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Chapelle du Chêne
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Damwild
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Erlensümpfe
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Insektenschutz
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Krummlach
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Redouten
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Schwemmried
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Stechmücken
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riedtypisch
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Wanderkarte: IGN
Top 25 3717ET Sélestat - Ribeauvillé
Beginn dieser mühelosen Rundwanderung: ist
die Schiffwasserbrücke an der Fahrstrasse D159/D214, bei der
Wegtafel mit Markierung: roter Ring.
(Aus der Stadtmitte Schlettstdt's kommend Richtung Ausfahrt auf die
D159, vorbei an der Médiathèque und 2 Forsthäusern) - Parkplatz:
über dem Hollockgraben beim letzten Forsthaus "MF de la Redoute"
die Kreuzung überqueren, und bei der Wegtafel dem schmalen Kiesweg
rechts hinab folgend.
>
Eichenkapelle:
(Schiffwegkapelle
/ Chapelle de la Chêne): Bis zum Ende des 19. Jh. gab es im
Illwald keine Waldwege. Die Pilger mussten auf einer Barke den
"Schiffweg" benutzen, der im Winter stets überflutet und im Sommer eine
Schnaken- und Bremsenplage war. Bereits im 15.Jh. und belegt seit dem
18. Jh. pilgerten die Gläubigen zur Maria, um für die Erlösung von
ihren Fiebern zu bitten. Zuvor soll es eine Eiche gewesen sein, in
deren Stamm sich eine Marienstatue befand. Um 1750 nahm die, unweit
gelegene, Kapelle Notre-Dame-des-Neiges gegen den Protest des Volkes
die Marienstatue an sich; verbot den Kult an der Eichenkapelle und zog
von nun an die Pilger mit ihren teueren Geschenken an. Ab 1843
beruhigte sich die Lage und Schlettstädter Jesuiten nahmen sich der
Restauration der Kapelle wieder an. Sie war wieder Wallfahrtsort
an Oster- und Pfingstmontagen, sowie am 15. August (Mariä
Himmelfahrt). In der Nacht zum 17/18. Juni 1925, als es bereits
Waldwege gab, wurde die Eiche samt der Statue durch Flammen vernichtet.
Link
zur Schwarzerle |
> Erle:
(Alnus
glutinosa)
Die Schwarz-Erle, der Baum aus Goethes
Erlkönig und Baum des Jahres 2003, ist durch Feuchtwiesengebiete sehr
gefährdet. Ihr beliebtes, schnell wachsendes Möbelholz ist leicht
rötlich und gab ihr auch den Namen Roterle. Ein Wasserspezialist mit
den richtigen Mikroorganismen am Wurzelbereich liiert. Als Pionierart
liebt sie sickerfeuchten, zeitweise überfluteten, lockeren oder
steinigen Boden. Erlen-Eschenhaine, die
sickerfeuchte Böden lieben, bestimmen ca. 50% dieses Auwaldbestands, zu
erkennen an ihrem reichlich vorkommenden Brennnessel-
und Gräserbewuchs. Im Illwald hält sie den dritt
größten Baumbestandteil. Ihr erkennt sie an ihrer schwarzen
rissigen Borke und ihren, mehrästig vom Boden aufsteigenden,
Kronenbereich. Im Frühling an ihren fruchtenden, 3-4 cm langen Kätzchen
und den kleinen bräunlichen Kugelzapfen. Ihr wechselständiges,
keilförmiges Blatt weist auf der Unterseite gelbliche Haarbüschel auf.
Das Hartholz dieses Birkengewächses diente einst auch zur Schuh- u.
Musikinstrument-Herstellung. Ihre Holzkohle einst der
Herstellung von Schießpulver. Die Waldböden weisen
euch die Erlen-Eschenhaine und die Eichen-Eschenhaine
an ihren Pflanzen wie Bärlauch und Annemonen; nicht zu verfehlen im
Waldstück zwischen Hollockgraben und Krummlachgebiet.
