Seht ihr die Erde?  Das Riesenpuzzle aus Erdschollen in ständiger Bewegung?  Beständig nur im Verlauf durch die von Kräften gesteuerten Bewegungen des Werdens und Vergehens von Kontinenten, Gebirgen und Ozeanen.

REGIO am OBERRHEIN

kleiner regional kultureller Überflug 

aus der Geburt der heutigen Planeten aus kälteren Teilen eines zur jungen Sonne zusammengeballten Staubgasgemisches über alpine Fliessgewässer zur Entstehung des Oberrheingrabens

Die Sonne war schwarz und die Erde bebte.  ... nichts währet ewiglich. 

eurer Erzählung nach seien:

 

von der Polwanderung, über die Erdplattenwanderung zur Völkerwanderung

(Text-Links: A-Z)

à propos:

das ewigliche Ballett aus Erdplattenverschiebungen, Geburt der Berge und erneute Abtragung als Gesteins-Zyklus. Ablagerungen durch die dabei entstehenden Gesteinstrümmer einer Erde, die sich stets selbst neu erschafft!

Alamannen:

haben diese kriegslustigen und vor den Hunnen flüchtenden Gesellen Baden-Württemberg besiedelt, und bei der Gelegenheit die Schwaben dort zurück gelassen?

alemannischer Baumsarg:

aus Oberflacht und einzelne Funde aus der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit im Museum im Ritterhaus in Offenburg 

Allmende:

alemannisches Gemeindegut wie es heute noch existiert

Ammoniten:

Waren die Kammern seines spiralförmig eingerollten Gehäuses nun mit Flüssigkeit oder mit Gas gefüllt? In diesem Rollgehäuse konnte sein Bewohner beliebig ausbauen und umziehen!

Amphibien, altertümliche

 ausgestorbene Kröten und Lurchfische hinterließen hieb- und stichfeste Fuß- und 'Flossenabdrücke' im Voltzien-Sandstein der Nordvogesen

Archaikum:

ist die Zeit der ersten Krustenbildung mit enormen Wachstumsschub, besonders der Magmendifferenzierung und funktionierender Plattentektonik - Die Kreidemeere als letzte Arten-Arche am Oberrhein?

Arier:

erste Völkerwanderungen, 'schwere Kost' für Abstammungsliebende, indo-europäisch zu sein war selbst den von Cäsar dahin gemordeten Kelten noch eigen

Atmosphäre:

Einzeller-Organismen, alias Cyanobakterien, begannen vor ca. 2,5 Milliarden Jahren,  für die Dauer von einer Milliarde Jahre lang,  Sauerstoff in eine sauerstofflose Gashülle zu 'pubsen'; weil sie das Sonnenlicht zur Photosynthese nutzten. Einem der vier Elemente, als Abfallprodukt dessen, verdanken wir alle das Lebens spendende Gas in der Atmosphäre !

Austrasien:

elsässisch östlicher Teil des fränkischen Königreichs der Merowinger ab 751, die mit Chlodewig das Christentum zur Staatsreligion erklärten

Baba:

komme von der aussichtsreichen Anhöhe einer erkalteten Vulkanerhebung, kenne die spürbaren Erschütterungen des Rheingrabens, diese Erschaffer der Blaudunstigen an meinem Horizont, ihr nennt sie Mittelvogesen

Basalt:

ein häufiges Gestein auf allen terrestrischen Planeten (Merkur, Venus, Mars) und dem Mond. Viele Meteoriten besitzen die gleiche chemische Zusammensetzung wie Basalt: Rückschlüsse auf die Entstehung unseres Sonnensystems. Wie auf den Himmelskörpern so auf Erden: das Gestein mit der größten Verbreitung, meist an tektonische Schwächezonen ~ Grabenbrüche anzutreffen.   (Kaiserstuhl). Im Bereich des Mittelozeanischen Rücken wird neue ozeanische Kruste gebildet, indem aufsteigendes Magma im sich untermeerisch bildenden Gebirge zu Basalt erstarrt. Vakuolärer Basalt aus der Bio-Synthese der Vakuole als Getreidemahlstein der Römer und Alemannen.

Oberrhein bei Basel :

Gemälde um 1800 von Peter Birrmann virtuelles Museum Kunstmuseum Basel

die Blaudunstigen:

Täuschung einer der sieben Regenbogenfarben? Trübung der Luft? Atmosphärisches Blau ist zufließende Energie - etwas ins Nichts Zerfließende?

Buntsandstein:

eingefärbte Kalkablagerungen der Jurameere bedecken die Vogesen - Schachtelhalm- Röhrichtzonen bei wärmerem Klima

Cäsar:

römische Besatzungsmacht eines skrupellosen Machtbesessenen am Oberrhein, zeitlich gesehen nach den Kelten und vor den Österreichern - erster Europäer und 'Urheber der Rheingrenze' - im Gallischen Krieg ließ er vier Millionen  Kelten töten, die er zuvor als 'Barbaren' deklarierte ...

Dinkelberg Bad-Säckingen:

Geologie des Dinkelbergs - 296 Millionen Jahre Erdgeschichte: ein Karstgebirge zwischen Rhein-, Wehra- und Wiesental, eine alte Kulturlandschaft mit Fundstücke aus Jungsteinzeit. Dolinen sind die sichtbarsten Spuren des Karstgebirges und haben die charakteristisch wellige Landschaft des Dinkelberges geprägt. Fossilien aus der Erdgeschichte. Geförderte Rohstoffe wie Feuerstein, Gips, Salz und Kupfererz. Sonderausstellung im Mineralienmuseum in der Villa Berberich, Sa + So 15h-17h vom ?

Dinosaurier:

vom Eidechsen-Kriechtier zum Flugsaurier? Krokodile gelten als Vorfahren der Vogelwelt - zu Land flüchteten diese Reptilien vor ihren Feinden auf die Bäume, oder räuberten als Fischsaurier - seht nur den Kammmolch im Sundgau

Ihr habt den Sauriern aufs Becken geschaut um sie einzuordnen: Das Eidechsen gleiche Hüftbein der Saurischier zählt ihr zu den Echsenbeckensaurier: wie die Theropoden (Raubtierfuß-Dinosaurier) also die fleischfressenden Carnosaurier des späten Trias, die wie ihr überwiegend auf zwei Beinen liefen, wie der berühmte Tyrannosaurus Rex. Oder die Pflanzenfresser der Sauropoden (Elefantenfuß-Dinosaurier) die sich mit unvorstellbarer Masse auf vier Beinen bewegten. Sehr lang wie z.B. Diplodocus oder sehr hoch wie der Brachiosaurus). Die Vogelbeckensaurier der Ornithischia meist zwei- oder vierfüßige Pflanzenfresser, wie die Entenschnabelsaurier, die Ankylosaurier, die Stegosaurier und die Knochenköpfe. Auch die Flugsaurier und die Flossenechsen die als Krokodile überlebt haben.

Eisenerzlager:

Besucherbergwerk Frischglück (Tourist-Infos im Regional-Agenda): Funde mit Eisenerzschlacken keltischer Rennfeueröfen vor ca. 2.600 Jahren im Enztal (Nordschwarzwald)

Eiszeit:

(Altsteinzeit) mindestens 4 größere Eiszeiten: Günz-, Mindel-, Riss- und Würmeiszeit wechselten mit jeweils kürzeren Warmzeiten ab. Vor 300.000 - 120.000: Risseiszeit vor 100.000 - 8.000: Würmeiszeit (Erdneuzeit): die Vergletscherung ganz Europas 

Entwässerungsgräben:

begünstigten Verlandungszonen aber auch den flächendeckenden Sumpf-Abbau

Erde:

die Erde: kurz und bündig in ihrer Abhängigkeit vom Sonnensystem [indogermanisch er[t] ist einer der neun Planeten unseres Sonnensystems, der dritte des Sonnensystems. Sie ist ca. 4,55 Milliarden Jahre alt. Vom Nordpol gesehen, dreht sich die Erde vom Pol weg, entgegen dem Uhrzeigersinn, um die eigene Achse.

Erdgeschichte:

Präkambrium (Urzeit, Frühzeit) ca. 84 % der Erdgeschichte von der Entstehung der Erde vor ca. 5 Milliarden Jahren bis vor 550 Millionen Jahren - 
Paläozoikum (Erdaltertum) ca. 10 % von vor 550 Mio. Jahren bis vor 220 Mio. Jahren 
Mesozoikum (Erdmittelalter) ca. 4 % von vor 220 Mio. Jahren bis vor 70 Mio. Jahren 
Neozoikum ( Erdneuzeit ) ca. 2 % von vor 70 Millionen Jahren bis heute

Erdmittelalter:

Meeresvorstöße im Mesozoikum: das Urmeer trennt endgültig den Ur-Kontinent Pangäa 

Erdneuzeit:

Wiege heutiger Gesteinskruste und Vulkane 

Erdzeitenuhr:

überträgt ihr die Erdzeiten und ihre Dauer auf einen 24-Std.-Tag, so taucht ihr erst im count-down der letzten Sekunden auf 

Eselsdistel:

7.000 Jahre alte Samenkapsel, in elsässischer Grabkammer gefunden, sie keimte noch auf!

Farne:

(Dryopteris filix-mas L.) Schott - Wurmfarn aus der Familie der Schildfarngewächse (Aspidiaceae) Souvenir der dritten Periode des zweiten Erdzeitalters 

Flurzwang:

Frohn-Bodenflächen um eine Dorfgemeinde herum mussten als Acker-, Weide-, Wiesen- und Forstland von unfreien Friesen, Sachsen, Hessen, Franken und Alemannen bearbeitet werden

Fossilien:

steinerne Leichenabdrücke aus der sogenannten Ur-Zeit - (zum selbst entdecken und Ausklopfen im Ölschiefer aus Dotternhausen siehe "Regional-Agenda")

Gallia - Germania:

Cäsar's Trickkiste der Völkertrennung durch die Erfindung des Grenzflusses Rhein, um diese 'neue Grenzlinie' vorerst noch vor den Germanen zu schützen

Germanen:

römische Bezeichnung für alle östlich des Rheins ansässigen Völker - die Nordischen störten Roms Macht an der Elblinie - Drusus griff vom Rhein aus an - Germanen befreiten sich im Teutoburger Wald - Roms Rache: der Limes-Grenzwall.

Gesteinsverwitterung:

eine saure, rauchend bis stinkende Geo-Hexenküche? - oder die freien Radikale der Versteinerten? Wasserlöslichkeit, Kohlensäure, Schwefeldioxid- und Stickoxid-Rauchgase, Oxidation durch frei gesetzte Mineralien, Säure pubsende Algen, Bakterien, Flechten und Pilze die die Gesteinsmineralien auflösen.

Gesteinszyklus:

ca. 80% der Erdoberfläche, Meeresboden und Festland einbegriffen, sind aus geschmolzenem Gestein entstanden, das aus den Tiefen des Erdinnern aufstieg. Der immer gleiche Granit aus der Hexenküche: Ein Gesteinszyklus dauert bis zu seiner Vollendung ca. 300- 500 Mio. Jahre, und ist dann bereit für den nächsten! Kollision kilometerdicker Felskolosse als archaische Werkstatt mit urgewaltig gigantischem Schraubstock und Magmastrom-Hitzewirbelantrieb.

Gletscher:

aus dem Meer stammende, gewaltige Wasserspeicher, die in Form von Eis auf dem Kontinent herum liegen.

Gondwana:

einstiger Ur-Kontinent verband im Erdaltertum (vor 450 Mio. Jahren) Afrika, Südamerika, Australien mit Arabien, Vorderindien, Madagaskar und Teile der Antarktis

Grauwacke:

als die Devonmeere die Erde über Schwarzwald und Vogesen auffaltete (Erdfaltung) wurden Ton-Sand-Sedimente zum weichen Gebirgsgestein

Hunnen:

unter dem Alleinherrscher Attila erreichte die Macht der Schwarzen Hunnen ihren Höhepunkt. Im Auftrage des weströmischen Feldherren Aëtius zerschlugen hunnische Hilfstruppen 436 das Reich der Burgunder, das sich seit 400 am mittleren Rhein befand. Dank dem Römer wurde der Hunnen-König Attila, der daran selbst nicht beteiligt war, zum König Etzel im Nibelungen-Lied (deutsche Heldensage)

Ichthyosaurier:

diese Fischsaurier sind die häufigsten und gleichzeitig die am besten erforschten Reptilien der Jurazeit. Bis zu 18 Meter messen die längsten bekannten Exemplare. Ihre Vorfahren waren landlebende Saurier.

Ichtyosaur Communis  

 

Isteiner Klotz: 

vor ca. 150 Millionen Jahren bildete sich der Isteiner Klotz, ein alter Kalkstein-Korallenstock mit einer ca. 70 Mio. Jahre alten vielschichtigen Tertiär-Kappe: eine Grabenbruchscholle aus Gesteinen der Oberjura-Zeit an der Ostschulter des Oberrheintalgrabens. Vor ca. 600.000 Jahren floss der Rhein 30 m höher und konnte dort etwa 100 Höhlen ausspülen. Feuerstein-Bergbau aus der Jungsteinzeit.

Jura: 

keltisch: Waldgebirge Humboldt: Erdzeitalter der Meeresvorstöße, erster Flugsaurier, der Gesteinsbildungen [Kalksteingebirge Elsass- Schweiz

Kaiserstuhl:

zur touristischen Kartenübersicht des Kaiserstuhlgebietes ein 250 km langer und 40 km breiter Landstreifen löste sich von seinen Rändern und sank in die Tiefe. Das war im frühen Tertiär vor 60 Mio. Jahren. Im späten Tertiär (vor 15 Mio. Jahren) stiegen basaltartige Magmen aus tiefen Erdspalten und bildeten den Kaiserstuhl-Vulkan. Dieser noch heute schlafende Vulkan stieg, mit Agglomerate, Tuffe und Lavaströme aus dem Süßwassersee des Tertiär auf. Im Erkalten gebar er eine Insel inmitten des Oberrheingrabens mit dem wärmsten Landesklima - z.B. das Liliental - mit Arboratum - - - zum VeranstalterFrühling im Kaiserstuhl  Geologisch-naturkundliche Führung im Kaiserstuhl mit einführendem Geopanorama in Breisach - zur Info-Seite: SchwarzwaldwanderungenDr. Matthias Geyer (Tel.: 0162.4065416 - Fax: 0761.6967868)   Nach einer geologischen Einführung vom Eckartsberg bei Breisach begeben wir uns auf eine Zeitreise durch 20 Millionen Jahre Erdgeschichte und besuchen dabei klassische geologische Lokalitäten wie die Lößwand in Bickensohl, den Badberg mit seinen botanischen Besonderheiten und einen Aufschluß mit Vulkangesteinen bei Ihringen. Abschließend wird noch ein Aussichtspunkt mit Panorama-Rundblick aufgesucht. - Geotourist Freiburg (12€)Treffpunkt / Ort: Parkplatz McDonald an der Grenze 14h-17h30 am ?

Kalkstein:

Erbe der Kreidemeere als Schluchtenwunder des Kirchetfelsriegel, dessen Gletscherrückzüge seine Schluchten zerstörend auswaschen

Kaltzeitsteppen:

der Eiszeit verwehten hier reichhaltige Sande aus kalkhaltigem Ton in Form von Lößstürmen

Kelten:

sie gehören wie die Germanen, Latiner (Römer) und Griechen zur indo-europäischen Sprach- und Völkerfamilie   

Kreidemeere:

Land unter! damit der Oberrhein seine Eisenerzlager anlegen konnte

Kohlezeitalter:

das Karbon mit seinen Steinkohleschichten aus Riesendschungeln mammutartiger Farnbäume, Bärlappe und Schachtelhalmen.

Lettenkohle:

minderwertige Kohle mit über 16% Aschebestandteilen aus dem Keuper-Erdzeitalter - Formationsname für den unteren Keuper (= Lettenkeuper oder Lettenkohlenkeuper). Eine Reihe von Flurnamen wie "Ziegelhof', 'Ziegelscheune', 'Lättenlöcher', 'Lättenmatte', 'Leimgruben' und 'Im Letten' verweisen auf alte Ziegeleien und deren Lehmabbau-Gebiete 

Liasmeer:

vor ca. 160 Mio. Jahren bedeckte das an Lebewesen reiche, türkisfarbene Meer weiteste Teile Europas und diese Region - Heimat für Delphin ähnliche Fischsaurier und Meereskrokodile

Limes:

550km lange römische Grenzwallmauer im Palisaden-look mit 100 Kastellen (Römerburgen), auf keltischen Oppiden erbaut; von einer kriegerischen Völkerkultur die von der einst griechischen Demokratie so 'absolut' nichts hielt.

Lößstürme:

ockerfarbener Eiszeitstaub durch Gesteinsverwitterung schuf bis zu 30 m tiefe, fruchtbarste Bodenfläche

Magma:

[griechisch: geknetete Masse]basaltische Laven am stark zerstückelten Oberrheingraben. Magma ist der Beweis für den Gesteinszyklus, auch unsere ozeanische Erdkruste (Gesteine) ein Kreislauf von Aufschmelzen und Erstarren.  

Meereskrokodile:

Steneosaurus, dieser plumpe Taucher schluckte vor dem Abtauchen abgerundete Steine die zur besseren Navigation im Magen herumrollten

Meeresvorstöße:

Sintfluten aus  dem Erdmittelalter, als sich die Alpen erhoben

Merlins Tafelrunde:

Merlins Deutung der Himmelsscheibe - Thematik erster Romane - oder die Himmelsscheibe von Nebraneben der aus den Heldenroman-Epen bekannte Runde,  gab es noch den, auf Merlins Rat aufgestellten runden Tisch; zum großen Nutzen benennt man ihn identisch, um so darzustellen, dass die Welt rund ist, ihr Planetenlauf am Himmel und jener der Sterne am Firmament. In der himmlischen Erdumkreisung sieht man die Sterne und manch anderes, daher sagt ihr, dass diese Tafel gut die Welt darstellt.

