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             Erdbeer-Rezepte

Bärlauch, der bärenstarke Lauch Bärlauch
das eigentliche Salat- und Suppengewürz bis hin zum Brotbacken Brennnessel
Germanen
Grün
zur Bedeutung des Gund'ermann  Gund
Gruendonnerstag, vorchristliche BedeutungGründonnerstag
die Heilpflanze Gundermannrebe (Gundelrebe) als Ursprung christlicher Segnung?Gundermann
zur Zahlensymbolik der NeunerstärkeNeun(er)stärke

alte Germanen-Heilpflanze für das Blut: 'alles neu macht der Mai!' Spitzwegerich

die heilpflanzliche Süße ( Diabetiker, Neurodermitis, Übergewicht) Stevie: Süßkraft ohne Kalorien

die Knollen- und Wurzelstars der Regio: Topinambur, Meerrettich, Stachys, Pastinake, etc. Knollenzieste & Pastinaken

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mit dem Grünvolk - zum richtigen Zeitpunkt gesammelt - durchs Kalenderjahr Wildkräuter-Sammelkalender 

Stevie - Stevia das Zuckerkraut die pflanzliche Süßkraft der alten Heilpflanze ohne Kalorien

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ach du grüne Neune !

auf der Kräuter*Spur des Gründonnerstag  

die Neun-Kräutersuppe oder der Urspinat 

Festtage: alljährlich als 'feste Tage' wiederkehrende Jahres-Fixpunkte

im Kreis des Sonnenjahres, im Umlauf der Planeten um die Sonne. Deren Widerspiegelung des Menschen, der Tiere und aller Pflanzen in dieses urmächtig kosmische Geschehen, dem alle 'Götter' unterworfen waren. Die Urvölker feierten ihre unzertrennliche Verbindung mit dem Universum in rituell-religiösen Zeremonien nach. Sie wussten um ihre Einheit mit allem Göttlichen auf Erden. Alles göttlich Gedachte, vollzog sich an himmlischen Geschehen in diesen Kräften von Vollmond zu Vollmond und spiegelte sich in ihren Mythologien wieder. Diese vereinten sich in der so fruchtbar gebärenden  'Mutter Erde', stets begleitet von den drei Mondgöttinnen (Bethen) am schützenden Firmament. Sie wussten um die Mondkräfte auf das Leben spendende Element 'Wasser', auf Ebbe und Flut, auf den Zyklus des weiblichen Eisprungs und des der Küken im Frühjahr. ...wie im Himmel, so auf Erden.
Unsere verbliebenen, christlich ausgelegten Festtage sind eng verbunden mit keltischen Jahresfesten, dem übernommenen  'Bauernkalender' bereits ausgerotteter Naturvölker und ihren kultisch verehrten Pflanzen. Mächtige Pflanzen, Heilpflanzen, Nahrungsmittel, pflanzliche Blutstiller und Entzündungshemmer, die in ihrer Wirkung ebenfalls diesem Mondzyklus unterliegen. (Heilkräuter als beste Medizin). Die Ursprünge der Mondmedizin liegen am Anfang der Menschheitsgeschichte. In der Antike wurden sie erstmals urkundlich festgehalten. Die Muttergottheit von Mutter Erde (Beth) als ursprüngliche Einheit in der Dreiheit (Trinität) oder Dreieinigkeit (heute: Dreifaltigkeit im Christentum) verehrt in den drei den Mondlauf symbolisierenden Göttinnen (weiße, rote, schwarze ~ Borbeth, Ambeth, Wilbeth); ihre Anbetung im Bethen-Kult erinnert bis weit in die Steinzeit hinein Sinn gebend an die Bedeutungen 'Erdenbett' und 'beten'.
Die Schlange als Lebenssymbol der fruchtbaren Ambeth (der roten Göttin) zwischen Sonnenauf- und -untergang bezeichnen als untrennbare Einheit einzig den Kreislauf der Natur als Zyklus des ewigen Lebens. Die Christianisierung und ihre alles verfälschende neuen Zeugnisse dieser Urabläufe, gerade einmal 2 Jahrtausende alte Zeugnisse, nahmen sich all ihrer uralten Feiern an und besetzten sie Macht und Ziel orientiert mit allzu menschlich personifizierten Legenden. Fruchtbarkeitskulte um den 1. Mai herum sind dennoch erhalten geblieben im Maibaumaufstellen, im Maitanz in der freien Natur.
So sei hier noch angemerkt, dass zu den Beltane-Feuerriten noch die Wasser liebenden, also vom Mond regierten Pflanzen, wie der Kürbis und die Gurke an diese Feste erinnert. Diese anspruchsvolle Gartendiva, wurde, um sie vor Schädlingen zu schützen, am 1. Mai (Beltanetag) vor Sonnenaufgang gepflanzt - am besten von einem nackten jungen Mann. ...bliebe noch: das Datum vor dem gregorianischen Kalender...

à propos :  die Spannung in allem, lehrte uns das Land der aufgehenden Sonne im Osten, der Zyklus des Lebens mit seinem scheinbar ewigen Kreislauf von Entstehen, Reifen, Vergehen und Wiederwerden: Vollmond und Neumond, die vier Jahreszeiten, Sonnenauf- und -untergang, Dunkel- und Lichtzeit, Wachsen und Schlafen, Saat und Ernte... Es konnten nur symbolisch benannte Götter sein, die diesen Himmelswagen lenkten.

göttliche Kraftsuppe: das Abendmahl der Germanen :

'Eins werden' mit den heiligen Kräften der Natur durch den Verzehr der Frühlingskräuter war der
Gründonnerstag der Germanen. Ihr höchster Feiertag, den sie ihrem Wetter- und Donnergott Donar (Thor) widmeten, nur mit Einwirkung dieser Elemente auf Mutter Erde war das Samenwachstum möglich. Im Gegensatz zu steinern überdachten Kirchen feierten die Germanen ihr gemeinsames Mahl (Kommunion) im Wald und fröhlich lachend und ausgelassen in der freien Natur rhythmisch im Tanz. So auch ihr gemeinsam stärkendes Kraftmahl, ihre Häupter waren dabei mit
der blau blühenden Donarwettergottpflanze Gundermann bekränzt (ihr Gewitter- und Blitzabwehr, wie heilender Kopfschmuck als Haartracht). Der christlich passive Ersatz für diese Stimmungsfeier sollte mit den Festtagen der germanischen Ostara zu Ehren einen todernsten Hintergrund bekommen. Auf der vorchristlichen Bedeutung gebenden Fährte der Gundelrebe begegnet euch die berühmte Äbtissin Hildegard von Bingen, die im 12.Jh. unvergleichlich visionär am Rhein wirkte. Sie half wieder das Bewusstsein erweitern für das Gründonnerstagsessen und die anderen Tage mit kosmischer Kraft in allem, wie an den einstigen Sonnenwendtage, Mariä-Himmelfahrt, Mariä-Geburt... :

'De Gundelrebe' vertreibt viele Krankheiten vom Kopf, wem üble Säfte den Kopf plagen, sie öffnet das Gehör, so dass ihm seine Ohren tosen, mit Lauge seinen Kopf häufig mit ihr wäscht, dann vertreibt er viele Krankheiten vom Kopf."

Hildegard's Lebenswerk war das Mysterium des Grünen. Sie liess es für euch in Schriften festhalten und fasste dabei gemeinsame menschliche Erfahren dieser Kraft - der alten und neuen Religion - zusammen: "Es ist eine Kraft aus der Ewigkeit, und diese Kraft ist grüne." - Sie spricht von dem Vertrauen, der Hoffnung, dem sich immer wieder Erneuernden, das den Menschen hilft, und knüpft wieder an so genanntes heidnisch (vorchristliches) Naturwissen an.

die Heilpflanze Gundermannrebe (Gundelrebe) als Ursprung christlicher Segnung?

zum Internetfoto des Gundermann (Glechoma hederacea) von: online-media-uni-marburg.deDieser fast ganzjährig wild wachsenden Bodenrebe wurden Zauberkräfte nachgesagt. Sie wurde der Walküre Gunder geweiht. Folgt ihren Spuren noch bis vor der Zeit der Walpurgisnacht, und ihr stößt auf heidnisch-nächtliche Tanzfeste, Elemente dieses Jahrhunderte alten Frühlings- und Erneuerungsfestes. Ein Segen aus einer Handschrift der Abtei Blasien anno 1617 bezeugte, dass mit einem Gundermann, der während solch eines Segensspruches gepflückt wurde, man sich vor Bösem schützen und von Krankheiten heilen konnte. So sollte es im schweizerischen Simmental während der Pfingstpredigt gepflückt werden und in Ei ausgebacken werden, wenn es gegen alle Krankheiten helfen sollte; also zur Zeit des keltischen Pollenflugfestes. Der Milchzauber als Ritual für gesunde Milch und gegen den bösen Zauber des falschen Grün bei den Kühen nach dem ersten Frühjahrs-Austrieb auf den Weiden: die Milch, durch einen Gundelrebenkranz gemolken, während man das Weidevieh mit Hafer fütterte, der mit Gundermann und Salz vermischt war, wieder gegen 'angehexte' Infektionskrankheiten durch das erste wertvolle Grünfutter, das die Milchbildung fördert. Ob nun Milch-Zaubersprüche gegen verhexte Euter, oder drei gewundene Gundelrebekränze mit denen dreimal hinten durch die Füße gemolken, ehe die Kuh diese fressen durften unter der Berufung: "Kuh, da geb' ich dir die Gundelreben, dass du mir die Milch wollst wieder geben!"
- "Gund" war im germanischen Sprachgebrauch die Bezeichnung für Eiter.
Gundkrankheiten sind langwierig, wollen schwer heilen. Mit Gundermann wurden eitrige Wunden behandelt, Krankheiten mit eitrigem Ausfluss oder Auswurf. In Tirol hieß es deshalb auch, dass man 77 Gundelrebeblättlein auf die Wunde lege um sie zu heilen. Noch heute wird der Gundermann in der Naturheilkunde dafür verwendet. Ihre alten Namen lauteten: Donnerrebe, Erdepheu, Grundrebe, Gundelrebenkraut, Gundermann, Gun(n)elreif, Gunrebe, Huderichkraut, Katzenminze und Widerruf.  - 'alehoof' sein englischer Name verweist auf seine Spenderrolle von bitter aromatischen Bitterstoffen für das Bierbrauen, die seit dem 17. Jh. vom Hopfen übernommen wurde. Ihre Saponine erleichtern die Aufnahme anderer Inhaltsstoffe aus dem Darm und binden Cholesterin. Sie sind, wie beim Bärlauch auch, Schärfe gebende, biologische Entgiftungsmittel, der unsere Schweißdrüsen zur allgemeinen Entgiftung über die Haut stimuliert. Die 'neunerlei' Küchlein zu Johanni (24. Juni), wie alt bayrischen Gorebelküchlein, sollen Kraft geben und das ganze Jahr vor Krankheit bewahren.