> Bremse:
(Tabanidae) Wohl jedem bekannt ist die
graue, bis 1cm lange Regenbremse (Chrysozona pluvialis), die im Sommer
den Aufenthalt an schattigen Plätzen in der Nähe von Gewässern zur Qual
werden lassen kann. Wer sich im Sommer diesem Biotop nähert wird, ohne
biologischen Schutz, von Blindbremsen (Chrysopos) angesaugt. Sie folgen
menschlichen Transpirationen mit sehr hübsch gefärbt gefleckten
Flügeln. Im späten Frühjahr oder im Frühsommer schlüpfen die zu Larven
entpuppten Bremseneier nach 10 Tagen aus dem lockeren Boden. Nach dem
Genuss von Schnakenlarven und Regenwürmern, suchen sich die Weibchen
Blutträger um ihre nächsten Eier damit zu versorgen; während die harmlosen
Männchen als Vegetarier Nektar fressen.
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>
Brachvogel:
(Numenius
arquata)
Wer in der Nähe eines Rieds (Sumpf-, Moor- oder Feuchtwiesengebiets)
wohnt, hat ihn schon einmal gehört, diesen unverkennbaren klangschönen,
flötenden Ruf: "thuid". Wenn der Große
Brachvogel im Frühling über den Sümpfen seinen Balzflug ausführt, fügt
er zu der Grundstrophe oft noch einen langen Balztriller hinzu. Mit
seinem 10-15cm langen, nach unten gebogenen Schnabel kann er Lebewesen
packen, die tief im Schlamm stecken. Zu seinem Speiseplan gehören auch
Schnecken und kleine Krebstiere. Ein letzter, überflüssiger Hinweis: er
hat ein graubraunes geflecktes Gefieder und einen weißen Bürzel. Das
Männchen stößt im Umfliegen seines Brutreviers kichernde Laute hervor.
Der etwas kleinere, seltenere Regenbrachvogel hat einen kürzeren
Schnabel und eine kontrastreichere Oberseite mit 2 dunklen
Scheitelstreifen. Sein Ruf ist ein gleichmäßiges Kichern. Im späten
April oder Mai werden 3-4 sand- oder olivfarbene Eier in eine
Bodenmulde, die mit Gras oder Schilfhalmen ausgekleidet ist, gelegt.
Nach einem Monat schlüpfen die Jungen; sie sind Nestflüchter. Schon vor
Ende Juli sammeln sich die Vögel und verlassen die Brutplätze. Man kann
dann ganze Scharen beobachten, wie sie auf Nahrungssuche durch den
Schlamm waten.
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Dank dem Naturschutzgebiet,
mit Schutz vor land- wie forstwirtschaftlicher Nutzung, bleiben Gräben,
stehende Gewässer wie Fließgewässer weiterhin ein ideales Amphibienbrutgebiet.
Sie benötigen ebenso die Sumpfgebiete der Illwaldschwemmwiesen,
sowie ein Waldgebiet um neue Biotope zu erschaffen.
Unerlässlich bei der Fortpflanzung seiner Frösche, Lurche und
Kröten. Der beeindruckendste Bewohner der noch wärmeren
Wassergebiete "Rohrmatten" ist die >
Gelbbauchunke (Bombina variegata), alias "Tümpelglöckner".