Mond:

Vor 900 Mio. Jahren war der Mond der Erde um 40.000 km näher, entsprechend rascher drehte sich die Erde um ihre Achse. die Erde vom Mond aus gesehen Sowohl Sonne als auch der Mond wirken sich astronomisch auf die Erde aus, nachgewiesen durch die Polbewegung. Deformierende Kräfte wirken sich auf die Erde aus: Gezeiten (Ebbe und Flut), Licht (Tag und Nacht) und Materiestrahlung der Sonne sind entscheidend für das Leben auf der Erde (Photosynthese), für Variationen des erdmagnetischen Feldes, für Polarlicht und Ionosphäre, Klima und Witterung (Jahreszeiten). Isaac Newton's berühmtes Gravitationsgesetz besagt, dass die gleiche Kraft sowohl einen Apfel zu Boden fallen als auch den Mond um die Erde kreisen lässt. In Wirklichkeit fällt auch der Mond auf die Erde zu, kann uns aber nicht erreichen, da er sich gleichzeitig senkrecht zu seiner Verbindungslinie zur Erde bewegt.

Oberrheingraben:

unsere Nabelschnur, ein von Vulkanen  bevorzugter, von Nordafrika ausgehender Grabenbruch. Mit einer Länge von 250 km und einer Breite von 40 km, löste er sich von seinen Rändern. Vor 60 Mio. Jahren sank er in die Tiefe und bildete vor 15 Mio. den erkalteten Kaiserstuhl-Vulkan.

  Obsidian-Vulkanglas:

Glasachat, glasige Ausbildung junger Ergusssteine

Paläolithikum:

(griechisch) Altsteinzeit: der früheste und gleichzeitig längste Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Mitteleuropa meldete zu dieser Zeit mehrfach radikale Klimaveränderungen: 202.000 Jahre Eiszeit !  

Pangea ä(ae)a:

(Pangäa, Pangaea) Urkontinent aller zusammen hängender Landmassen nach Alfred Wegener benannt, der nach seiner Theorie als erstes in einen Nordkontinent Laurasia und einen Südkontinent Gondwanaland zerbrach (vor 450 Mio. Jahren in der Trias-Zeit, der in der Jura-Zeit wieder zerbrach).  Damals lag Hamburg auf der Insel Baltica und der Süden Deutschlands (Europa) im Nordwesten von Gondwana. Aus Laurasia und Gondwana bildeten sich dann, etwa seit dem Perm, die heutigen Kontinente heraus.

Perm:

(Post-Variszikum) Konglomerate, die auf gefaltetem Untergrund liegen, aus der Erdzeit als die Pangäa beendet war, vor 290-250 Millionen Jahren, der Untergrund des Rotliegenden, als sich unsere heutigen Kontinente bildeten.

Pfahlbauten:

Brückenbauer der Antike im Sumpfurwald der oft überschwemmten Rheinebene - à propos: alles über Eibenbogen und Pfeile, Dolche aus norditalienischem Feuerstein und Kupferbeile aus den Pfahlbauten und Moorsiedlungen Süddeutschlands und der Schweiz, sowie zu Ötzi's 5.000 Jahre Similaun- Gletscherkonservierung im Pfahlbaumuseum - Schweizerisches Landesmuseum Zürich : Die Pfahlbauer

Pfalz:

Burg, Schloss oder Regierungsbezirk des Mittelalters

Polflucht:

wenn Wegener auch die streifenförmige magnetische Anomalien im basaltischen Ozeanboden (MORB) noch nicht kannte, die symmetrisch zu den mittelozeanischen Rücken angeordnet und von Transformationsstörungen unterbrochen waren, belegen diese regelmäßig auftretende Polsprünge des Erdmagnetfeldes, die sich in der ozeanischen Kruste abzeichneten. Nur am Äquator wirkt die Polfluchtkraft der Gravitationskraft genau entgegen.

Porphyr:

Gang- oder Tiefengesteine, unabhängig von der Art der Kristalle, mit einigen, gut entwickelten Kristalle (Einsprenglinge), die in einer feinkörnigen, dichten Grundmasse sitzen. Deren Kristallisation hatte zwar begonnen, wurde aber wieder abgebrochen... 

 Raumünzach-Granit:

Raumünzach im wildromantischen Murgtal (Nordschwarzwald) entstand 1775 als Wohnstätte von Waldarbeitern. Die Felsformationen der Murg und ihr s.g. Raumünzach-Granit, (Forbachgranit) ist ein Zweiglimmer-Granit, d.h. er enthält schwarz-glänzenden (Biotit) und silbrig-glänzenden (Muskovit) Glimmer.

Rhein:

auf zur Überquerung seiner Flussgeschichte! Sie beginnt erst am Ende der Entstehung des Oberrheingrabens - zu seinem regionalen Verlauf von Karlsruhe (N) bis Schaffhausen (S) praktische Infos

Rheinfall:

die Gletschervorstöße der 'Würmeiszeit' drängten den Rhein in weitem Bogen gegen Süden ab. Erst oberhalb seines 'Falles' erreichte er sein heutiges Malmkalkbett.

Römer:

Sonderausstellung: Römer, Christen, Alamannen - Die Spätantike am Oberrhein - Sie lässt die wechselvolle Zeit des Umbruchs zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert n.Chr. nach dem "Fall" des Limes lebendig werden. Die faszinierende Kultur und Geschichte dieser auch gewalttätig bis kaiserlich spannungsreichen Sklaven- und Militär-Epoche.

Römerkastelle:

auf dem Offenburger Stadtbuckel? Römische Wegkreuzung von Straßburg durchs Kinzigtal nach Rottweil und vom Rheinknie bis nach Mainz ?

 Roms Abwehr:

war der Limesgrenzwall. Drusus griff vom Rhein aus an. Die Germanen befreiten sich im Teutoburger Wald.

das Rotliegend:

Erdzeit im Unter-Perm, benannt nach teilweise auffällig rot gefärbten Gesteinen, die aus dieser Zeit gefunden werden. Rotliegend ist ein alter Bergmanns-ausdruck aus dem Mansfelder Land; er bezeichnet die roten, unter dem nutzbaren Kupferschiefer-Flöz liegenden Sandstein-schichten. Die rote Gesteinsfarbe verursacht durch fein verteilte Hämatit-Schüppchen (Roteisenstein) und verweist auf die Ablagerung im heißen Klima.

Sandstein:

Vogesenhaube vom Kalk der Jurameere gefärbt durch Fahrwassereinlagerungen (zum Vogesensandstein der Blaudunstigen)

Sarmaten:

(Sauromaten) nordiranisches Steppenvolk, das zwischen 600 v. Chr. und 450 n. Chr. in Sarmatien (zwischen Wolga und Ural) lebte.

Sedimentgestein:

Trümmergestein als Detektiv des Präkambrium mit seinen sehr starken Vulkanismen und mehrfachen Gebirgsbildungen auf der ganzen Erde. Danach Georecycling durch jeweils wieder völlige Abtragung der dabei entstandenen Gebirge. Die Entstehung vom Metamorphit Gneis.

 Sippe:

ursprüngliche Bezeichnung für Familie und Verwandtschaft; als kriegerische Stämme endlich sesshaft wurden!

Steckelburjer, -bure, -burger:

dieses Germanenvolk überrannte die Kelten von Norden her. Auf Holzpfahlbauten lebend legten sie mit den ersten Grundstein zur Erbauung Straßburgs.

Steinzeit-Speer:

Fred Feuersteins Jagdgerät aus einem lichtdurchscheinenden Feuerstein aus dem Ihringer Loessboden am Kaiserstuhl ist älter als der Rheinfall

Straßburg's:

Mitbegründer : Griechische Kolonie zu den vier Türmen, bei der heurigen Synagoge, behaupteten sich gegen die Romanisierung

Triboker:

Triboker-Germanen vertrieben die elsässischen Kelten von Norden her - in Pfahlbauten lebend steckten sie den ersten Holzpfahl zur Errichtung Straßburgs

Trittsiegel von Pruntrut:

einen Teil der Fußspuren im Uferschlamm des Juragebietes bei Basel hinterließen vierbeinige, Pflanzen fressende Sauropoden-Dinosaurier, die durchschnittlich 15 bis 20 m lang und 2,50 m hoch waren. Neben Spuren von noch größeren, zweibeinigen, Fleisch fressenden Raubsauriern (Theropoden), mit einem Gewicht von vermutlich mehreren Tonnen

Tropen:

einstiges Oberrheinklima dank Polfluchtsucht der Erde, lange vor dem Vogesenföhn und wolkenlosen Himmel 

Tulla's Rheinseitenkanal:

die Wasserstrasse nördlich von Breisach der Neuzeit-Flößer hat die Auenwälder- Seitenarme mit Geröll und Sanden verlandet

Völkerwanderung:

ausgelöst von einer zentralasiatischen Völkerschaft, den Hunnen. Sie zwangen die Alemannen an den Oberrhein, nicht nur um die 'Pax Romana' zu beenden, ihnen gelang was den Germanen eben nicht gelang! 

Vulkanismus:

Erbe der Erdneuzeit: Erdplatten verschieben sich untereinander - diese Erhitzung gebiert wiederum Vulkane 

Wasserdampf:

Dampf ist Wasser, das sich bei Hitze aus dem Staub macht!

Wasserschildkröte:

'Cistude', sie hat es überlebt, das große Massensterben der Ur-Giganten, bspw. der Ur-Spinnen und der Ur-Libellen; auch das heiße Klima, die Trockenheit und starker Vulkanismus. Schon Urzeiten vor den Dinosauriern, als lebendes Fossil aus dem euch ältesten bekannten Erdzeitalter

Winde:

4 Hauptwinde + 8 Nebenwinde der 12 teiligen Windrose Seneca's: Namen der Himmelrichtungen Oriens (O), Meridies (S), Occidens (W) und Septentriones (N). Die in diesen Segmenten lesbaren Texte verweisen auf das Sechstagewerk der Schöpfung, die mit den sechs Weltaltern in Beziehung gesetzt werden.

Wörthe:

Flussinseln, Landstrich zwischen einem Fluss und einem stehenden Gewässer, die sich zwischen zahlreichen Flussarmen befanden. So wie das Gemälde vom Isteiner Klotz, noch vor der Rheinbegradigung, diese Wasservögelreservate noch aufwies.

externe Links: Naturwissenschaften: Experiment des Monats des Förderverein  Science + Technologie e.v.

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Oberrhein : geologisch-historisch

"Hört, wie alles begann, wie Gaia schöpfte und schuf! Wahrlich, als erstes ist Chaos entstanden, doch wenig später nur Gaia, mit breiten Brüsten, aller Unsterblichen sicherer Sitz ... Gaia gebar zuerst an Größe gleich wie sie selber Uranos, den Himmel, der sternenbedeckt sie völlig umhüllte ... . Dann gebar sie die großen Berge, die reizende Wohnstatt göttlicher Wesen .. . Auch die öde Meerflut gebar sie, die wogengeschwellte ..., auch der Ozean entströmte tief, voller Wirbel dem Lager, das sie mit Uranos, dem Himmel teilte ... . Und sie gebar und gebar ... . Viele waren der Ehe von Erde und Himmel entsprossen."

Vor rund 4,6 Milliarden Jahren, als die bestehenden Monde noch nicht die Planeten umkreisten, umwirbelte Sonnennebel (riesige Gaswolke) die Sonne. Dabei bildete unsere Erde als radioaktiv gasflüssiger Feuerball ihren Kern. Aus den schwereren, sich leichter absetzenden Bestandteilen wie Eisen und Nickel. Unsere Gesteinsplanetwiege konnte unsere Urmutter viel später erst in Auftrag geben; als die kälteren und somit festeren Erdplatten auf einer dickflüssigen Gesteinsschicht trieben. Dank ihrer dadurch möglichen Erdkrustenbildung versanken diese damals schon um erneut wieder aufzusteigen. Flüssiges Gestein verfestigte sich in Jahrmillionen. Sedimentgesteine berichten von ihrer Geburt durch die Begegnung mit den himmlischen Elementen: der Wind brachte den Löss, das Wasser den Sandstein, Eis den Tillit, denn sie entstehen durch Verwitterung und Erosion von Gesteinen neben Ablagerungen ihrer Bestandteile durch Niederschlag (Kreide) oder durch Verdampfung (Evaporit). Sedimentationsprozesse finden auf der Erdoberfläche seit Milliarden von Jahren statt. Magma ist der Beweis für den Gesteinszyklus, auch unsere ozeanische Erdkruste (Gesteine) ein Kreislauf von Aufschmelzen und Erstarren.

Es waren immer besondere Ereignisse die unsere Erdkruste formten, den oberen Erdmantel aus der mythologischen Unterwelt von 40-900 km. Seine ozeanische Basalt-Apfelschale besteht aus erstarrtem Magma, seine kontinentale aus dem Granit der Vulkane. Ihre Zusammensetzung besteht aus für unseren Körper wichtigen Stoffwechselmineralien wie Silizium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium oder Magnesium. Vom Gasball der Urzeit zur ersten glutheißen Krustenbildung nennt ihr, an einem 24 Std. Tag gemessen, die Mittagszeit. Der Niederschlag der Ozeane bis zum Erdaltertum der ersten Pflanzen und Kriechtiere soll allein die zweite Tageshälfte ausgefüllt haben. In der letzten Minute dieses Tages erhielt unser blauer Planet seine Oberfläche und heutige Gestalt.

Im "count-down" der letzten Sekunden vor Ablauf dieser Erdzeiten-Uhr tauchen eure Spuren auf. Bis Anfang der 90er Jahre war man noch davon ausgegangen, dass die die ersten Europäer vor 500.000 Jahren lebten. ...Wäre da nicht der linke Backenzahn mit seinem beachtlichen Alter zwischen 800.000 und 900.000 Jahren, als ältestes jemals in Europa gefundenes menschliches Zeugnis. Aus Ausgrabungen seit 1994 in den Höhlen der Sierra de Atapuerca (Burgos Nordspanien). Menschliche Fossilienfunde veröffentlicht vom Wissenschaftler Bermúdez de Castro, waren dort bisher nur 250.000 bis 780.000 Jahre alte Urmensch-Relikte der Frühmenschenart 'Homo antecessor'. Dazu ähnelt dieser Backenzahn am ehesten dem afrikanischen 'Homo ergaster', der vor 1,6 Millionen Jahren lebte, noch vor Beginn des Eiszeitalters am Oberrhein. Um die Ereignisse zur Entstehung meiner Region in ihrem Kräftespiel aufzuspüren, lasse ich an mir vorüber gehend die gewohnten Zeiträume hinter mir. 

zur Wasserschildkröte im Rotliegenden des Perm-Erdzeitalters Lebende Fossilien am Oberrhein Erste Fossilienfunde von eindeutig an Land lebender Skorpione stammen aus dem späten Silur vor ca. 430 bis 390 Millionen Jahren. Diese frühen Arten waren wahrscheinlich amphibisch lebende, mit Kiemen ausgestattete Formen, und an das Leben an den Meeresküsten angepasst. Eine Aufsplitterung der Formen begann ebenfalls zu dieser Zeit und war im Karbon, bzw. spätestens im Devon vor etwa 325 Millionen Jahren, bereits abgeschlossen. Aus dieser Zeit sind Fossilien beinahe aller heute lebenden Skorpionarten bekannt, von denen die größten mehr als 85 Zentimeter lang wurden.

Altgriechische Mythologie: Endlich landete "Himmelsfrau" wohlbehalten auf der Insel der großen Wasserschildkröte. So entstand die Erde, und "Himmelsfrau" wurde die Grosse Erdmutter. 

Sauerstoff pubsende Cyanobakterien - heutige Plankton-Zwerge

Die heute satt grünen bis silbrig grüne Riedlandschaften ragen mit ihren Wurzeln Wasser resistent aus den Riedböden. Der Oberrheingrabenbruch lädt ein zur Rückschau in die giftige Erd-Hexenküche vor ca. 3 ½  Milliarden Jahren mit ihrer ungemütlichen Urzeit- Atmosphäre aus Ammoniak, Kohlendioxyd, Methan, Schwefelgasen und Stickstoff. Im Urozean oder den Urmeeren lebten  die ältesten, zellkernlosen Lebensformen der Erde: Bakterien und Blaualgen (Cyanobakterien). Ihr Schatz war der reichliche Besitz vom grünen Farbpigment Chlorophyll, mit dem sie auf der knapp werdenden, energiereichen Moleküle  der Ursuppe verzichten konnten. Sie waren die ersten Lichtwesen auf diesem Planet, und nutzten mit diesem ihrem Schöpfungserbe die Energie des Sonnenlichtes. Sie sind euch bekannt als die Erfinder der Fotosynthese, weil sie aus Kohlendioxid und Wasser ihre Abgase mischten, also einfach den seit jeher begehrten Zucker als Sauerstoff in die Atmosphäre pubsten. Diese Übeltäter reicherten mit dieser, ihrer neuen Luftverschmutzung, die andere Bakterien einfach hinweg raffte, von den Ozeanen ausgehend, nach und nach auch die Atmosphäre damit an. Wehe denen, die sich nicht früh genug auf dieses neue Gas einstellen konnten. Nur ½  Milliarde Jahre später waren ihre natürlichen Feinde, die einzellig aber zellkernigen Organismen entwickelt, die ihre Opfer (Cyanobakterien) einfach ihre Zellwand überstülpten, um sie aufzufressen (Phagocytose). Dies führte bald zu den Chloroplasten, die für die Energielieferung durch Fotosynthese zuständig sind, also nicht von den Einzellern gefressen, sondern genutzt wurden. Diese Anpassung wurde belohnt und seither gibt es Algen mit Zellkern und Chloroplast, die immerhin für 2 ½  Milliarden Jahren die einzigen Pflanzen auf der Welt waren. Eine Grünalgenart hat so vor ca. 500 Mio. Jahren das Land erobert und das Pflanzenwachstum ermöglicht. Das krautige Seegewächs, ob Grünalgen, Braunalgen, Rotalgen oder blaugrüne Algen, befreit seither mit seinem in der Atmosphäre gebildeten Sauerstoffmolekül (also mit Hilfe ihrer Fotosynthese) die Erdatmosphäre vom Treibhausgas CO2. Heute sind sie allüberall präsent!