à propos: Bei den Germanen galten Heilpflanzen, die in Milch aufgekocht waren als besonders wirksam. Die Volksheilkunde hat diese Rezepturen übernommen. Bitte verwendet diesen würzigen Lippenblütler der Gundelrebe (Blüte: März-Juni) mit seinem harzigen Geschmack nur sparsam und vermeidet Überdosierungen. Seine zerriebenen Blätter liefern ganzjährigen Pfeffer- und Salzersatz und vertragen sich gut mit Kartoffelgerichten, auch als Kräuterbasis einer Nudel-Soße mit Crème-fraîche oder Natur-Joghurt. Seine schön bläulichen Lippenblüten dürfen mit in die Waldmeister-Bowle. Eine echte Delikatesse ist er im Zusammenhang mit Milchprodukten (Ayran) oder im  Speiseeis, natürlich und kalorienfrei gesüßt mit den Stevia-Teeblättern und mit gefrorenen Apfelstücken als Emulgator.

der Honigklee und die Osterfeuer der Lichtgöttin

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die als Eichenschichtfeuer auf den Höhenaltären flammten. Unser heutiges, stark freudlos verzerrte Osterfest beinhaltet Reste der alten vorchristlichen, in Freude und Jubel ausgelassenen Osterfeste. Von den Germanen wissen wir, dass sie den Honigklee der Ostara unterstellt hatten, der Göttin des Lichtes, der Fruchtbarkeit und des Frühlings. Alljährlich um die Osterzeit feierte man das Fest der im Osten aufsteigenden Sonne, der weiblichen Göttin Ostara. Sie versinnbildlichte die neu erwachte Leben spendende Kraft der Sonne. Eier wurden geweiht, symbolisch für das in der Erde verschlossene Leben, das jetzt wieder aufbrechen würde, und man aß runde Brotfladen als Symbole der Sonne. Brennende Räder, die die Berge hinab rollten, symbolisierten die leuchtenden Bahnen der Sonne durch die dunkle Nacht des sterbenden Winters. Diese Ostara wiederum geht zurück auf die auf die angelsächsische Göttin Eostre (oder Eastre, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte). Letztere wiederum, die Astarte des Vorderen Orient, gab dem christlichen Osterfest seinen Namen. Zum Fest der Göttin Ostara wurde die frische, grünende Erde und die Liebe (Morgenröte) gefeiert. Osterfeuer symbolisierten den Aufgang des Lichtes. Der Osten, die Himmelsrichtung mit dem Element 'Luft', wo die Sonne (das Licht) aufgeht, ist nach der alten Lichtgöttin benannt. Ostara's Fest wurde im April gefeiert. Germanische Frauen flochten Blütenkränze des Gelben Honigklees , um sie in das Osterfeuer zu werfen. - Viele Heilpflanzen wurden seit frühester Zeit weiblichen Gottheiten geweiht. Nach der Christianisierung überlebte dieser nicht zu überwältigende Brauch, indem frühe Christen von da an Maria die Heilpflanzen zu Füßen legte. Es waren starke Pflanzen, ihre Namen lauten Bärenklee, (gelber) Honigklee, Hornkleekraut, Melilotenkraut und Steinklee. Unsichtbare Krankheitsauslöser in Viren- oder Bakterienform sind Lebe'wesen, und alleine die Heilkraft des Honigs ist bis zum Wundverschluss an offenen Unterschenkelgeschwüren erprobt.

à propos:  Honigklee (Melilotus officinalis) - (Foto © : Błażej Gierczyk) Maria übernahm das alte Frauenkraut: in manchen Gegenden trägt der Honigklee noch heute Mariennamen, wie z.B. Liebfrauenschühlein oder unserer lieb Frauen Schühlein.

Bienensegen: Wið ymbe nim eorþan, oferweorp mid þinre swiþran handa under þinum swiþran fet, and cwet:
Zu einem Bienenschwarm nimm Erde, wirf sie mit deiner rechten Hand von unter deinem rechten Fuß und sprich:
Fo ic under fot, funde ic hit. Greife ich unter den Fuß, finde ich es. Hwæt, eorðe mæg wið ealra wihta gehwilce and wið andan and wið æminde and wið þa micelan mannes tungan.
Ja, die Erde hat Macht gegen jedes Wesen
und gegen den Ärger und gegen die Vergeßlichkeit und gegen die Zunge des mächtigen Mannes. And wiððon forweorp ofer greot, þonne hi swirman, and cweð:
Und nun wirf Sand über sie, wenn sie schwärmen, und sprich:
Sitte ge, sigewif, sigað to eorþan!
Setzt euch, siegreiche Frauen, sinkt zu Boden! Næfre ge wilde to wuda fleogan. Niemals sollt ihr wild zum Wald fliegen. Beo ge swa gemindige mines godes, swa bið manna gehwilc metes and eþeles. Seid ebenso bedacht meines Besitzes, wie ein jeder Mensch ist er Speise und Heimat. (altenglischer Zauberspruch (in Marginalien) Abschrift von 'Bedes Historia ecclesiastica gentis anglorum' Mitte 11. Jh.)
à propos:  der Vollmond im April, der Gründonnerstag des 13. April 2006, im astrologischen Zeichen der Waage, erinnert zwangsläufig an die Jahrtausende alte Heilpflanzen-Sammeltermine bei Vollmond, und ganz besonders an die, hier der Waage folgenden, Skorpiontage.
Zu Ostara wurde auch der Schwerttanz getanzt, der den Kampf des Sonnengottes mit den Wintermächten und deren Niederlage versinnbildlichte. - Der schamanische Opferbrauch vor dem Pflücken frischer Blüten einer Pflanze, oder dem Ausgraben von Wurzeln bei Vollmond, ließ die Feiernden vermutlich in Riten Eier vergraben. Das Verschenken oder das Essen von Eiern könnte man als Übergang der christianisierten Variante des ursprünglichen Brauchtums ansehen. Das heidnische Fest der 'Ostera' wurde wie andere germanische Festtage mit christlichen Vorstellungen verschleiert, um das Heidentum in den Köpfen der Menschen in Vergessenheit geraten zu lassen.
Die keltische Magie (Medizin) feierte das luftige Element des Osten (Ostara) am  21. März zur Frühlings-Tag- und Nachtgleiche mit Vorfreude auf Neubeginn, die Familie, mit Herdfeuer für den Stoffwechsel auf Trab bringenden Kräuter und der 'grüne Neune' als Kultspeise zur Vorbereitung auf die Fastenzeit - für die so bessere Aufnahme von Wissen und Weisheit. Das dunkle Zeitalter der Naturmedizin hinterließ angelsächsische Spuren im Rheinland, in Gallien und in der Schweiz. Bis ins Hochmittelalter setzte sich das einheitlich keltische Rad durch, mit seiner Lehre der engen Beziehung zwischen äußerer und innerer Welt (Makro- und Mikrokosmos) teilt auch die Pflanzen ein. Es stellte Parallelität her zu den 4 Lebensaltern des Menschen, den 4 Jahreszeiten, den unter Mondeinwirkung steigender und fallender Körperflüssigkeiten, den Sonnenwenden und Tag- und Nachtgleichen, zwischen den 4 Elementen und den 4 Himmelsrichtungen. Hildegard von Bingen ermahnte dazu schon deutlich:

"Oh Mensch, schau den Menschen an. Der Mensch hat nämlich Himmel und Erde, und die übrige Schöpfung in sich. Er ist eine Gestalt, und doch ist in ihm alles verborgen."

à propos:   Das keltische Rad ist eines der Ursinnbilder der Welt und des Weltkreises. Diese Anordnung findet sich beim Medizinrad der nordamerikanischen Indianerstämme. Das Rad stellt die Unendlichkeit ohne Anfang und ohne Ende dar. Das Kreuz steht für die sichtbare Welt: ihre vier Himmelsrichtungen, die vier Elemente, die vier Tageszeiten, die vier Mondphasen, die vier Jahreszeiten. Das Kreuz symbolisiert die Brücke zu anderen Welten - zu größerer Weisheit. Die Vier ist eine Zahl des immer Gleichbleibenden, der Stabilität. Im Zentrum des Rades steht die Urkraft, aus der die Geistes- und Lebenskraft in die Welt ausströmt. 

Das astronomische Weltenrad der Maya hat die Zeit als vierte Dimension

Das alte, meso-amerikanische Volk war Meister der Astronomie und Mathematik. Jede Wirklichkeit ist höchst gesetzmäßig. In der großen Kosmischen Ordnung gibt es nur kausale Abläufe, das dokumentierte Hildegard von Bingen schon gegen die geistige Strömung ihrer Zeit

Der Solare Jahresrhythmus von 365 Tagen wird durch den Kosmischen Maya-Kalender wieder in seine ursprüngliche Abfolge von 13 Mondzyklen (zu je 28 Tagen = Rhythmus der Frau) eingeteilt, wobei die Gesamtheit der 13 Monde ein 'galaktisches' Jahr, mit der Schnittstelle 26. Juli (gregorianische Zeitrechnung), für die Erde darstellt. Jedes Solare Jahr steht unter dem ganz speziellen Einfluss eines von vier galaktischen Energiemustern. Aufgrund der kausalen Zusammenhänge des Resonanzgesetzes ist daher auch jeder der 13 Monde im 28 Tage Zyklus (als Untergliederung des Sonnenjahres) von einer roten, weißen, blauen oder gelben Energiequalität (fraktale Mond-Leit-Kraft) bestimmt.

Opfer: vor dem Osterlamm waren es rothaarige Tiere

wie Füchse oder Eichhörnchen die der roten Göttin (Vollmond), auch die geschlechtslose Göttermutter Frigg genannt, geopfert wurden. Die skandinavisch-germanische Mythologie alleine vermag es euch zu deuten, ob es auch die roten Haare ihres Bruders Donar (Thor) waren, an den euch der Donnerstag erinnert? Ihr habt schon von ihm gehört, dem ersten 'vorfasenachtlichen Winteraustreiber' dem Herrn über Blitz und Donner der mit seinem Hammer den Winterriesen niederschlug. Dem Gott "Donar" zu Ehren wurde ein mit jungem Grün verzierter Bock geweiht, neben Böcke wie Ziegenböcke oder Widderböcke, anlässlich des großen Frühlingsfestes; die ersten 'Ostergeschenke' als Opfer, ähnlich heutiger Osterlämmer... Auch als "Gott des Bieres" geriet er zum Schutzherrn der hier regionalen Bierbrauer, mit dem heute noch traditionellen Bockbier-Anstich zu Frühlingsbeginn. Die Gundelrebe, das Donnerkraut / Donnerrebe, war ein berauschendes Bierbraukraut neben dem Beifuß, Dost, Fieberklee, Heidekraut, Schafgarbe und Sumpfport aus der Droge der Nachtschattengewächse. Die Einführung des Reinheitsgebotes von 1516 ließ die alten Bierkräuter aus dem Volkstrunk verschwinden, zu Gunsten des einfacher einzusetzenden Hopfens.
Der Gründonnerstag hat also urzeitliche Bedeutung. Nach Ende der Römerherrschaft am Rhein, und nach der europäisch erfolgten irischen Christianisierung wurde das Osterlamm zum Ostergericht des Ostermontags, zeitlich am Ende der 40-tägigen Fastenzeit beginnend mit dem Aschermittwoch. Nun hat ein noch nicht ausgewachsenes Jungtier, das friedliche Lamm, wenig zu tun mit einem jahreszeitlich bedingten, symbolträchtigen Bock. Die rote Göttin, (im Vollmond eine den Planetenlauf symbolisierende neben der weißen und der schwarzen), bestimmte also für alle sichtbar die Festnacht, von der euch die Fastnacht blieb. Inzwischen legen die Hühner eifriger dank der Stoffwechselanregung des frischen Grün.
Die rote Phase der Göttin steht für die fruchtbare, erotische, reife, sexuell aktive und fordernde Frau, für die Liebe ohne moralische Begrenzungen. Seit der Initiation war sie es, die zur Periode der heiligen Hochzeit ihren König erwählte, den Heros des folgenden Zyklus empfängt und somit die Fruchtbarkeit sichert. Die orgiastischen Riten, die ihr zu Ehren in Vollmondnächten vollzogen wurden bleiben bis heute geheimnisumwittert in ihrer Überlieferung.

à propos: Vom Rheinried ins Elsass: Hopfen und Malz, Gott erhalt's!"

  Der Osterhase, Brauchtum seit über 300 Jahren im Elsass, in der Pfalz und am Oberrhein.

