endpunkt. Der 2. Teil der Strecke zieht von Freudenstadt nordwärts durch das Enztal und endet in Pforzheim, im NO des Gebirges (Schwarzwald-Hochstrasse)
Ski alpin - Langlauf
Wintersport im und aus dem Schwarzwald, wichtigster Wirtschaftszweig der Region in den Skigebieten rund um den Feldberg und im Nordschwarzwald; dank des Todtnauer Arztes Dr. Tholus, der erst 1888 das erste Paar Schneeschuhe auf Bestellung von Norwegen in den Schwarzwald brachte. Skilehrer waren Norweger und der Franzose Pilet, Skifahrer waren Städter, meist Akademiker aus Freiburg, die Schwarzwälder Bauern blieben skeptisch.
Triberger Wasserfälle:
(163mr Gesamthöhe, die höchsten in D) die Gutach stürzt bei Triberg mit 7 Hauptstufen 163 m in die Tiefe. Dies über 2 Falltreppen von ca. 10 m und ca. 85 m Höhe. Die 7 Stufen sind durch einen längeren Sturzbachabschnitt getrennt. Steilstufe-Entstehung: Verwerfung (eiszeitliche  Konfluenzstufe) und Kaskaden (Kluftmuster im Granit).
Uhrenträgerweg:
Uhrenträgerweg als Rundweg: Triberg - Brendhöhe - St. Märgen - Neustadt - Bonndorf - Wutach - Friedenweiler - Eisenbach - Vöhrenbach - Villingen - Triberg
Volkslied:
im anno 1843 gegründeten „Amts- und Intelligenzblatt“ war der Richter am Neuenbürger (Calw) Oberamt Wilhelm Ganzhorn 10 Jahre tätig. Sein bekanntestes Gedicht „Das stille Tal“ wurde später vertont und wurde nach der Melodie „Die drei Lilien“ unter dem Titel „Im schönsten Wiesengrunde“ zum Volkslied

Wasserfälle:

Gertelbach-Wasserfälle
Gaishöll-Wasserfälle
Geroldsauer Wasserfall
Allerheiligen Wasserfälle
Triberger Wasserfälle
Burgbach-Wasserfall
Todtnauer Wasserfall
Zweribach-Wasserfälle
Westweg - Höhenweg:
Westweg: ist der bekannteste, beliebteste und wohl auch der meist begangene Höhenwanderweg
Wildsee:
Im Angesicht des Wildseemoors bei Kaltenbronn mit seiner außergewöhnlichen Vegetation und wildromantischen Schönheit geraten nicht nur Botaniker ins Schwärmen.
Wolftal:
das Wolftal bei Oberwolfach erstreckt sich von Bad Rippoldsau-Schapbach über Oberwolfach bis Wolfach. Dort mündet die Wolfach in die Kinzig.
Zell am Harmersbach:

Jugendstil - Klassizismus - Fachwerkbau - Storchenturm - Hirschturm (einst Bastionsturm) - Stadtbefestigung mit erhaltenem Wehrgang und Schießscharten -  “alte Wäschkuchi” an der ehemaligen Stadtmauer - prächtige Wallfahrtskirche - einfach sehenswert !

diverse Infos

AUSFLÜGE - SPAZIERGÄNGE -  KULTURGUT:
für jedermann im alemannischen Sprachraum zu jeder Jahreszeit hier am Oberrhein
zu den Regio-Ausflügen im Dreiländereckmit Esskastanien vom Weg auf Klettersteigen zum Glottertäler Kranzkopf
 uff Kletterstiege zum Kandel und uff'em Römerwäg abwerts
mit gutem Schuhwerk auf den Spuren von: Freiburg und der Breisgau - der Ursprung der Zähringer - der Bau ihrer Sühne-Klöster im Schwarzwald : St. Ruprecht und St. Peter. Vor diesem Hintergrund mit Herbststimmung, auf dem beschwerlichen Weg zur aussichtsreichen Thoma-Hütte im Glotterbad ab Glottertal, streifen wir bei den Pausen nicht nur unsere Blicke, sondern auch die Geschichte der Zähringer auf, zur Zeit der Köhler in den Wäldern..  Treffpunkt: auf Anfrage
diverse Infos
Danke!
 UP PAMINA VHS, deutsch-französische Einrichtung der Erwachsenenbildung in Wissembourg tél.: (0033)(0)3.8894.9564 - 15 Rue de la Pépinière:
 Danke!

Empfangseite

Index Streifzüge
Bergbau mit Geschichte
Alemannische Fasnet

Museen im Schwarzwald

Schwarzwaldbahn
im südlichen Schwarzwald Schwarzwälder Kirschtorte - Schaubacken
Sehenswertes Schwarzwald
Skigebiete - Schneetelefon

Südliche Schwarzwald

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zum Heimatdichter Johann Peter Hebel Woni gang und stand, wärs e lustig Land. Aber zeig mer, was de witt, numme näumis findi nit in dem schöne Land.

der Nördliche Schwarzwald

Die den Nordschwarzwaldbeherrschende Buntsandsteinschicht, die in den Nordvogesen als weiche rote Sandsteinpfade erhalten geblieben sind, wurde in der letzten Eiszeit fast völlig abgetragen. Es Auf den höchsten Erhebungen des Mittleren Schwarzwald, dem Kandel (1.242m) und dem Brandenkopf (931m), herrschen Granit und Gneis vor. Zwischen Berg und Tal gibt es großartige Naturschönheiten zu entdecken. Die sanft gerundeten Hügelkuppen sind über die Hälfte ihrer Fläche mit Wald bedeckt. 

Nostalgisches aus dem Badener Ländle  

ab in den Dampfzug bei Ottenhöfen!dem Ausgangspunkt in der Ortenau, im 'Zehn-Täler-Dorf' Ottenhöfen zu den nachfolgenden Beschaulichkeiten: Auf dem Ottenhöfener Felsenweg mit seinen schroffen 'Porphyr-Schrofen'  : zu den Schwarzwald-Rundwanderungen Prächtige Aussichtsfelsen wechseln mit beschaulichen Waldstrecken hoch über dem lieblichen Simmerbsbacher Tal.  Euer Ausgangspunkt für diese Aussichtstour des Nördlichen Schwarzwald um den ganzen Kranz attraktiver Felsen rund um Blaubronn abzugehen ist Ottenhöfen an der Aufstiegsstrasse zur Schwarzwaldhochstrasse. Der Felsenweg verbindet als Rundwanderweg zahlreiche Felsgruppen und Schrofen des Wandergebietes im Westen Ottenhöfens, mit nur ca. 13 km Wegstrecke bei einem, Höhenunterschied von 380 m, begehbar in ca. 4-5 Stunden. Tourbeginn: an der Hinweistafel "Felsenweg" neben dem Gasthaus "Schwarzwaldstube" (ca. 10. Min. vom Ortskern). Der Zickzackpfad führt euch bald zum mächtigen Sesselfelsen mit Kreuz mit Prachtblick übers Achertal zur Hornisgrinde. Bei beschaulicher Waldwanderung bald zum Porphyrgestein des Spitzfelsen, bemerkenswert durch seinen einzigen großen Förderkanal durch den die Porphyr-Schmelze ruhig und stetig zur Erdoberfläche aufgestiegen ist, wie es die Fließtextur deutlich sichtbar macht. Dann verstopfte der Schlot und die Gesteinsführung erstarrte. Seine Felsspuren hinterließ dieses Gestein Felsgruppen vom Sesselfelsen bis zum Rappenschrofen. - Weiter auf den Gesteinsresten des Porphyr des Schwarzwald-Westrandes mit ihrem 'mittelrotliegenden Alter', als sich die ersten Saurier gerade anschickten das Festland zu erobern vor ca. 260 Millionen Jahren, und deren Vorkommen von Badenweiler bis Baden-Baden keine Einzelfälle sind, erklimmt ihr auf dessen Oberfläche im Steilanstieg alsbald den  Breitfelsen. Vor euch liegt die letzte Aussichtskanzel dieser zünftigen Rundtour, der Rappenschrofen. Von hier aus geht es zum Kleinen Schroffen mit Abstecher zum, zwischen dem Acher- und Renchtal gelegenen, Simmersbacher Kreuz zur Vesperstube Fies. Geologischer Lehrpfad: Hinweistafeln informieren über die verschiedenen Gesteinsarten. An weiteren Felsgruppen führt der Weg vorbei zum Blaubronn-Sattel, mit  Waldparkplatz und Grillhütte, dann weiter zum Stierfelsen und Karschrofen. Von hier aus führt der Weg über das Sommereck abwärts zum Lauenbach und zum Ausgangspunkt zurück.

à propos: diese Prachttour als Luxusfahrt im historischen Dampfzug lässt sich mit dem Museumszug: Achertalbahn kombinieren. Fahrzeiten: vierzehntägig sonntags zwischen Mai und Oktober der nostalgischen Zugfahrt mit dem Achertal-Lobberle.

à propos: Die ca. 11 km lange Kraxelei über den Karlsruher Grat mit einer Steigung von 500 m beginnt an der Schwarzwaldhochstrasse, an der Strasse nach Ruhestein in Ottenhöfen. Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 Baden-Baden - Murgtal - Hornisgrinde mit dem Kartenausschnitt Ottenhöfen. Gutes Schuhwerk mit Profilsohlen erleichtern den reizvollen Aufstieg talaufwärts, vorbei an den berühmten Wasserfällen der Gottschlägwasserfälle zur Felshöhle des Edelfrauengrabs, wo der Sage nach ein Mann seine Frau einmauern ließ.