 à propos:  Unter Einsatz seiner durch früheste Plattenverschiebungen entstandenen vulkanischen Gase konnte sich unser damaliges Planetenbaby mit der heute blaudunstigen Atmosphäre befassen. Hier beginnen eure Theorien: (I): Am Anfang war der Ur-Ozean - (II): Die "Ursuppe" - (III): Kometen als Lebensspender? - (IV): Sauerstoff bringt den Durchbruch: Bakterien gehörten zu den ersten Lebensformen auf der Erde. Der von diesem Gesteinzyklus erzeugte Wasserdampf verzischte zu den Ozeanen im Urdumpf des Archaikum (Urzeit) zum Algonikum (Frühzeit) - Ozeanische Gebirgsrücken: diese Rücken sind in den letzten 200 Mio. Jahren an jenen Stellen entstanden, wo sich die Grenzen von divergierenden Tektonischen Platten der Erdkruste befinden. Der Vorgang der Ozeanbodenspreizung hält in diesen Zonen nach wie vor an.

Erdpole oder unsere stets unruhige Urmutter  

 

 

 

 

 

 

 

hat, blaudunstig wie sie ist, bereits mehrmals ihre Pole miteinander vertauscht. Die Erde, der größte Gesteinsplanet im Sonnensystem, ist selbst ein großer Magnet deren Pole (N-S) sich selbst gegenseitig anziehen. Diese ihre Neigung schaffte immer wieder Anfang und Ende. Der Gesteinszyklus - ein Werden und Vergehen - durch den sich stets rollenden Erdteppich aus ozeanischem Basalt dessen Transporte, da wo sie erscheinen Erdgrabenbrüche aufzeigen, als eigentlicher Motor der Erdplattenverschiebungen (Tektonik). Die Annäherung von zwei Kontinenten provoziert die Schließung eines Meeres, in dem sich bereits Gesteinstrümmerschichten abgelagert haben. Die Kollision löst die Geburt neuer Berge aus (Orogenese), also die  Bildung einer Gebirgskette durch die Verwerfung nach oben dieser abgelagerten Gesteinstrümmer, die sich  im Laufe der Gebirgsauffaltung selbst verwandeln. Aber auch die des graniten Kontinentalsockels, dieser selbe Granit aus einer voran gegangenen Gebirgskette wird  wieder neu verwendet. Die Granit-Erdkruste und das verwandelbare Vulkangestein unterliegen stets den elementaren Auswirkungen von Wasser und Wind. Die felsigen Überreste werden in Richtung des nächst gelegenen Meeres geschoben, wo sie vorerst wieder ablagert werden... Ein Gesteinszyklus dauert bis zu seiner Vollendung vielleicht 300 bis 500 Millionen von Jahren, und ist dann bereit für den nächsten! Zur  Entstehungszeit unseres damals noch über den ganzen Globus verstreut liegenden Riesenpuzzle Europa vor 500 Millionen Jahren, war meine Region, wie fast alle noch fehlenden Stücke kontinentaler Kruste, rings um den Südpol in Bewegung (cm/Jahr); driftend im Hitzewirbelantrieb ermöglicht durch gewaltige, 80 km unter der Erdoberfläche kochende Magmaströme. Dieser Granit-Gesteinszyklus begann mit der Kollision kilometerdicker Felskolosse. Ein urgewaltig gigantischer Schraubstock schafft neue Gebirge durch bersten, biegen und wölben. Jede neue Kollision schuf ein Gebirge, so auch das Rückgrat Europas mit dem kaledonischen Gebirgszug als Kernstück.

Vor 240 Millionen Jahren war mein Revier noch Gondwanaland. Genauer, der Norden seiner Südhälfte des ursprünglichen Riesenkontinents. Zugegeben, im Erdaltertum galt es zwar noch eine als flache Delle in einem geschlossenen Deckgebirge. Polflucht, der Geodynamo oder die Aufhebung der ursprünglichen Polarität, ein langsames Verschieben der Kontinente in Richtung auf den Äquator infolge der durch Erdrotation und Schwereverteilung... Polsprünge haben in den letzten 120 Mio. Jahren zugenommen. Mit der Polflucht und den horizontalen Bewegungen der Westdrift (westward-bound) jedoch, brach dieser Ur-Kontinent Pangea (Pangäa) auseinander, hieß es noch bei Wegener - Subduktion im letzten Jahrhundert: durch Konvektion bewegte Ozeanböden tauchen unter die benachbarte Kontinente ab und bilden Konvektionsströme im Erdmantel. Graben brechende Meeresvorstöße drangen  ein, als weite Teile Europas noch im Tropenbereich lagen. Dies tat sie lange Zeit nach dem Kambrium (vor 550-500 Mio. Jahren), benannt nach dem alten Namen für Wales (Cambria), nachdem Mitteleuropa, außer in Bereichen Süddeutschlands, größtenteils von flachen Meeren bedeckt war. Doch aus diesen Meeren soll die Sedimentation von Sandsteinen, Tonen, Grauwacken stammen; die sie euch bis in eure Tage hinein hinterließ. Aus den ältesten Meeren der Welt mit einfachen, nur wenig entwickelten Lebewesen, begann die Geschichte der Region. Die Grauwacke als Gebirg bildendes Material ist reich an Bodenschätzen (Eisen, Kupfer, Magnesit, Graphit usw.) und ein weiches Gestein für Berge mit meist rundlich sanften Kuppen und wenig Bewaldung. Das Schiefergestein im elsässischen Villé bezeugt euch die älteste bekannte Meereslandschaft (vor 1 Milliarde Jahren) und der oberhalb von Russ abgetragene Marmor ist das Zeugnis für den Tropenbereich des 'Kambriummeeres' mit seinen Brachiopoden, Korallen, Schwämme, Seelilien und Weichtieren die sich darin entwickeln konnten. Das Auseinanderdriften des Ur-Kontinents und das Wechseln der Pole veränderte immer wieder Klima und Landschaft.

zur Plattentektonik, dem unendlichen Erdplatten-Karussellà propos:  "In 200 Millionen Jahren, sagt ihr, hat sich die Antarktis Mexiko so stark angenähert, dass beide am Äquator liegen und die Antarktis wie zuletzt im frühen Mesozoikum üppig bewachsen sein wird. Ostafrika kollidiert mit Indien, Madagaskar trifft auf Südostasien. Neufundland befindet sich bei 10 Grad nördlicher Breite und bewegt sich weiter auf den Äquator zu, den Florida auf seinem Weg nach Süden bereits hinter sich gelassen hat. Südamerika hat sich im Uhrzeigersinn um 90 Grad gedreht. In den letzten 200 Millionen Jahren haben sich Skandinavien und die Britischen Inseln langsam in südöstliche Richtung bewegt."

Reise zur Alemannischen Insel 

 Forbach-Granit aus dem wildromantischen Murgtal  zum Raumünzacher Granit aus dem Nordschwarzwald

 

  

 

 

 

 

 

im Erdaltertum (Paläozoikum  vor 550 Mio. bis vor 220 Mio. Jahren) oder genauer ins gut erforschte Erdzeitalter Devon (vor ca. 400 - 345 Mio. Jahren, benannt nach der südenglischen Grafschaft oder auch Variszische Geosynklinale ~ Variszik: aus Tiefseeablagerungen wurde im Variszium vor 416 Mio.J. ein Hochgebirge). Auf dem jungen Kontinent entstand Wachstum, Koralle und Schwämme, an wenigen flachen Meeresschwellen organogene Kalke, Mergel und Dolomite, diese bildeten Schiefergebirge sowie die Vorstufen von Schachtelhalmen, Bärlappbäume bis zu 30m hoch und Farne mit 1-2m hohen Stämmen. Danach wanderte der junge, nicht mehr öde sondern leuchtend grüne Kontinent mit tropischen Dschungel im endlosen Pflanzenkronenmeer um den halben Globus und überquerte vor 300 Mio. Jahren den Äquator.  - Im Perm (vor 265 - 220 Mio. Jahren, benannt nach einer russischen Provinz mit wenig Fossilien und ersten Amphibien) erst zu Festland geworden, versorgte sich die Baden-Badener Mulde gerade mit dem Rotliegende (vor 290-250 Mio. Jahren im Unterperm  -280 -230 Mio. Jahren), dem gemahlenen Schutt des immer noch aus Tiefseesedimenten aufsteigenden Variskischen Gebirges, benannt nach dem germanischen Volk der Varisker (Vogtland). Ein Hämatitstein erinnert euch an grell rostrote Gesteinsfarben grobkörniger Sande, Tone in seinem Naturbeton (Konglomerate), ebenso die Granite (Vulkanite oder Eruptivgestein) des Nordschwarzwald und der Nordvogesen, so wie der Porphyr vereinzelt im Münstertal des deutschen Belchen. Im Elsass sind es die kompakten und feineren Schichten, von Sandsteinbänken zu ganzen Kalkelementen: die Konglomerate von Turckheim (Weinberg im Gebiet Drachenloch beim alten Steinbruch). Das Perm, nach dem Karbonerdzeitalter und vor dem Trias, hinterließ mit Laven gefüllter, auf der Kompassnadel nach S-W/N-O ausgerichteter, Abtragungsschutt des Variskischen Gebirges dem 'Rotliegendbecken. Klassische Vorgänge der Erdgeschichte, wie sie am Rheingrabenrand und besonders im Steinbruch von Albersweiler (Pfalz) sichtbar sind. Der Ur-Kontinent Pangäa war fertig geformt, der gefaltete Untergrund des alles eben abdeckenden, unveränderlichen Rotliegenden  besteht heute aus Konglomerate aus dem Erdmantelgestein, die aus 20 km Tiefe ausgestiegen sind. - Wohin wisst ihr nicht! Aber ihr wißt dafür, dass die so genannten Saxon-Thuringischen Festlandetagen des Perm (vor 275 - 251 Mio. Jahren) die noch geschlossene Gebirgskette des Schwarzwald und der Vogesen erschufen. - Mit aus der Tiefe stiegen die Lamprophyre mit ihren Blasen reichen Ganggesteinen (basaltischen Laven) neben den Gneis-Anatexiten gelegen, Schmelzgesteine die bei Wasser bereits ab 650°C schmelzen, Porphyre im Schwarzwald und Melaphyre (schwarze Porphyre) in der Pfalz.

à propos: Raumünzacher Granit: aus Raumünzach (Baden / Nordschwarzwald) ist 280 Millionen Jahre alt. Das anders gemusterte Härtegestein des zu der Zusammensetzung des Kappelrodecker Granit (Webfoto) Kappelrodecker Granit (in der Nähe der Ortschaft Kappelrodeck im badischen Nordschwarzwald) ist 310 Millionen Jahre alt. -

 Die Giersteine bei Bermersbach oberhalb des Murgtals sind ein besonderes Naturdenkmal. Sie stehen an einer besonders exponierten Stelle auf einer Bergkuppe bei Bermersbach und gehören zu den beliebten Aussichtspunkten der Region. 1880 erstmals in der "Rastatter Zeitung" beschrieben, wurden sie damals noch Kirsteine oder Kürsteine genannt. Die Bergkuppe zwischen den Giersteinen und Forbach hat noch heute den Namen "Kirren". 1936 unter Denkmalschutz gestellt, da es sich aus geologischer Sicht um eine Gruppe unterschiedlich großer Granitblöcke handelt, die rund 160 Meter oberhalb der Murg liegen. Zwei große Blöcke fallen besonders auf durch ihre Größe, Rillen und Vertiefungen. Der größere Block von den beiden misst über 13 Meter Umfang. (Die Rillen und Vertiefungen entstanden durch verschiedene Verwitterungsprozesse. Vorchristliche Namen: "Blutrinnen", "Opferkessel", "Teufelsstein", "Hexenstein", "Druidensitz" erinnern auch hier an heidnische Bräuche und Opferkult.

das Trias der drei Erdschichten mit Muschelkalk und Knollenmergel

im Erdmittelalter (vor 220 - 180 Mio. Jahren, benannt 1834 vom deutschen Geologen Friedrich August von Alberti nach der Dreiteilung dieser Periode in Buntsandstein - Muschelkalk und Keuper). Das wüstenartige Festland des harten, Verwitterung resistenten Buntsandstein. Die Rotfärbung seiner reichlich vorhandenen Sandsteine und Tone (Buntsandsteinsedimente) verdanken diese mit Zement eingesprenkelten Kiesel dem trocken-heißem Klima. Das Trias war auch geologische Wiege der im Nordelsass wirtschaftlich so wichtigen Zeit der mergeligen Schichten des Keuper, dank der örtlichen Kohlebildung in den Sümpfen, z.B. der Lettenkohle von 1498 bis 1970. Hunawihr (zwischen Ribeauvillé und Riquewihr) mit außergewöhnlichem Boden: der Rosacker liegt als Vorhügel nördlich dem kleinen elsässischen Dorf, mit seinem Storch- und Fischotter-Freizeitpark, in einer Höhe von 260 - 330 m auf schöner Ostsüdostlage. Also inmitten des Bruchfelds von Ribeauvillé, nahe an der Vogesenrandstörung, im Lettenkeuper (Trias) aufgebaut auf Oberen Muschelkalk und Lettenkohle. Ceratitenkalke sind hier fast vollständig 'dolomitisiert' in bunte Mergel und kompakte Dolomite: In oberen Hauptmuschelkalkschichten treten als Reste zwei charakteristische Ceratiten-Versteinerungen auf (Ceratites nodosus und semipartitus). Den Schluß bildet in Süddeutschland ein oft dolomitischer Kalk (nach dem Leitfossil (Trigonodus Sandbergeri) genannt, während dem Muschelkalk noch die untere Hälfte des Keupers, die Lettenkohlenformation (grauer Keuper, Kohlenkeuper), zugerechnet wird. Sein Schichtenprofil von vorwiegend grauen bis schwarzen Mergeln mit eingelagerten Sandsteine (Lettenkohlensandstein) und Dolomite. Diese Dolomit- und Kalkgeröllböden sind nährstoffreich, calciummagnesiumhaltig und tonig schwer mit örtlichen Oberflächenbeimengungen von Vogesensandstein. - Lothringen bspw., mit seinen lokal verschieden mächtigen Steinsalz führenden Gipsen im echten (oberen / bunten Keuper) eingelagert als Anhydrit- oder Gipsmergel, von einzelnen Steinmergelschichten mit metallischen Einschlüssen durchzogen (Bleiglanz, Kupfererze). Zwischen und über diesen Sandsteinetagen haben sich bunte Mergel entwickelt, zu oberst meist zahlreiche Knollenmergel; größere Sandsteinetagen unterbrechen die bunten Mergel von unten nach oben. - Im Gegensatz zum Muschelkalk wurden wieder mehr festländische Ablagerungen sedimentiert (Meeresablagerungen, Brackwasserbildungen, Seesedimente, Fluss- und Windablagerungen 'Knollenmergel'). Buntsandstein bedeute auch, das Germanische Becken war wieder terrestrisch, gewaltige inländische Stromsysteme lagerten Sedimente ab, nach Norden mit zunehmender Mächtigkeit (bei Karlsruhe ca. 500 m). Die Oberrheinebene im Raum Straßburg überrascht durch die Zaberner Senke (Saverne) mit ihren zwei Abstufungstypen von O>W: nach Osten, entlang der Rheinebene, liegen Löß überdeckt der Kochersberg, das Hügelland von Brumath, »Outre Foret« mit bis zu 200 m oligozänen Mergeln, und einer bis zu 350 m hohen Hügellandzone mesozoischen Mergel- und Kalksteinen nach Westen. Während der Hochschwarzwald und die elsässischen Hochvogesen kristalline Gebirge sind, zeigen der Mittlere Schwarzwald bereits vereinzelt, der Nordschwarzwald und die Nordvogesen nahezu flächendeckend eine Buntsandsteinauflage, die zwischen Karlsruhe und dem Murgtal fast bis an den Grabenrand heranrückt. Von W>O nennt ihr die Enzhöhen und den Grindenschwarzwald mit der Hornisgrinde (1.163 m) der Randplatten wegen den nördlichen Talschwarzwald (ein >O einfallendes Buntsandsteingebiet mit sehr hohem Nadelwaldanteil). So ähnlich kommt es in den Vogesen zu einem S-N-Wandel: mächtig kristallines Gebirge als erhebliche Barriere atlantischer Luftmassen bildet im Süden etwa bis zum Champ du Feu (1.100 m). ( die Blaudunstigen: Buntsandstein)

à propos:  Vor ungefähr 280 Millionen Jahren, lange vor dem Zeitalter der Dinosaurier, erschien im Rotliegenden des Perm-Erdzeitalters eine Gruppe primitiver Reptilien. Zeugen beendeter Zeitalter, Überlebende der Kataklysmen und der Evolutionsturbulenzen. Diese Reptilien zählt ihr zu den Chelonien, sie werden als echte lebende Fossilien angesehen! Die aktuell an der Oberrheinsphäre lebende Wasserschildkröte, die rätselhafte, ziemlich wilde europäische Cistude, könnt ihr aus Distanz dennoch auf aufgetauchtem Holz beobachten. Sie schätzt es eben dort ihre Sonnenbäder zu nehmen, um ein Maximum der Hitze einzuspeichern. Sie überwintert im Schlamm oder in einem Uferloch. Auf ökologischer Ebene ist sie sehr verletzlich: im Wasser zu leben und  der Trockenheit der Riedlandschaften ausgesetzt zu sein, bedeutet für sie sich in doppelter Hinsicht den Verschlechterungen dazwischen auszusetzen. 