Hier entstand die christliche Legende des Osterhasen, eures heutigen Beauftragten fürs 'österliche Eierbringen' symbolisiert im Verhalten des Feldhasen.  Erste Belege für die Benennung des Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert. Im alten Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus. Bleibt noch zu beleuchten, dass man einst der griechischen Liebesgöttin Aphrodite, sowie der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara (Ostera), ein Hase als heiliges Tier und Zeichen der Fruchtbarkeit zuordnete. Die Symbolik großer Fruchtbarkeit durch die starke Vermehrung des Hasen mit bis zu 20 Jungen im Jahr als Erklärung. Auch die Terminierung des Osterfestes bindet an den Hasen an, denn der Hase als Mondtier verrät er seine Verbindung zum Osterfest (gefeiert am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes).

à propos:  "Gibt es an Fastnacht viele Sterne, legen alle Hennen gerne."

Wie kamen die stark symbolischen Ostereier zu uns ?

Weil sie etwa als Grabbeigabe in römisch-germanischen Gräbern des 4. Jh. gefunden wurden?
In der Urchristenzeit galt das Ei als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. Das Ei ist wie ein verschlossenes Grab. Es hält darin ein bereits neues Leben verborgen. Die Beziehung zur Auferstehung Christi wird deutlich erklärbar. Die genannte weltliche Sicht des Gründonnerstag als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger verweist auf eine Überlieferung des Haushaltsbuches eines Speyrer Domherrn. Gläubiger wurden in Eiern oder Hasen bezahlt. So entstand übrigens auch die Bezeichnung der Schwaben für Badener: anno 1827, im Kriegszug der Sieben Schwaben, bezeichnete man einer dieser Sieben als Bopfinger 'Gelbfüßler', weil er aus Wut, Platzmangel oder Bequemlichkeit die Steuerabgabe des Zehnten in Form von Eiern mit seinen Füßen zertrat, um die geforderte Menge in einem Korb unterzubringen. Der Schuldner soll bei Bezahlung seiner Schulden ein freier Mann gewesen sein, der mit einem Hasen verglichen wurde, der nicht vom Hund gehetzt wird. Doch der Osterhase ist nicht der einzige Überbringer der Ostereier.
Andere Gebiete kannten den Fuchs, den Hahn, den Kuckuck, den Storch, oder die Glocken als Eierüberbringer. In der Vorstellung der einst vorzeitlich, und vor allem in der vorchristlich matriarchalen Welt wurde die (er)schaffende Kraft in Form eines Eies als Ursprung im Vollmond wieder erkannt. Entsprechend steht das Ei als ein Symbol der roten Göttin, dem Vollmond

à propos:  "Erinnerst du dich, Beifuss, was du verkündest, was du anordnest in feierlicher Kundgebung, Una heißt du, das älteste der Kräuter; Du hast Macht gegen drei und gegen dreißig, Du hast Macht gegen Gift und Ansteckung, Du hast Macht gegen das Übel, das über das Land dahinfährt."

Beifuss: Artemis als Ur-Mächtige im zitierten Neunkräutersegen

Hildegard von Bingen stellte euch diesen 'bei Fuß' wachsende, die Wege begleitende Beifuß in seiner Wirkungskraft bereits vor. Sie nannte ihn 'De Biboz' und rühmte seinen gekochten Pflanzenmus als wärmender Magenheiler. Sie übersah bei ihm das "älteste" der Kräuter als hilfreichstes Frauenmittel überliefert in einem angelsächsischen Neunkräutersegen aus dem 11. Jahrhundert. - Das Kraut der Geburt fördernden Göttinnen aus dem vorchristlichen Persien, der Muttergöttin Artemisia, die ihm sein Name verlieh -  Artemis Ursprung lag weit vor der griechischen Kultur als eine der 12 olympischen Gottheiten und Zwillingsschwester des Apollon, ehe sie über diese griechische Geburtshelferin  Griechen bis zur römischen Diana. Als Mondgöttin und leidenschaftliche Jägerin (mit Pfeil und Bogen dargestellt) lenkte sie den Mond über den Himmel, ging aber bei Neumond immer zur Jagd. (In kosmischer Rhythmik des abnehmenden Mondes, des Einatmens der Erde, in der Phase der schwarzen Göttin, die als Neumond vor dem zunehmenden Mond des Ausatmens der Erde, als neue Chance alles besser zu machen in Tod und Verwandlung.)
Bei den Amazonen und trug Artemis den Beinamen Cynthia, die Römer setzen sie mit Diana gleich. Die Jägerin jagte überwiegend bei Nacht. Ihre Waffe, der silberne Bogen, ist die Sichel des Mondes, ihre Pfeile trafen immer. Die weiße Göttin symbolisiert die heranwachsende und ungestüme Frau oder Mädchen, die zyklisch in der zeitlichen Abfolge der roten und schwarzen Mondphase vorangeht. Ire Zeit ist die des Frühjahres, des Erwachens und Werdens. Ihre ausdrückliche Jungfräulichkeit musste von der patriarchalen Ablösung auf christlich verehrte Frauengestalten übertragen (Marias unbefleckte Empfängnis). Sie war symbolisch noch 'grün hinter den Ohren'.
Wie viele Pflanzen, die ursprünglich einer Göttin geweiht waren, so ist auch der Beifuss (das Kraut der Isis, Diana und Artemis) mit in das Kräuterbüschel aufgenommen worden, das an Mariä Himmelfahrt der Maria zur Segnung dargebracht wird. Unsere germanische und keltische Vergangenheit kennt ihn als Mugwurz, Machtwurz, Sonnwendgürtel und Thorwurz. Gedruckte Kräuterbücher sollen seit Buchdruckerkunst den Beifuss (die "Mutter aller Kräuter") nicht einmal mehr erwähnen; im wahrsten Sinne des Wortes doch merkwürdig. Hätte da nicht sein letzter, heute gebräuchliche Name die Lettern gefunden, den euch Leonhard Fuchs in seinem Kräuterbuch anno 1588 erklärte: "So einer über Land reysset / beyfuss bey ihm tregt / so vertreibt es die müde. "

à propos:  Isis, die Göttin Ägyptens, schaffte den Kannibalismus ab, heilte Krankheiten durch Medizin oder Magie, gründete die Ehe und zeigte, wie man Getreide zwischen zwei flachen Steinen mahlt und Brot für den Haushalt zubereitet. Sie erfand den Webstuhl und war die erste, die Leinen wob und bleichte.

Die traditionelle Gründonnerstags-Suppe am heiligen grünen dunrestdage *

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) alt bewährter Blutreiniger und Hustenmittelbietet sich euch wahlweise aus sieben, neun oder elf Kräutern dar. Die Siebenkräutersuppe enthielt Lauch, Löwenzahn, Giersch (Petersilie), Salat, Sauerampfer, Spinat und Schnittlauch. Die Neunkräutersuppe enthielt z. B. Bachbunge, Bibernelle, Brunnenkresse, Fetthenne, Lauch, Löwenzahn, Nesseln, Sauerklee und Wegwarte. - Variante (1): Holundersprossen, Frauenmantel und Schlüsselblume. - Variante (2): Basilikum, Brennnessel, Brunnenkresse, Lauch, Löwenzahn, Kerbel, Petersilie, Schafgarbe, Schnittlauch, und kleine Kartoffeln. - Als Mengenangabe : je 1 Hand voll Wildkräuterblätter. Diese waschen, in Streifen schneiden und mit Hilfe von einem Küchentuch (Salatschleuder) trocknen. Die fein gewürfelte  Zwiebel mit einer gepressten Knoblauchzehe in Butter andünsten. Die Wildkräuter dazugeben. Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 15 Minuten bei schwacher Hitze garen. Salzen und pfeffern, und mit ca. 1/8 L Sahne verfeinern. Erst kurz vor dem Servieren der Suppe diese mit den Gänseblümchenblütenköpfen verzieren. zu den Wildkräuter-Rezepten Kräuterhexe Rheinried - Der Spitzwegerich deutet besonders mit seinen österreichischen Namen auf seine uralt bekannt starke Heilwirkung hin: Spießkraut, Lungenblattl, Schlangenzunge, Heufressa, Rippli'chrut, Roßrippe. Plantaginis herba roh zerkaut ist noch heute, besonders im Mai, als enzymreiches Blutreinigunsgmittel (somit auch als bei Hautausschlägen) vor der Haustür oder beim Joggen wirksam zu empfehlen (Spitzwegerich-Mai-Blutreinigungskur siehe rechts).
*): heiligen grünen dunrestdage (Johannes Tauler, Prediger zu Straßburg), seit dem 14. Jh. belegt die Sitte am gründonnerstage grüne kräuter zu essen, grüner sonntag palmsonntag, grüne woche woche vor ostern (Grotefend); am grünen mittwoch (Johann Fischart)

Die Schlüsselblume war als Sonnenpflanze des Frühjahrs eng mit einem der vorchristlichen Sonnenfeste des Jahreskreislaufes verbunden. Die Altäre der Ostara wurden mit ihren Lieblingsblumen, den sonnenfarbenen Schlüsselblumen geschmückt. In uns lebt sie weiter, die Freude, die wir heute noch beim Anblick der ersten Schlüsselblumen empfinden, geöffnet und geweckt aus den schlafenden Naturkräften nach langer Winterstarre. In Märchen schenkten Feen und Waldfräulein manchen Menschen einen goldenen Schlüssel, die Zauber-Schlüsselblume die geheime Türen öffnen konnte zu verborgenen, riesigen Erdschätzen.

à propos: Die Augen der Skorpione eignen sich nur zum groben Orientieren (Sonnenstand, Mondschein etc.) und sind ausschließlich nachtaktiv. Ihr stundenlanger Paarungstanz ('Die Wüste lebt'), der, wie bei der Gottesanbeterin auch, für das paarende Männchen oft das Gefressen werden bedeutet zur Proteinversorgung seiner Eier. Bereits im Uterus ausgebrütet, um nach spätestens 12 Monaten lebende Junge zu gebären, muss den Naturvölkern schon aufgefallen sein mit der astrologischen Zuordnung der Sexualorgane dieses Zeichens. Die Häutung der Jungen ähnelt der Schlange, dem schamanischen Gegenstück des Sternzeichen des Skorpions.

  ein Brauch seit der Zeit Karl des Großen
ist, dass den Kirchen nach dem "Gloria" verstummen noch heute die Glocken verstummen. ...ihr sagt: "sie fliegen nach Rom." Blumenschmuck und Kerzen werden entfernt. Dieser austrasische Merowinger und Karolinger Franke Charlemagne, Kaiser Karl der Große (747-814), seines Titels König der Franken und römischer Kaiser, erließ auf seinen kontinentalen Eroberungszügen im Bündnis mit der katholischen Kirche, im Jahre 812 auch noch das Capitulare de villis et curtis imperialibus, die so genannte Landgüterverordnung für seine ritterlichen Lehnswesen. Sie befahl den Anbau von 73 Nutzpflanzen und 14 Baumarten in den königlichen Gärten und eigenen Bauerngärten. So auch den bärenstark heilenden Bärlauch, vom Wildknofel berichtete euch der Schweizer Kräuterpfarrer Künzle im 19. Jh. folgendes:

"Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch".

Vom Gründonnerstag an bis zur Osternacht wurde mit hölzernen Ratschen und Klappern zur Messe gerufen. Mit der heiligen Lucie, die in ihrem Ursprung das Licht symbolisiert, einer keltischen Göttin und dem gefallenen Engel, begannen die Christen diese vorrömischen Festtage aus ihrem saturnalen Orbit zu reißen. Lucie (Februar) war die lichte Gestalt ehe die Protestanten im 16. Jh. aus ihr das Christkind kreierten. Dem Sonnenwendlauf ihres Februar als ursprünglich 12. Monat im Jahr, die eigentliche Sinnsymbolik der wild ausgelassenen Fastnacht, ihm wurde der 10. Monat (Dezember) als Jahresablauf aufgepfropft. Weshalb trugen gerade am Gründonnerstag die Pfarrer ein grünes Messgewand?