Schwarzwaldbahn : 149 km mit 39 Tunnels

eine Fahrt mit der SchwarzbaldbahnDie badische Schwarzwaldbahn mit romantischen Tunnelfahrten im modernen Dieseltriebwagen bis zum Bodensee verbindet Offenburg und Singen (Hohentwiel) auf einer 149 km langen, historischen Schwarzwaldbahnstrecke. Dabei gilt der Abschnitt Hornberg - Triberg - St. Georgen als besonders reizvoll. Der Reiz besteht nicht nur in der Harmonie der Eisenbahnanlagen mit der Natur, sondern die Entstehung selbst gilt heute noch als Meisterleistung der Ingenieurkunst. Kühne Kurven und finstere Tunnels schuf der geniale badische Ingenieur Robert Gerwig (1820 bis 1885) mit seiner anno 1873 vollendeten Schwarzwaldbahn. Mit einem Höhenunterschied von rund 670 Metern und einer maximalen Steigung von 20 Promille ist die Bahn mit 39 Tunnels und einem Viadukt eine der tunnelreichsten und brückenärmsten Gebirgsbahnen der Erde. Sie ist eine der bekanntesten und Vorbild vieler anderer Gebirgsbahnen der Welt geworden.

à propos:   Sonderfahrten mit der Schwarzwaldbahn gibt es 9 mal jährlich fürs 3 Stunden-Erlebnis Schwarzwaldbahn pur im modernen Dieseltriebwagen. Unvergessliche Zugfahrt dank informativer Zugbegleitung, Musik, Langsamfahrt für Fotofreunde und vieles mehr ! Zum Fahrplan und Infos über alles rund um die Schwarzwaldbahn klickt euch auf dem Foto ein. Martin Duffner's (Nußbach) umfangreiche Internetseite zum Thema Schwarzwaldbahn (Link). Infos zu weiteren Schwarzwaldbahnen findet ihr im Regional-Agenda.

à propos:  die Kinzig entspringt der Gemeinde Loßburg (Landkreis Freudenstadt) und fließt zunächst gen Süden, wobei sie allmählich nach Westen abdriftet, und diesen Landkreis verlässt, um in den von Rottweil abzustreifen. Doch der größte Flusslauf durchquert dabei den Ortenaukreis bis zur Stadt Offenburg, wo sie den Schwarzwald verlässt und bei Kehl in den Rhein mündet. In ihrem oberen Lauf ein typischer Gebirgsfluss, die in ihrer Geschichte auch schon manche schwere Überschwemmung verursachte. Im mittleren und unteren Verlauf aber hat man sie deshalb in ein sehr geradliniges Bett mit hohen Deichen gezwängt. Im Mündungsbereich der Kinzig, der Schutter in die Kinzig, wird eine Renaturierung durchgeführt. Die Flößerei im Schwarzwald

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach..., klipp-klapp, klipp-klapp...

der Hilzingerhof mit seinem Rieddachoder vom Korn zum Mehl. Im Mittelalter waren es die Mönche, die das römische Mühlenwissen als klösterliche Selbstversorgung weiter praktizierten.  Mehr als nur typisch für das Ingenieurwissen der Klosterschulen im Schwarzwald sind die Schwarzwaldmühlen (Bauernmühlen). Teils noch gut erhalten, teils vollständig renoviert und teils den Besuchern offen. 2.000 Jahre lang war das Technikwunder Mühle die wichtigste Maschine der Menschheit. Mit ihrer und des Wassers Hilfe erleben wir noch heute, nicht nur im Freilichtmuseum des Vogtsbauernhof in Gutach, wie man einst und noch heute das Getreide gemahlen, Holz gesägt, Löffel geschmiedet und Öl gepresst wurden. Die Hanfreibe im Freilichtmuseum gehörte zur Oberen Mühle in Steinach (Kinzigtal) und wurde bis 1928/29 betrieben, für euch stampft sie noch täglich um 12h15 + 14h15 mit ihrem fast 400 Jahre alten Mühlwerk samt Stampfe. "Dieses wird jenes töten" ermahnte bereits Victor Hugo in seinem Historienroman um die Buchdruckerei am Rhein ('Der Glöckner von Notre-Dame'), so auch hier mit dem Zeitalter der technischen Industrialisierung. Mit der Einführung der Dampfmaschine um 1780 begann die allmähliche Verdrängung der Wassermühlen auch im Schwarzwald. Welche wirtschaftlichen Interessen unter Bundeskanzler Konrad Adenauer anno 1957 zum Mühlenstillegungsgesetz führte, welches eine Prämie vorsah für eine 30jährige Stilllegung der Getreidemühlen, wäre damals schon Anlass zu einer Volksabstimmung gewesen. Von den anno 1865 noch etwa um die 1.500 Bauernmühlen sind heute noch etwa 300 erhalten; die größtenteils leider auch stark zerfallen sind. Es ist dem Einsatz der Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins zu verdanken, die sich für deren Erhalt eingesetzt und Wiederinbetriebnahme eingesetzt haben, damit diese wieder öffentlich frei besichtigt werden können. Mechanische Wasserkraftnutzung mit Dreh- oder Schlagbewegungen wie bei den einstigen Bohrmühlen, Buttermühlen, Dreschmühlen, Getreidemühlen, Gipsmühlen, Hammermühlen, Knochenmühlen, Kräutermühlen, Kreidemühlen, Ölmühlen, Papiermühlen, Sägemühlen, Schleifmühlen, Schmiedemühlen, Stampfen und Pressen und Wasserschöpfmühlen. Einen einprägsamen Einblick in die Müllerei Schwarzwälder Mühlen bietet euch der bekannte Mühlenweg in Ottenhöfen (Achertal), eine geführte 9km-Mühlenwanderung zur Hilzingermühle, der ältesten Hofmühle im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald, mit Vorführung "Mahlen mit Wasserkraft" in Oberglottertal, Tel.: 07684.278,  sowie der Heimatpfad in Hinterzarten-Breitnau. Besonders aber der deutschlandweite Tag der offenen Tür der Mühle, alljährlich am Pfingstmontag, läßt diese historischen Mühlen wieder in unserem Gedächtnis aufleben. - Die Hexenlochmühle in Furtwangen-Neukirch 1825 erbaut ist eine ebenso schöne alte Schwarzwaldmühle, als Sägemühle erbaut darf eintrittsfrei besichtigt werden von April - Oktober täglich von 9h - 18h, vom 15. Dezember - 30. März täglich von 10h - 12h30, 13h30  - 17h bei Familie Trenkle, Hexenlochstraße 13, Tel.: 07723.7322.

Foto copyright: siehe Link Glottertal (Breisgau) mit Panoramablick auf den Kaiserstuhl und die Vogesen

 

 

 

 

à propos:  in Furschenbach (Ottenhöfen) am Bahnhof beginnt der zwischenzeitlich erweiterte Schwarzwälder Mühlenrundweg (Strecke von Mühle zu Mühle) mit 12 km ohne Mühle am Hagstein und ohne Benz Mühle im Unterwasser (Mühlenrundweg, Felsenweg, Edelfrauengrabwasserfälle). Köninger Mühle siehe links. Benz-Mühle (täglich geöffnet vom 1. April bis 1. Nov. von 10h-19h), das Wasser wird hier in einem Weiher gespeichert und bei Mühlenbetrieb über einen hoch angelegten Kähner auf die Schapfen des Mühlrades geleitet.  Mühlentag im Achertal am Pfingstmontag  - In Verbindung mit dem Historischen Dampfzug eine unvergessliches Schwarzwalderlebnis. 100 Jahre Historische Dampfzugfahrten ca. 75 Minuten mit Bewirtung im Dampfzug Tel.: 07842.2231 - Tipp: Speziell für Gruppen hat die Tourist-Information eine Mühlenbesichtigung mit Brotbacken, Vesper, Schnaps und Most im Angebot. Erkundigt euch gleich nach dem Vollmondbier-Faßanstich unter Tel.: 0049.(0)7842.80444. Deckerhof-Mühle, Sommerseite 74 in Seebach, historische Mühle mit moderner Wasserkraftanlage, Besichtigung jeden Mittwoch von 18h-19h von Mai - Oktober. Vollmer's Mühle, Hilsenhof 1 in Seebach, historische Mühle mit bäuerlichem Museum - Eintritt frei - Sonntag von 18h-19h von Mai - Oktober.

Guter Honig von ImkereienWald- oder Tannenhonig

Die Imkerei auf den Schwarzwaldhöfen zu erkunden im ortenauischen Hohberger Bienenmuseum im Rathaus, Talstrasse in Diersburg, Tel.: 07808.3999, Öffnungszeiten: 1. Mai bis Mitte November jeden 1. Sonntag im Monat 14h-17h, Führung 15h + 16h Anfahrt ins Hohberger Bienenmuseum- Der Weißtannenhonig ist eine Schwarzwälder Spezialität und Besonderheit, durch die hier bundesweit größten Weißtannen-Bestände. In guten Jahren tropft der so genannte Honigtau von ihnen herab, der von den Rindenläusen (winzig kleine Lebewesen) produziert wird. Das machen sie so: sie saugen an Fichten und Tannen und scheiden dabei kleine, klebrige Tröpfchen aus; nachdem die Laus aus dem Rindensaft die Eiweiße herausgefiltert hat, bleibt dabei ein 'Zuckerwasser' übrig. Fleißige Bienchen schaffen dann ihren 'Honigtau' in ihre eigenen Waben. Doch längst nicht jedes Jahr ist ein Läusejahr, damit sich die Läuse vermehren bedarf es einer Witterung mit regelmäßig wechselnden kühleren und wärmeren Perioden. So zählt Weißtannenhonig zu den teuersten Honigsorten. Doch wehe dem Schwarzwald wenn die Rindenläuse kommen! Dann kommen Imker von überallher und bringen die ihre Bienenvölker mit, um diesen begehrten Honigtau in Flugarbeit sammeln zu lassen.