Farne, kümmerliche Reste gigantischer Sumpfurwälder

Der eigenwillig wachsende, und Standort treue Wurmfarn auf der mir zugänglichen Terrasse im Schattenbereich reizt mich wahrlich zum Beschnuppern. Was meine Nase da berührt, rührt und grünt aus einer längst verwehten Urzeit unseres blauen Planeten. Vor unvorstellbar langen, 395 Millionen Jahren, in der erdgeschichtlichen Zeit des Devon, noch lange vor der Zeit der nach benannten Schachtelhalmriesen, begann seine euch merkwürdige, blütenlose Evolution: die Farnkräuter die die Wälder der Mittelgebirge beiderseits des Rheines ausschmücken sind im Laufe eben dieser Millionen Jahre wahrlich eingeschrumpft! Damals brauchten Farnkräuter nur mal eben 50 Millionen Jahre um im Karbon (das Kohlezeitalter nach dem Kohlevorkommen in Nordfrankreich und Ruhrgebiet benannt) zu riesigen Farnkrautbäumen heranzuwachsen. Baumgroße Farne, Bärlappen und Schachtelhalme, ihre euch einzig bekannten Zeitzeugen damals waren wohl die Fische und deren abstammende Landgänger der Urlurche. Am Urwaldboden, bei sehr mildem Klima als ideale Grundlage für üppiges Pflanzenwachstum, lebte derzeit das nackte Grauen. Da krochen monsterhaft große Insektenarten umher, Spinnen, bis zu 70 cm lange Skorpione und bis zu 2 m lange Tausendfüßler. Vögel gab es zwar noch keine, dafür Libellen in Falkengröße. Vor 380 Millionen Jahren bewohnten Amphibien, Insekten und Reptilien die dicht bewaldeten Hochgebirge des noch nicht existierenden, heutigen Schwarzwald und der Vogesen. Noch in diesem Erdaltertum, suchte die für ihren roten Porphyrsteinerguss bekannte Nideck (Mittelvogesen) diese ihre Urbewohner mit plötzlichen Vulkanergüssen heim und hinterließ Sanddünen. Aus ihren Eruptionen entstand eine neue Ebene mit Flussläufen, deren großes Delta wieder große Kröten, riesige Farne und Schachtelhalme beheimatete. - Mir wird selbst als Katze klar, dass die mir verabreichten Kapseln mit 'Charbon végétal', die pflanzliche Kohle (Carbo vegetabilis) aus Rotbuche oder Birke, die auch ich bei Magen-, Darmerkrankungen verabreicht bekomme, so indifferent haltbar bleiben, wie  diese damaligen, unter ihrer Last zusammen brechenden  Pflanzenriesen um sich Schicht für Schicht zur heute verbrennbaren Steinkohle einzulagern. Die Farne bilden in der Pflanzenevolution ein wichtiges Glied zwischen den Moosen und den höher entwickelten Samenpflanzen dar. Im Karbon waren sie eine weit entwickelte Pflanzenart. Heute blühende und Samen tragende Pflanzen existierten noch nicht. Den Wurmfarn auf der Terrasse lässt man weiter wachsen, diese magische Wunderpflanze die Blitz, Donner und Hagel vertreibt, wie es euch seit dem Mittelalter überliefert ist. - Doch kurz zurück zur 'Region im Erdzeitwandel': Vor 240 Mio. Jahren wurde das spätere Elsass und damalige Gondwanaland, unsere regionale Polpeilung, wieder überflutet. Doch das spätere Rheintal wehrte sich damals mit noch nicht zwei Seiten, dafür mit einer Wölbung der Erdkruste, die die Meeresvorstöße des Erdaltertums abdrängte. Diese Wölbung wird für die Entstehung des Rheingrabens verantwortlich gemacht, da sie einbrach und ihre Ränder sich gleichzeitig anhoben um so die Vogesen und den Schwarzwald entstehen zu lassen.      

Von den Wildschweinen im elsässischen Bächelbronn

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Merkwiller-Pepchelbronn

Es fing alles damit an, dass sie sich in den Erdölpfützen wälzend des heutigen nordelsässischen Pechelbronn ihres Ungeziefers entledigten. Sie waren zweifellos die ersten Nutznießer des Schwefelgoldes. Ihr tatet es ihnen über die Jahrhunderte bald gleich! ...dis fette Materie driftend auf der Quelle des Bächelbronn gebraucht zum schmieren des Wagenräder, zum Heilen der Zahnschmerzen, Gicht und Wunden. Ihr wisst heute um dessen Heilkraft besonders bei Hautleiden. Das Ölfeld des europäischen Texas war mit einem Ertrag von 3.300.000 Tonnen Kohlenwasserstoffverbindung von 1735 bis 1964 nicht Olympiade reif. Hier wurde 1813 die erste Forschungs- Handbohrung ausgeführt, 1919 die technische Petrolschule gegründet (Vorgänger des heutigen 'Institut Français du Pétrole'). Hier führten die Gebrüder Schlumberger 1927 die erste elektrische Bohrlochmessung aus. Mehr darüber erfahrt ihr beim Besuch des Erdölmuseums in Merkwiller - Pechelbronn (Musée du Petrole), wo die Förderung durch Pumpen und Bohren gut veranschaulicht wird. 

Nach 150 Jahren Förderung von bituminösen Sand setzte die Gesellschaft Le Bel & Cie 1889 die erste Pumpstation in Betrieb. So gleicht die Landschaft des Pechelbronner Ländle noch heute einem europäischen Texas. Fortan wurde das Ölvorkommen nur noch bis 1927 mit Bohren und Pumpen ausgeführt. 2.850 Bohrungen wurden in dieser Zeit ausgeführt mit einer Länge von 760.000 Metern und einer Produktion von 790.000 Tonnen. Die tiefste Bohrung war in Kutzenhausen wo sie das Granitsubstrat bei einer Tiefe von 1.561 Meter erreichte. Hier war die ergiebigste Bohrung auf der Ebene der Lettenkohle 367 Tage in Betrieb bei einer Tiefe von 936 Meter, bei einer ergiebigsten Gesamtproduktion von 28.882 Tonnen (bei einer Tiefe von 148 Meter) in den oberen Schichten auf dem Gemeindebann Lampertsloch. Musée du Pétrole Merkwiller-Pechelbronn - Infos Regional-Agenda -

 Stegosaurier

 

 

 

Der Dinosaurier !

Urzeitenbewohner von -180 Mio. bis -65 Mio. Jahren Erdgeschichte: Riesen, ob mit Hohlknochen, Panzern, Hörnern, Delphinflossen oder Schwanzsegel ausgestattet: Reptilien mit teils riesenhaften, teils winzigen Formen - ihr nennt sie Dinosaurier. Viktor Scheffel verfasste 1868 schon ein Gedicht über die drei urweltlichen Arten zu Wasser, Land und Luft. "Dass die größten, schwersten, gefährlichsten und wohl auch eindrücklichsten Landtiere aller Zeiten am Ende der Kreidezeit (in der Erdneuzeit), vor 65 Millionen Jahren, ausgestorben sind, tut ihrer Popularität keinen Abbruch. Im Gegenteil, eine Aura des Geheimnisvollen umgibt die Dinosaurier." Ihre sorgsam restaurierten Skelette reisen auf Sonderausstellungen durch die regionalen Museen und Bergwerke. So auch das vollständige des 6-9 m langen, ca. 2 Tonnen schweren, Pflanzen fressenden Knochenplattenechse mit einem Vogelbecken und mit Walnuss großem Gehirn. Also ein Plattendinosaurier mit einer auf dem Rücken verlaufende (Doppel-) Reihe von Knochenplatten aus dem Oberjura vor 136 Mio. Jahre, genannt: Stegosaurus. Seit mehr als hundert Jahren streiten sich eure Wissenschaftler über die genaue Anordnung und die Funktion der Panzerplatten auf dem Rücken dieser Stegosaurier. Ihre feine Knochenlage diente kaum zur Abwehr von Angreifern. Dienten sie nun als Sonnensegel zur Wärmeaufnahme? Oder als Strömungsfächer zur Kühlung?
 

 

 

Fischsaurier

Unter den Schwanzflossen der heute so verspielt anhänglichen Delphine befinden sich euren Fingern ähnliche Knochen. Ein Schöpfungssouvenir aus der Zeit vor dieser 'biblischen Sintflut', als sie noch wie ich, auf vier Pfoten gehend, als an Land lebten. Sie hätten es sich bestimmt nicht träumen lassen, dass sie eines Tages vielleicht als Fischsaurier sich dem Leben im Liasmeer anpassen würden müssen. Wenn euch die Vorstellung noch so schwer fällt, ihr zählt diese munteren Spielgefährten der wärmeren Weltmeere zu den nächsten Verwandten von Huftieren wie Hirsche, Kühe u.s.w.. - Neben den Fischsauriern tauchten noch andere Fischjäger umher, ausgestattet mit einem dicht stehenden, aus eingekrümmten Zähnen bestehenden, Reusengebiss. Unter diesen Meereskrokodilen mit 'vier'-zehigen Schwimmhäuten befand sich ein ganz plumper Taucher. Dank in Süddeutschland mehrerer großen Ölschieferlagerstätten (Posidonienschiefer) konntet ihr die vor ca. 175 Mio. Jahren lebenden Tiere dokumentieren. So wie das Meereskrokodil, der Steneosaurus schluckte zur Navigation abgerundete Steine. Sobald diese nach dem Abtauchen in seinem Magen umherrollten, konnte er sich anhand ihrer Lage über die jeweils seinige orientieren. Funde ergaben, dass etliche von ihnen eingekrümmt an Land gestorben sind; spiralförmig wie der Ammonit. Die geheimnisvolle Biografie eines anderen, ein im Meer des Mesozoikums lebendes Reptil, als nach gebaute Riesenechsenfunde des bis zu 30 Tonnen schweren Fischsaurier Ichthyosaurier,  die Delphine und Wale der Jurazeit. Die mit lang gestreckten, vor Zähnen starrenden Schnauzen schnittige Jagd auf Artgenossen, Fische bis zu Kleinstknorpeltiere machten, sie halten euch noch immer Fragen bereit. Denn vor 181 Mio. Jahre ereignete sich auch ihr Massensterben durch Erdrülpser in der Sintflut eines Meeresbebens eigener Methanhydrat-Giftbrühe, die durch die Burgundische Pforte zwischen den heutigen Vogesen und Basel nach Norden schwappte. Eine Ökoverbindung bei hohem Druck in einer Wassertiefe von 400-500 m und niedrigen Temperaturen Methanhydrat freisetzte. Diese aggressiv nach oben blubbernden Methangasperlen hat sich als erstickend giftige Brühe ins Germanische Becken ergossen. Fossilienfunde in Ton-Mergel-Schichten werden euch verraten wie sich die Fischsaurier bewegt haben.

Flugsaurier

 

 

 

 

 

 

Die Vögel am Himmel, reichen schwebend oder flatternd als Flugsaurier wie der  Pterosaurier, einer der fliegenden Reptilien des Mesozoikums vor 150 Mio. Jahren. In äußerst fossilienreichen Süßwasserschichten seid ihr so, einem 125 Mio. Jahre alten, kreidezeitlichen Urvogel (Confuciusornis sanctus) mit verlängerten Schwanzfedern auf die Skelettspur gekommen. Ausgegraben habt ihr diesen primitivst bekannten Vogel, neben Archaeopteryx zu einer Zeichnung des Archeopteryx (folgt dem Link) und Vogel des Konfuzius aus China (aus der Gegend von Beipiao, N-O von Beijing); zu seinem Röntgenbild jedoch, lasst euch beflügeln im Naturhistorischen Museum in Basel und weiteren Dino-Ausstellungen . - Bei einem weiteren Dino, dem schwergewichtig zweibeinigen Riesen Iguanodon, den ihr als plump wie trägen Dino mit Nasenhorn präsentiertet, half erst der vollständige Skelettfund zur seiner Rehabilitierung. Es war der nun richtig platzierte Daumendorn eines, so, schlank beweglichen, sich häufig auf allen vieren fortbewegenden Pflanzenfressers. - Noch Fragen zu einem vierbeinigen Pflanzenfresser mit knöchernem Rückenpanzer, dem Ankylosaurier aus der Ornithischia-Hauptgruppe? Einem zweibeinigen Fleischfresser der Saurischia-Hauptgruppe, dem Theropoda, oder zum Knochenplattenträger Thyreophora ? Auch wissenschaftlich boomt die Beschäftigung mit den Urzeittieren. Wir befinden uns in einem goldenen Zeitalter der Dinosaurier-Paläontologie. >>>: DINO-Ausstellungen im Besucherbergwerk Friedrichshall-Kochendorf Salzwerk mit lebensgroßen Sauriernachbildungen + 42m Rutsche von Mai-Oktober - - -
 

 

 

zum Original-Link dieses Fußabdruck-Fotos !

Steinerne Fußspuren beim Bau der Autobahn A16 durch den Jura, die das ostfranzösische Montbéliard mit der rund 80 km entfernten Schweizer Stadt Biel verbinden soll, fanden Paläontologen in der Nähe von Pruntrut (bei der Ortschaft Courtedoux) mehr als 500 Abdrücke Dinospuren des Sauropoden als Tummelplatz zahlloser Dinosaurier in der Nähe von Basel.  Dieser vierfüßige Pflanzenfresser mit einer Länge bis zu 20m und 2,5m Körperhöhe, der vor rund 150 Millionen Jahren seine Pfoten-Abdrücke als Trittsiegel von Pruntrut im Schlamm eines Seeufers hinterließ, hat euch eine freigelegte Steinplatte erhalten. Im 'Naturhistorisches Museum Basel' fand man zudem heraus, dass seine Abdrücke mit geringer Spurbreite zu Fuß- und Zehenknochen aus dem Museumskeller passen. (Nördlich von Basel, noch vor Breisach, bildete sich gerade der heutige Isteiner Kalksteinklotz, der den viel späteren Rhein vor ca. 600.000 Jahren nicht nur 30 m höher als heute fließen ließ, sondern ihm auch noch seine heutige Richtung versperrte, um ihn zuerst übers Rhônetal ins Mittelmeer zu leiten, dieser wiederum spülte diesen Korallenstock aus für Behausungen der späteren Höhlenmenschen.) Im Basler Museum lagert übrigens ein Fossilienfund der vor 130 Jahren bei Montier gefunden wurde, und der besagt, dass dieser Ur-Dino mit einem extrem langen Hals, mit einem gedrungenen Rumpf und einem unglaublich langen Peitschenschwanz ausgestattet war. Weitere steinerne Fußabdrücke wie bei der Ortschaft Chevenez die offenbar zwischen 170 und 180 Mio. Jahre alt sind, dazwischen fanden sich Spuren von zweibeinigen, Fleisch fressenden Raubsauriern (Theropoden), die noch größer waren und denen ihr ein Gewicht von mehreren Tonnen zuschreibt. Ihre Spurensiegel, im Gegensatz zu womöglich nur angeschwemmten Knochenfunden, liefern den Beweis ihrer örtlich regionalen Präsens.
 Ammonites in matrix (Deshayesites deshayesi) - photo: © www.paleozoic.org Ammonites in matrix (Deshayesites deshayesi) Ammonites in matrix (Deshayesites deshayesi) - photo: © www.paleozoic.org

 

 

 

 

 

 

zum Foto eines Ammoniten von Fossilien.de       Ammonites in matrix (Deshayesites deshayesi) - photo: © www.paleozoic.org

Schöpfungssouvenir Liasmeer

Türkisfarbenes Liasmeer soll vor ca. 160 Mio. in der Risseiszeit unsere Region bedeckt haben. Reich an Lebewesen und einem Kopffüßer, dessen Aussehen bis zu seinem Aussterben (zu Ende der Kreidezeit) nicht sein einziges Geheimnis bleibt. Waren die Kammern seines spiralförmig eingerollten Gehäuses nun mit Flüssigkeit oder mit Gas gefüllt?  Wenn diesem Ammoniten die jeweilig eingerollte Wohnkammer zu eng wurde, baute es an seiner Mündung eine neue und zog einfach um. Die letzte Kammer mauerte es sogar zu. Fossile Abdrücke aus Erzgruben berichten von diesem spiralförmig eingerollten Leitfossil, dessen Widderhornähnlichkeit mit einem ägyptischen Sonnengott ihm seinen Namen gab. Die spiralförmig fossilen Funde in den Erzgruben aus der Zeit des Unterjura erinnern mich an die Abstiegstreppe im bretonischen Leuchtturm von Kérity. Jurassische Ammoniten, die größte Sammlung von Ammoniten aus dem Oberjura, welche nach Zonen gesammelt wurden im Basler Museum.