à propos: die germanische Feier der Wintersonnenwende - das Julfest - führt zum alten Gregorianischen Kalender, zum 12. Monat im Jahr des Februar (Hornung), zu seiner weiblichen Lichtgestalt (Lucie, der nordischen Braut, heute das Christkind) und dem Baumkult der immergrünen Nadelzweige (Tannenbaum - Christbaum) als Symbol der Fruchtbarkeit.

Der Gründonnerstag der Christen gefeiert mit Hostien:
die Auferstehung Christi, Jesus verhieß beim letzten Abendmahl am Gründonnerstag seine bleibende Gegenwart in Brot und Wein, indem seine Jünger das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung feiern. Gründonnerstag (Hoher Donnerstag) ist seit dem 12. Jh. die volkstümliche Bezeichnung für den Tag, an dem nach christlicher Überlieferung das letzte Abendmahl stattgefunden hat. Die römisch-katholische Kirche bezieht sich in der Messe auf Jesus von Nazareth und die versammelten Jünger, um deren Abendmahl zu feiern. Doch die Weigerung der Christen diese den 'Leib Jesu beinhaltenden Hostien' in Empfang zu nehmen, führte zu einem zweiten Gründonnerstag: dem Fronleichnam , immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten begangen.
Als Grundlage dazu soll der Abendmahlstreit dienen, den Berengar von Tour im 11.Jh. dadurch auslöste, dass er behauptete: Brot und Wein bei der Heiligen Messe seien nur äußere Zeichen der Gegenwart Christi. Er vertrat die symbolisch-spiritualistische Abendmahlslehre nach Augustinus und 'leugnete dadurch' aber die reale Gegenwart Jesu Christi in den eucharistischen Gaben von Brot und Wein und ihre wirkliche Verwandlung in Leib und Blut Christi. Mit öffentlich heftigen Reaktionen begann der Streit um das zentrale Sakrament des Christentums. So nahm man die Vision der Juliana von Lüttich anno 1209, die den Mond (seit der christlichen Antike als Zeichen für die Kirche) mit einem dunklen Fleck sah, zum Anlass der Kirche ein Fest zu Ehren des Altarsakramentes zu liefern. Dessen Fronleichnamfest Papst Urban IV. bereits 1264 der ganzen Kirche vorschrieb. Die Hostie (lateinisch hostia = Opfertier, Schlachtopfer) bezeichnet in der katholischen und anglikanischen Tradition das zum Abendmahl (Eucharistie) verwendete Brot; vermutlich als Ersatz für Bock, Eber, etc.
Der Dominikanerorden verbreitete das Fest der Fronleichnamsprozession, die erstmals in Köln anno 1277 statt fand, und dabei an die so christianisierten Ur-Flur-Umgänge anknüpfte, bei denen man in schamanischer Manier die Felder segnete. Das päpstliche Dogma einer eigentlich persönlichen Glaubenssache bleibt: so soll demnach bei der Heiligen Messe eine ganz andere Wesensverwandlung stattfinden: Brot und Wein werden wirklich zur leibhaftigen Gegenwart Jesu Christi gewandelt – obwohl Ausdehnung, Geruch und Geschmack jene von Brot und Wein bleiben. Trost im Rückblick: an Gründonnerstag wurden verbannte Büßer wieder in die Gemeinde aufgenommen.
à propos:  das letzte Abendmhal (Ölgemälde von Jacopo Bassano 1542) Abendmahl: In der römisch-katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirche ist Eucharistie der übliche Begriff für dieses Sakrament, das auf das letzte feierliche Mahl Jesu mit seinen Jüngern am Vorabend seines Todes zurückgeht. Dieses Mahl wird im Neuen Testament geschildert, sich zum Teil auf den stellvertretenden Opfertod Jesu beziehen oder so gedeutet werden können.

 mit der ersten Sauerampfersuppe beginnt der Frühling

 

Knoblauchrauke 'Alliaria petiolata' (bemerkenswert gutes Foto: © siehe Link)

 

 

 

 

 

 

 

Knoblauchrauke - Lauchkraut

 

 

Das Gründonnerstagsessen musste grün sein! Verfeinert mit Schmand (Sauerrahm), dazu aber nur hart gekochte Eier oder Fisch. Erkennt ihr sie noch, diese zart frischen Kräutchen mitten im 'Gras' oder an des Weges 'Rändern'?: Löwenzahn, Brennnesseln, Giersch, Gänseblümchen, Scharbockskraut oder die Knoblauchrauke (Lauchkraut).
Welches Kind weiß noch wie säuerlich frischer Hasenklee oder wie honigfein der Taubnesselblüten schmecken? - Wollt ihr Mineralien und Spurenelemente wie sie euch kein Blattsalat liefern kann, so behelft euch mit: Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Kresse oder Kerbel vom Fensterbrett, und wenn ihr kein Frühbeet habt mit Rosmarin, Thymian, Majoran und Dill. Diese eignen sich bestens zum naturrein getrockneten Wintervorrat.
Der Kerffel (Kerbel), unser Wiesenkerbel reihte sich, neben den noch jungen Blättern der schwarzen Johannisbeere, Borretsch, Kohlsprossen und Portulak, im Laufe der Jahrhunderte mit ein. Der Kerbel : Hildegard's 'De Kirbele':

"wer Bruchwunden der Eingeweide hat, wer unter verschiedenen Geschwüren und Krätze leidet, stampfe seinen Saft aus und gieße ihn in Wein."

Ein späteres Rezept kannte seine Wirkung als Nahrung:

"Verleset und hacket den Kerffel gantz klein / kochet ihn in süßer Milch gar / schlaget alsdann zwey oder drey Eyer durch einander / thut ein Stück Butter hinzu / schneidet hernacher Weiß-Brod in eine Schüssel und gießet diese Kerfeli-Brühe darüber. "

Die Garten-Melde die Gründonnerstagspeise, die zubereitet werden kann wie Sauerkraut, und deren Blätter sich wie Kohlblätter-Rezepte zubereiten lassen.

à propos:  'De Amphora' der Sauerampfer, das alte Haut-Hausmittel, so ihr ihn kennt, ist nicht mehr ausschließlich Viehfutter!

Rezept: 50 g frische Sauerampferblätter in 1 EL Butter angedünstet, mit 1/2 Liter Wasser abgelöscht, zum würzen der 300 g gewürfelten Kartoffeln in 30 Minuten sämig gekochten Sauerampfersuppe, die danach gestampft wird und je nach Geschmack mit 50 g Butter, 100 ml Sauerrahm (oder süße Sahne), Muskatnuss, Salz und Pfeffer, und wer es kennt unbedingt mit 1 EL gemahlenem Bockshornkleesamen abgeschmeckt werden kann.

Gründonnerstag als Pflanztag für alles was grünen sollte

Da hieß es die Karwocheruhe einhalten, im Gegensatz zu sibirischen Bäuerinnen, die derzeit ihre Lehmwände reinweiß nachkalkten oder die Holzböden auf ihren Knien blank schrubbten. Angesagt waren Zimmerpflanzen umtopfen, erste Mohrrübchen im Freien ins Gemüsebeet säen, neue Bäumchen in Gärten und an Wegrändern einpflanzen und die Kirchgänge beachten. 

Karfreitag (Stillfreitag) war Ruhe- und Fastentag

von der Kirche verordnet. Wehe dem der Fleisch aß, ihm war Krankheit und Siechtum verhießen. Der Karfreitag (althochdeutsch "kara" = Klage, Kummer, Trauer), auch "Stiller Freitag" oder "Hoher Freitag", ist der Freitag vor Ostern. - Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. - Er ist unter Einbeziehung des Gründonnerstagabends der erste Tag der österlichen Dreitagefeier (Triduum paschale). An diesem Tag gedenken die Christen der Kreuzigung Jesu Christi. Die römisch-katholische Karfreitagsliturgie ist eingebunden in die Dreitagefeier von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn (österlichen Triduum). Diese einzige Feier beginnt am Gründonnerstag mit der Messe vom Letzten Abendmahl und findet ihren Höhepunkt in der Auferstehungsfeier der Osternacht. In der Katholischen Kirche ist der Karfreitag ein strenger Fast- und Abstinenztag vom Zölibat bis zum Tanzverbot und ohne Symbolik der Fruchtbarkeit; ganz im Gegensatz zu dem so übernommenen heidnischen Frühlingsfest.
Die uns heute bekannte Ehe, mit ihren sozialen Verpflichtungen war angeordnet. Monogam lebende Völker in vorchristlicher Zeit: nach Tacitus' Schriften waren die Germanen mit ihrer Einehe eine Ausnahme unter den Völkern der Völkerwanderung; wobei es im germanischen Kulturkreis auch eine Dreierehe (Polyandrie) gab, die erst relativ spät von der katholischen Kirche abgeschafft wurde. Der christliche Brauch der Fastenzeit geht auf das 4. Jh. zurück.
Im Mittelalter dauerte die 'Fastenzeit' 40 Tage vor Weihnachten mit Martinstag (11. November); daher der Brauch, zuvor noch eine Martinsgans zu essen. Die österliche Bußzeit beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht, dem Vorabend des Ostersonntag, mit ebenfalls 40 Tage Fastenzeit (wobei die Sonntage nicht mehr dazu gerechnet werden seit der Synode von Benevent von 1091).
Die Tradition freitags kein Fleisch geht auf den Karfreitag zurück. Bis 1966 war in der römisch-katholischen Kirche an allen Freitagen (Todestag des Herrn) und in der österlichen Bußzeit, das Fasten für jeden Gläubigen verbindlich vorgeschrieben, bis Papst Paul VI. das Fastengebot neu gestaltete. Seither blieben der Aschermittwoch (erster Tag der Passionszeit) und der Karfreitag als verbindliche Fasttage, an den übrigen Tagen der Passionszeit wird das Fasten jedoch eindringlich empfohlen.

Mit dem Ostersonnabend endete die stille Karwoche.

Ostersamstagabend war Ostereierfärbezeit, und nicht wie in alten Zeiten, am zweiten Osterfeiertag. Osterfestvorbereitungen mit traditionellen Färbemethoden: "natürlich" mit Zwiebelschalen, Kaffeegrund, Heusaat, getrockneten Heidelbeeren und Rote-Bete (Rahne)-Saft. Draußen lieferte das frische Grün die junge Roggensaat, die nicht mutwillig zertreten werden durfte. Es existieren noch Beschwichtigungssprüche für die Kornmutter mit der Entschuldigung, dass man ja nur dem Osterhase hülfe. Mit leiser Osterfestvorfreude klang die stille Woche aus. Man ging früh zu Bett, um in aller frühe, noch vor dem Sonnenaufgang, wenn nicht gleich nach Mitternacht, das Osterwasser schöpfen zu können.

 

"Ist nass und kalt der Juni gar, verdirbt er, was voll Hoffnung war." - "Wenn es zu Pfingsten regnet, regnet es sieben Sonntage hintereinander." - " Stankt Johannis Regengüsse verderben oft die besten Nüsse."

Bauernregeln zu Weihnachten und Neujahr

  • "Ist es grün zur Weihnachtsfeier, fällt der Schnee auf Ostereier."

    "Sankt Nikolaus (6.)spült die Ufer aus."

    "Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind vereinigt immerdar."

    "Der Frost soll klirren, dann macht der Sommer keine Wirren."

    "Herrscht im Dezember rechte Kält', sie volle achtzehn Wochen hält."

    "Soll der nächste Wein gedeihn, muß Sankt Stefan (26) windstill sein."

    "Von Weihnachten bis Dreikönigstag aufs Wetter man wohl achten mag. Ist's regen-, nebel-, wolkenvoll, viel Krankheit es erzeugen soll."