im Freilicht-Musuem Vogstbauernhof

ieine Zeitreise in den Jahrhunderte lang beständigen Schwarzwaldn Gutach im Kinzigtal steht der älteste Museumshof, der Hippenseppenhof, der 1599 in Furtwangen-Katzensteig im Stil der Höhenhäuser erbaut wurde. Die Höhenhäuser sind die ältesten belegbaren Haustypen des Schwarzwalds, die als Firstständer-Bauten errichtet wurden, denn ihre tragenden Ständer reichen vom Boden bis unter den First. Dort bezeugt das Museum die Uhrenherstellung und die Strohflechterei, die in der Gegend um Furtwangen weit verbreitet waren. Als Nebengebäude sind ihm eine Hofkapelle und ein Speicher zugeordnet. Der Lorenzenhof von 1608 in der Ortenau im Mittleren Schwarzwald ist ein typisches Kinzigtäler Haus mit seinem gemauerten Sockelgeschoss, auf das ein holzgezimmertes Obergeschoss aufgesetzt ist. Im Sockelgeschoss befindet sich der Stall. Im Obergeschoss liegen an der Stirnseite Stube und Schlafkammer nebeneinander. Stall und Wohnbereich heißen "Haus". Daran ist der Wirtschaftsteil angebaut. Typisch für die Kinzigtäler Häuser ist die Nussbühne, ein Hohlraum zwischen Stuben- und Kammerdecke und dem darüber liegenden Dachraumboden. Er wurde zum Trocknen von Nüssen, wie wir sie heute auf Dachböden, Kellern oder in Gewächshäusern einzeln zum Trocknen auslegen, oder zum Aufbewahren von Arbeitsgeräten genutzt. Im Sockelgeschoss des Lorenzenhofs findet ihr eine Dauerausstellung der Forstdirektion Freiburg zum Thema Waldnutzung im Laufe der Geschichte. Zum Freilichtmuseum Klausenhof in Herrischried (Südschwarzwald)

Kloster - Klöster - Reichtum im Schwarzwald

zum Copyright und zur Webseite der KirchenfeiernWallfahrtskirche "Maria zu den Ketten
Ausgangspunkte der Christianisierung im Schwarzwald wie das Kapuzinerkloster Zell Wallfahrtskirche Maria zu den Ketten aus dem 7. Jahrhundert, durch die Missionare der iro-schottischen Mönche. Während der kriegerischen Kreuzzüge (1064 - 1270) brachte ein frommer Schmiedegeselle aus Schuttern, der in Zell sein Handwerk ausübte und ein fleißiger Besucher der Marienkapelle war, seine Ketten nach Zell-Unterharmerbach am Harmerbsbach im Kinzigtal, als Dank für seine Befreiung aus maurischer Gefangenschaft auf seine Fürbitte "Maria zur Rose". Die Türken brachten ihn  gefesselt nach Jerusalem um dort als Sklave verkauft zu werden. In seiner Verzweiflung flehte er zur Gottessmutter im alten Gnadenort und versprach, sollte er je wieder in die Heimat zurückkehren können, seine Ketten am Gnadenbild aufzuhängen. Der Schmied kam frei und kehrte unversehrt heim. Die Legende erzählt, dass die Ketten von seinen Händen und Füßen fielen und ein weißes Pferd zum Ritt in die Heimat bereit stand. Auf den regional geschichtlichen Welschkornseiten findet ihr die Verbindung dieses Wallfahrtsort mit Strassburg und dem Elsass. Sein Ursprung ist ein, in einem Rosenstrauch entdecktes, Marienbild,  verwandelte sich im Volk zur  Maria zur Rose. Der älteste Teil der beeindruckend schönen Kirche, der Chor mit Netzgewölbe und gotischen Fenstern, stammt aus dem Jahre 1480. Der alte Flügelaltar wurde 1646 restauriert, 1654 wurde die Kirche weitgehend erneuert, um die großen Schäden aus dem Dreißigjährigen Krieg zu restaurieren. Die Kapuziner von Haslach betreuten  die Wallfahrer in Zell fast 200 Jahre lang. An den großen Festtagen nach der Säkularisierung durch Napoleons Staatenaufbau 1803, während die Orden in Baden verboten waren, versahen die Kapuziner von Strassburg diese Aufgabe. 1920 bauten die Kapuziner neben der Wallfahrtskirche ein Kloster und betreuen seitdem die Wallfahrer. Ausflugtipp: geführte Mühlenwanderung zum Hugeseppehof.

zur Wanderung rund um diese zitierte Idylle (Verfasser anonym)à propos:  ...und der Himmel war so blau wie über der Ortenau, als ich dort wanderte bei dem kleinen Wallfahrtsort Zell am Harmerbsbach, und am Brandenkopf, über den die Westweg-Variante verläuft, anlangte, oben auf dem Aussichtsturm zur Hornisgrinde und zum Schliffkopf hin schaute, und all die Täler und Höhen und Wunder sah, den Harkhof suchte, ihn nur wegen Dir suchte und an Dich dachte. Als ich zurück wanderte in den kleinen Wallfahrtsort mit der Kirche Maria zu den Ketten am Kinzigtäler Jakobsweg, begegnete mir stundenlang, außer 2 verirrte Autofahrer an den Nillhöfen, kein Mensch. Ich rastete an den Wiesen oberhalb des Niller Eck, schmolz einfach nur hin in diesem Traum aus Bergen und Tälern und Ewigkeit

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Gasthaus Stern, des Grimmelshausen's Lebensstation - Foto: siehe Link

 

 

 

 

Der Zeitzeuge oder Kriegsberichterstatter des Dreißigjährigen Krieges, er veröffentlichte seinen Schelmenroman und sein historisches Hauptwerk 'Simplicissimus' unter dem Namen German Schleifheim von Sulsfort, welcher ein Anagramm zu seinem richtigen Namen war. Die Verfilmung dessen, einer mehr als grausigen Zeit Badener Geschichte, konnte durch den Schauspieler Matthias unvergesslich wie schelmenhaft dargestellt werden. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde der agile Verfasser zum Verwalter der Ullenburg bei Oberkirch. Der ehedem kaiserliche Musketier Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen war Arzt und ein literarisch bewanderter Mann. Bei Burgherr Dr. Küffer durfte Grimmelshausen seine umfangreiche Bibliothek benutzen, und fand Zugang zur Bibliothek des Prämonstratenserkloster Allerheiligen, wo seine Söhne inzwischen die Schule besuchten. Er hatte den festen Plan, Schriftsteller zu werden und machte sich selbständig in Gaisbach; dort baute er sich das Gasthaus 'Zum Silbernen Stern' (ein schönes, uraltes Gebäude) in dem er selbst den Wirt machte. Frau und Töchter halfen, er begann zu schreiben. 1666 veröffentlichte er den "Satirischen Pilgram I." und in sein Hauptwerk 'Simplicissimus' flossen etliche Kriegserlebnisse aus seiner Gastwirtschaft, bis der Roman 1669 erschien. Grimmelshausen war bereits Bischöflich Straßburgischer Schultheiß in Renchen, finanziell unabhängig blieb er dort bis zu seinem Tode am 17. August 1676. Heute schmeckt ein Viertele im Gasthof in Gaisbach sicher um etliches besser als zu Grimmelshausens Zeiten. Ein Viertele Simplizissimus, bitte! Mehr zu seinem Ortenauer Wirken auf der regional geschichtlichen Welschkornseite - - - Die schöne Melusine mit scheußlichen Krötenkopf und einem Drachenschwanz war als Glück bringendes Hufeisensymbol des auf- und absteigenden Mondknotens auch auf der Ritterburg Schloss Staufenberg zu Gast (Weinbau seit 1391), unweit des Weinortes Durbach; noch heute ist der Begriff Klingelberger ein gesetzlich anerkanntes Synonym für den König der Weißweine. Im obersten Teil des Schlossbergs, auf dem Klingelberg, ließ Markgraf Carl Friedrich 1782 erstmals Riesling sortenrein anpflanzen, hier hat der Qualitätsweinbau in Baden seine Wurzeln. Die Ursprünge des Schlosses Staufenberg liegen im 11. Jh. Egenolf von Staufenberg, Goethe, die Brüder Grimm und J.J. Grimmelshausen hielten ihre Sagen fest.

à propos:  Egenolf von Staufenberg: entstammt einer Straßburger Adelsfamilie, in deren Besitz sich die Burg Staufenberg in der Mortenouwe (Ortenau im mittleren Baden bei Durbach) befand; er lebte um 1300, sein Versepos Die Geschichte vom Ritter Peter Diemringer von Staufenberg (von 1310, gedruckt von Johann Prüss in Strassburg um 1483) So rächte sich die verzauberte Melusine an dem Mann, der ihre Hoffnung auf Erlösung enttäuscht hatte: "Zwei Jahre vergingen. Sebald suchte den Stollenberger Wald nicht mehr auf, denn er fürchtete die Rache der von ihm betrogenen Waldfrau. Auf Wunsch seines Vaters heiratete er die Tochter eines Amtsvogtes. Die Hochzeit wurde im Schloß Staufenberg abgehalten. Als aber die Gesellschaft fröhlich beim Schmause saß, spaltete sich die Decke des Saales, und ein Tropfen fiel auf Sebalds Teller. Sebald aber hatte es nicht bemerkt und aß weiter. Da fiel er plötzlich tot nieder. Zu gleicher Zeit zog sich ein kleiner Schlangenschwanz in die Decke zurück." (Johann Fischart: Peter von Staufenberg)