Eiszeitschmelzwasser: Naturwunder Aareschlucht

Der Kirchet-Felsriegel der schweizerischen Aareschlucht (zwischen Meiringen und Innertkirchen in

 

 

 

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der Schweiz) ist in der Kreidezeit vor etwa 130 - 60 Mio. Jahren als Meeresablagerung entstanden. Dieser Fels, welcher sich im Laufe der Zeit zu hauptsächlich sehr hartem Kalkstein verfestigte ist Zeuge des Sediment in der Thetis, des Geosynklinalmeeres der Alpen. Bei seiner Bildung zum alpinen Alpenmassivs (Alpenfaltung) vor etwa 15 Mio. Jahren wurden diese Sedimentschichten als Sedimentmantel zum kristallinen Gebirge aufgewölbt. Doch das autochthone Kirchetgestein  wurde dabei nicht verschoben und kaum verfaltet. Dieser deshalb wenig zerklüftete und zerbrochene Kalkstein blieb resistent gegen Eis- und Wassererosion. So konnten ihn die Eiszeitgletscher vor etwa 1 - 2 Mio. Jahren zwar abschleifen, aber nicht abtragen. 

Die Aareschlucht ist eine zwischeneiszeitlich schichtweise Moränenauffüllung der Kaltzeiten mit Gletschervorstössen, ermöglicht durch die Wassererodierung der Felsen in Warmzeiten. Der Trick: beim Gletscherrückzug der nächsten Wärmeperiode schwemmte das Schmelzwasser nicht etwa das Moränenmaterial der alten Schlucht aus, sondern erodierte eine neue Schlucht durch den Fels. So entstanden in den Zwischeneiszeiten jeweils neue Aareschluchten. Die 'Lautere Schlucht', die beim Parkplatz des Aareschlucht-Eingangs beginnt und die mehr oder weniger parallel der heutigen Aareschlucht verläuft, ist ein gutes Beispiel dafür. Es ist allerdings bis heute nicht gelungen, die Entstehung der einzelnen Schluchten zu datieren und den verschiedenen Eiszeiten zuzuordnen. 

Um den heutigen Oberrheingraben wiederzufinden 

taste ich mich bis ins Erdmittelalter vor. Hin zur letzten Blütezeit der  verschiedensten altertümlichen Landwassertiere (Lurche) und Kriechtieren;  ehe sie ausstarben. (À propos: Nur der in den Nordvogesen abgebaute Voltziensandstein lieferte mit Fossilienfunden (versteinerte Überreste von Lebewesen) erst weltweit den Beweis, dass auch zartere kleinere Wesen nach dem katastrophalen Aussterben der einstigen Riesenechsen vor 60 Mio. Jahren, noch überlebten. Bekannte Eintagsfliegen, Wanzen, Skorpione,  Schnecken, Libellen, Würmer und Käfer waren unter ihnen zu finden. Nach Zuschüttung der meisten Sandsteinbrüche ist es mit Sammelobjekten nun vorbei. 

Wenn wir uns zum Beginn der Erdneuzeit vorwagen, 

zum Känozoikum, erfordert der Oberrheingraben unsere ganze Vorstellungskraft eines südostasiatisches Urwaldgebietes. Darunter, in den Tiefen der Meeresbecken, war bereits das Gebären neuer Gebirge in vollem Gange. Erwachsen aus abgelagertem Schutt von fast ferngesteuerten, immerwährend ineinander treibenden Erdteilen. So gelten diese, sich aus der Unendlichkeit von kontinentalen Bewegungen sich erbebenden, freigesetzten Kräfte, samt ihren Meeresüberflutungen infolge von Alpenauffaltungen, als Günstlinge des aufkommenden Vulkanismus. Leichtere Erdplatten trieben auf dem zähflüssigen Brei von dadurch geschmolzenen, verdichteten Gesteinen. Das beständige Aneinanderreiben schwimmender Erdplatten mit ihren plötzlichen Entspannungen habe so, nicht nur,  zu Erdbeben, sondern auch zu Eiszeiten geführt. 

Eine angeblich schwache Nahtstelle aus dem Erdaltertum  

die Wölbung der Erdkruste des Gondwanaland (vor 240 Mio. Jahren) hielt 300 Millionen Jahre lang, ehe sie erst vor ca. 45 - 49 Mio. Jahren (im Eozän des Tertiär) durch eine Aufwölbung der Erdkruste aufriss. Unter den Einflüssen des Untereinanderschiebens driftender Erdplatten bärstete die  mitteleuropäische Flanke 4km weit auseinander! So entstand ein 300km langer Grabenbruch von Basel bis Mainz; der heutige Oberrhein. Dieser erstaunliche Grabenbruch erstreckte sich von der Mitte des nordafrikanischen Kontinents, über das Mittelmeer, das Rhônetal herauf. Seine  Grabenschultern (Schwarzwald, Vogesen, Odenwald und Hardt) wurden gleichzeitig von einer starken Hebung erfasst. Nur das Auffüllen mit dem so anfallenden Gebirgsschutt (Erosionsmaterial) umliegender Gebirge und Meeresablagerungen (marine Sedimente) rettete ihn vor dem gleichzeitigen Versinken. Derzeit verweilten meine Urahnen, die Fossas, unter mir noch unbekannten Bedingungen im heutigen Madagaskar. Im Elsass um Bouxwiller erschien eine Seenlandschaft mit tropischem Klima, mit Krokodilen, Tapirarten, Urpferde und Vögel; sowie die äußere Erscheinung des heutigen Elsass. Der Ursee von Bouxwiller existierte 25 Mio. Jahre lang. An seinen Ufern wuchsen auf dem Festland wieder Farne, Lorbeerbäume, Magnolienbäume, Palmen und Zypressen. Seine Ufer waren die Wasserstelle für die an Land lebenden Säugetiere. Ihr sprecht von blühenden Landschaften, von Horden von Dinosauriern - ja und am Himmel sollen gigantische Reptilien vorbei geflogen sein... Das unvergleichlich schöne, elsässische Breuschtal als einstige Korallenriffe, welch angenehmes Erschaudern in der Vorstellung dessen. - Interessante Rückblicke in die Landschaftsentwicklung der vergangenen 300 Mio. Jahre weisen euch die kristalline Gesteine des Gotthard-Massiv auf. Die Greina-Hochebene befindet sich am Südostrand des Gotthard-Massives und bedeutet die Hauptwasserscheide, welche die Einzugsgebiete zwischen Rhein und Ticino trennt, welche den zentralalpinen Raum in die Nordsee bzw. ins Mittelmeer entwässern. Erste geologischen Untersuchungen im Greina-Gebiet, zur Zeit der französischen Revolution, machte dort Placidus A. Spescha, ein Benediktinerpater, Naturforscher und Alpinist, mit der Ablagerung der mächtigen Abfolge der Bündnerschiefer der Jura-Zeit, bei Einsetzen einer allmählichen Vertiefung der Meeresbecken vor rund 200 Mio. Jahren. Heutige Zeugen dieses Ablagerungsmilieus sind dunkle Kalk- und Tonschiefer, Sandkalke und Quarzsandsteine...

Vulkanismus am Oberrheingraben : der Kaiserstuhl

Der heutige Kaiserstuhl ist die loessbedeckte Ruine eines alten Vulkans. 

  Kaiserstuhl - Vue sur Vogstburg Amoltern (au milieu) - piste vélo (photo: Ballon Blau)

 

 

 

 

 

 

 

 

das Kaiserstuhlgebirge in der oberrheinischen Tiefebene mit der Stadt Vogtsburg

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Inmitten des dunklen Erdteils im Nordwesten Afrikas ('Europa'), dort, wo die Sonne unter geht, ließ ein Meer per  Erdplattenverschiebung ein Vulkan aufsteigen, dabei erhoben sich Lavaberge - Meine Umgebung entstand, der Oberrheingraben. In seiner Mitte entströmte seinen Erdrinnen  flüssiges Magma. Es formte die nun erkaltete Insel und wärmstes Gebiet: den Kaiserstuhl. (Foto: Ballonteam Norbert Blau
- www.ballonflug.net)

Lavamassen formten diese jetzt abgekühlte Vulkaninsel und wärmste Region der Regio: den Kaiserstuhl zum badischen Kaiserstuhl-Gebiet (Foto © ogv.tripod.com). Seine Geburt ereignete sich gleich nach Erkalten der ersten Vulkanausbruchserie. Dieses Vulkanmassiv im Badener Ländle gipfelt im Totenkopf (559m) nordwestlich von Freiburg im Breisgau. Ein Vulkankomplex  von 150 km² Fläche, sein Durchmesser pendelt mit 12km nach Ost-West und mit 13km nach Nord-Süd. Seine Einführung in die Regio erfolgte nach der Phase des Oberrheingrabenbruchs. Sein Mitbringsel war sein geologischer Reichtum: 85% des Massivs sind von Löß bedeckt, was es schwierig macht, die großen geologischen Bereiche zu unterscheiden. Die Hinterlassenschaft zahlreicher Ablagerungsfelsen und granitartiger Felsen, sowie sein östlicher Teil, geben euch eine Vorstellung von der Grundmauer dieses Vulkans. Der granitartige Sockel des Kaiserstuhl reicht bis 1.500 Meter unter die Erdoberfläche, bedeckt von einer sehr hohen Sedimentdecke. Hier lösen sich ab, von unten nach oben : Sandstein und Konglomerate, Sandstein und ein muschelhaltiger Kalkstein, Mergel und ein Kalkstein (aus dem Jura) und ein Kalkstein, Sandstein und Mergel.

Der stark in sich zerstückelte Oberrheingraben wanderte allmählich nach Norden ab. Den Erdrinnen entrann eine natürlich geknetete Masse gashaltiger Gesteinsschmelze, flüssiges Magma. Diese wiederum förderten vor ca. 18-13 Mio. Jahren über der Erdkruste gewaltige Lavamassen. Dieses Vulkanmagma formte aus dem Erdinnern heraus unter Dampf, Feuer, Schwefelgestank und Blitzen das heutige Gebirge am Oberrhein, den Kaiserstuhl*. Nach dem Erkalten der ersten Vulkanausbruchserie  entstand diese Insel inmitten des Oberrheingrabens. Mit dem gleichzeitigen Hervortreten des Obsidianvulkanglases sollten viel später die ersten Steinzeitler schon ihre ersten Messer (z.B. Rasiermesser) gefunden haben. Ungeachtet dessen, machten sich bei Bouxwiller im Nordelsass die ersten, Insekten fressenden Wirbel- und Säugetiere breit. Millionen Jahre später erst, in der erdkundlich zweiten Stufe bei der Bildung der älteren Erdneuzeit-Bodenschicht (im Miozän vor 23-5 Mio. Jahren), begann die Flussgeschichte des Rheins- Infos zu den Lösswänden und Hohlwegen des Kaiserstuhls stabilisiert durch deren Kalkschotter der letzten Eiszeit und zu den Wohnhöhlen der Bienenfresser, der Wildbienen wie Holz- oder Pelzbienen, mit seinen 40 verschiedenen Wanderungen im Naturschutzzentrum Kaiserstuhl. Der Färberwaid (Isatis tinctoria), ein westasiatischer Steppen-Kreuzblütler mit blauen Schoten nach der Blüte, vielleicht ein Souvenir römischer Villen, der natürliche Blaufärber blüht nur alle zwei Jahre leuchtend gelb wie der Raps von Mai bis Juni im Rebgelände am Badberg (zwischen Vogelsangpass und Oberbergen). Die in der Oberrheinebene neben den Sumpfgebieten ebenfalls vorhandenen, trockenen kalkhaltigen Böden auf Böschungen, Magerrasen oder auf Dämmen nehmen diese blauen Samenschoten besonders gut auf. Auf eurer sonntäglichen ca. 3 Std.-Frühlingswanderung durch das Trockenrasengebiet des Badberg, die 'Schelinger Alm', erscheinen im ersten Jahr zumindest ihre Blattrosetten; doch die Entdeckung dieser fungiziden Pflanze erlaubt es alleine nicht montags darauf 'blau zu machen'. - Die Bezeichnung Kaiserstuhl bezeichnete ursprünglich nicht das gesamte Vulkanmassiv, sondern lediglich den heute als Neunlindenbuck bekannten Berg nördlich von Ihringen.

à propos: der Kaiserstuhl soll seinen Namen dem damals 14 jährigen deutschen König Otto III. verdanken, der bei Sasbach anno 994, einen Gerichtstag abhielt. - - - Linkverweis zu seinen sich durch 'Vulkannebel im Vogesenföhn badenden' Orchideen im Taubergießen. Die Orchidee Orchis purpurea das Purpur-Knabenkraut am Badberg (Kaiserstuhl) das Blütenmakro Foto der Orchideenblüte vom 6.5.2000 © Sabine Jelinek - Orchideen ernähren sich von endotrophen Mycorrhiza-Pflanzen (Symbiosepilze in der Wurzel). Die Nestwurz dagegen verspeist auch organische Stoffe ihrer Partnerpilze. Orchideen unterliegen der Keimmycotrophie, d.h. sie haben einen staubfeinen Samen ohne Nährgewebe und Vitaminvorrat, deshalb sind sie nur mit Hilfe ihres Pilzes keimfähig. Sehr empfindlich reagieren sie auf Veränderungen in ihrem Lebensraum (z.B. Düngung).

Vulkanismus am Oberrheingrabenbruch: Erdbeben in der Regio 

Die erkaltete Vulkaninsel am Oberrhein, der Kaiserstuhl ist nicht die einzige Nahstelle für aktuelle regionale Erdbeben. Das schlimmste Erdbeben erlitt Basel, anno 1356, mit 12 Lavaergüssen in nur 48 Stunden. Es zerstörte 80 Schlösser und tötete mehr als 1.000 Bewohner in der Region. 1357, präzisiert eine andere Chronik dass binnen eines Jahres, fast monatlich die Erde bebte; welche die Stadtmauer der Stadt Straßburg in Mitleidenschaft zog. - Heute manifestiert sich die seismisch riskante Zone im Dreiländereck, die ihr Erdbeben nennt, um Épinal in den Südvogesen. Die Region um Rambervilliers im Südelsass wurde mit einem Beben der Stärke 5,4 am 22.2.2003 aufgerüttelt. Eines mit der Stärke von 5,1 auf der offenen Richter-Skala am Abend des 23.2.2004 tobte in Belfort mit einem Epizentrum lokalisiert in der Nähe der Gemeinde Baume-les-Dames im französischen Département Doubs. Die Region um Mulhouse (Sundgau) wies am 21.6.2004 und am 12.5.2005 beide Male ein Erdbeben auf mit der jeweiligen Stärke von 3,8 (Richterskala) auf, mit einem Epizentrum lokalisiert in der Schweiz, in der Nähe von Balsthal, Kanton Solothurn. Gleich dem bei Épinal, erreichte auch das um Waldkirch im Elztal (Schwarzwald) erfolgte Erdbeben am 5.12.2004 den Messwert von 5,4. Bei Brugg, im schweizerischen Kanton Aargau, bebte es am 29.6.2004 mit einem Wert von 4,2 und als 'mäßig starkes Erdbeben' erneut im Raum Brugg/Laufenburg am 12.11.2005 mit einer Magnitude von 4,4. Das kleine Erdbeben bei Basel-Klein Hüningen vom 8.12.2006 und das im Januar darauf folgende habt ihr selbst erzeugt, bei euren Erdwärme-Aktivitäten durch Wasserdruck ins Erdinnere bis zu einer Temperatur von ca. 200°C.

à propos: regionale Erdbebenlisten und Daten veröffentlicht z.B. das Landesamt für Geologie - Erdbebendienst, Albertstrasse 5 in Freiburg

Kalkablagerungen der Jurameere  

bildeten vor 180 - 135 Mio. Jahren mein liebstes Gestein und euer beliebtestes Baumaterial, den roten Sandstein. Diese zuvor teils ganz Europa abdeckenden Jurameere hinterließen ihre ganz eigenen Regionalspuren. Die Vogesen waren wie von einem Leichentuch solange von Sandstein bedeckt, bis die in den Fahrwassern mitgeführten Einlagerungen sie färbten und vorformten. Das war die bemerkenswerte Buntsandsteinzeit (Erdzeitgeschichte) im Unterjura mit ihrem wärmeren Klima kannte schon Röhrichtzonen aus Schachtelhalmen! ...die ihr, hier im Großen Ried, verständlicherweise, zuerst für Schilf hieltet. Einstige Vogesenkoniferen, Farne und Ginkgobäume finde ich in Miniaturausgaben noch heute vor. Eure wichtigsten Rohstofflager wurden angelegt: Uran, Kalk, Eisenerz, Ölschiefer, Steinkohle und Erdöl. Kein Wunder, dass sich derzeit die ersten Saurier aufs Fliegen spezialisierten. Am Ende der Frühzeit beginnt das Leben, die Kontinente zu besiedeln. Zeitzeugen aus der Jurazeit sind die Stachelhäuter (Echinodermen) aus dem schweizerischen aus dem Hauptrogenstein (Paläontologie der Schweiz) könnt ihr im Naturhistorischen Museum in Basel neben weiteren Dino-Ausstellungen bestaunen. 

Kreidemeere: Europa meldete erneut "Land unter !"  