 

Dachstuhl als Hexenbesen verwendet (Foto: © siehe Link)

 Neunkräuterbüschel 

Die Weinraute (Ruta graveolens L.) ist und war eines der neun Kräuter im Neunkräuterbüschel. Aus diesem Neunerbüschel banden die Unvermählten  einen Kranz, den sie am Johannistag (24. Juni) hinter sich in einen Baum warfen. So er gleich an einem Ast hängen blieb, so heiratete er/sie noch im selben Jahr. So oft er jedoch herunterfiel und wieder geworfen werden musste, so viele Jahre dauerte es bis zur Hochzeit. Manchmal blieb er nicht hängen. Die Weinraute, auch Edelraute genannt, die im Ruf steht, hellsichtig zu machen, vereinte das christliche Mittelalter sich darin einsichtig zu sein, dass die „geweihte Raute“ das verläßlichste Mittel zur Vertreibung aller negativen Kräfte galt. Von der begierhaften Unkeuschheit, besonders der Mönche, wie seit Tabernaemontanus beschrieben bis zum "neidhaften Blick" anderer auf das eigene Gut und seiner sich verselbstständigenden Energien.

Die weiteren stark heilkräftigen Neunkräuterbüschelpflanzen: der mächtige Beifuß, der Dost (wilder Oregano), das Eisenkraut, das Johanniskraut, die Königskerze, der Rohrkolben und die Schafgarbe. In Ihren Abwandlungen, erkennen wir die starken Heilpflanzen als Winter-Apotheke wieder.
Der Neunkräutersegen
(Besprechen der Pflanze für ihre Bestimmung nach ihrer Heil- und Schutzkraft) wurde im Laufe der Zwangschristianisierung verboten und verblieb als einer der Zaubersprüche; während das "Vater unser" oder das neue, nicht mehr aramäische "Glaubensbekenntnis" erlaubt war. Der Neunkräuterbüschel musste fortan in die Kirche zur Weihe gebracht werden. Dieser Austausch über und durch Rituale, sei es mit den feinstofflichen Wesen, der Anderswelt, Engeln, unseren Ahnen und Naturgeistern, hat im Schamanismus und der Mystik überlebt und wird heute wieder gelebt. Die s.g. heidnischen Ursprünge des christilchen Tisch-Gebets, erinnern an die soziale Bindungskraft der Rituale als bindend bis verbindendes formelles Glied unserer menschlichen Gemeinschaft in allen Kulturen. In Süddeutschland heißen die Pflanzen des "Kräuterbüschels" auch "Dreisgenkräuter" (oder Frauendreißiger). Ihnen wurde im ursprünglichen "Kräutersegen" durch Berufung und Zuspruch  eine besondere Kraft (als Heil- oder Zauberkräuter) verliehen, welche sie nach den kirchlichen Verboten und Aneignung jedoch erst durch die kirchliche Weihe bekommen.

Ein badischer Kräuterbüschel (aus Mühlhausen bei Wiesloch) enthielt: Wielestengel (wohl Verbascum), Dunnerdistel, Altmotterskraut (Minzeart?), Liebrohr (Levisticum officinale ~ Liebstöckel), Wermet (Wermut), Raute (Weinraute), schwarzer Kümmel (Nigella), router Herrsche (Amarantus), braune Doschte (Orignaum vulgare), weißer Doschte (Achillea millefolium), Routlafekraut (Eupatorium cannabium ~ Wasserdost), Tausegildekraut (Tausendgüldekraut), Rai(n)faht (Tanacetum vulgare ~ Rainfarn), Oude(n)mennlin (Agrimonia eupatorium ~ Odermenning), Hatemagen (Mohn), Bluttropflein (Sanguisorba ~ Wiesenknopf), Moda(r)gottesdeffilin (Muttergottespantöffelein ~ Linaria vulgaris ~ Echtes Leinkraut), drei Haselgerten (Haselnusszweige), drei Eichenzweige, ein dreiklumpe(n) Nuß und drei kleine Haselnüsse.
In Hindisheim (Eslass, bei Erstein) besteht der Kräuterbüschel aus 9 verschiedenen Blumen: Bolle (Wiesenknopf ~ Sanguisorba offinicalis), Hertenau (Hypericum perforatum ~ Echtes Johanniskraut), Schofklette (Agrimonia eupatorium ~ Odermenning), Isekrüt (Verbena officinalis ~ Eisenkraut), Tausiggüldekrüt und Wermut.
Der Wurzbüschel am Feste der Mariä Himmelfahrt in Unterfranken, lädt ein zur vorchristlichen Bedeutung der s.g. "Himmelfahrt", oder wie aus dem Besen der Büschel wurde.

Tipps aus Omas Garten:  Winter-Gemüse mit starken Wurzelkräften

  Knollenziest-Wurzeln, Japanziest oder Zuckerkartoffel (Bild: www.wikipedia.org)

 

 

 

Knollenzieste (Stachys sieboldii) der Knollenziest, die japanische Kartoffel, die chinesische Artischocke oder die französische Crosne de Japon: ungeschält gekocht, gebraten oder gedünstet, roh oder geröstet: zu ernten bei Bedarf ab November bis Februar wenn die Blätter dürr sind. Auszusäen ab März die bis zu 6 cm großen Wurzelknöllchen dieses Japanziest. Das einzig essbare Lippenblütlergemüse das viele kleine Knöllchen ausbildet. Optisch sieht er aus wie ungeschälte Garnelen (Crevetten). Sein Artischocken bis Blumenkohl artiges Aroma verzeiht ihm seine nicht lagerfähige Eigenart. - Seine Kultivierung in lehmigen Böden ist ein Leichtes für jedermann. Geerntet werden die knollig verdickten Spitzen der Wurzeln der Pflanze mit der Grabegabel angehoben und vorsichtig die Knollen vorsichtig abschneidet. Eine Pflanze liefert bis zu 70 Knollenzieste. Sie sind nicht lagerfähig. Sie trocknen rasch aus!

Die Pastinake (Moorwurzel oder Hammelmöhre) Wurzelgemüse mit kräftig würzigem Geschmack, ein fast vergessenes Gemüse unserer Urgrossmutter, ist eine Delikatesse mit viel Zuckerstoff und hohem Calcium-Anteil. Die Erntezeit beginnt im Oktober nach dem ersten Nachtfrost. Sie sieht der Wurzelpetersilie nicht nur ähnlich, ihr Geschmack ist kräftig, intensiv würzig und erinnert an sie. Ihr Einsatz im Suppentopf wird zur Geschmacksvariante des Knollensellerie. Auch roh geraspelt oder in dünnen Scheiben als knackiger Wintersalat: 400 g Pastinake gewaschen und dünn geschält, zusammen mit 1 Stange Porree (Lauch), 1 Apfel, 1 EL Cashew-Nüssen in einer Joghurt-Zitronensosse mit gemahlenem Ingwer, Petersilie und etwas Pfeffer.

Topinambur, ballaststoffreich wie Inulin'haltigdie, diese badische Urkartoffel (Helianthus tuberosus L.) aus einer Sonnenblumenart, vorgestellt auf der Webseite "Vom Rheinried ins Elsass", durch ihr regionales Hauptanbaugebiet im rechtsrheinischen Hanauer Land. Ein Wintergemüse, Ernte bereits ab Herbst, das von der Rohkostvorspeise, das aus ihr gegarte Hauptgericht über das Rohkost-Dessert bis zur Windbeutel-Füllung keine Wünsche mehr offen lässt. Unsere besten Topinambur-Rezepte im Thermomix TM 31 anfordern e-mail oder als *doc-Datei für Word zum Ausdrucken

Kreuzblütler - die zwölf Krebs bekämpfenden: sie haben alle vierblättrige Blüten, die in den Augen der Botanikgeschichtler einem Kreuz ähnelten; daher der Name Kreuzblütler. Sie haben außerdem chemische Stoffe gemeinsam, die einem Teil der Zerstörung durch Karzinogene entgegenwirken können. Es sind Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Kohlrübe, Kresse, Meerrettich, Rettich, Rosenkohl, Senf und Steckrübe. Der Meerrettich unter ihnen bleibt der Hit unter ihnen hier am Oberrheingraben. Infos zu seinem Anbau, seinen Wirkstoffen und seiner Vermehrung und aufwendigen Bodenhaltung findet ihr auf der Seite: Vom Rheinried ins Elsass

zum Foto der Stevie-Zuckerpflanze (Stevia rebaudiana) - die lanzenartigen Blätter sind ca. 5 cm lang, 2 cm breitStevia:  der weiße Zucker - die pflanzliche Süßkraft ohne Kalorien.

Es gibt ihn! ..., den kalorienfreien, natürlichen (nicht künstlichen), günstigen, jedoch nicht-patentierbaren Süßstoff mit deutschem Anbaugebiet. In Japan darf das Coca-Cola damit gesüßt werden; dort sind, anders als in der EU, künstliche Süßstoffe als Nahrungsmittelzusatz verboten. 
In den USA und in der EU jedoch, ist die Heilpflanze
Stevia (Stevia rebaudiana), das 'Süßkraut' oder 'Honigkraut' als Tee erlaubt, aber in raffinierter Form als Zuckerersatz verboten. 
Sein Molekül der Diterpenen ist in kristallisierter Form 300 Mal so süß wie Zucker. 1 Gramm Steviosid enthält 0,21 kcal. - die von der gleichen Süßkraft her erforderliche Menge an Zucker erreicht 1.100 Kcal. (ca. 5.000 x mehr). 
1/3 Teelöffel weißes Steviosid = 250g Zucker - 1 TL Stevia-liquid = 250g Zucker. Für alle, die den Lakritz ähnlichen Eigengeschmack der grünen Blätter nicht mögen, gibt es Raffiniertes Stevia-Extrakt (Steviosid), bis zu 300 mal süßer als Zucker. 
Süßen nur mit Messerspitzenmengen anstatt mit 250-300g Zucker; so werden 100g zum Langzeitvorrat. Die getrockneten Steviablätter in der elektrischen Kaffeemühle zu grünem Zuckerpulver mahlen (
Wildkräuter-Rezepte

Steviosid-liquid-Rezept: 1 dunkle Pipettenflasche (50ml), 50 ml Doppelweizenkorn oder Wodka und 5g (5 gestrichene TL). Um es in die tägliche Nahrungsaufnahme mit einzubeziehen. - Dieser nachweislich unschädliche Diabetiker-Zucker, auch bei Neurodermitis und übergewichtigen deutschen Kindern, eine Geschmack verbessernde, gesunde Süßkraft, die nicht abhängig macht, ist dennoch erhältlich.

Stevie der grüne Zucker: Hitzebeständig bis zu 200 °C können Stevia-Blätter frisch verwendet werden. Getrocknet sind sie 45 mal süßer als Zucker, 1 gestrichener EL = 4,5g (Menge für Pfannkuchen mit 3 Eiern, 1/2 L Milch + 200g Mehl). 
Rezept: Stevia-Extrakt
Grüner Zucker 50-150g Stevia-Blätter, frisch oder getrocknet mit ½ Liter kochendem Wasser aufgießen, 10 Min. leicht köcheln aber nicht kochen lassen, weitere 30 Min. ziehen lassen und grüne Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter gießen; hält sich einige Wochen im Kühlschrank. Zum Süßen genügen meist einige Spritzer. Bis das im Körper schadlos raffinierte Steviosid ebenso in der EU erlaubt ist, wie die subventionierte, zu Kristallzucker raffinierte, schädliche Zuckerrübe bleibt den 'um diesen peruanischen Natursegen Wissenden, und derart durch Vorenthaltung Bevormundeten' nur der Kauf der getrockneten Blätter oder der Eigenanbau. Sinnvollerweise mit Stecklingsvermehrung einer unverholzten Triebspitze mit 2-3 Blattpaaren knapp unterhalb eines Knotens schräg abgetrennt, 1cm tief in feuchte Anzuchterde unter belüfteter Klarsichtfolie (Müllbeutel als Gewächshaus) für bis zu 6 Wochen auf der Fensterbank gen Westen.
Die Stevia-Ernte (Korbblütler) beginnt Mitte bis Ende September. Überwinterung: sehr hell, nicht unter 15°C, sparsam gegossen. 
Der gesund grüne oder weiße Pflanzenzucker ist zu beziehen als Stevia-Blätter (geschnitten, ganz, pulverisiert) nur in guten Teehäusern und Kräuterläden. 
Das getrocknete Stevienkraut darf als Tee (mit der Bezeichnung Stevie, Honigkraut, Zuckerkraut) in Kräuter- und Gewürzläden als solches angeboten werden.