Grinden: den Hochlagen des Nordschwarzwaldes

Unweit vom Mummelsee, mit 1.163 m ü. NN ist die Hornisgrinde der höchste Berg des Nordschwarzwaldes. Ein mächtiges Buntsandstein-Massiv überragt aussichtsreich und in voller Schönheit die 1.000 m tiefer liegenden Rheinebene. Seine nur knapp 2 km lange Hochfläche fällt nach allen Richtungen hin stark ab. Im Süden, Osten und Nordosten sind Kare ausgebildet; mithin die eindrucksvollste Karbildung des gesamten Nordschwarzwaldes dabei ist der Biberkessel. Ausgedehnte, baumlose Feuchtheiden der Hochfläche, die Grinden, sind seit dem Mittelalter aus Menschenhand erschaffen. Die Hochfläche wurde immer wieder brandgerodet und als Viehweide genutzt. Das große Hochmoor auf dem Südgipfel der Hornisgrinde blieb von Natur aus waldfrei. - Ihre bis zu 5 m mächtig tiefen Torfschichten schätzt ihr auf ein Alter von mindestens 6.000 Jahren! Mit dem 2. Weltkrieg wurde hier alles drastisch verändert. Die Deutsche Wehrmacht die die Hornisgrinde als Fliegerstützpunkt nützte bis sie danach bis 1996 als militärisches Sperrgebiet der Franzosen und der NATO galt, deren Türme neben Windkraftanlagen, Telekom und Südwestrundfunk dieser Königin des Nordschwarzwaldes bis heute ihre Abgeschiedenheit und Stille verwehren. Das Hinterzartener Moor (Südschwarzwald) -

à propos:  Achern-Mösbach am Fuße der Hornisgrinde ist das Kirschendorf im Nordschwarzwald wie Königschaffhausen am Kaiserstuhl oder Niedereggenen im Markgräflerland. So ist ab Mitte April eine Erkundung des landschaftlich reizvollen Dreikirschenweg wie ein Meer blühender Obstbäume zu erleben, bereits ab Mitte Juni sind die ersten Kirschen reif auf dem Weg vorbei an 180 Kleinbrennereien mit Obst-ab-Hof-Verkauf für das Plus an Genuss. 

Grinden, die etwas andere SchwarzwaldlandschaftAuf 1.056 m Buntsandstein, dem Schliffkopf (zwischen Ruhestein und Zuflucht), existiert eine noch einmalige Hochsennenlandschaft, die Grinden. Offene Gebirgslandschaften mit Latschen und anderen einzeln stehenden Bäumen durchsetzte Feuchtheiden. Diese sogenannten Grinden wurden seit dem 14. Jh. bis in die 50er Jahre hinein als Viehweiden und später auch als Mähwiesen genutzt, was sie bislang waldfrei hielt. Es ist das rechtsrheinische Gegenstück der vor Wasser gurgelnden, elsässischen Hochweiden in den Südvogesen mit ihren 'chaumes' und üppig hohem Heidelbeerbestand, teilweise neben sehr flachen Preiselbeersträuchern und den je nach Sonnenlicht blau bis lila blühenden Erika (Heidekraut). Über Jahrhunderte betriebene Beweidung mit Rindern und Ziegen ließen diese Grinden in ihrer heutigen Schönheit entstehen. Seit um 1900 diese Bewirtschaftung aufgegeben wurde erobert sich der Wald nach und nach diese offenen Bergflächen zurück und bedroht so eine europaweit einmalige Landschaft. Auch hier, wie auf den linksrheinisch genannten Hochmoorgebieten, findet ihr noch den Auerhahn und dieser noch seinen Lebensraum. Vor allem durch die einmalige Rundumsicht zu den benachbarten Schwarzwaldhöhen also landschaftlich und touristisch attraktive Freiflächen. Heute hält ihr sie von Hand offen unter Mithilfe  freiwilliger Helfer. Sie erhalten den Grinden ihren eigenen Pflanzenwuchs: Moorgräser, Heidelbeeren, Erikaflächen, niedrigwüchsige, fast krüppelige Latschenkiefern neben den einzeln wachsenden Solitärfichten mit ihren tief ausladenden Ästen. Blühend überraschen euch hier Gelber Enzian, purpur Geflecktes Knabenkraut und als Eiszeitrelikt der Schweizer Löwenzahn. Auf den eher gurgelnd vermoorten Böden wachsen gibt es Moosbeere, Rosmarinheide, Scheidiges Wollgras und viele Torfmoosarten zu entdecken. - Die in östliche Talkessel tief eingebetteten Karseen erinnern an die erdzeitliche Vergletscherung des Schwarzwaldes. Einer ihrer schönsten ist der Buhlbachsee, unweit der Röschenschanze (alten militärischen Befestigungsanlage 18. Jh.). Wahrlich imposant erscheinende Blockhalden der steilen Westhänge warten hier mit ihrem eigenen Kleinklima auf. Ein weiteres erd-eiszeitliches Souvenir, das mir von oben betrachtet 'Waldaugen' gleich kommt. 

Luftbild der Hornisgrinde von www.wicci.de (Coypright: wicci.de)Im Nordschwarzwald, östlich der Schwarzwaldhochstraße erstreckt sich über die Hochlagen östlich des Gebirgskammes zwischen Ruhestein und Hornisgrinde, das Bannwald-Naturschutzgebiet Wilder See - Hornisgrinde. Am Fuße des Seekopfes ein weiterer Karsee aus der letzten Eiszeit (herrliche Aussicht bis hin zur Schwäbischen Alb über den Wilden See und seinen Bannwald). Seine an Felsblöcken reiche, 100 m steil abfallende, ja schroffe Karwand an der Ostflanke des Berges erschufen einstige Hängegletscher. Die Beckenmulde des heute ca. 12 m tiefen, dunkelbraun gefärbten Karsees wurde einst von den Eismassen ausgeschürft. Es sind die reichen, regionalen Niederschläge die hier zahlreiche Quellrinnsale entspringen lassen. Wasserzufuhr für die nahe gelegenen Bachläufe von Rotmurg, Schönmünz und dem Langenbach, die bei ihrer Entstehung malerisch kleine Gebirgstäler ausgeformt haben und die Höhenzüge so von ihrer weiteren Umgebung abgrenzen. Von besonderer Bedeutung ist einer der wenigen Bannwälder Baden-Württembergs im Zentrum des Gebietes. - Die Karwand des Naturschutzgebietes Hornisgrinde-Biberkessel (östlich der Hornisgrinde) gilt als die nördlichste Lawinenbahn Mitteleuropas durch ihre subalpinen Felsspalten, Hochstaudenfluren und Quellfluren - auf engstem Raum. Auf den kargen Hochmoor-Böden über Buntsandstein dominieren neben den Torfmoosen die Rasenbinse und im Frühjahr den weiß behaarten Fruchtstand des Scheidigen Wollgrases. Am pflanzlichen Übergang von Rasenbinse zu Pfeifengras mit Beersträuchern und Heidekraut an trockeneren Standorten geht auch das Hochmoor gut erkennbar in die Feuchtheide über.

Startpunkt: Mummelseeà propos: Hornisgrinde (Mummelsee - Seebach): Freizeitbusse über die Schwarzwaldhochstrasse in der Ortenau von Mai - November.  - - - Turmfest auf der Hornisgrinde mit Bewirtung und musikalischer Unterhaltung und Turmbesichtigung 10h am ? - - - Der Grindenpfad auf der Hornisgrinde - Hochmoore machen ihn zum Grindenschwarzwald - auf dem Bohlenweg das Hochmoor durchqueren - Länge: 3 km mit 12 Schautafeln - auf der Wegstrecke liegt der Bismarckturm und am Fichtenwaldrand, das "Tagebuch einer Auerhenne". Beginn der Wanderung: der sagenumwobene Mummelsee. - - - Die Hornisgrinde liegt auf dem Westweg Pforzheim-Basel. Mit roter Raute führt ein Weg (1,5 km) zum "Ochsenstall", "Unterstmatt" (3,5 km) und zur Badener Höhe (13 km). Der Hornisgrinderundweg (4 km) mit rotem Ring gekennzeichnet führt vorbei am "Drei-Fürsten-Stein" (0,8 km) und am "Seibeleckle" (2,5 km) - - - Hochmoor Kaltenbronn:  die Moorseen und GroßerKleiner Wildsee, Hornsee und Hohlohsee (und den Hohlohturm) Auto: A5 / Ausfahrt Rastatt (Nr. 49) Richtung Gernsbach (B 462) - Abzweigung zwischen Hilpertsau und Weisenbach in Richtung Reichental, weiter steil bergauf bis zum Kaltenbronn. 

Das Buntsandsteinmassiv-Naturschutzgebiet Kniebis - Alexanderschanze (876-958 m) mit seinen Borstgrasrasen, Steinriegeln, Steinmauern und ausgeprägten Feuchtheiden liefert erdkundliches Zeugnis urzeitlich riesiger Flusssysteme die diese Gegend überströmten und dabei gewaltige Schichten Schwemmmaterials ablagerten. Vor ca. 230 Mio. Jahren entstand durch anschließende Verfestigung der Buntsandstein, der mancherorts bis zu 300 m mächtig ist. Sein ihm eigenes Roserot färbten der Rost (Eisenoxide) erst so richtig nach. Die durch das Urzeitmeer später hier erneut abgelagerten Keuper-Schichten samt Muschelkalk und Jura sind durch Abtragungen heute nur noch außerhalb des Schwarzwaldes zu finden. Noch zu finden sind Pflanzen wie der Bärwurz, Bergheide, Blutwurz, der Schweizer Löwenzahn, das unauffällige Wald-Läusekraut und an manchen Stellen das Gefleckte Knabenkraut. In den Borstgrasrasen blühen in den Sommermonaten Fadenbinse (Sternsegge), Quendel-Kreuzblume und Öhrchen-Habichtskraut. Ihr müsst es euch sagen lassen, dass seltene Arten wie Arnika, Gelber Enzian oder Weißzüngel-Knabenkraut sind nach Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung langsam verschwunden sind. (Anfahrt: im Bereich des Ortes Kniebis südlich der B 28 sowie rechts und links der Schwarzwaldhochstraße zwischen Alexanderschanze und Zuflucht).