"Damals, vor der großen Flut,..." der biblische Mythos der Arche des Patriarchen Noah aus dem 1. Buch Moses, ist das erste Buch der jüdischen Torah und der christlichen Bibel führt zum: 'Im Anfang schuf...' und zum Wort 'Arche', das sich aus dem altgriechischen Wort αρχή ableitet, das ebenfalls „Anfang“ oder „Ursprung“ bedeutet... - Damals, in der Kreidezeit mit Beginn der Alpenfaltung, dem Kalkgestein aus 95% Calziumkarbonat, und ersten Blütenpflanzen all mich hier umgebender Bäume als Verwandte  von Ahorn, Buche, Eiche, Fichte, Kiefer, Pappel, Tanne und Weide. Mit seinen Kreidemeeren (gegen Ende der Jurazeit), im Erdzeitalter der Oberkreide, war meine Region damit beschäftigt ihre Eisenerzlager anzulegen (welche ihr bereits vor ca. 2600 Jahren abbauten für die keltischen Rennfeueröfen im Nordschwarzwald). Im Tertiär (vor 70 -  2 Mio. Jahren) verweilte sich der blaue Planet erdumspannend derart mit der Gebirgsbildung, dass daraus zwar die meisten der heutigen Hochgebirge stammen (Alpen, Anden, Karpaten, Kaukasus, Pyrenäen, Himalaya und Rocky Mountains), jedoch die Alpenfaltung, dank Zeiten mit langen Modellierungspausen entstehendes Gebirge wieder stark abgetragen werden konnte. Ihr sprecht immerhin von einem möglichen Höhenrekord von bis zu 30 km. Dabei kamen ihr das Zusammenfließen von eisenhaltig kalkreichen Wässern dieses Leben spendenden Wasserplaneten zur Hilfe. Ein unaufhörliches Erschaffen, während die nördlich gelegene Rheinische Masse gerade als Festlandgürtel Teil einer 800 km langen Arche war. Auf diesem Wohnschiff für Mammutbäume und 'baumhohe' Farne herrschte eine gegenseitige Wachablösung von Regen- und Dürrezeiten mit Waldbränden. Mit diesem Erschaffensdrang trat am Oberrhein bereits das Dasein leichten Vulkanismus ein; seine eigentliche Wiege. - In Freiburg im Breisgau, auf dem Lehener Bergle (253m), dessen schutzbrieflich-urkundlich erste Erwähnung der Kirche zu Lehen von Papstes Innozenz II., der diese in die Obhut von Ortlieb (Bischof von Basel) gab (Regionalgeschichtliches 'Welschkorn'), habt ihr 65 Mio. Jahre alte Gesteinsschichten des Mesozoikums nachgewiesen auf einer nur 500 m breiten und 1,5 km langen Erhebung auf 30 Meter Höhe. Diese Schichten boten ausreichend Ammonitenfunde, dass sie im Ort als Häuserschmuck eingesetzt wurden und werden.

Eiszeit ! Die große Kälte kam in Schüben 

 

 

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Seit über 2 Millionen Jahren befinden wir uns in einer Eiszeit mit Aufwärmphasen. Erst vor ca. 10 Tausend Jahren, mit dem Ende der Erdneuzeit, endete die letzte sichtbare Eiszeit. Mächtig vergletscherte sie zuvor ganz Europa mit ihren langen Temperaturabfällen von einstigen 150°C, und laugte die Bodennährstoffe aus. Durch gewaltig auftretende Brüche formte sich die Erdkruste neu. Die heutigen Vulkane bildeten sich. Durch das Geschiebe von Sand, Kies und Ton durch die schmelzenden Gletscherbewegungen entstanden unsere Grundwasserspeicher.  Diese Eiszeit, in der heute wärmsten Region Deutschlands, hinterließ Meere, Gletscherseen und den Löß. Am Oberrheingraben jedoch die tief eingeschnittenen, steilwändigen Rheintäler; auch Canyons genannt. Als die Dinosaurier ausgestorben waren, war die ganze Erde, samt ihrer Polkappen, noch eisfrei. Da schwammen im Rhein die Nilpferde, umgeben von europaweit subtropischen Wäldern. Heute begegnet ihr ihnen nur noch in großen Zoologischen Naturparks, wie im lothringischen Parc zoologique d'Amnéville, zur Hippo-Show. - Unmerklich langsam indes wurde es auf der Erde kühler. Vor 38 Mio. Jahren bildeten sich die ersten Gletscher der Antarktis. Da Gletscher Meerwasser in Eisform speicherten, lag während der Eiszeit der Meeresspiegel mehr als 100 Meter tiefer als heute. 

Erst vor 5 Mio. Jahren vereiste das nördliche Polarmeer. Den Beginn des "eigentlichen" Eiszeitalters schätzt ihr auf vor 2 1/2 Mio. Jahren. Heute bezichtigt ihr das langsame Driften der Kontinente als Hauptursache für das Entstehen von Eiszeiten. Erst mit Beginn des Eiszeitalters vor ca. 1,5 Mio. Jahren begann in der Talsohle des Oberrheins die Ausbildung seiner heutigen Oberflächengestalt. In dieser Zeit wurden bis zu 380 m mächtige Sand- und Kiesschichten abgelagert. Am Ende der letzten Eiszeit führte der Rhein den Oberrheinauen, also ihren Böden, durch das plötzliche Abschmelzen der Alpengletscher erneut gewaltige Wasser- und Geschiebemengen zu. Diese bildeten hier als eine viele Kilometer breite Sand- und Schotterflur das Rheinbett, in das sich der Rhein im Laufe der Nacheiszeit (Holozän) die Rheinniederung bildend einschnitt. - - - "Die Geologie ist die Lehre vom Aufbau, der Entwicklung und der Veränderung der Erde" sind nur ein Ausstellungsthema: Aufbau der Erde Tiefenstruktur Zusammensetzung oder Geschichte der Kontinente Plattentektonik im Naturhistorischen Museum in Basel.
 

Rheinrelief - 'Anflug von Südwesten' mit Einblick ins Tavetsch (am rechten Bildrand die SAC Cadlimo-Hütte)

 

 

 

 

 

 

Rheinfall durch Gletschervorstöße

oder seine Entstehung als Folge einer allgemeinen Temperatursenkung. Im Eiszeitalter vor ca. 500.000 Jahren gestalteten sie, ins Mittelland einsetzend, die heute Oberrheinlandschaft aus. Zum Beginn Riss-Eiszeit (vor ca. 200.000 Jahren) floss der ursprüngliche Rheinlauf von Schaffhausen in westlicher Richtung durch den Klettgau. Die natürliche Alpenschotterauffüllung zwang dieses frühere Rheintal zur Richtungsänderung nach Süden (vor ca. 120.000 Jahren). Der heutige Rheinbeckenabfluss entspricht dieser Rheinrinne, die abermals mit Alpenschotter aufgefüllt wurde.  Diese Änderung des Rheinlaufs war gleichzeitig die Entstehung des Rheinfalls bei Schaffhausen. Er ist Europas größter, und der hier berühmteste erdgeschichtliche, Zeitzeuge der bislang letzten, der Würmeiszeit. Bei nur noch niedrigem Pflanzenbewuchs, der heutigen Tundra ähnlich, bestimmten die sich vorwärts bewegenden Gletscher den Rheinfallverlauf. Sie verpassten ihm eine in weitem Bogen nach Süden verlaufende Rheinlaufabdrängung. Nur so erreichte der Rhein sein heutiges Bett auf hartem Malmkalk: den Felsuntergrund, der viel älter ist als der Rheinfall selbst. Gegen Ende der Würmeiszeit war das Bett für den heutigen Rhein gebahnt. Bedeutend jüngere geologische Vorgänge während des Eiszeitalters (beim Übergang von den harten Malmkalken zur leicht abtragbar, risszeitlichen Schotterrinne) schufen vor erst ca. 15.000 Jahren den Rheinfall. Die heutigen Rheinfallfelsen bilden die Überreste dieser ursprünglich steil abfallenden Kalksteinflanke. - (Vor 12.000 Jahren war der heutige Ärmelkanal nicht mehr als ein Flusstal, das in den Atlantik mündete. England hatte im Süden noch Kontinentalanschluss. Die Themse floss nicht in die Nordsee, sondern in den Rhein.) Die Vogesengletscher aus der Würmeiszeit schmolzen erst vor 10.000 Jahren. Eure Experten sagen ihre Wiederholung voraus bis in 5 oder 10.000 Jahren. So lange verändern die Menschen die Landschaften am Oberrhein! Ragnarök, die germanische Götterdämmerung, berichtet von eine letzten Schlacht zwischen den Göttern und den Eisriesen nach einem furchtbaren dreijährigen Winter.

Gestein verwitterte, ockerfarbener Staub verflog

Flechten, Gräser, Moose und Zwergsträucher vermochten ihren Boden nicht vor Wind und Regen schützen, während eisfreier Kurzsommer. Frostsprengungen ließen Gestein verwittern. Ihre Trümmer sammelten sich in Tälern und Senken zu mächtigen Schotterebenen an, heute eure wertvollen Grundwasserspeicher. Verwitterung und von Schutt überladene Flüsse versorgten die Täler  mit mächtigen Schotterabdeckungen. In den Trockenzeiten wurde das Gesteinsmehl aus diesen Schutt- und Schotterdecken im Windschatten über diese Kaltzeitsteppen ausgeblasen. Sie setzten sich weltweit als Löss ab, zu den fruchtbarsten Böden der heutigen Getreideanbaugebieten. Hier, am Oberrhein, erreichte diese Lößdecke bis zu 30 Metern. Diese mineralstoffreichen Bodenablagerungen der kalkhaltigen Lössstürme in windstillen Beckenzonen und im Gebirge, waren für die Reben besonders gut. Die badischen Grauburgunderweine in Bahlingen am Kaiserstuhl z.B. überzeugen mit dieser Kombination aus tiefgründig vulkanischer Verwitterung von Löss und Lehm. Ihre mergeligen Sande aus kalkhaltigem Ton dienen bis heute zur Herstellung von Ziegel, Backsteinen und für den Kleiberleim der hiesigen Fachwerkhäuser. In Riquewihr auf der elsässischen Rheinseite ist es das auf 275 m Höhe liegende, seit 1432 weltweit bekannte Weinanbaugebiet (Sporen genannt), ein natürlicher Talkessel mit leicht südöstlich abfallendem Hang. Seine tiefen, Tonmergelböden des Lias, die an der Oberfläche entkalkt sind, sind sehr reich an phosphorhaltigen Säuren. Neben dem Mikroklima ausschlaggebend für die frühe Reife und für die Qualität der Rebsorten des  Sporen aus den Tonmergelböden des Lias: die edlen Rebsorten des Gewürztraminer (der bemerkenswerte Wein zum Dessert oder zu einem Münsterkäse), Tokayer (Tokay d'Alsace / Pinot gris) und des Edelzwicker (Gentil), ein Verschnitt aus Weinen edler Rebsorten. - Zurück zum einmaligen archäologischen Lössbodenfund in Ihringen am Vulkangebirge Kaiserstuhl, bekannt für seine Römische Funde am Winklerberg: der 18.000 - 22.000 Jahre alte Steinzeit-Speer am Osthang des Schmerbergs, dank einer private Flurbereinigung auf vier übereinander liegenden Rebterrassen. Das steinzeitliche Jagdgerät erklärt euch der Freiburger Prähistoriker Michael Kaiser :  und seine sorgfältig hergestellte Lorbeerblattspitze mit eingekerbter, 7,6 cm langer und 2,4 cm breiten Stielführung mit Feuersteinblattspitze aus einem lichtdurchscheinenden Feuerstein stammt wahrscheinlich aus dem Pariser Becken; derartige Funde kennt ihr nur aus Frankreich und Nordspanien. Weitere Funde von Ihringen findet ihr im Museum im Colombi-Schlössle* in Freiburg: spektakulär vor allem Funde aus keltischen Fürstengräbern von Kappel und Ihringen, darunter eine Glasschale, die um 500 v. Chr. in Persien hergestellt worden sein soll und irgendwie nach Ihringen fand.  - Eine meiner, auf der Startseite noch verwehten, Fährten habt ihr (den Lössstürmen gleich) beinahe frei geblasen.

Der Löss der Oberrheinebene in ihrem gesamten Randbereich ist  die himmlische Macht der Winde, angeweht hauptsächlich aus den nördlichen Kalkalpen, um hier den Boden mit dieser Auswehung aus dem Rheinschlamm zu bedecken, während der letzten, meist  pflanzenfreien Eiszeit. Für diese Art der Ablagerung jedoch eignete sich nur eine eisfreie und dennoch  von Gletschereis umgebene Fläche, so wie das vulkanische Gebiet um den Kaiserstuhl. Hier, in dieser Region, fand die erdkundlich spektakuläre Frostsprengung von Gestein statt. Wo keinerlei Pflanzenwuchs den Wind bremsen können,  weht dieser wo er will beständig stark. Dabei nahm der Südwestwind das leichteste Material mit auf seine Luftfahrt bis er es am erhöhten Hindernis  im Nordosten, dem Kaiserstuhl, wieder ablagerte. Seine Höhe erklärt die dort dünner abgelagerte Verwitterungsschicht von Sanden, Schotter und frostgesprengtem Gesteinsmehl. Die Lößschicht am Kaiserstuhl liegt zwischen 10 und 40 Metern, neben Orte im Südwesten an denen kein Löss sedimentiert wurde. Lösslehm, das Phänomen seiner auffällig, sich in unregelmäßigen Abständen wiederholender, rostfarbener Streifen deutet auf einen Zyklus der Winde hin, die aus dem oben aufliegenden Material den Kalk auswuschen und so den den Lösslehm bildete. Heute bestechen die natürlichen Bewohner der Lösshohlwege Lösshohlweg (Foto:  ©  Vorort-Bund-net) Bitzenberg-Hohlweg die Naturliebhaber und der Feuchtigkeitsgehalt der mineralstoffreichen Böden die Winzer.

Eiszeitliche Skelette, jahrtausende alte Samenkapseln und Ziegenmilch   

Espen und Moorbirken waren die ersten Bäume in den eisfreien Gebieten, ehe die schnell wüchsigen Pappeln zusammen mit den im elsässischen Illwald vorgestellten Auenholz-Pionierarten den Boden zurückeroberten. Wer weiß, ob gerade zu der Zeit, in der ein nacheiszeitlicher Schatz im elsässischen Griesheim einem Grab aus der jüngeren Steinzeit (zw. 5500 und 2.200 v.Chr.) beigelegt wurde? 1994 freigelegt, war sein überraschender Fund eine Kapsel mit 7.000 Jahren alten Samen der Eseldistel. Diese, heute nur noch in Vorderasien bis Iran ursprüngliche, Nachfolgerin hatte ihren Ursprung jedoch im Gebiet Rosenmeer. Also neben den Hütten der ersten Elsassbauern. Im Garten von Jean-Jacques Tittel-Moser wuchs die Urahnin der heute wesentlich kleineren zu stattlichen 2 Metern Höhe heran und trägt riesige Blätter. (zu den Auenhölzern im Illwald, im Großen Ried der Ill-Niederung) Aus dem Uralgebirge einwandernde nomadische Hirten verbreiteten die Genmutation in Europa. Als die ersten als Haustiere gehaltenen Schafe, Rinder und Ziegen vor rund 8.000 Jahren nach Europa gebracht wurden, konnten die meisten Bauernmägen die gemolkene Viehmilch noch nicht vertragen. Bis auf eine kleine Minderheit, mit dem deutlichen Enzymvorteil auch im Erwachsenenalter noch Laktose zu produzieren, verbesserte deutlich ihre natürliche Selektion durch Rückgang der Säuglingssterblichkeit. Nach Ende der Eiszeit sind die heutigen Finnen, Esten und Lappen (Uralier) in Skandinavien eingewandert. Später dann, vor ca. 5.000 - 7.000 Jahren, drangen indoeuropäische Reiterhorden aus Asien bis nach Südschweden und Dänemark vor. Ihre Sprache und Religion haben sich durchgesetzt, ihr Volk hat sich wahrscheinlich uralisch vermischt. Wahrscheinlicher Ursprung der nordisch fremden Volksstämme, die die Römer mangels Interesse als die Germanen bezeichneten, die ihnen später über die norddeutschen Küste und Dänemark am Rhein in die Quere kamen. - - - Zur Keltischen Zeit in Südbaden führte ein archäologischer Fund eines Bronzekessel aus dem Fürstengrab bei Kappel am Rhein (Ortenaukreis) im *): Museum für Ur- und Frühgeschichte im Colombi-Schlösschen in Freiburg (Breisgau).

Hatten die Gallier, Kelten, Germanen wie Römer ihre Arier vergessen ?

Ist das möglich? Wie konnten sie sie nur vergessen, ihre gemeinsamen, streitsüchtig wie frivolen Vorfahren aus der indio-europäischen Familie? Sie verstreuten sich von einem großen Fluss des innerasiatischen Landes Turkestan aus nach Westen. Diese Ur-Völkerwanderung von Afghanistan-Pakistan ins heutige Indien um 1500 v. Chr. der indo-europäisch sprechenden Arier waren wie die Kelten, ob aus den Steppen Südrusslands oder dem Kaukasusgebiet an diese kontinentale Sprache gebunden, sollten mit dem Limes-Grenzwall mit seinen 1000 Türmen und 100 Kastellen gestoppt werden, da ihre Einbürgerung von Rom verweigert wurde. Der eigentliche Zweck seines Baus war höchst innerpolitisch. Einst im dreihundertköpfig regierten Senat des wohlhabend römischen Adelsstandes beschlossen, sollte dieser Grenzwall ein weiteres Eindringen von bereits "im Allgemeinlandbesitz befindlichen germanischen Bauern" verhindern. Drei ihrer unmittelbar vor meiner Nase angelegten Kastelle waren Straßburg, Breisach und Basel. Sie wurden meist an Keltensiedlungen gebaut, so genannten Oppiden (Landstätten). Diese ersten,  römischen Oberrheinburgen kennzeichneten das Gebiet lange vor den Staufischen. Als Pufferzone hielten diese jedoch nur den bislang noch 'ale-mannen-los' vorrückenden Germanen stand! Die erste Niederlage der Römer gegen die Germanen besiegelte die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahr 9 n. Chr. Auf dem Limberg, einem unmittelbar am Rhein gelegenen Höhenrücken direkt an einem strategisch bedeutenden Flußübergang bei Sasbach, wurden seit der Jungsteinzeit Befestigungen angelegt. Die älteste aus der Zeit der Michelsberger Kultur gehört zu den größten des Oberrheintales. In der Hallstattzeit wurde das Festungsareal noch weiter ausgedehnt und in der späten Latènezeit mit einem mächtigen Abschnittswall gesichert, der heute noch gut erkennbar ist. Im Oppidum selbst, von nur kurzer Bestandszeit, wurden nur wenige Funde gemacht und ohne Caesars Zeit, die aber eine Datierung erlauben. Wurde es nach der Schlacht von Bibracte durch zurückkehrende keltische Stämme neu angelegt? ... von Rom zeitweise unterstützt, dann aber unter Augustus durch ein römisches Lager ersetzt? Zahlreiche spätere Anlagen auf dem Limberg gefunden, nutzten die strategische Lage aus: wie eine frühmittelalterliche Turmhügelburg ("Alte Limburg"), die mittelalterliche Limburg, auf der angeblich Rudolf von Habsburg geboren wurde, bis hin zu Westwall-Bunkeranlagen aus dem Jahr 1938.