Kleine Eierballen an Wasserpflanzen und Steinen lassen nach 1 Woche
Kaulquappen schlüpfen. Ihr Ziel ist die Verwandlung in, die das Wasser
verlassende, Jungunken, die bis zu 30 Jahre alt werden können. Nicht
länger als 5 cm wartet dieser lehmgelbe Froschlurch
mit einem Rücken auf, gespickt von winzigen Hornstacheln über
blau-orange geflecktem Bauch. Von April bis Oktober ist er überdies
verantwortlich für die so genannten Hochfrequenz - 'Unkenrufe',
mit immerhin 40 Rufen pro Minute! Seine fast-food besteht aus Insekten,
Larven, Würmer und Schnecken, seine Evolutionstricks
findet ihr auf der auf der Illwald-Seite
Weitere Herrscher über diese
Gewässergebiete sind die >
Stechmücken (Aedes Sticticus
/Moskitos) Bei einer Durchgehung im Sommer sind es nicht nur
die Regenbremsen die euch den Amazonas am Oberrhein näher bringen, im
schattigen Unterholz wird euch das elsässische Wort "Schnokeloch" erst
zum Begriff. Bei den Alemannen am Oberrhein ist die Stechmücke eben
eine ungeliebte Schnake. Unter 300 Schnakenarten und 50
bekannten Stechmückenarten, hat man im Illwald die Schnake 'Aedus Sticticus' für die schmerzhaften
Stiche in Gewässernähe verantwortlich gemacht. Noch vor
Sonnenuntergang, in den Abendstunden und in schattigen Waldgebieten,
sticht das Weibchen überall dort zu, wo ihr stehende Gewässer die
ungeheuere Verwandlung von der Eierablage, über die Larve bis zum
Insekt ermöglichen. Nach der Paarung fliegen die Weibchen umher, um
wenigstens einmal Blut zu saugen, bevor sie die Eier legen. Bei vielen
Stechmückenarten ist die Blutmahlzeit nötig, damit sich die
befruchteten Eier weiter entwickeln. Als Ablage dienen Blechbüchsen,
Regentonnen, Dachrinnen, Jauchegruben und große Seen. Der
rebellierenden Touristen zuliebe, werden nach Überschwemmungskatastrophen
Hubschrauber eingesetzt, die tonnenweise biologisches
Insektenvertilgungsmittel (BTI) über dem Boden versprühen. Bei allen,
in der Oberrheinebene vorgesehenen Polder- und Auwaldflutungen habt ihr
wohl eines völlig vergessen, das woran euch das Schild an der Schiffswegkapelle deutlich an die Hochwasser-Epedemie
ermahnt: an die für den Menschen sehr gefährlichen Seuchen, die diese
Blutsaugerinnen vortrefflich und unbemerkt von Blutbahn zu Blutbahn
transportieren können.
>
Kuckuck
(Cuculus
canorus):
Die vertrauten Rufe der hier zahlreichen Kuckucksmännchen im April und
Mai ist ein akustisches Erlebnis. Obgleich man sie höchst selten zu
sehen bekommt, gehören sie doch zu unseren bekanntesten Waldvögeln. Das
laute trillernde Kichern des Weibchens hört man weniger. Anfang Juli
hört man "ihn" kaum noch. Zu der Zeit ziehen die Altvögel schon in den
Süden, während die Jungen bis September bleiben, um dann erst ihr
afrikanisches Winterquartier anzutreten. Er selbst baut kein Nest. Sein
Weibchen muss ihre Eier in die Nester anderer Vögel legen. Es legt
nistenden Pflegeeltern einfach ein Ei dazu. Diese Wirtsart betreiben
sie bei mehr als 50 Vogelarten. Die Hauptleittragenden sind dabei die
um einiges kleiner geratenen Baum- und Wiesenpieper, Rotkehlchen, Bachstelzen, Drossel- ,
Teich-
und Schilfrohrsänger. Ebenso die Heckenbraunelle, die sich dabei oft auf den
Kopf und Rücken des Kuckucksjungen setzen muss , um ihn 'über-'haupt'
füttern zu können. Dieser Jungkuckuck wird zusätzlich noch weitere 3
Wochen außerhalb des Nestes weiter gefüttert. Und dennoch, die Rufe
mehrer Männchen gleichzeitig im Krummlachgebiet bereichern diesen Streifzug
zusätzlich. "Kuckuck,
Kuckuck ruft's aus dem Wald"