Das lang gestreckte Nordschwarzwald - Vulkanit-Naturschutzgebiet Eckenfels (655 m zwischen Oppenau und Schwarzwaldhochstraße) entstammt dem erdzeitlichen Untergrund des Rotliegenden (Porphyr). Sehenswert seine schroffe Porphyr-Felswand, seine Blockhalden aus der Eiszeit und als Besonderheit, den lichten Traubeneichenwald. Steilanstieg bis zur Felsformation im Gipfelbereich ausgehend von den engen Gebirgstälern des Rotenbaches (N) und Eichelbaches (S). Neben dem Karlsruher Grat bei Ottenhöfen ist der Eckenfels das einzige größere Felsgebiet in der Region. Das in grau weithin sichtbare Eckenfels-Massiv besteht aus Quarzporphyr (Vulkangestein der Magmatiten) aus der Geo-Hexenküche, die hier vor ca. 250 Mio. Jahren aus Vulkanschloten austrat und erkaltete. Das Duo von unvorstellbar hohem Druck und ebenso hoher Temperatur bildeten diese schroffe Felswand aus einst flüssiger Magmagesteinsmasse aus, dank der Erosion ihres umgebenden Gesteins, im Laufe der Zeit, dann den härteren, widerstandsfähigere Porphyr. Am Südhang, unterhalb der Felsen, findet ihr waldfreie Zonen mit riesigen Gesteinsschutt-Mengen. Diese so genannten Blockhalden sind Relikte aus der letzten Eiszeit, also schon vor ca. 10.000 Jahren durch hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht (Frostsprengung) entstanden. Hier herrschen ganz besondere kleinklimatische Verhältnisse. Doch zurück zu den landschaftlichen Höhepunkten in Mittel- und Nordschwarzwald neben den aussichtsreichen Bergen und Kammfluren zählen die Spuren der letzten Eiszeit, die vor ca. 10.000 Jahren endete. Allein dem Nordschwarzwald hinterließen sie mehr als 100 Kare. Die Gletscherflüsse schürften Nischen in die Berghänge, in deren beckenartigen Böden nach dem Abschmelzen des Eises Wasser zurückblieb. So entstanden Wildseekar, Mummelsee, Herrenwieser, Schurm-, Huzenbacher, Sankenbach- und Glaswaldsee sowie - im Südschwarzwald - der Feldsee zum Geotop der Karseen - der Feldsee. Schüsselrunde, wassergefüllte Bodenwannen, auf drei Seiten umgeben von Steilhängen und an der offenen Talseite durch eine Moräne gestaut. Die meisten Karseen verlandeten zwischenzeitlich und entwickelten sich zu letzten Biotopen seltener Pflanzen.

Der Mummelsee liegt reizvoll an der Schwarzwaldhochstraße (B500) im tiefen Murgtal zwischen Ruhestein und Unterstmatt, wen auch ohne die einst üppige Teichrosenblüte, weißer Seerosen (Mummeln). Mit seinen 800 m Umfang ist der Mummelsee der größte, mit 17 m Tiefe der tiefste und mit 1.036 m Höhenlage der höchste der sieben Karseen im Schwarzwald.

aus Dichters Feder"...ein Laut unterbricht die ewige Stille, nur dass tief unten im Tal melancholisch ein Quell murmelt." Diese sagenumwobene Beschreibung einer der ersten Schwarzwalddurchwanderer und badischer Geschichtsschreiber Alois Wilhelm Schreiber (1763-1841) in seinem 'Handbuch für Reisende am Rhein' ist längst  abgeschlossene Vergangenheit.

Eine alte Sage erzählt, daß früher Nixen und Zwerge sowie ein König im Mummelsee gehaust haben. In Vollmondnächten sollen die Wassernixen zum Deckerhof nach Seebach gekommen sein, um dort mit den Bewohnern Handarbeiten zu verrichten, zu singen und Gedichte zu erzählen. Eiszeiterinnerungen aus Höhlenzeichnungen?

Wie beim irischen Elfstier könnte im Simplicissimus (Buch V. Cap. 10.) dem See der Wassernixen (Elfinnen, Muhmen, Mummeln, Landelfinnen, Roggenmuhmen) den Namen gegeben haben:  als Hirten ihr Vieh dabei gehütet, wird erzählt, daß aus dem Mummelsee ein brauner Stier herausgestiegen sei und sich zu dem ändern Vieh gesellt habe; doch ein Wassernixe sei ihm sogleich nachgefolgt, um ihn wieder zurückzutreiben, dem er aber nicht gehorchen wollen, bis ihm dieser gewünscht, es solle ihm sonst aller Menschen Leid ankommen, worauf beide sich wieder in den See begeben hätten.

2 schwarze Männer und 12 Schwestern oder gegeneinander stehen die Überreste der ehemaligen Festen Schwarzkopf und Seeburg. Die Sage erzählte daß, ...  - O weh! So sind es die Geister vom See! Davon! Sie wittern, sie haschen mich schon!  ('Die Geister am Mummelsee' von Eduard Mörike 1829) 

"Im Schwarzwald, nicht weit von Baden, liegt ein See, auf einem hohen Berg, aber unergründlich. Wenn man ungerad, Erbsen, Steinlein oder was anders, in ein Tuch bindet und hineinhängt, so verändert es sich in gerad, und also, wenn man gerad hineinhängt, in ungerad. So man einen oder mehr Steine hinunterwirft, trübt sich der heiterste Himmel, und ein Ungewitter entsteht, mit Schloßen und Sturmwinden. Die Wassermännlein tragen auch alle hineingeworfenen Steine sorgfältig wieder heraus ans Ufer." von den Gebrüder Grimm

Wo die Wasserfälle tief zu Tal stürzen

Schwarzwaldmühle oberhalb der Ortschaft SasbachwaldenFoto Copyright: www.Oppenau.deSasbachwalden im Achertal im Nordschwarzwald nahe der Schwarzwaldhochstraße im Großraum Offenburg, mit den Gaishöll-Wasserfälle, einer der 6 Wasserfälle mit der Burgruine Brigittenschloß, dem Weinberg 'Alde Gott' und gleich 2 Hochseilgärten am Westhang. Wildromantische Schlucht mit riesigen Felsen und Findlingen, Gehzeit ca. 30 Minuten, Höhenunterschied 235m, über ca. 12 Brücken und ca. 200 Stufen, erreichbar auch auf dem Gaishöll-Rundwanderweg (Infos: Kurverwaltung Tel.: 07841/1035). - Der Geroldsauer Wasserfall ist über den herrlichen Panoramaweg zu Fuß erreichbar an der Schwarzwaldhochstraße B500, der am Parkplatz Wannacker einen perfekten Einstieg bietet, oder auf der Geroldsauer Wasserfallstraße. Rundwanderung Bühlertal - Gertelbach-Wasserfälle ca. 5 StundenDurch die Gertelbach-Wasserfälle durch die Gertelbach-Schlucht zu den Granitfelsen-Aussichtspunkten Wiedenfelsen und Herta-Hütte ab Bühlertal. Von Bühlertal über Gertelbachfälle zur Schwarzwaldhochstraße - Herthahütte - Bühlertal  (Auf/Abstieg 550 Hm - 5 Std.)-
Oppenau
umschlossen von einem Kranz herrlicher Schwarzwaldberge zwischen Moos und Kniebis, führt zu den
Allerheiligen Wasserfälle, der Klosterruine Allerheiligen, dem Renchtäler Heimatmuseum und seinem Aussichtsturm Moosturm. (Der Lierbach fällt bei dem Kloster Allerheiligen durch eine steilwandige Porphyr-Schlucht über 7 Stufen ca. 60 m (lt. anderen Angaben 83m) in die Tiefe. Ihr nennt sie Lierbachfälle, 'die Sieben Bütten' oder Büttensteiner Wasserfälle. Die Entstehung ihrer Kaskaden-Steilstufe war der Härteunterschied des gequerten Porhyrganges zum umgebenden Kristallin. - Deutschlands 'höchste' Wasserfälle, die Triberger Wasserfälle, dem Kletterfelsen Teufelsfelsen, der Schwarzwaldbahn, Skilifte und Langlaufloipen und einem Schwarzwaldmuseum. Die zum Simonswäldertal hinab stürzenden Zweribach-Wasserfälle: im Bannwald zwischen St. Märgen und Simonswald im oberen Simonswäldertal, zu erreichen ab liegt auf einem Hohenrücken zwischen Feldberg und Kandel.
Der Burgbach-Wasserfall bei Bad Rippoldsau, einer der höchsten freifallenden Wasserfälle (im Frühjahr und Herbst beleuchtet) stürzt aus 32m mit ca. 15m freier Fallhöhe über ein 'Permgebirge' aus verkieselten Arkosesandsteinen des erdzeitlichen Oberen Rotliegenden (Perm) und granitisch-kristallin gebildeter Steilstufe ab, umgeben von Granitfelsen, die eine Kappe von verkieselten Arkosen des Rotliegenden. Todtnau mit seinen Ortsteilen: Aftersteg, Geschwend, Muggenbrunn, Präg, Schlechtnau, Todtnauberg im Herzen des Südschwarzwald zwischen Feldberg und Belchen im oberen Wiesental, mit dem Todtnauer Wasserfall, ist ein attraktiver Wintersportort mit 22 Skilifte, Familien-Rodelbahn, 60 km Langlauf-Loipen, 70km gewalzte Winter-Wanderwege, Natureisbahn und der Hasenhorn Coaster Rodelbahn. - Schwer zugänglich, teilweise schluchtartig, das stille, steile und enge Tal der Wildgutach mit der Teichbachschlucht (Deichbachschlucht)  westlich von Gütenbach. Dort lagen die schwer zugänglichen 'wilden Güter" des Klosters St. Peter. Etwas beschwerlich, vorbei an Gumpen und fächerartigen Wasserfälle, geht's zum  Winkelherrgott in Wildgutach - dem legendären Balzer Herrgott. Eine vermutlich spätgotische Christusfigur (Teil des Hofkreuzes vom Königenhof im Wagnerstal) die 1986 beinahe vollständig in eine Wetterbuche eingewachsen wäre, hätte man dieses einst schmiedeeisernes Kruzifix mit einem Sandsteinkorpus nicht an Kopf und Brust vorsichtig freigelegt. Ob Hugenotten  ihn auf der Flucht aus Frankreich am steilen Hang liegen liessen, oder im Jahr 1700 durch eine Schneelawine  die Arme des Kreuzes abbrachen, bevor 
zu Fernwanderwegen und Rundwanderungen im Mittleren Schwarzwaldjunge Burschen den Torso heimlich durch den Wald bis zur Wetterbuche trugen und ihn dort anlehnten; bis heute ein unvergessener Wallfahrtsort einer 3,5 Std. Rundwanderung.