Kapuzinerkresse: die reichlich Blätter, leuchtend rot wie gelbe Blüten und Samen liefernde (Tropaeolum majus), pfeffrig aromatische Heilpflanze mit ihrem, in allen Pflanzenteilen enthaltenen, Antibiotikum als Penicillinersatz im ätherischen Öl (ursprüngliches Mittel gegen Viehseuche) vereint das Schöne mit dem Nützlichen. Nach den Eisheiligen darf sie ins Freiland gepflanzt werden, wo sie von Juni bis September blüht. Sehr nützliche Gartenpflanze, da sie durch angezogene Schwebefliegen bekämpft die Blattläuse ihrer Nachbarpflanzen. Blüten sind essbar wie die des Borretsch, ihre jungen Blätter dürfen in Salate, Suppen und Quarkaufstriche. Ihre Hauptwirkung als Penicillinersatz verhindert die Vermehrung von Bakterien, ohne die natürliche Darmflora zu zerstören. Ihre Breitbandwirkung bei Infektionen der Atemwege, Nebenhöhlenentzündungen, Angina, Mandelentzündung, Bronchitis und Schnupfen könnt ihr euch im Auszugsöl oder in der Tinktur in den Winter retten, da man ihre Pflanzenteile nicht zum Tee- oder Gewürzeinsatz trocknen kann. Die Heilpflanze bei allen entzündlichen Erkrankungen der Nieren und Harnwege, nebst Kieselsäure für die Haarwurzeln und Schwefel für die Haut.

Vogelbeer-WodkaAnsatz aus je 500 g Vogelbeeren (erst nach dem ersten November-Frost gesammelt) und Äpfel (entkernt, in Stücke geschnitten) mit 100 g (Rohr)Zucker schichtweise in ein hohes Glas füllen und mit 1 Liter Wodka übergießen. Die Früchte müssen bedeckt sein, während der Ziehphase also immer wieder nachsehen, ob nicht noch Wodka nachgefüllt werden muss. Verschlossen etwa 2 Monate an der Sonne stehen lassen, dann filtern und in Flaschen abfüllen. –

Zeitreise am Michelsberg (St. Johann im Grünen)

Kräuter sammeln zur besonderen Bestimmung der Körperregion, bis zur Weiterverarbeitung zum richtigen Zeitpunkt

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  Tipps

kulinarische Raritäten  

aus Oma's Garten:

Wissenswertes

Skorpiontage - Heilkräutertage:

" Als der Held Gilgamesch den Berg Mâschu betritt, stellen sich ihm ein solcher Skorpionmann und eine Skorpionfrau in den Weg, deren „Furchtbarkeit ungeheuer ist, deren Anblick Tod ist“. - Die ägyptische Mythologie kennt die Göttin Selket, welche stets mit einem Skorpion auf dem Kopf dargestellt wird. Sie verfügt über magische Heilkräfte und bewahrt vor Skorpionsstichen, weshalb sie in entsprechenden Schutzzaubern angerufen wird. - In der griechischen Mythologie bringt die wütende Göttin Artemis einen Skorpion hervor, der den Jäger Orion mit einem Stich tötet.

Skorpion-Mond wirkt auf den Unterleib Skorpiontage sind Blatt- und Wassertage mit absteigender Kraft und beeinflussen im Körper den Unterleib. Unterkühlung ist an Skorpiontagen die häufigste Ursache von Harnwegsentzündungen. Skorpiontage sind gute Sammeltage für alle Heilkräuter im 12er-Rad, hier entfällt die Beachtung der zu heilenden Körperregion. - Im medizinischen Kräuterrad drei'teilen sich im Zentrum: Wachstum - Verwandlung - Verfall. In Richtung Norden liegt das Element Wasser (Skorpion) und Reinheit und Stärke am äußeren Kreis. - Der Skorpionvollmond gilt als Buddhas Geburtstag und Feiertag im Osten.

Paracelsus und die Heilige Hildegard:

zum 'Tierkreiszeichenmensch' des in den Très Riches Heures des Herzogs von Berry zu Chantilly im 16. Jh. Kronzeugen für die damals bereits weltweit verbreitete Anwendung astromedizinischer Erkenntnisse und Methoden von der Antike bis ins Mittelalter, ehe es in Latein verfasst hinter Klostermauern verschwand. Die neuzeitliche Naturmedizin begann mit Philipp Aurelous Theophrast Bombastus von Hohenheim (1493-1541), genannt 'Paracelsus': "Die Krankheiten sind des Himmels, und der Himmel regiert die Krankheiten; man kann in den Sternen wie in einem Buch lesen; wer das unterlässt ist der falsche Arzt." - "das die gedörrten kreuter .. gleich wie ein fleisch zu achten sind, dann ihnen ist abgangen der grüne geist, das ist das leben." (op. 1590).

Hildegard von Bingen beschrieb unter anderem den Einfluss des Mondes auf die Heilkraft der Pflanzen und legte den Grundstein für eine Ernährungslehre, die im Einklang mit den kosmischen Konstellationen steht. Ihrem Schatzkästlein entsprang auch die Anwendung von Heilsteinen in Übereinstimmung mit den Mondrhythmen.

Im Neunkräutersegen (Nine Herbs Charm)

 erscheint Wóden als Magier in der vorchristlichen Religion germanischer Volksstämme in England (Angeln, Sachsen, Jüten) und der Flursegen: "Heil sei dir, Folde, der Menschen Mutter! Sei du grünend in Gottes Umarmung, gefüllt mit Speisen, den Menschen zu Nutze.“ Éastre: die angelsächsische Mythologie überliefert ihr Fest im April (éosturmónað). Aus dieser einen Erwähnung der Festweihung rekonstruierte Jakob Grimm eine deutsche Göttin (Ôstara) rekonstruiert.

Flursegnung (en) erbeten von Folde der Menschen Mutter und Erca der Erdgöttin und Erde Mutter. Der Bauer wendet sich nach Osten zum Licht und betet: "Die Erde bitte ich und den Obhimmel!" (eorðan ic bidde and upheofon!). Die Erde wird dann mehrfach angerufen: "Erce, der Erde Mutter" (Erce, Erce, Erce eorðan módor) und "Folde, der Menschen Mutter" (Folde fíra módor), neben Maria und dem Christengott. Es bleibt ein anderer Eindruck vom gebliebenen Gebetsausspruch: "Wie im Himmel so auf Erden." Die ewige Abfolge des ernährenden Grünens.

Wodan war auch zuständig für Losentscheide. Im Neunkräutersegen (The Lay of the Nine Healing Herbs), heben Zweige Schicksalsbedeutung, derer Wodan sich bediente um den Erkrankten mit Singen oder betendem Aufsagen eines magischen Spruches als Fürbitte eines besseren Loses, also die Heilung. Die Krankheiten, germanisch als 9 giftig fliegende Dinge benannt, ohne sichtbare Wunde oder Geschwür, das man hätte austreiben können. Sie kamen wie Viren oder Bakterien durch die Luft geflogen und wurden durch den Wind verbreitet. Im Ritual des 'Neunkräutersegens', indo-germanischen Ursprungs, wurden nacheinander die 4 Himmelsrichtungen angerufen, als deren luftig unfassbaren Ursprung. (Heute kennen wir diese freien Radikale besser und ihre gerbstoffhaltigen Heilpflanzen auch.)

Amphibien - Erdkröte - Fruchtbarkeit - Frühling - Urmutter - Wasser:  Erst im Frühjahr, wenn die Temperaturen ca. 12°C erreichen, zieht es die Amphibien zu ihren Laichgewässern, um dort Hochzeit zu feiern. Abends, ab Einbruch der Dunkelheit marschieren sie los. Die urzeitlichen Naturbeobachtungen des Urmenschen haben in ihrer Symbolik der Erdkräfte überlebt. Es sind die ältesten Geschichten der Menschheit: vom Sternenlauf einer unbeschreiblich hellen Vollmondnacht zum ewig lebenden Samen in der Erde geborgen. Vom Protein-Geheimnis 'Ei' zu den kräftigen wie fruchtbaren Säugetieren und ihrer hoch wirksamen, grünen Götterspeise, das Festmahl ach einem langen, lichtarmen Winter. Ob Hase, Hirsch, Widder oder Bär, sie waren Teil des eines alten Weltenrades, das der Heiligen Hildegard von Bingen noch zur Veranschaulichung diente.  Es war einmal... eine Zeit ohne rein menschliche Götter, die die Machtinteressen ihrer Anführer bedienten.

Neunstärke:

Jahrhunderte altes weit verbreitetes Kult-Rezept mit Neunerlei Kräuter basierend auf uraltem Brauch der Flurbegehung, dessen Zutaten-Ursprung zum Rezeptes sich im angelsächsischen Neunkräutersegen des 11. Jh. wieder findet, der Wirkungszeit Hildegard von Bingen.

Die Neunstärke ist ein Rezept für eine Frühlingssuppe, die aus neun Wildkräutern besteht. Die alte Reihenfolge gibt einen Hinweis auf die Anteile. Hauptbestandteil war der Giersch (Podagrakraut). Von den weiteren Wildkräutern: Löwenzahn, Taubnessel, Brennnessel, Schafgarbe, Sauerampfer, Sauerklee, Tripmadam (Felsenmauerpfeffer) und von den Gänseblümchen (Maßliebchenblüten) nimmt man jeweils etwas weniger; sie gehörten immer dazu! Mengenangaben richteten sich nach dem Angebot der Natur. Damalige Köchinnen kannten ihre "Neunstärke" auch ohne Mengenangaben. - Kräutersuppen-Rezept

Wild-Kräutersuppe deftig:

Vorgenannte Kräuter mit einer kräftigen Fleischbrühe: 2 Hand voll gewaschene Kräuter (z.B. Brennnesseln, Brunnenkresse, Fetthenne, Holundersprossen, Liebstöckel, Löwenzahn, Bibernelle (kleiner Wiesenknopf), Sauerampfer oder Wegwarte mit dem Messer fein wiegen - keinesfalls im Mixer pürieren. 1 Liter bereits aufgekochte Brühe beiseite stellen und ein Eigelb unterschlagen. 1 Becher süße Sahne langsam einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die nicht völlig zu Brei verarbeiteten gehackten Wildkräuter in dieser Suppe noch 5 Minuten ziehen lassen. In Teller oder Tassen portionieren. Geschmacklich abrunden mit 1 Esslöffel Creme fraîche oder Saurer Sahne, optisch gekrönt von runden Gänseblümchenblüten oder Schnittlauchröllchen habt ihr eine sehr mineralreiche Kraftspeise gekocht. Serviert sie gelungen mit einem guten Sauerteigmischbrot dazu. - Wenn ihr Kinder dazu begeistern wollt, so wagt euch, gemeinsam mit ihnen, an Kräuterdips, Kräuterquarke, Kräutercrêpes und Kräuterpuffer ! - Die wesentlich aromatischere Suppenversion mit Kartoffeln, oder im Winter mit Topinambur bieten die im Thermomix zubereiteten Gemüsesuppen (Rezept ) mit den jeweils frischen Wildkräutern. 