à propos: Arier - oder die erste bekannten Völkerwanderungen, schwere Kost für Abstammungsliebende - um 1.950 vor Christus zogen indo-europäisch sprechende Ionier und Achäer (Griechen) von Nordosten her nach Griechenland, die Hethiter zogen um 1.900 v. Chr. nach Kleinasien (Türkei) und die Arier als Kulturträger Indiens, die um 1.500 v. Chr. über 'Afghanistan - Pakistan' nach Indien vorstießen um die dort ansässige Bevölkerung zu unterwerfen; ehe um 840 v. Chr. eine 2. Völkerwanderungswelle folgte: die Iraner (Perser und Meder) folgten ins heutige Iran, während die Latiner nach Italien, die Kelten und etwas später die Germanen und Slawen nach Mitteleuropa zogen.

Rom griff an um die Elblinie zu gewinnen  

Zur Abwehr nordischer Völker, die Rom gerade dabei störten ihre südlichen Kolonien auszuplündern, schickten sie den Römer Drusus Nero Claudius ins damalige Germanien, um dort vom Niederrhein aus mehrere siegreiche Feldzüge auszuführen (um 12-9 vor Christus). Der Römer Tiberius tat dasselbe von der Donau aus. Dort gründete er die römischen Provinzen Vindelicorium (Augsburg) und Castra Regina (Regensburg). Doch das Germanien, oder besser gesagt die Germanen, befreiten sich bei der Schlacht im Teutoburger Wald. Dies ereignete sich in einem Teil des nördlichen Weserberglandes. Auf Teutonischem Gebiet des altgermanischen Volkes der Teutonen. Die lateinische Bezeichnung für ein Territorium wurde viel später erst zur spöttelnden Bezeichnung alles Deutschtümliche. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass alle rechtsrheinischen oder ostrheinischen, teils nordische Völker mit der römischen Bezeichnung Germanen tituliert wurden. Am Oberrhein jedoch sollte ihr Entkommen vor Drusus Truppen bei dieser Schlacht ein halbes Jahrhundert später zur erneuten Begegnung führen. 

Seht euch nur einmal Asterix und Obelix an !

Die Fährte zu den gallischen Kriegern als Stars eines Comic Strips gelten als wahre "denk-mal !" - Zerrbilder' wenn es darum geht euren Umgang mit dieser neuen Landschaft zu beleuchten. Fast 70 Jahre vor der Oberrheinüberquerung (55 v.Chr.) durch Cäsar, gelang bereits der erste Germaneneinfall in Gallien. Von Norden her einbrechend sollen sie die elsässischen Kelten vertrieben haben. Da war der Stamm der Triboker, der sich selbst nicht als Germanen bezeichnete. Die Römer betitelten sie so, weil sie Teil der frühen Ostrheinansiedler waren. Diesem Volksstamm gelang es sich im damals römischen Elsass auf Holzpfahlbauten festzusetzen. Diese legendären Steckelburjer gingen als erste Stroßburjer in Straßburgs Gründungsgeschichte ein. Man ehrte sie, erinnernd daran, nachträglich anlässlich der Straßburger 2.000 Jahresfeier. Die von der Ill wie dem Rhein oft überschwemmten Rheinauen erforderten diese Pfahlbauten. Den Rheinseitenkanälen, also den durch Besiedlung später angelegten Entwässerungsgräben, verdankt ihr das bewohnbare Grosse Ried. Zum Tummelplatz Straßburgs vor und nach seiner Gründung gibt es auf dieser Webseite mehrere Fährten. Beispielsweise die ersten aus Thassos kommenden Griechen. Die durch ihre Kolonie der Vier Türme am Platz der heutigen Synagoge ebenfalls Straßburg  gründeten. Doch erst nach langem und verlustreichem Widerstand gegen die einsetzende Römerflut. Die Litfasssäule der dortigen Tramstation verweist auf die griechische Herkunft des Wortes Synagoge (sunagein) als Versammlungsort. Erste Siedlungsplätze der Kelten in Basel: Funde am Ufer des Rheins nahe der Wiesemündung: die Siedlung 'Basel-Gasfabrik', diese zeitliche Lücke bis zum Siedlungsbeginn auf dem strategisch günstiger gelegenen Münsterhügel um die Mitte des 1. Jh. v.Chr., lässt Fragen offen: Verließen die keltischen Auswanderer Basel wieder um ca. 90 v.Chr. bis nach 58 v.Chr. um in ihre Heimat zurückzukehren, nachdem sie bei Bibracte von Cäsar, dem 'Würgeengel der Barbaren', geschlagen wurden?  Dort wurde um 50 v.Chr. eine wehrhafte Siedlung mit Wall und Graben angelegt. Durch archäologische Grabungen konnten an verschiedenen Stellen unter anderem Reste von Tongefässen sowie von keltischen Strassen und Hinweise auf Fachwerkhäuser beobachtet werden.

Für Cäsars damalige Legionäre und ihre besitz- wie arbeitslosen Sklaven des römischen Beamten- und Ritteradels, war diese Art der 'Steckelburjer Brückenbau' reine Schinderei. Dank dieser, sich so nützlich vermehrenden « proles », gelang es Cäsar im viel gewundenen Rheinflussverlauf den schon jungsteinzeitlich gepflegten Holzpfahlbau wieder aufzunehmen. Diese mühsam ins Rheinmoor gespießten Pfähle wurden nach ihrem Dienst wieder zerstört. (So erging es auch vielen Rheinbrücken in der Mitte des letzten Jahrhunderts.) Cäsar gelang es so, den hier linksrheinisch ansässigen Keltenstämmen angeblich zu Hilfe zu kommen; und die bald weiteren, von Norden eindringenden Germanen derart zu bekämpfen, dass es nur wenige noch über den Rhein schafften. - Mehr zu den Römischen Legionen am Oberrhein, im 'gallo-romanischen Museum' im elsässischen Biesheim.

bis dàss d'r Tràm awer im Schwoweländel ankummt, muess es s'Land vun d'Gälfiessler (Badenser) erscht emohl durchfàhre !à propos:  "An de Kehler Bruck isch ken Bàrrier un ken Zollhiisel meh ze sähn. M'r wurd dort nimmi àbgegriffe... s'moderne schlanke Mimram-Brickelrier - oder verbindt Kehl wie e Vorort mit de europäisch Metropol: D'Gälfiessler und d'Steckelburjer kenne sich jetz mit'nànder uf 'em Johànni-Messti àmüsiere, wo in Züekunft im nejàngelajte Park am Rhin àbg'halte wurd... Am e schneene Dàà wurd d'r Tràm vun Strossburi iwwer d'Rhinbruck niwwer ins Schwoweländel fàhre!" (Raymond Matzen: D'Europa-Idee, D.N.A. Bas-Rhin 6.8.2006) - Steckelburjer = Strassburger

Der Gallische Krieg, Cäsar's Keltenvernichtung am Oberrhein

Bei den Römern war Spaß immer groß angelegtes Töten. Da war das durch Größenwahn entartete 'Rom' mit seinen grausigen Volksbelustigungen, wenn nicht gerade, wie hier am Oberrhein der Gallische Krieg angesagt war, ausgeführt vom Römer Cäsar. Seine Außenpolitik war eine folgenschwere Missetat im Schaffen einer Grenze, die es vorher nie gegeben hatte: die Rheingrenze. Cäsar würfelte Europa nach seinen Vorstellungen auf: er unterwarf die überwiegend keltisch besiedelten Länder zwischen Rhein, Atlantik und den Pyrenäen und verleibte sie dem Römischen Imperium ein; jedoch erst nachdem er das betroffene Gebiet als  'Gallien' deklarierte. Damals war rechtsrheinisches Gebiet am Ober- und Hochrhein überwiegend von Kelten besiedelt, während beiderseits des Unterrheins überwiegend Germanen lebten; der Rhein also noch keine Grenze bildete. Wie so viele Machthaber vor und nach ihm, täuschte Cäsar seine Kritiker in Rom mit dem Lügenmärchen der  'wilden Germanen', die rechts des Rheins siedelnd noch nicht zu schlagen seien, währenddessen verheimlichte er wohl die von ihm unterworfenen, linksrheinisch siedelnden Kelten. In den Senatsköpfen Roms erschuf Cäsar so die Rheingrenze, die bis auf die jüngsten europäischen Kriege ein wirtschaftlich rentables Begierdeobjekt blieb. Sein 'clou' dabei war, dass das rechtsrheinische Gebiet trotz der dort auch vorhandenen Keltensiedlungen seither Germania hieß, und sein linksrheinisch  unterworfenes Gebiet 'Gallia' hieß. Das war das Töten von ca. 4 Mio. so genannten Barbaren, die im Gegensatz zu Rom keine ungewollten Neugeborenen zur Tötung frei gaben, und ebenfalls im Gegensatz zu den Römern, ihren keltischen Frauen Besitztum und Bürgerrechte zugestanden, anstatt ein Leben in der Verbannung mit Pflicht zur Altenpflege. Cäsar's Goldgier lieferte euch einen falschen Geschichtsbericht. Der Kelten lose Siedlungsgruppen machte sie angreifbar für die Tötung eines Drittels der waffenfähigen keltischen Bevölkerung, ehe man ein weiteres Drittel ihrer versklavte (58 bis 51 v. Chr.).  Von den Ursprüngen der Kelten ist weit weniger bekannt, als vom Ende des Keltenkönigs Vercingeteorix, welcher im Jahr 52 v.Chr. in einer mit Stalingrad vergleichbaren Schlacht  gegen den römischen Karrieristen Cäsar unterlag. Als sich Vercingeteorix schließlich als Besiegter aus seiner belagerten Stadt Alesia (NW von Dijon) ins römische Lager begab, endete die Geschichte der Kelten. In Ketten gelegt, starb Vercingeteorix Jahre später einen erbärmlichen Tod zu Cäsar's Machtdemonstration in Rom.

à propos: Die Goten - Der gotische Keltenkönig Vercingeteorix auf der Flucht vor den Hunnen: Die aus Gotland in Schweden vor den Hunnen flüchtenden Christen sollten auch hier kein eigenes Land erhalten. Auf ihrer Pilgerreise angekommen, kauften die Römer Gotenkinder gegen Hundefutter. Die einst kultiviertere keltische Kultur ging fortan in der immer noch babarisch-römischen auf, vermischte sich mit anderen Kulturen und hat sich in Spuren bis heute erhalten. So wie die römische auch, besonders mit der Eheschließung, der Rolle der Frau bis Mitte des letzten Jahrhunderts, dem Weinbau, den tribünenartigen Massenveranstaltungen (einst grausam mordend) und in der Steuerpolitik der Republik (einst durch gut organisierte Ausbeutung ihrer 'proles'.

Kartenausschnitt von Wikipedia Gallien zur Zeit Caesars (58 v. Chr.) das von Kelten bewohnte Gallia Celtica

Das Burefeld am östlichsten Ausläufer des Ormont bei St. Dié (Südelsass) bezeugt ein im 4. Jh. von den Alemannen zerstörtes Keltenlager mit Steinmauerresten und Reste einer Pflastersteinstrasse der Sarmaten von Metz nach Schlettstadt. Am Rhein erschienen ihre Reiterheere als Alliierte oder Sklavensöldner der Römer,  um das im Jahr 40 vom Römer Agrippa erbaute römische Pfahlbau-Feldlager aus Holz und Lehm bei Köln zu verteidigen. Die Sarmaten (völker), im ständigen Konflikt mit den Skythen, übernahm dieses Nomadenvolk Pfeil und Bogen von den Hunnen, um nach den griechischen Kolonien die römische Grenze zu bedrohen; ehe sie selbst im 3. Jh. von Goten und im 4. Jh. von den Hunnen unterworfen wurden. Ein Teil der Sarmatenvölker wurde von den Goten unterworfen zwischen 200 und 300. Im 4. Jh. waren es vor allem die Roxolanen und die Jazygen aus der römischen Provinz Pannonien, die sich an der römischen Grenze tummelten. Die ukrainischen Alanen waren Nachbarn der Ostgoten, als sich anno 376, die Schwarzmeer-Sarmaten mit den Hunnen verbrüderten um das Gotenreich zu zerstören. So verirrten sie sich Attila's Schwarze Hunnen auch ohne Attila am Oberrhein, als sie, anno 406, die von Aëtius gemischt 'römischer' Armee zugefügte Niederlage als Rückzugssignal anerkannten.

à propos:  Sauromaten, ein nomadisches Steppenvolk iranischer Abstammung, sesshaft in Sarmatien (Länderbezeichnung der Griechen, vor allem der Römer) gelegen zwischen Don und Ural mit Hauptsitz am Fluss Ilek im Südural. Sie waren mit den Skythen verwandt, deren beider Sprachen ausgestorben sind, und mit zahlreichen Teilstämmen, wie z.B. Alanen, Aorsen, Jazygen, Maioten, Roxolanen, Siraken, etc. Die sarmatischen Roxolanen sollen mit Rus (alter Name Russlands und der Russen), wie ein alanischer Teilstamm der Ruchs-as auch, die iranische Länderbezeichnung gegeben haben.

Im Jahr 74 war der Germanenvorstoß über den Rhein sicher das Stadtgespräch in Rom. Im Jahr 90 mussten die Römer die Ostgrenze an die Limeslinie verlegen. Der Bau zweier Römerkastelle bei in Zunsweier (für 500 Legionäre) und Rammersweier bei Offenburg und die Entdeckung von 1996 einer römischen Hafenlage und Brücke am Mühlbach in der Offenburger Hauptstrasse erinnern an den Offenburger Forscher Ernst Batzer: er vermutete bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts eine wichtige Wegkreuzung der Römer in Offenburg, die zu ihrer Sicherung solche Römerlager erforderlich machten. Heute wisst ihr, dass die Gallier (Franzosen) Nachfahren der Kelten, Römer und Germanen (Franken, Alemannen und Normannen) sind.

Die 'Alemannen' kommen ! 

hieß es zu Beginn der Völkerwanderung für die Römer der Pax Romana. Zu Anfang des 3. Jh. saßen von der Rheinmündung flussaufwärts nacheinander die von Römern als Germanen bezeichneten Franken, Burgunder, Alemannen, Friesen, Alanen, Vandalen und Sachsen auf der Lauer. Die Helvetier, Rauracher und Bojer machten als drei keltisch-indoeuropäische Stämme Schweizer Geschichte. Das (alle-Manne) alemannische Völkergemisch schaffte es (ab 260), von der unteren und mittleren Elbe herkommend, am Rhein ansässig zu werden. 'Alamannen' Übername einer Kampfgruppe, die sich um einen elbgermanischen Kern gruppierte? Seit 213 fielen sie von ihren neuen Siedlungsgebieten am Main aus auf Raubzügen in das Römische Reich ein. Ab 260 besiedelten sie dauerhaft rechtsrheinisches Gebiet. Organisiert in Kleinkönigreichen, um sich vor der Expansion der Franken hin zum Ostgotenreich zu schützen. Um die Wende vom 4. zum 5. Jh. wieder von den Franken zurückgeschlagen (um sich auf das Oberrheingebiet, also das nach ihnen benannte Schwaben zu beschränken?). Auf dieser Reise nach Süden ließen sie die Schwaben wohl hinter sich. Beginnend mit ihrem kriegerischen Ansturm im 4. Jahrhundert endete die Blütezeit der Römer am Oberrhein unter Kaiser Augustus. Alles römische erlitt keine Meeresvorstöße, dafür alles verändernde Völkereinbrüche. Egal ob im Handwerk wie der Weberei, Töpferei, Waffenschmiede, Schmuck und Münzengießerei in Ehl oder der Glaserei Straßburgs, ob beim Fischfang oder Weinbau (ab 280 n.Chr. durch Kaiser Probus) oder in den Künsten, im Lebensstil oder in der Liebe. Vorerst ließ sich auch unter dem schrecklichen Soldatenkaiser und Kastellbauer Valentinian nichts mehr davon retten. Ehe ihn auf seiner Heimreise angeblich der Blitz traf, erwähnte er in seinem Edikt erstmals die Stadt Breisach (Brisiaci). (Breisach einst Niemandsland auf einer Rheininsel schwimmend, siehe 'vom badischen Rheinried ins Elsass' im Index) - Im Jahr 357, nach einem Sieg der Alamannen über den römischen Heermeister Barbatio bei Augst, zogen mehrere Alamannenkönige unter der Leitung von Chnodomarius und Serapio gegen die Römer in die Schlacht von Straßburg und wurden dort von Caesar Julianus vernichtend geschlagen. Von den einst 35.000 Alamannen sollen 6.000 und 8.000 gefallen sein; während die Römer 247 Tote von 13.000 Mann zu beklagen hatten. Anno 378, in einer Schlacht bei Argentovaria (Horburg im Elsaß) wurden die vom Lentienserkönig Priarius angeführten Alamannen durch das von den Franken Nannienus und Malobaudes angeführte römische Heer vernichtend geschlagen. 5.000 von 40.000 Alamannen sollen nur überlebt haben. Die Flüchtenden wurden von Kaiser Gratianus auf rechtsrheinischem Gebiet verfolgt und unterworfen.