zum Sagenrundweg von Oppenau (Mittlerer Schwarzwald)Sagenrundweg: Bruder Pauli war Klostergeistlicher im Kloster Allerheiligen in Oppenau, der es mit den Mönchsgelübden nicht so genau nahm und für seine Wilderei aus silbernen Kruzifixen Kugeln goss. Vor Gottes Gericht wurde er dazu verurteilt, in der Umgebung des Klosters Allerheiligen als Geist ruhelos umherzugehen. Schon oft spielte er Fuhrleuten üble Streiche oder leerte Geschirre von Heidelbeersuchern aus.

zu Fernwanderwegen und Rundwanderungen im Mittleren SchwarzwaldBildstöckel-Rundweg in Sasbachwalden: dieser Wanderweg führt an 40 Bildstöckchen vorbei. Zum Rundweg-Führer vom Verkehrsamt empfiehlt sich eine Wanderkarte im Maßstab 1:25.000!

Copyright: Haus Schutzbach in Staufen im Breisgau

Der Mittlere Schwarzwald

zu einigen Panorama-Fotos Münstertal, Breisgau, Kaiserstuhl- - - Blick von Staufen im Breisgau auf den Belchen im Münstertal   >>>:
erstreckt sich vom Kinzigtal bis in die Gegend von Freiburg im Breisgau
. Im frühen Mittelalter gehörte der Breisgau zu den alemannischen Gauen am Oberrhein und reichte ursprünglich vom Rheinknie bei Basel bis zum Flüsschen Bleiche zwischen Kenzingen und Herbolzheim. Dort grenzte der Breisgau an die alemannische Gaugrafschaft der Mortenau (heute Ortenau). Der Name des Breisgau leitet sich von der Stadt Breisach am Rhein ab. Die klimatisch wärmste Region in Deutschland reicht vom Rhein bis in den Schwarzwald mit der Hauptstadt Freiburg. Im Süden grenzt der Breisgau an das Markgräflerland (Höhe Staufen/Heitersheim), im Westen an das Elsass (Frankreich), im Osten reicht er bis in den Westabhang des Schwarzwalds, im Norden an die Ortenau. Seine bekannten Berge und Höhen sind der Kandel (1.242m), der Schauinsland, der Kaiserstuhl und der Schönberg (des zwangseingemeindeten St. Georgen zu Freiburg mit seinem alten Erzbergwerksiedlungen). Recht idyllisch durchflossen von der Bleiche, der Dreisam,  der Elz, der Glotter, der Wilde Gutach, des Rhein, des Brettenbach, des Klemmbach, der Neumagen und der Möhlin. Das Kloster St. Peter zur Seite von St. Peter im Hochschwarzwaldam Fuß des Kandel bietet beste Gelegenheit, reichen Voralberger Barock nach Peter Thumb zu bewundern. .

Der Bollenhut in der Schwarzwälder Tracht: 

zu den Bollenhüten mit Kirschsymbolik (Foto: Copyright: www.bollenhut.de)Ein weiteres Wahrzeichen ist der auffällige Bollenhut als Kopfbedeckung mit roten Wollrosen (s.g. Bollen); der als Teil der bäuerlichen Tracht des Gutachtals nicht zuletzt durch Heimatfilme wie "Das Schwarzwaldmädel" (1950) zu Weltruhm gelangte.
Einfach schön so ein Bollehut! Ein vollständiger 'Kopfputz' mit Seidenhaube, Tüllschleier, Zopfgehänge und vermutlich rotem Bollenhut wurde zum Sinnbild für Schwarzwälder Trachtenmode, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts beim Kirchgang und an Festtagen noch zum Alltagsbild gehörten. Heute werden sie noch zum Kirchgang und zu Prozessionen getragen, oder als Tourismuswerbung, die nur so mit ihren weithin leuchtenden, mich an die Kirschen erinnernden roten Bollen in aller Welt bekannt. Obwohl sie heute als Bestandteil der Schwarzwälder Tracht schlechthin gelten, wurden sie erst gegen Ende des 17. Jh. erfunden - und nur in den drei kleinen Gemeinden Gutach, Kirnbach und Reichenbach (westlich von Schramberg).
Die Pracht auf ein kunstvolles Strohgeflecht wiegt bis zu 2 kg mit den aufgenähten elf Wollkugeln: die roten für ledige Mädchen, die schwarzen für verheiratete Frauen.  Unter dem Hut wird eine seidene
Besuch des Vogtsbauernhof Freilichtmuseum und seinen HandwerksdemonstrationenKappe mit kleinem Schleier getragen, der unterm Kinn zugebunden wird. Wie in anderen Kulturen verschwinden dabei alle Haare unter der Kappe, samt jedem langen Mädchenzopf. Grimms Märchen: "Rapunzel, Rapunzel lass dein Haar herunter" wird dabei überhört und alle weibliche Pracht statt dessen mit einem oder zwei Spiegeln geschmückt, die dazu noch mit bunten Glasperlen oder Bändern verziert wurden. Alten Frauen und Kindern blieben nur das Käppchen vorbehalten, denn der Bollenhut war erst zur Firmung (oder zur Konfirmation) erlaubt. - Zur eigentlichen Tracht gehören ein schwerer, faltenreicher, schwarzer Rock mit schwarz-seidener Schürze mit einer weißen Bluse mit weiten Puffärmeln, darüber das Leibchen aus geblümtem Samt und der Goller, der den viereckigen Halsausschnitt verdeckte. Ein mit bunten Bändern verzierter Halskragen. Die Füße zieren weiße Kniestrümpfe und schwarze Schuhe. Wetter bedingt liess sich der Tschoben darüber ziehen, eine bis zur Taille reichende, rot abgefütterte Jacke aus schwarzer Seide. Diese werbewirksame Gutacher Tracht lässt vergessen, dass es früher einmal in jeder Schwarzwälder Region eine eigene, charakteristische Tracht gab. -
Zum Terminkalender der Trachtengruppe Kirnbacher Kurrende Kirnbacher Kurrende - In der Gegend von St. Märgen und St. Peter tragen die Frauen eine Bänderkappe - vorzugsweise im Winter, da sie die Ohren schützt - oder weiße, oft auch schwarze, mit Samt überzogene Strohhüte. Chappi und Schäppel könnt ihr in Hausen beim alljährlichen Fest des Hebel-Mähli (zu Ehren des Geburtstags von Johann Peter Hebel) am 10. Mai die Markgräfler und die Vreneli-Tracht sehen, die der Dichter oft liebevoll in seinen Gedichten beschrieben hat. Die Ortenauer Mundart-Liedermacher D'Gälfiäßler (vom badisch gelben Lehmboden) haben auf ihre Weise dr'Bollehuet verewigt.
 Achern-Mösbach das Kirschendorf im Nordschwarzwald!

Foto Copyright: siehe Link

 

 

 

 

Schwarzwälder Kirschtorte

à propos:  Info-Übersicht zu Veranstaltungen im Schwarzwälder Freilichtmuseum Festtagstracht Handwerker- und Aktionstag rund um die Trachten des Schwarzwalds zu Gast im Vogtsbauernhof in Gutach
sind Schäppelmacherin, Bollenhutmacherin, Gollerstickerin, Trachtenschneiderin und Schuhmacher 11h - 17h
+ Kinderprogramm mit einer offenen Werkstatt für Familien: Neben dem Bollenhute, gewickelte Bollentiere von 11h - 16h am ?  

Die Flößerei im Schwarzwald: Kinzig-Flößerei  

oder als das Wasser noch Balken hatte... Im Heimatmuseum von Wolfach (Kinzigtal) beschäftigt sich eine Abteilung mit der Flößerei auf der Kinzig, die Kinzig in früheren Zeiten von großer Flößereibedeutung hatte, mit Erwähnung dieses Flusshandwerkes auf der Kinzig aus dem Jahre 1339. Die Stadt Wolfach war aufgrund ihrer günstigen Lage am Zusammenfluss von Wolfach und Kinzig bis ins 19. Jh. ein Zentrum der Kinzig-Flößerei. Ein halbes Jahrtausend später, 1896, fuhr das letzte gebaute Floß aus Handelsgründen auf der Kinzig.  Bereits um 1470 waren blühende Geschäfte mit dem Holzhandel zu machen. Um 1500 gewährten die Fürstenberger den Wolfachern das Privileg zum 'auswärtigen Holzhandel', damit wurde die bäuerliche Bevölkerung im Umland von diesem lukrativen Geschäft ausgeschlossen. Sebastian Münster schrieb in seiner "Cosmographia universalis": "Das volck so bey der Kyntzig wohnet, besonders umb Wolfach ernehret sich mit großen Bawhöltzern, die sie durch das Wasser Kyntzig gen Straßburg in den Rhein flötzen und groß Gelt jährlich erobern". Blütezeit der Wolfacher Flößerei waren das 15., 16. und 18. Jh., als der Holzbedarf rapide anstieg, weil die Niederlande und England begannen, ihre mächtigen Kriegs- und Handelsflotten gegen die Spanier aufzubauen. - Noch bis um 1930 wurden im Oberwolfacher Frohnbach beim Bergbauernhof und am Wasser beim Wiesekoretshof im Taglohn Weiden (Wieden) hergestellt, und auf hoch beladenen Ochsengespannen nach Wolfach gebracht, die der dortige Zähringerwirt zum Weiterverkauf aufkaufte. Die Flößstämme wurden mit ihren Gestöhren wurden mit Wieden zu Botten zusammen gebunden. Das waren u.a. im eigenen Saft gekochten Weidengerten, die Winterarbeit. Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren Flöße ein alltäglicher Anblick mit denen riesige Mengen von Holz  - auch im Schwarzwald verschifft wurden.