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Große
Wiesenknopf auf der Wiese im Hollockgrabengebiet
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>Große
Wiesenknopf (Sanguisórba L.): das häufige Vorkommen
hier, dieser bis zu 80 cm hohen, krautartigen 'Großen
Wiesenknopf' kennzeichnet feuchte Wiesen; der Kleine
Wiesenknopf ist auf Trockenrasen anzutreffen. Er fällt auf im Sommer
mit seinen dunkelbraunen, eiförmig-länglichen Blütenköpfchen, die
aussehen wie Blütenknöpfchen. Neben dem Blutweiderich als blutstillend
wirkend, erhielt man ihn früher in der Apotheke. Seine blutrote
Blütenfarbe galt gemäß der Signaturenlehre als Zeichen für die
blutstillenden Eigenschaften der Pflanze als ein gutes, blutstillendes
Mittel, worauf auch der botanische Name hinweist (sanguis = Blut und
sorbere = einsaugen). Beim Eingang in die Rundtour am Hollockgraben auf
dieser Aussichtswiese mit Vogesenblick überrascht er zum Glück des
Schwarzblauen Moorbläuling (Maculinea nausithous) noch
zahlreich 'rote Punkte' setzend. Das ist der Schmetterling,
der sich von seinen Feinden verwöhnen lässt, dem ihr
nachsagt, er schafft es, dass seine Feinde ihn ernähren und beschützen
um mit erstaunlichen Tricks das Erwachsenenalter unbeschadet zu
erreichen. Fast sein ganzes Leben spielt sich auf dieser Pflanze ab.
Sein Überleben ist dennoch gefährdet, denn seine Evolutionsstrategie
macht den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (wie
ihr auch nennt) abhängig und verletzbar. Er ernährt
sich von dem Nektar des Großen Wiesenknopfs, er schläft,
balzt und paart sich auf diesem Rosengewächs, wo sie alleinig ihre Eier
ablegen, um den jungen Raupen später sowohl ein Versteck, als auch als
Nahrung zu bieten. Übrigens, falls ihr dem Falter mit 35 bis
40 mm Spannweite begegnen solltet von Ende Juni/Anfang Juli
bis Mitte/Ende August, hier sein Steckbrief: nur seine
Flügeloberseite graublau, das Weibchen hat eine dunkelbraune
Flügeloberseite, häufig mit einer blauen Bestäubung am Flügelansatz,
die Flügelunterseite ist bei beiden Geschlechtern zimtbraun gefärbt. -
Bleibt zu erwähnen, dass wie für den Schwalbenschwanz im Taubergiessen
auch, die Feuchtwiesenfläche zwischen Mitte Juni und Ende August/Anfang
September nicht gemäht werden darf, um dem Bläuling sichere
Eiablageplätze zu bieten.
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à propos: ihre ca. 3 mm lange,
asselähnlichen Raupen kriechen aus ihrem
Blütenversteck und lassen zu Boden fallen, um sich zunächst unter
Pflanzenteilen und in Erdspalten zu verstecken. Sie warten, nicht auf
'Godot', aber auf ihren Todfeind, die
Rotgelben Knotenameise (Myrmica rubra). Gelingt ihr das, hat
sie ausgesorgt in den unterirdischen Brutkammern, einer immer vollen
Vorratskammer mit warmer Überwinterung, wo sie in 10 Monaten bis zu 600
Ameisenlarven im Ameisenbau vertilgt! Gelingt es dieser Ameise eine
wehrlose Raupe aufzuspüren, betrillert sie diese mit ihren Fühlern, um
sie nach diesem Adoptionsritual ins Nest zu
schleppen, wo die Raupe fortan von den Ameisen versorgt wird. Der Raupen-Trick:
sind die, für die Ameisen attraktiven, Honigduftdrüsen
und Honigdrüsen, zudem sie einen, die Ameisen besänftigenden Duft
produzieren, mit Zuckerwasser aus ihren Drüsen der 'Ameisen's
Genussmittel-Interesse' weckt. Ob dieser nun von der Ameisenbrut
imitiert, oder nicht, um die Täuschung perfekt zu machen, krümmt
die asselförmige Raupe ihren Körper S-förmig und bläht ihre vorderen
Körpersegmente auf, so dass ihre Gestalt der einer Ameisenlarve ähnelt.