Alemannische Raubzüge machten auch vor römischen Luxusstädten nicht halt. Erstmals besiegte Römer durch noch alemannisch-fränkische Heere bei Bingen und Basel. Dabei setzten sich die 'unrühmlich wilden' Alemannen im Elsass fest. Ein halbes Jahrhundert später brach eine gewaltige Germanen-Völkerflut über den Rhein, bei denen nur noch die Friesen und Sachsen fehlten. Die im Elsass lebende keltisch-romanische Bevölkerung war geschwächt. Schwarze Hunnen anno 406 aus der ungarischen Steppe in Richtung Gallien kommend, brannten alles nieder.  Mit Hilfe genannter hunnischer Hilfstruppen vernichtete letzte römische Feldherr Flavius Aëtius im Jahre 436 das Burgunderreich in der Region von Worms (historischer Kern der Nibelungensage). Die übrigen Burgunder siedelte er als Puffer gegen die Alamannen im Rhônetal an, und die eingebrochenen Alanen im mittleren Gallien. Auf den Katalaunischen Feldern bereitete Aëtius mit seiner, zur Feindvernichtung zusammen gerafften, Armee aus romanischen Kelten, Franken, Burgunder und Westgoten diesem grauenhaften Spuk im Jahr 451 ein Ende; zugleich der letzte große Sieg eines weströmischen Heeres. Aëtius Ruhm verdankt er der Verteidigung der römischen Provinz Gallien während dieser Phase der Völkerwanderung. - Anno 454/55, mit dem Niedergang des weströmischen Reiches, begann die Zeit der größten Freiheit und Ausdehnung der 'Alamannen'. Am Rhein, Ende des 5.Jh., war der europäisch ebenso wild und dabei die Kelten unrühmlich vernichtende Herrscherzyklus der Römer zu Ende; die mörderische Kriege, Trieb gesteuert von Macht, Gier und menschlicher Fruchtbarkeit, waren es nicht. Da wanderte um 500 erneut ein christlicher Mönch irischen Geblüts namens Fridolin von Trier ans Rheinufer nach Straßburg ein, während sich die Franken in Gallien, dem heutigen Frankreich, breit machten, allmählich zur herrschenden Schicht über die Römer, Westgoten und Alemannen. Er sollte diese gallorömische Bevölkerung vom Irrglauben der Arianer reinigen und die rauen Franken in den kontrollierenden Schoß der Kirche führen. Stromaufwärts zog er weiter, durchmaß der schweizerische Alpenvorland und erreichte am wilden Rhein die rätische Stadt Chur. Bald zielte er es ab auf Bad Säckingen, gegen den Willen der Bewohner, um mit der Missionierung des Oberrheins zu beginnen. Er musste diese zuvor mit einer Schenkungsurkunde des Frankenkönigs Chlodwig überlisten, um mit der Rodung und Urbarmachung von Wald- und Sumpfgebieten zu beginnen. Aus den heidnischen Fasnachtsfeuer am Funkensonntag (Zeitreise am Michelsberg) mussten bald Fridolinsfeuer gemacht werden.

Die Urbesiedlung des Elsass 

durch die, von den Franken besiegten, Alemannen (aus dem Völkerclub der Waffenmannen, alias Germanen), wie bei der verlorenen Schlacht im badischen Bellenwald bei Gengenbach (Mortenaugia = Ortenau um 768 erwähnt) anno 712. Die Franken herrschten, während die Alemannen die bilden Gaue bildeten. Den sumpfigen, feuchten Riedflächen wichen sie zunächst aus. Weit ab von Wäldern und Gebirgen legten sie in Sippen aufgeteilt ihre Gaue, Marke und Dörfer so an, wie sie euch noch heute begegnen. Die Adligen die diese Gaubezirke als Feudalherren unter die Sippen und Familien verteilten blieben, ähnlich wie bei heutigen republikanischen Seilschaften, dabei im Dunkeln. Der Hagenauer Forst, das Colmarer Ried und das Münstertal sollen neben Kaysersberg und Kientzheim als Beispiel dafür dienen, dass eine Gemeinde oder Herrschaft sich das ganze Gebiet aneignete. Nur Ackerland und Wiesen wurden den Sippenangehörigen zugewiesen, während Weide und Wald als Gemeingut blieb. Auf der anderen Rhein- und Vogesenseite im Kinzigtal bei Nordrach hat sich eine Gemeinde ihren diesbezüglichen Namen erhalten: Allmend. - In der Dorfansiedlung blieb bald ein sichtbarer Unterschied zwischen den fränkischen Reihen und den alemannischen Haufen um ein Zentrum herum. Die Endungen der elsässisch-badisch-schwäbischen Dorfnamen: -heim, -ingen und -weiler verwirren euch noch heute ob ihrer jeweiligen Gründer.  Nahe meines Refugiums verweisen sie gar auf die einstige Anwesenheit anderer Volksstämme, wie Friesenheim, Saasenheim (Sachsen), Hessenheim und  Kleinfrankenheim. Doch, alle mit -heim endenden Siedlungen stammen von fränkischen Eroberern, die ihre Siedlungen vor allem im 5. und 6. Jh. v. Chr. gründeten. Im 7. Jh., bauten die fränkisch-austrasischen Könige ihre Merowingerresidenz in Kirchheim, und zu ihrer Verteidigung in unmittelbarer Nachbarschaft, bezichtigt ihr sie, die 4 Kardinalspunkte zu  castella ausgebaut zu haben: so wie Osthoffen im Osten und Westhoffen im Westen,  mit Nordheim im Norden und Soultz-les-Bains (oder das verschwundene Sundheim?) im Süden. Die Umsetzung des Flurzwang oblag natürlich den unfreien Urbewohnern und Kriegsgefangenen auf ihren Fronhöfen. Vom somit erzielten Reichtum profitierten trotz Kirche im Dorf nur der Fürsten- und Grafenadel, die bald mit den etwas segensreicheren Bistümern, Klöstern und Kirchen zu teilen hatten. Zillisheim eines der ältesten Dörfer des Sundgau  erscheint in der Geschichte des 8. Jh. in Verbindung mit dem Herzogtum Elsass,  unter religiöser Herrschaft insbesondere durch die Klosterabtei von Masevaux. Eine «Charta» von Lucelle (1343-1350) bezeugt Zillisheim als einen der einflussreichsten 'Dinghöfe' jener Zeit, ein offener Hof mit Asylrecht und Provinzgericht mit seinen politischen und gerichtlichen Vorrechten. Es geriet schon ab dem 8. Jh. unter den Einfluss der mächtigsten Herren von Altkirch, die Grafen von Ferrette, ehe es bis zum Westfälischen Frieden anno 1648 unter der Autorität des Hauses Habsburg verblieb.

à propos:  Die Merowingerkönige im Elsass wählten mit ihrem Herrschersitz die beste geologische Lage mit seinen Loessverwerfungen und Vielfalt aus der Gesteinshexenküche (Geomorphologie) infolge von Bewegungen der Erdauffaltung. Nordheim liegt an der Grenze der Zaberner Senke (Saverne, die sich von Wissembourg nach Barr erstreckt) und der Rheinebene. Genau hier, zum hügeligen Schutz von Nordheim, zieht sich die Linie des großen westlichen Rheingrabenbruches über IttlenheimNordheim - Kircheim, in deren Deckung die Merowinger ihr nördliches Kastell errichteten. Diese örtliche Grabenbruchlinie weist im Osten Zonen abgedeckt mit Sedimentsablagerungen aus der noch aktiven Erdzeit auf, und Gelände oder erscheinen Felsen des Mesozoikum (vor 235 bis 65 Mio. Jahren) im Westteil, Zonen mit Sedimentsablagerungen aus den Überschwemmungen der Erdneuzeit vor 2 Mio. Jahren im Osten bedeckt sind. Die Zusammensetzung dieser Gesteine und ihr Alter sorgen heute für die geeigneten Böden verschiedener Weinsorten.

Im Rückblick darauf veranschaulicht das auf mehreren Regioseiten erwähnte ECO-Freilichtmuseum in Ungersheim deutlichst die explosionsartig technische Entwicklung allein im 20.Jh! Anno 536 wurde das rechtsrheinische Herzogtum Alemannien mit dem Rhein als Grenze vom linksrheinischem fränkischen Alemannien abgegrenzt. Von da an, bis zu den Merowingerkönigen des Austrasischen Reiches mit seinen ersten Pfalzen wie Straßburg, bis zu den Leibeigenen, Hörigen und Zinsbauern im Zwing und Bann des Kirchenstaats im 9.Jh., blieben euch viele Fragen offen. (Erst zu dieser Zeit brachen die Alemannen besiedelnd in die Vogesentäler ein, wie Lapoutroie und Markirch (Ste. Marie-aux-Mines). Im beständigen Werden und Vergehen wechselten sich auch diese Herrschaften ab.) - Der austrasische König Childebert II. setzte anno 587 den Alamannenherzog Leudefredus ab und bestimmte Uncelenus zu seinem Nachfolger. 595, nach dem Tode Childeberts II., wechselten der Thurgau, der Kembsgau und das Elsaß an Burgund; der Alamannenherzog Uncelenus diente damit dem frankoburgundischen König Theuderich II. - Die Bischofsbesitztümer Straßburger Bischöfe, die Brandschatzungen der Armagnacs, Hexenverbrennungen, die Alchimie, Reformation, Bundschuh, Straßburger Religionskrieg und Silberminenrausch als Fortsetzung dessen auf den regional geschichtlichen Welschkorn'Seiten.

Der heutige Oberrhein beginnt bei Basel und endet bei Bingen 

Der Oberrhein nördlich von Basel um 1800 - Der Isteiner Klotz und eine durch Inseln und 'Wörthe' gekennzeichnete Flusslandschaft. 

 

 

 

 

 

 

 Bild:  (Gemälde von Peter Birrmann (1758 -1844), im Kunstmuseum Basel) - Etwas nördlich von Basel befand sich das um 1800 in Birrmanns Malerei festgehaltene, südliche, einst idyllische Oberrheintal am Isteiner Klotz. Geprägt von Inseln und Wörthen (= Flussinseln, Landstrich zwischen einem Fluss und einem stehenden Gewässer), die sich zwischen zahlreichen Flussarmen befanden. Heute sind diese verschwunden weil der Fluss begradigt und eingedämmt wurde. Geologisch besteht diese Grabenbruchscholle mit 150m hohem Steilkliff aus Gesteinen der Oberjura-Zeit  Die untersten, also  ältesten Gesteine weisen Tonmergel-Mergel-Wechselfolgen auf (Pholadomyen-Mergel, nach der Muschel Pholadomya exaltata), die ihr vom Aussehen her mit denen des Schweizer und Nordostfranzösischen Oberjuras (Argilles à Chailles) vergleicht.  Pholadomyen-Mergel sind Lagen und Horizonte von Kalkknollen, darüber folgen Riffkorallen führende Gesteine. Nach tonigen Korallenmergeln folgt der ca. 40 m mächtige Korallenkalk, der nach oben zu großflächig verbreitete Korallenriff-Kalke verstreute und kleinere Riffkörper zeigt. Gesteinsabschlußschicht dieser oberjurassischen Schichtenfolge sind dichte mikritische Kalke (Brachiopodenkalke / Splitterkalke). Der Überzug dieser Gesteinsfolge bilden uneinheitliche, durch das Einsetzen 'gebankter, mikritischer bis onkoidischer Faziestypen' ohne Korallenführung definiert. - Anfang des 19. Jahrhunderts als Hochwasserschutz begonnen, endete im 20. Jh. im der Wasserschifffahrt dienenden Flussausbau. Um 1852 stand das Rheinwasser noch 1,40m über dem heutigen Niveau. Heute liegt der Oberrhein tiefer, weil sich durch dessen Begradigung und Eindämmung die Fließgeschwindigkeit des Wassers so erhöhte, dass eine verstärkte Tiefenerosion einsetzen konnte. Nur noch die anstehenden Kalkschichten (= Isteiner Schwellen) widerstanden als Felsbarrieren im Rhein. Früher bildeten sie eine Gefahr für die Schifffahrt. 

Heute fahren die Schiffe auf dem parallel zum Rhein verlaufenden Rheinseitenkanal; der bei Weil am Rhein beginnt und bei Breisach endet. Gesenkter Grundwasserspiegel für reibungslose Schifffahrt gegen verschwundene Auenwälder samt obiger Landschaft. - Nördlich von Breisach bestimmen andere wasserbauliche Maßnahmen den Flusslauf: Schlingen, Dämme, Staustufen, Schleusen und Kraftwerke anstelle des Seitenkanals. Staustufen sollen ein zu schnelles Wasserabfließen verhindern, weil die natürlichen Überflutungsflächen der Auengebiete fehlen. Mein mich umgebendes Überflutungsgebiet stellt also ein winziger Ausgleich dar. Diese hier so einzigartigen Auenwälder konnten sich nur erhalten, dank einem beständigen Wasseraustausch zwischen Rheinfluss und Altrheinarmen. Würde dieser wechselhafte Austausch nicht mehr bestehen, weil das Rheinhochwasser Sand und Geröll in den Altarm transportieren hätte können, wäre dieser verlandet. Die Pflanzen und meine Gefährten, die Tiere im "Taubergießen, dem 'Amazonas am Oberrhein', fänden keinen Lebensraum mehr in diesem Naturschutzgebiet. - Der Rhein, das ist der Zusammenfluss alpiner Fliessgewässer von Hinterrhein (San-Bernardino-Passes) und des westlichen Vorderrhein (Gotthard-Massiv) westlich der Schweizer Stadt Chur (Reichenau). Der Alpenrhein fließt nach Norden bis zum Bodensee, mit Austritt liegt bei Stein am Rhein am Bodensee-Westend. Von hier aus strömt er alias Hochrhein gen Westen bis Basel, wobei er als reißender Fluss südlich von Schaffhausen den ca. 150m breiten,  ca. 20m hohen Rheinfall bildete. In Basel biegt der Rhein scharf nach Norden ab um in sein vorgefertigtes, tektonisches Rheingrabenbett, zwischen den Vogesen im Westen und dem Schwarzwald im Osten, zu fliessen. Doch zuvor verbummelt er sich über einen kurzen Abschnitt nach Westen ehe er sich in Bingen am Rhein nach Nordwesten abdreht, und ab hier nicht mehr Oberrhein genannt werden darf. 

que sera sera... in 200 Mio. Jahren...Ein ebenso langer wie auswegloser Schöpfungsweg beschreibt nur scheinbar 'unendlich kreisend' den Verlauf von Gondwanaland hin zu den ersten elsässischen Kelten.

Hinweg über die Römer, samt ihren als germanisch (rechtsrheinisch ansässig) titulierten Alamannen, über endlos folgende Kriege bis ins 20. Jahrhundert hinein.

Wer vermag zu glauben, dass wir auf diesem blauen, polsüchtig schwankenden Planeten jemals irgendein Anrecht hätten auf ein dauerhaftes Klima oder gar eine sich unverändernde Landschaft ? Zeigen uns die heutigen Archäologen nicht Gebiete auf, die von Südseeparadiesen in Wüsten verwandeln konnten ? Was vermögen da schon eure weltweiten Kälte- oder Hitzerekorde. Was treibt die Erderwärmung voran? Nur der überbevölkerte Planet mit seinem atmosphärischen Müll? Bloße Tatsache bleibt, dass ihr an den meisten Orten dieses Wasserplaneten ohne Erderwärmung und Brennstoffe, ohne Lehm- und Hanfhäuser die Winterfröste nicht überlebt. Begäben wir uns darin nicht selbst in den Bereich des blaudunstigen Truges ? Der Täuschung einer der sieben Regenbogenfarben. Dieser Trübung der Luft als etwas ins Nichts Zerfließendes. Diese, die Wirklichkeit blau verschleiernde Lufthülle, erweist sich so zu einer weiteren meiner auf der Startseite ausgelegten Fährten. Und was ist mit dem Boden unter euren Füssen, angesichts dieser für euch legendär gewordenen Begebenheiten, begeht ihr ihn mit etwas von meinem feinerem Gespür ?

à propos:  Linkangaben: zu seinen sich im Vulkannebel und Vogesenföhn badenden Orchideen im Taubergießen - Geologie: Die Entstehung von Rheingraben und Schwarzwald wird im Museum im Ritterhaus in Offenburg (Baden) thematisiert. Geländeschnitte und Oberflächenkarten zeigen das Vorkommen der verschiedenen Gesteinsarten. Ihre Entstehungsgeschichte und ihre Verwendung durch den Menschen werden erläutert. Schwarzwald: Erze und Mineralien des Kinzigtals sind ausgestellt und ihre bergbauliche Bedeutung ist dokumentiert. Die wechselvolle Geschichte des Kinzigtäler Bergbaus ist geprägt durch die zahlreichen, aber oft wenig ergiebigen Mineralienvorkommen. Infos: zur Geologie der Erde im Naturhistorischen Museum in Basel  

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