Besuch im Flößerei-Museum zeigt das holzreiche Leben im Kinzigtal

 zum Online-Foto des Flößerei-Museums in Gengenbach zum Flößerei-Museum in Gengenbach

Der Dichter Wilhelm Hauff schrieb 1827: "
Sie handeln mit ihrem Wald; sie fällen und behauen ihre Tannen, flößen sie durch die Nagold in den Neckar und von dem oberen Neckar den Rhein hinab, bis weit hinein nach Holland, und am Meer kennt man die Schwarzwälder und ihre langen Flöße; sie halten an jeder Stadt, die am Strom liegt, an und erwarten stolz, ob man ihnen Balken und Bretter abkaufen werde; ihre stärksten und längsten Balken aber verhandeln sie um schweres Geld an die holländischen Mynheers, welche Schiffe daraus bauen."

- Im 18. Jh. begründeten sie europaweit den Ruf der Schwarzwälder Tannen und Fichten: jene unerschrockenen Männer mit ihrem wertvollen Holz, die auf ihren Flößen bis ins Mündungsdelta des Rheins hinunter schifften. Der Schwarzwald galt als der größte deutsche Holzlieferant auf dem Rhein. Die ältesten Schwarzwälder Flößerzünfte wurden ab 1527 im Badischen gegründet - wie die Vereinigung der Murgschiffer und der Schifferschaften im Kinzigtal. Floßämter und Floßordnung sorgten hüben wie drüben (im Badischen wie im Württembergischen) für die Einhaltung der Regeln. Weil der württembergische Herzog Carl Eugen stets knapp bei Kasse war begann die große Zeit der Flößer im Nordschwarzwald im 18. Jh. mit einer Flößung auf den Flüssen Enz und Nagold, auf denen schon seit langem geflößt wurde. In Gengenbach (Kinzigtal) legte nach 110 Jahren  wieder ein Floß aus Schiltach in Gengenbach an, am 29. Mai 2004, zur Premiere des Theaterspiels "Die Flößer-Anna" (aufgeführt neben dem Flößerei- und Verkehrsmuseum * in Gengenbach), waren Schiltacher Flößerfreunde zu beobachten, die mit einem 60 m langen Floß die Kinzig hinunter fuhren und wie in alter Zeit, nahe der Flößerkapelle in Gengenbach, anlegten. *): Öffnungszeiten: April bis Oktober Sa: 14-17h, So 10-12h Tel.: 07803.767 + 3764). Im Lorenzenhof im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach ist eine Waldausstellung untergebracht, dort erfährt ihr einiges über die Waldarbeit, den Transport der Baumstämme ins Tal, die Flößerei.

zum FlösserpfadDer Flößerpfad 12 km (3 Std.) talabwärts immer entlang der Kinzig zwischen Lossburg und Alpirsbach ist 12 km (3 Std.) lang und beginnt im Pavillon des Lossburger Zauberlandes auf ca. 650m hinab bis in den Kurgarten Alpirsbach mit ca. 450m. ü. M. - zwischen Lossburg und Alpirsbach gibt es mehrere Bushaltestellen die ihr in beide Richtungen zur Rückfahrt nutzen könnt wie die Bahnhöfe in Alpirsbach und Lossburg.

Der Gompige Dunschtig in der alemannischen  Fasnet

Vom schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch ziehen auch im malerischen Schwarzwaldstädtchen Haslach (im Kinzigtal) die Narren durch die Strassen. Jedoch nicht ohne das Scheppern der Schellen und der Schnarren. Dabei tragen sie ein fantasievolles Gewand aus Stofffetzen, das Häs zu ihren teils lieblich anzusehenden Masken. Letztere können ebenso furchterregend sein durch deren grotesk verzerrte Gesichtszüge. Zu de Schwaaze Deifel der Narrenzunft Haslach. Laßt euch von ihnen erklären, weshalb das mittelalterlich aufgebaute Häs aus einer schwarzen Hose und einer schwarzen Jacke besteht, welche mit Flammen besetzt ist. Und weshalb sich am linken Bein das Fell einer Pferdefessel befindet, das den Boxfuß des Teufels symbolisiert. Vor alllem, weshalb sie am rechten Fußgelenk ein "Gschell" tragen. So soll auch noch das Teufelskalb im "Höllwald" bei Haslach sein Unwesen getrieben haben...  

à propos: der Fasnetsfahrplan oder Narrenfahrplan führt zum Programm: Narrotaufe am  Rohrbrunnen, Fasenteröffnung in der  Stadthalle, traditionelles Schnurren in Beizen, Wecken durch die Hemdglonker am Schmutziger Donnerstag mit Klepperleswettbewerb, Kinderumzug, Närrischer Wochenmarkt,  Großer Fastnachtsumzug mit Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen durch die Altstadt im Anschluss mit Zunftball in der Stadthalle, Elfimess  im "Dürre Ast" (Gasthaus "Grüner Baum"), Wirtschaftsfasent bis zur Fasentverbrennung mit Trauerzug durch die Altstad und anschließender Gerichtsverhandlung mit Schlüsselrückgabe vor der Stadthalle. 

Das Hornberger Schießen - Foto Copyright: badische-zeitung.deDas Hornberger Schießen 

Artikel Badische Zeitung

bis alles Pulver verschossen war in Hornberg, im Gutachtal lebt als Volksschauspiel weiter auf der Freilichtbühne im Storenwald ( Tel.: 07833.79344) - Ihr erinnert euch: "Es geht aus wie das Hornberger Schießen", der missglückte Herzogempfang anno 1564 fand Eingang in den deutschen Zitatenschatz. 
Friedrich von Schiller
schrieb bereits  im Jahre 1780 in "Die Räuber" im ersten Akt: "Da ging's aus wie's Schießen zu Hornberg und mussten abziehen mit langer Nase." - Hierher hatte sich anno 1564 der Herzog Christoph von Württemberg zu Besuch angesagt, dem es nicht gelang Herzog Ulrich von der Regierungsnachfolge auszuschließen, weil dieser ab 1534 in Württemberg die Reformation einführte. Um seine Dynastie zu schützen wendete sich der Besucher dem Protestantismus zu und erhielt so im Vertrag von Reichenweier (Riquewihr) anno 1542 als Statthalter die linksrheinische württembergische Grafschaft Mömpelgard (Montbéliard) zugesprochen. Diese religiöse Position festigte er 1544 mit der Heirat von Anna Maria von Brandenburg-Ansbach aus einer protestantischen Dynastie. 20 Jahre später also herrschte in Hornberg große Aufregung, denn der hohe Herr sollte mit allen Ehren empfangen werden. Die Kanonen wurden geputzt, um den Fürsten mit 'Salut' zu begrüßen. Alles war bereit, aber der Herzog ließ auf sich warten, bis sich aus der Ferne eine große Staubwolke näherte und jedermann jubelte. Die bereit stehenden Kanonen donnerten 'was das Zeug hielt' bis das Pulver ausging. O Schreck: aus der Staubwolke löste sich leider nur eine Postkutsche, ein Krämerkarren und eine Herde Rindviecher. Der hohe Herr kam später - erst als alles Pulver verschossen war. So steht dieses Zitat heute noch für Anlässe, die mit viel Getöse angekündigt werden, aber dennoch erfolglos ablaufen. Das ist es was euch die Hornberger alljährlich in den Sommermonaten auf ihrer Freilichtbühne im Storenwald vorführen.