Dreister geht es kaum, das riskante Unternehmen läuft stets Gefahr,
dass die Schmetterlingsraupe an eine Ameisenart gerät, auf die der
Duftcocktail nicht wirkt, oder von Vögeln und anderen Feinden dabei
entdeckt wird, wenn sie dabei nicht gar unentdeckt verhungern muss.
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Die
Ill: französischer Fluss in der
Oberrheinebene entspringt dem nördlichen Jura, durchquert das
Elsass mit 200 Kilometer Länge, um nördlich von Straßburg in den Rhein
zu münden.
Link
zum Kuckuck
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Das
Krummlachgebiet
bietet ab April ein einzigartiges Rufkonzert
hier zahlreicher Kuckucksmännchen.
3 Wegarten empfangen
euch: die mit Steinen ausgelegten mit einer Gesamtlänge von 34 km,
Naturpfade dank Parzellengrenzen mit insgesamt 48 km und verwilderte
auf 1 km. Ein vom Club Vosgien für Räder angelegtes Wegnetz, das auch
zu Fuß begehbar ist. Besonders geeignet um an die
Freilichtwiesen zu gelangen, wo sich das Wild aufhält.
Brücken, Stege, und Beobachtungsunterstände erfreuen den
Naturliebhaber. Unterkünfte die vor den
Wetterkapriolen schützen: die Eichenkapelle "Chapelle du Chêne" und
eine am Riedlachufer.
> Flachkahn-/Barkenfahrten:
sind
ebenso möglich auf der Ill. Mit dem Fährmann Patrick Unterstock und zum
Teil 10 Personen pro Kahn. Er erklärt die Auwaldhölzer, und erzählt vom
Fischotter erzählt (zu besichtigen im nahe gelegenen Fischotterpark von
Hunawihr) und von der einheimischen Matelote. Die Kahnfahrt bietet
Blick auf die Hochkönigsburg und die Ruine Bernstein bei Scherwiller.
Bei der Ankunft in Ebersmunster wartet ein Glas selbst gemachter
Apfelsaft. Reservierungen einer der zwei Fahrten von ca. 3 Std. unter
sind möglich.
Kanufahrten:
auf
der Ill mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden bietet der
hiesige CAKCIS (Club Canoë Kayak de Sélestat) an.
Ø
Schwemmwiesengebiet:
vor allem rund um Ehnwihr. Schwemmwiesen
im Grand Ried um Schlettstadt bei Muttersholtz im Elsass. Die im Frühjahr und Spätherbst von der
Ill und der Rau überfluteten Riedwiesen. Die Fahrstrasse wird zum Damm.
Beidseitig überfliegen Lachmöwen vom Rhein die graziös schwimmenden
Höckerschwäne im laut schreienden Beuteflug. Bei der Trockenlegung von
Sümpfen, wie die alemannischen "Stockelbure/Steckelbure"
vor ca. 2.000 Jahre mit der Rheinebene getan haben, entstehen sehr
nährstoffreiche Böden, auf denen Weizen, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben,
Erbsen, Karotten und auch Zierblumen gedeihen. War die trocken gelegte
Torfschicht dick, schrumpft die Oberflächenschicht durch den
Wasserentzug und senkt sich unter Umständen mehrere Meter. Auf einem so
entwässerten Land können sich wieder dann wieder Sümpfe bilden, wenn
die Entwässerungskanäle tiefer liegen als die Bodenoberfläche.
Sumpfgebiete
stellen alleine schon durch ihre Bewohner wie Fischotter, Bisamratten,
Fischreiher, Brachvögel, Teichrohrsänger, Lurche, Land- u.
Wasserschnecken, Insekten, Barsche, Zander, Hechte und Karpfen - neben
den typischen Sumpfpflanzen, wie das Rohrglanzgras
(Phalaris arundinacea L.) mit
seiner gelben Blütenrispe, die zart weißen Blüten des
Schlüsselblumengewächses der Wasserfeder, den rotbraunen Blütenährchen
des Schneidgrases und die aus dem Wasser ragenden, rötlichen Blüten des
Ährigen Tausendblatts
(Myriophyllum spicatum) - eine
eigene Welt dar.