Hildegard von Bingen, (1098-1179)

die Klausnerin vom Disibodenberg am Rhein, war das 10. Kind des Edelfreien Hildebertus, und die Abgabe des 'Zehnten' an die Kirche und somit an das Kloster. Nach dem Tod ihrer Ziehfrau Jutta von Sponheim 1136, leitete Hildegard ihr eigenes Benediktinerinnenkloster auf dem Rupertsberg bei Bingen. Sie war nicht, wie die Heilige Odilia eine der 9 weissen Frauen von Barma, sie war die visionäre Offenbarung von 9 Büchern mit dem Titel Liber simplicis medicine über die Wirkung der Natur, ihre Eigenschaften von den Pflanzen bis zu den Metallen und ihre medizinischen Anwendung. Die Prophetin mit dem Lebendigen Licht gehorchte ihrer Offenbarung und blieb im kritischen Kontext mit den großen, auf Macht besonnen Herrschern (Kaiser und Papst) ihrer Zeit.

Hildegard's Bezug auf das 'keltische Rad': "Wie du gewollt hast, so lag es inmitten deiner göttlichen Kraft. Oh du Vorwissen Gottes, du hast alle deine Werke vorhergesehen. Wie du gewollt hast, so lag es inmitten deiner Macht verborgen, weil du alles im voraus gewusst hast. Und du handelst einem Rad ähnlich, das alles umgibt, das ohne Beginn war, und ohne Ende umgewälzt wird.“

Das Wort 'grün' findet sich immer wieder in Hildegard's Dichtung:

 und in ihren visionären Schriften. Der Verstand in der Seele gleicht dem Grün aller Zweige, ..." - Ich sammle sachte die Blüten der Rose, und Lilien, und alles Grün in meinem Schoß,..." - "Oh edelstes Grün, in der Sonne du wurzelst. Du leuchtest in strahlender Helle im Kreise, in irdisches Sinnen und Sein, noch so hoch, kann niemals erfassen. Umfangen wirst du von den Armen der Geheimnisse Gottes." - "Die Luft lebt im Grünen, und Blumen."

Hildegard zeigte oft ihre Vorliebe für eines der größten Wortspiele im mittelalterlichen Latein:

„VIRGA“ das heißt Zweig, Rute - „VIRGO“ das heißt Jungfrau. Für Hildegard war die Jungfrau Maria ein Zweig vom Baume Gottes.

Wildkräuter aus einem Rezept von 1712

es soll folgendermaßen lauten: Nehmet schön Brunnenwasser, etwas altbacken Weiß-Brod hänget es übers Feuer und scherbt unterdessen das grüne Kraut als Kerffel, Bethe, Ochsen-Zung, Borrage (Borretsch), die jungen Blätter von schwartzen Johannisbeeren  und Goldblumenblätter, auch Lauch, Katzen-Nept ein wenig Spinat und Sauerampff. Wenn nun das Weiß-Brod eine Zeitlang gekocht, so dass das Brod zergangen thut was ihr von gemeldten Kröäutern habt mit Butter und Saltz hinzu und last es gar kochen. - Oder ihr ...nehmet Spinat oder Schließlattich, Endivien, Bethe, Sauerampffer, Sproßen von Kohl und Portulak etc. Eines von diesem wohl mürbe gekocht wird mit Butter, Mußcaten-Blumen, auch Mußcaten-Nüssen und Saltz aufm Feuer-Becken gestovet.

Bärlauchblätter müssen zwischen den Fingerspitzen zerrieben nach Knoblauch riechen

 Zur Zeit Karl des GroßenBärlauch

"Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch

Bei noch älteren Völkern, denen die Eiszeit noch ein Begriff war gab es Bärengötter, man lebte mit dem Bär in einer Höhle, wärmte sich an ihm, ernährte sich von ihm. Dieser Mensch-Tier-Urbezug ist im Teddybär erhalten geblieben, wie es uns die Gehirnforschung lehrt.

Der von Karl dem Großen zur Anpflanzung verordnete Bärlauch, war wie andere Pflanzen auch, von den unterworfenen Völkern für gut befunden und wurde übernommen, um die Mannen zum Kampf gesund zu halten. Diese senfscharfe Pflanze erhielt ihren Namen von den Germanen.

 Der Bär, der aus dem Winterschlaf erwacht und den Frühling begrüßt, frisst meistens diesen Erdlauch als das erste genießbare Grün. Wir können heute die bärenstarke Inhaltsstoffe der Heilpflanze genau erklären, von die Germanen bereits wussten: wer von ihr ißt besitzt bereits "Bärenkräfte" im Darm reinigenden Stoffwechsel nach dem Winterschlaf.

Bärlauch bärenstark mit hohen ätherisch-schwefelhaltigen Ölgehalt. Äußerlich: anwendbar als Soforthilfe bei chronischen Hautausschlägen und Flechten. Innerlich: Bärlauch-genial, sein hoher Gehalt an Senfölglykosiden regt unsere Verdauungssäfte an.

 Bakterizide Wirkung auf unsere Darmflora, ohne die nützlichen Darmbakterien zu zerstören, wie ein Antibiotika bspw. - Schwefelgehalt hilft unserem Körper Umweltschadstoffe abzubauen (Cadmium, Lindan, Quecksilber), durch Bindung schädlichen Moleküle. Ein Frühlingsgenuss, täglich eine Hand voll davon frisch zu essen.

Neuner's Blutreinigungs-Kräutertee:

Inhaltsstoffe an getrockneten Kräutern : Birkenblätter, Blutwurz, Brennnessel, Goldrutenkraut, Holunderblüten, Liebstöckelwurzel, Queckenwurzelstock, Ringelblume, Schlehenblüten, in gleichen Anteilen vermischen. 2 Tassen täglich frisch zubereitet: 2-3 TL Kräutertee mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, und morgens und abends trinken!

Spitzwegerich (Wegtritt), die uralte germanische Heilpflanze trägt schon in ihrem Namen die Bedeutung 'Wegbeherrscher'. Als Symbol der Fruchtbarkeit im Neunkräutersegen an 2. Stelle genannt. Spitzwegerichblätter als Blutreinigunsgmittel roh verzehrt, vom 1. - 30. Mai (1 Blatt mehr pro Tag bis zum 15. Mai mit 15 Blätter, und wieder rückwärts bis zu 1 Blatt am 30. Mai,) erschließt die Hauptwirkung des antibiotisch wirkend enthaltenen Aucubin (Rhinanthin, mit Wachstumshemmung sowie Abtötung von Bakterien wie Staphylokokken, Meningokokken und Salmonellen), Emulsin, Labenzym, Kieselsäure, Catapol und Bitterstoffe.
 

Giersch oder Geißfuß

(Aegopodium podagraria), im Volksmund Zipperleinskraut oder Erdholler, eines der unbeliebtesten Unkräuter, verbreitet sich sehr stark und gilt als schwer zu bekämpfendes Unkraut. Wir könnten uns mit ihm verbünden und ihn als wohlschmeckenden Salat oder Gemüse schätzen. Wo Petersilie rein passt, schmeckt auch der Giersch mit älteren getrockneten oder frischen Blättern und Samen. Neben der Brennnessel ist das Gichtheilmittel (Gichtknoten) eines der ältesten Wildgemüse der Gründonnerstagssuppe.

BRENNNESSEL die Märzpflanze des Kriegsgottes Mars brennt wie Feuer 

zum selbst gemachten Gewürzpulver, zur Wirkungsweise der Superheilpflanze Hildegards

Zäh, widerstandsfähig, vital, mit scharf ausgeschnittenen Blatträndern, spitzen Stacheln, wenig Schleim und Wasser, dafür brennend ätzende Säfte prägen diese seit über 2.000 Jahren verehrte Superheilpflanze.

Der alte griechische und römische Kriegsgott Mars wurde später mit dem Teufel identifiziert. Mittelalterlich ideale Pflanze zur Behandlung von Rheuma und Gicht. Wenn Brennnessel-Nesselhaare auf die Haut treffen (als schmerzlindernde Nesselpeitschen), so wirken sie mit antirheumatischen Stoffen wie kleine Injektionsnadeln; dringen direkt in die Haut, ein und fördern die Durchblutung - Schadstoff-Abtransport inklusive: Die Brennnessel kann dem Körper helfen Teuflisches loszuwerden: Allergien, angestaute Giftstoffe, die sich in Gelenken, Muskeln und Blut befinden. Von wegen Unkraut wenn es um sie geht als Düngerjauche und Bodendünger. Nicht zuletzt – und da hatte der alte Ovid recht – Die Brennnesselsamen waren schon Ovid's  wirkungsvolles 'Viagra'.  Alte Bauernregeln besagen feurige Pferde, mischt man das Kraut unters Heu, Kühe geben mehr Milch und auch Hühner legen mehr Eier.

"Denn der Saturn ist nicht allein im Himmel, sondern auch am Grunde des Meeres und in den tiefsten Höhlen der Erde. Nicht allein im Garten ist die Melissa, sondern auch in der Luft und im Himmel. Was meint ihr, ist Venus sonst als allein Artemisia (Beifuss)? Was Artemisia als allein Venus. Was ist also Eisen? Nichts als Mars. Was ist Mars? Nichts als Eisen. Das heißt, sie sind beide Eisen oder Mars, dasselbe ist auch Urtica (Brennnessel)." (Paracelsus: I/424)

Nesseln wachsen immer in eurer Nähe, aber nur auf gesunden Böden mit  Stickstoffgehalt, der durch die Bodenbearbeitung ansteigt. - Die für sehr schmerzende Berührung mit der Brennnessel  habt ihr euch gut gemerkt. Wolltet sie auch in der Liebe einsetzen.

 Die Antike überlieferte Rezepte für Liebestränke, zu brauen aus Nesselblättern oder deren Samen: "Nesselblätter in Wein gesotten und getrunken, locken zur Unkeuschheit, Nesselsamen noch kräftiger, in süßem Wein gesotten"

 'De Urtica' erschien in Hildegard's erstem Buch von den Pflanzen. Den gesamten Stoffwechsel wird, besonders im Frühling, allemal angeregt durch spinatartige Nesselspeisen.

    Nesselstoffe waren neben der Hanfpflanze im Einsatz, wenn es um eine gesunde zweite Haut aus hauchdünnem Nesselgewebe ging, die man in Hildegard's Klosterzellen noch kannte, oder um besonders wetterfeste und reißfeste Segel für die Schiffe der Weltmeere handelte.

Hildegard von Bingen lobte den Hanf ('De Hanff') für seinen starken Ausgleich auf die Körpersäfte und seine reinen Hanftücher als Wundauflage oder bei Geschwüren. Hätte sie von eurem Anbauverbot erfahren, wäre es ihnen mit ihr ebenso ergangen wie den Mächtigen ihrer Zeit!

 

die Zahl 'neun' (9):

"Die Neun ist merkwürdig, sehr groß und etwas einschüchternd." Daniel Tammet (Savant)

aus dem allmächtigen 3 x 3 bestehend, ist sie die dreifache Triade; Vollendung; Erfüllung; Anfang und Ende; Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft; das Ganze; eine Himmels- und Engelszahl; das irdische Paradies.

Neun ist eine unzerstörbare Zahl, auch durch den Kreisumfang (Einteilung in 90° + in 360 Grad für den vollen Umkreis, mit der Quersumme 9). Symbolisiert durch die Figur der beiden Dreiecke, die wiederum ein Symbol der  - Prinzipien des Männlichen und Weiblichen, - von Feuer und Wasser - Berg und Höhle ist.

Die Zahl 9 : neun Monate dauern die warmen Jahreszeiten ➢ neun Monate vergehen von der Empfängnis eines Kindes bis zur Geburt. Die Erde [indogermanisch er[t] ist einer der neun Planeten unseres Sonnensystems.