Schwarzwälder Uhren

zur historischen Kuckucksuhr (foto: wikipedia)                            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kuckucksuhr, das für Kinder faszinierendste Pendelwerk noch Mitte des letzten Jahrhunderts, ist die wohl bekannteste Schwarzwalduhr neben der Lackschild-Uhr. In Schönwald oder in Neukirch im Schwarzwald soll sie Sie wurde  zwischen 1730 und 1750  zum ersten Mal konstruiert worden sein. Zu lesen bei einem Ein päpstlicher Legat anno 1762: "Die hölzernen Uhren werden hier in sehr großen Mengen gefertigt ... und man hat begonnen, sie mit dem Ruf des Kuckucks auszustatten". Das heutige bekannte Kuckucksuhr-Design ist die so genannte 'Bahnhäusleform' aus einem Designer-Wettbewerb von 1850. Dabei orientierte sich der Karlsruher Architektprofessor Friedrich Eisenlohr an der Form der Bahnwärterhäuschen, die er für die Badischen Bahnen entwarf. Furtwangen ließ sich eine zweite, später ein höchst erfolgreicher Uhrentyp und besonders populäre Kuckucksuhr einfallen: ein 'Jagdstück' als Schnitzwerk wurde  zum Jahrhundert-Design. Das musste eine gute Kuckucksuhr haben: selbstständiges  öffnen und schließen der Türen, ein sich bei  jedem Stundenschlag verbeugender Kuckuck der gleichzeitig Schnabel und Flügel bewegte. !: der Ruf des Kuckucks war Technik mit über zwei gedeckten Pfeifen liegenden, kleinen Blasebälge. Ein Rad des Schlagwerkes hebt beide Blasgebälge an und füllt sie so mit Luft. Kurz nacheinander fielen diese Blasebälge durch ihr Eigengewicht wieder zusammen, durch zwei Lippenpfeifen entstand so der typische Kuckucksruf. Mit der Zeit waren es nachgeahmte Wachtelrufe, Hahnenuhren und Trompeteruhren die alle wieder verschwanden. Geblieben sind viele Kuckucksuhren, größtenteils aus Kunststoff mit elektronischem Klang. Seit über 150 Jahren jedoch behielt die Schwarzwälder Kuckucksuhr ihr unverwechselbares Aussehen. - Made in Germany: Schwarzwälder Glasträger brachten wohl solche Uhren aus Südeuropa mit, die von den Bauern nachgebaut wurden gegen Ende des 17. Jh. und bei Furtwangen hergestellt - ganz aus Holz gefertigt und mit nur einem Stundenzeiger. Im 18. Jh. gab es zwischen St. Georgen im Norden und Neustadt im Süden bereits ein richtiges Uhrengewerbe vieler Bauernsöhne, die nicht Hoferbe werden konnten, und Uhrmacher wurden. Tüftelnde Mönche in den Klöstern dachten sich immer Neues aus, alsbald beschäftigten sich mit der Uhrmacherei auch ausgebildete Handwerker, Schreiner und Drechsler. Nach den Stundenzahlen gab es bald die Schildermacher, die allerlei Verzierungen und manchmal ganze Bilder aufmalten. Kostbare Schilder im Barockstil, auch für Spieluhren und astronomische Chronographen, wurden im 18. Jh. von Künstlern wie Mathias Faller und anderen Schwarzwälder Bildhauern geschaffen, so auch der später berühmte Bernauer Maler Hans Thoma der in seiner Jugend sein Geld mit Uhrenschildern verdiente. Anfänglich bestanden die Schwarzwälder Uhren - auch Zahnräder und Achsen - nur aus Holz. Die Bauern hatten nichts anderes und konnten mit anderem Material auch gar nicht umgehen. Erst als manche Bauteile aus Metall gefertigt wurden, gingen die Uhren auch genauer. Herstellung und Verkauf gingen getrennte Wege: Uhrenträger zogen mit einem Rucksack durchs Land, bald schlossen sie sich zu Handelsgesellschaften zusammen und organisierten den Vertrieb. Schwarzwälder Uhren kamen so bis nach Holland und England, nach Italien und Spanien, selbst in die Türkei und nach Russland, sogar in Vorderasien arbeitete eine Uhrenkompagnie. Im 19. Jh. etablierten sich immer mehr familiäre Uhrmacherbetriebe, aus denen später  oft große Firmen entstanden, die auch Ersatzteile für kleinere Betriebe lieferten. Und 1850 wurde in Furtwangen die Großherzogliche Badische Uhrmacherschule gegründet, die es noch heute gibt neben einem Uhrenmuseum.

Kaiserstuhl, erkalteter Vulkan mit 40 WanderungenKaiserstuhl die erkaltete Vulkaninsel

und heute wärmste Gegend der Regio. Vulkanmassiv mit seinem Naturschutzgebiet der Trockenrasengebiete Badberg - Haselschacher Buck und seinem Blick nach Nordwesten über Alt-Vogtsburg zum Badberg im Herzen des Kaiserstuhls - zwischen Alt-Vogtsburg (S), Oberbergen (W), Schelingen (N), Schelinger Höhe, Eichelspitze und Vogelsang-Pass (O). Bekannt für den schönsten Blick auf den Kaiserstuhl und das Totenkopfmassiv. Nach Südwesten ausgerichtet ist es im Sommer sehr heiß und entwickelte bei mediterranem Klima Trockenrasen-Biotope mit Admiralfalter, Gottesanbeterin und Fangschrecken, Kaiserstuhlanemonen, Küchenschellen, Orchideen,  Schlüsselblumen und Smaragdeidechsen. Infos zu den zu den Lösswänden und Hohlwegen des Kaiserstuhls, wie der Bitzenberg-Hohlweg, zu 40 Wanderungen oder zu den Lilienthal-Orchideen rund um Ihringen findet ihr unter den Naturschutzgebieten am Oberrhein erreichbar ab Wasenweiler - 3 Std.-Rundwanderung am Kaiserstuhl von Endingen - Katharinenberg - Amolterer Heide - Endingen - der Kaiserstuhl als Streckentouren - Rundwanderung - zum badischen Kaiserstuhl-Gebiet (Foto © ogv.tripod.com)

Schwarzwaldromantik im Liedgut

Johann Peter Hebel, der von 1760 (Basel) bis 1826 lebte war wohl der einflussreichste dichterische Kopf im Südlichen Schwarzwald - aus seinen Kalendergeschichten lest ihr noch heute mit Genuss oder Vergnügen, sei es aus einem alten Band vom Flohmarkt herausgegeben von Adolf Sütterlin in eben seiner Sütterlinschrift, oder mit Zeichnungen von Curt Liebich von 1899, der euch daran erinnert, dass er die meisten auf Alemannisch schrieb! Sein Gedicht "Der Schwarzwälder im Breisgau" begleitet die auf dieser Seite vorgestellten Orte mit seinen jeweiligen Strophen: "Imme chleine Huus wandelt i und us - gelt, de meinsch, i sagder, wer? s'isch e Sie, es isch kei Er, imme chleine Huus" (letzter Vers) - Ein Volkslied aus dem Badischen Schwarzwald Durch's Wiesetal gang i jetz na' - oder das eine von O Schwarzwald, o Heimat von Ludwig Auerbach

Melodie: Franz Wilhelm Abt  (1819-1885), op. 465 no. 2 - Dichter: Ludwig Auerbach aus Pforzheim (1840-1882) 

O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön! Wie locken das Herz deine schwarzdunkeln Höhn Zum fröhlichen Wandern in Hochsommerzeit, Zum Rasten in heimlicher Einsamkeit, Im traulichen Mühlgrund, bei Quellengetön: O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!

O Schwarzwald, o Heimat, wohl hat mir die Welt Mit köstlichen Wundern die Seele geschwellt: Die lachende Ferne erschloß ihre Pracht, Doch hab' ich in Liebe stets deiner gedacht, Im Traum sah ich winken die schwarzdunkeln Höhn: O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!

O Schwarzwald, o Heimat, dein Rauschen erklang Ins Träumen des Kindes, wie Wiegengesang, Und später, da gabst du dein weites Revier Zum Tummelplatz fröhlicher Spiele mir; Die lauschigen Täler, die schauenden Höhn: O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!

O Schwarzwald, o Heimat, noch heut' füllt die Brust Ein Nachklang der schwärmenden, brausenden Lust, Mit der du die Stirn mir beim Maitrank bekränzt, Wo Schönheit und Liebe den Becher kredenzt, Bei Tanz und bei Liedern und Waldhorngetön: O Schwarzwald, o Heimat, wie war das so schön!

O Schwarzwald, dein Zauber bleibt ewig uns neu, Drum lieb' ich dich innig, dich lieb' ich getreu, Und kommt einst mein Stündlein, bei dir nur allein, Von dir überwölbt, will begraben ich sein, Wo Waldvögel jubeln von frühroten Höhn: O Schwarzwald, o Heimat, wie bist du so schön!

Das Lieben bringt große Freud

1. Das Lieben bringt groß Freud, das wissen alle Leut. Weiß mir ein schönes Schätzelein mit zwei schwarzbraunen Äugelein, die mir, die mir, die mir mein Herz erfreut, die mir, die mir, die mir mein Herz erfreut.

Das Leben bringt groß Freud es bringt auch manchen Reih. Doch ich hab' ein lieb' Schätzelein das läßt mich gar nie mehr allein. Das nicht, das nicht, das nicht mein Herze bricht. Das nicht, das nicht, das nicht mein Herze bricht.

Worte und Weise: Volkslied aus Schwaben (Friedrich Silcher, 1827) auch aus dem Schwarzwald bekannt: altes Weihnachtslied aus dem Schwarzwald - "Stille Rings, da hallen Glocken (mit Gesang)"

 

In Gengenbach (im Kinzigtal des Mittleren Schwarzwald) in der Höllengasse steht noch das mächtige Scheffelhaus. Eine Sandsteintafel belegt den Namen des ehemaligen Bewohners Magnus Scheffel (letzte Oberschaffner der Reichsabtei), Großvater des Dichters Dichter Viktor von Scheffel der viel zu Gast war. Unter seinen Gengenbacher Freunden war der spätere Direktor der Kunstakademie Karlsruhe, der Kunstmaler Hermann Götz und der Musiker und Komponist Carl Isenmann. Direktor der Stadtkapelle Offenburg vom 1.5.1860 - 1.5.1861, gegründet während der Badischen Revolution 1848/49, nach der Auflösung der Musikkorps 1849 zu unruhigen Zeiten. Der Offenburger Heimatdichter Adolf Geck schrieb: "Als im Sommer 1849 die Preußen das badische Landbesetzten, spielten die ???Sieger' zum Tanze auf. Da war keine harmonische Stimmung mehr für die Stadtmusik, besonders in der für ihren Rebellengeist in die Molltonart genommene Kreisstadt Offenburg." Isenmann und der Dichter Scheffel arbeiteten viel zusammen. Was aus ihrem Nachlass stammt, ist den meisten nicht bekannt. So die Studentenlieder "O alte Burschenherrlichkeit" oder "Gaudeamus igitur", das Lied  "Alt Heidelberg du Feine", "Im schwarzen Walfisch zu Askalon". Sein meistgesungenes Lied jedoch, und der Titel dieser Regionalseite, ist die Schwarzwaldhymne: "O Schwarzwald o Heimat". Als Textdichter ist Scheffel zwar bekannt, doch Isenmann unterschrieb seine Kompositionen selten mit seinem Namen. Die Originale sind noch vorhanden, das von dem Komponisten Isemann aus Gengenbach vertont wurde. Sein Dichter Auerbach lebte einige Jahre in Seelbach im Schuttertal, wo zu seinen Ehren ebenfalls eine Heimatstube eingerichtet ist.

im mittleren und nördlichen Schwarzwald

Ausflüge vom Nördlichen Schwarzwald über den Mittleren in den Südschwarzwald (1)  der Südschwarzwald mit seinem Wiesental

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