> Damhirsch
(Dama dama) Die
Römer brachten den Damhirsch von Kleinasien nach Mitteleuropa. Ihr
erkennt ihn an seinem schaufelartigen, und meist weißgefleckten Geweih.
Das häufigste, zahme Parkwild ist in freier Wildbahn überaus scheu.
Meist treten die Tiere in der Dämmerung und bei Nacht auf Waldwiesen
hinaus, um zu äsen. Wenn sie sich ungestört fühlen treten sie auch bei
Tag aus ihrer Deckung. Im Sommer leben Hirsche und Kühe in getrennten
Rudeln. Zu Beginn der Brunstzeit, die in der 2. Oktoberhälfte beginnt,
suchen die Hirsche die Hirschkühe auf und bleiben den Winter über bei
ihnen. Ende Mai-Anfang Juni werden die gefleckten Kälber
geboren.
> Redoute:
1) (historisch)
Festungsanlage Vorgänger der Blockhäuser. Toponym für militärisch
genutzte Verteidigungslinie einer ganzen Reihe von Dämmen und
Schanzen (Stützpunkt der Feldbefestigung), deren Brustwehren
nach allen Seiten gerichtet waren, um eventuell angriffsgefährdete
Gebiete zu überfluten? Wie die nordelsässischen Redouten bei
Lauterbourg-Weissenburg anno 1706 unter Marschall de Villars? Die Natur
weiß diese Zeitzeugen hier wie dort zu integrieren. - 2) Toponym für
Tanzsaal/Festsaal? Das Gebiet hinter den beiden Forsthäusern
heißt Tanzmatt. Matten war stets die Bezeichnung für
Wiesenland.

à propos : der
Sommer 2006 ohne Schnakenplage
dank dem beiderseits des Rheins vereinbarten Hubschrauber-Einsatz
biologischer Spritzmittel. Ein Genuss der langen Riedabende auch auf
den Terrassen der Restaurants nach dem Ausflug ins Grüne.

TOURISMUS
in Sélestat - Geführte Besichtigungen:
Pferdekutschenfahrten - "Le
Ried à petits trots"
mit Erklärungen zur riedtypischen Flora (Geschichte, Landschaft,
Kulturgut) - Besichtigung
einer Weberei,
Tarife: 15€/8€, mittwochs
vormittags + nachmittags im Sommer : animierte
Fahrradtour im l'Ill*Wald-Naturschutzgebiet,
Tarife: 10€/8€ Fahrradverleih inklusive, Kutschenfahrt + Fahrradtour 25€) Infos beim Office de Tourisme
(Fremdenverkehrsamt) Tel. 0033.38858.8720
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Ausflüge
- Spaziergänge - Liedgut für jedermann im alemannischen Sprachraum zu jeder Jahreszeit am
Oberrhein : Das laute Röhren der Hirsche
im Illwald : Der Riedwald um
Schlettstadt (Sélestat) im Elsaß in der Abenddämmerung auf leisen
Schritten mit gutem Schuhwerk. Ein Auwald mit verschiedenen Riedböden
und Gewässer führt uns bis zur Eichenkapelle mit Ausblick auf die
Mittelvogesen (eventuell mit Taschenlampe) - Natur erleben,
eindrucksvoll und nah. Treffpunkt:
auf Anfrage 16h im Oktober
(Riedpappeln,
napoleonische Wegmarkierer)
als -Datei
zum Ausdrucken ? Ihr e-mail-Betreff lautet:
"Illwald-Biotop". - - - Weitere Tourenvorschläge am Regio-Ort
Ihrer Wahl mit Anfahrt-Infos und Kartenauszügen. Ihren
Wünschen gemäß dokumentierte Freizeitführer für Kurzentschlossene.
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