Mythologie: in der skandinavisch- germanischen Symbolik die heilige Zahl. Die Zahl 9 steht in der nordischen Kosmologie für die 9 Welten (Dimensionen, Sphären, Zyklen) um den Weltenbaum Yggdrasil (3 Wurzeln und 3*3 Achsen) als Ausdruck für Ganzheitlichkeit und Vollkommenheit. Odin (Wotan) hing 9 Tage und Nächte lang auf der Weltesche Yggdrasil, um die Geheimnisse der Weisheit für die Menschheit zu erkennen. Skeldi die Göttin des Schnees (die nordische Persephone) , lebte 3 Monate in einem Berg und 9 Monate an Niords Meer. - Angelsächsische Mythologie: "Eine Schlange (Wurm) kam gekrochen, biss einen Mann. Da nahm Wóden 9 Glanzzweige, schlug damit die Natter, so dass sie in 9 [Stücke] zerfiel.“

Indogermanisch: nach dem alten indogermanischen Mondkalender, welcher der Sonnenrechnung vorausging, ist der Tag der heiligen Katharina ist der 25. November. Neun Tage später folgte der Tag der heiligen Barbara, und nach abermals 9 Tagen der der Luzia. Im Mittelalter war in Schweden der 13. Dezember der Wintersonnenwend-tag (Lucia, die Leuchtende ~ Sonnwendbrauch) . Der Mondkalender von Stonehenge (Frau Holle, Holunder, Holland, weiße Winterlichtgestalt Lucia) umfaßte bis zu den 3 dunklen Nächte der Neumondzeit 3 Wochen von je 9 Nächten.

Germanen: die Zahl 9 als eine ganz besonders bedeutende und heilige Zahl, die unserer Ahnen. Ausdruck der Triaden (3 Nornen)

Christentum: dreifache Triaden von Engelschören, 9 Sphären und Ringe um die Hölle. Der verstorbene Papst ('Fischer Petri's'  ~ Pontifex) wird in der Krypta 9 Tage lang betrauert, erhält 9 Absolutionen, und 9 Totenmessen, bevor er am 3. Tag beerdigt wird. Diese Totenmesse (Trauerfeier) der Kardinäle in St. Peter (früher in der Sixtinischen Kapelle) besteht in einer 9-tägigen Liturgie, den so genannten Novendiali (lateinisch: novem dies)

Judentum: reine Intelligenz, Wahrheit; bei Multiplikation sich selbst reproduzierend.

Griechisch-Römisch: 9 Musen. - Ennata (Enata), bei den alten Griechen Opfer am neunten Tag nach dem Begräbnis, bei den Römern sacra novemdiala genannt; in der griechischen Kirche Gebete für einen Verstorbenen am 9. Tag nach dessen Tod.

Kelten: äußerst bedeutungsvolle Zahl des Zentrums (8 Richtungen und das Zentrum). Die 3-fachen Göttinnen sind 3x3; 9 keltische Jungfrauen begleiten die 3 Brigiden (Bridgit) bei den Kelten. 9 steht in Verbindung mit den Beltane Feuerriten, welche von 81 Männern in 9-er-Gruppen gepflegt wurden.

Buddhismus: höchste spirituelle Macht, himmlische Zahl. Bönreligion: uralte Weltanschauung eines nomadischen Schamanentums und vorbuddhistischer Glaube in Tibet: 9 Götter haben die Welt erschaffen. - China: himmlische Macht, das 3 x 3 ist die Glück bringendste aller Zahlen. Sie stellt die 8 Richtungen mit dem Zentrum als dem neunten Punkt dar : in der Halle des Lichts.

Hinduismus: Zahl des Agni, Feuer: das Quadrat der 9 bildet das aus 81 Quadraten bestehende Mandala, führt zum Universum und schließt es ein.

Feng Shui: In der Landaufteilung gibt es 8 äußere Quadrate für die Kultivierung durch Pächter, das mittlere neunte ist ein Gottesacker das dem Shang-ti (höchsten Herrscher) geweiht ist; auch "Kaiserfeld" genannt, als Position himmlischer Machtübertragung. Die Neun repräsentiert die Vollständigkeit von Himmel und Erde.

Kabbala: die Zahl 9 symbolisiert die Grundlegung.

Maya: 9 Unterwelten, eine jede wird von einem Gott beherrscht.

  Pythagoras: der Satz lehrt uns die Zahlengrenze der Zahl 9, alle anderen existieren in ihr und kehren in ihr wieder.

Das Osterwasser als Zwangstaufe gegen unwillige Heiden

zum christlichen Osterfest am Frühjahrsvollmond im Ostarmanoth (Monat April). Vom irisch-druidischen Taufritus an heiligen Flüssen oder Quellen zum Konzil von Nicäa anno 325, der den Ostertermin auf den ersten Sonntag nach diesem Vollmond festlegte, um heidnisch übernommene Bräuche abzuschaffen. 

Das Osterwasser sollte Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen, wenn man es aus der Quelle schöpfte. Wer sich sich am Ostermorgen im fließenden Bach wäscht, sollte immer jung und schön bleiben. Das Vieh wurde am Ostermorgen in die Bäche getrieben um es vor Krankheiten zu schützen. Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara.

Osterwasser aus einem Bach oder Brunnen schöpfen zum Osterfest geschah zu 'Mondeszeit' in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag - nur von Mitternacht bis zum Sonnenaufgang. Schweigend schöpften junge Mädchen Wasser gegen den fließenden Strom. Es durfte nicht gesprochen werden, damit das Wasser seine Segens- und Heilskraft behielt. Kein Tropfen durfte verloren gehen oder im Heim des Mädchen auslaufen. Das heilige Wasser soll nun ein ganzes Jahr vor Krankheiten, Unglücken, etc. schützen. Aus Dankbarkeit des Lebens spendenden Wasser werden noch heute Dorfbrunnen mit Osterschmuck geschmückt.

Wer Wind sät wird Sturm ernten...

im 13. Jh., mit dem bedeutendsten Konzil des Mittelalters, dem 12. ökumenischen Konzil der katholischen Kirche und dem 4. Laterankonzil im römischen Lateran im November 1215, einberufen durch die päpstliche Bulle Vineam Domini Sabaoth von Papst Innozenz III., ging es los gegen den freien Glauben. Das Dogma gegen die Häresie, die Maßnahmen gegen die so genannten Ketzer (Katharer), die Bedingungen des nächsten christlichen Kreuzzuges, wurden unter Beisein des staufisch römisch-deutschen Kaisers Heinrich II. stumm nickend zur Abstimmung gebracht.

 Sprich'wörtlich : "noch grün hinter den Ohren zu sein"

 deutet auf die Unerfahrenheit der Jugend, aber auch auf die teils ungestüme Energie des neuen Lebens hin. Junge Mädchen oder Frauen mit  grünen Augen gelten als geheimnisvoll und unergründlich. 'Grün' ist Inbegriff des Lebens bzw. der sprießenden Natur. Unsere 'grüne Seite' ist die linke Seite, dort sitzt unser Herz, unsere lebendige, bejahende und fröhliche Seite. Wenn wir 'jemandem nicht grün sind', ist es ein höflicher Ausdruck dafür, dass wir jemandem nicht gewogen sind. Wenn wir jemanden mögen, dann sind wir ihm also grün. - Grünschnabel: "...du bist noch zu jung und grün umb den schnabel"  ein Bild, hergenommen von der grünlichen Haut, die junge Vögel an der Schnabelwurzel haben; der noch etwas grüne Schnabel (Günther)

1. Strophe eines süddeutschen Volksliedes vor 1827: Mädle, ruck, ruck, ruck, ruck' Mädle ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, i hab di gar so gern, i kann di leide. Bist so lieb und gut, schön wie Milch und Blut: du musst bei mir bleibe, mußt dir d'Zeit vertreibe. Mädle ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, i hab di gar so gern, i kann di leide.

Badische Bärlauchknöpfle

1 Bund Bärlauch, 300 g Mehl, 4 Eier, eine Prise Salz, etwas geriebenen Emmentaler

Den Bärlauch hacken und mit dem Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte ein Loch offen lassen und die Eier hinein schlagen. Alles gut vermengen, und so lange rühren bis der Teig glatt ist. Abgedeckt 1/2 Stunde ruhen lassen. Durch ein Spätzlesieb in Salzwasser zum Kochen bringen, wenn sie an der Oberfläche steigen mit einem Sieblöffel herausnehmen und mit geriebenem Emmentaler bestreut 1-2 Minuten bei 180°C im Ofen überbacken.

 
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Mistel (Foto: © siehe Link)
Mistel (Ruta graveoloens)  Die Mistelbeeren im Winter  sammeln (November bis Februar), jedoch vorwiegend im Dezember! Die Mistelbüsche werden entweder mit Stangen von den Bäumen geschlagen oder nach Erklettern der Bäume mit einer Schere abgeschnitten. Zum Trocknen reiht das Sammelgut in einem beheizten Raum an einer Leine auf. Die Droge hat einen schwach ranzigen Geruch und einen bitteren Geschmack. Die Blätter sind lederartig und gelblich-grün. Die Beere ist weißlich und klebrig. Die Vögel verbreiten den klebrigen Samen indem sie ihn mit dem Schnabel am Ast abwetzen, oder aber ihn unverdaut mit dem Kot ausscheiden. Die Mistel kann sich nur auf diese Art fortpflanzen, denn der Samen keimt weder in Wasser, noch in Erde gelegt..

Erntereife Mispelfrucht nur noch in Österreich?
Die MISPEL: Sammelgut: die Früchte ernten (ab Ende Oktober, im November und Dezember, nach den ersten Frösten (da sie davor noch steinhart sind). Pflückreife ist erreicht, bei weicher, teigiger Konsistenz der (ca. 4 -7 cm im Durchmesser) die walnussgroßen Früchte. Mispelfrüchte reifen langsam bis zum ersten Frost und sind so lange hart und ungenießbar. Nach dem Frost werden die Früchte sämig-musig und schmecken säuerlich. (Diesen Prozess könnt ihr abkürzen und die Früchte im Oktober/November erntet und sie bis zum Gebrauch einfriert.) – Lagerung: nur einschichtig, mit der Öffnung nach unten, nur in Holzkisten und an einem kühlen Ort. Bei den ersten Nachtfrösten, diese über Nacht nach draußen stellen, um so die Reife zu beschleunigen, jedoch nur einschichtig in Kisten gelegt. Nicht zu lange stehen lassen: sie halten nur begrenzt und verlieren schnell wertvolle Inhaltsstoffe. Rutenforschung: Misteln treten immer dort gehäuft auf, wo die Bäume starken Erdstrahleneinwirkungen ausgesetzt sind, und sie fehlt dort, wo keine Wasserläufe oder Verwerfungsspalten nachweisbar sind. Dr. med. Karl Windstosser: „Wenn man eine Mistel aus ihrem bevorzugten Sitz in einer Astgabel entfernt, so entwickelt sich an dieser Stelle häufig eine Geschwulst, ein Baumkrebs. 

Vogelsang im Juni und zum Foto des Kleiber : © www.nabu.de Kleiber

(schlüpfen im Mai und singen im Juni)

 

 

 

 

 

 

 "Die Wahl des Kleibers ist ein Plädoyer für den Schutz von Buchen- und Eichenwäldern"

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Ach du schöne Sommerzeit !

zum Jahres-Sammelkalender der Heilkräuter mit ausführlichen Angaben zu ihren Anwendungen

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Wildkräuterküche im Thermomix TM31 - Rezepte - Löwenzahn, Bärlauch, Ysop (Bienenkraut), Frauenmantel, Stevie (Zuckerkraut), Gundermann, Mädesüss, Brennnessel, Wermut, Echte Pfefferminze mit Mädesüss-Sahne, Löwenzahn-Blütengelee