ach
du grüne Neune !
|
auf
der Kräuter*Spur des
Gründonnerstag
|
die
Neun-Kräutersuppe oder der Urspinat

|
Festtage:
alljährlich als 'feste Tage' wiederkehrende Jahres-Fixpunkte
|
| im Kreis des
Sonnenjahres, im Umlauf der Planeten um die Sonne. Deren
Widerspiegelung des Menschen, der Tiere und aller Pflanzen in dieses
urmächtig kosmische Geschehen, dem alle 'Götter' unterworfen waren. Die
Urvölker feierten ihre unzertrennliche Verbindung mit dem Universum in
rituell-religiösen Zeremonien nach. Sie wussten um ihre Einheit mit
allem Göttlichen auf Erden. Alles göttlich Gedachte, vollzog sich an
himmlischen Geschehen in diesen Kräften von Vollmond zu Vollmond und
spiegelte sich in ihren Mythologien wieder. Diese vereinten sich in der
so fruchtbar gebärenden 'Mutter Erde',
stets begleitet von den drei Mondgöttinnen (Bethen)
am schützenden Firmament. Sie wussten um die Mondkräfte auf das Leben
spendende Element 'Wasser', auf Ebbe und Flut, auf den Zyklus des
weiblichen Eisprungs und des der Küken im Frühjahr. ...wie im
Himmel, so auf Erden. |
| Unsere verbliebenen,
christlich ausgelegten Festtage sind eng verbunden mit keltischen
Jahresfesten, dem übernommenen 'Bauernkalender'
bereits ausgerotteter Naturvölker und ihren kultisch verehrten
Pflanzen. Mächtige Pflanzen, Heilpflanzen, Nahrungsmittel, pflanzliche
Blutstiller und Entzündungshemmer, die in ihrer Wirkung ebenfalls
diesem Mondzyklus unterliegen. (Heilkräuter als beste Medizin).
Die Ursprünge der Mondmedizin liegen am Anfang der
Menschheitsgeschichte. In der Antike wurden sie erstmals
urkundlich festgehalten. Die Muttergottheit von Mutter Erde (Beth) als
ursprüngliche Einheit in der Dreiheit (Trinität) oder Dreieinigkeit
(heute: Dreifaltigkeit im Christentum) verehrt in den drei
den Mondlauf symbolisierenden Göttinnen (weiße,
rote,
schwarze ~ Borbeth, Ambeth, Wilbeth);
ihre Anbetung im
Bethen-Kult erinnert bis weit in die Steinzeit hinein Sinn
gebend an die Bedeutungen 'Erdenbett' und 'beten'. |
| Die Schlange
als Lebenssymbol der fruchtbaren Ambeth (der
roten
Göttin) zwischen Sonnenauf- und
-untergang bezeichnen als untrennbare Einheit einzig den Kreislauf der
Natur als Zyklus des ewigen Lebens. Die Christianisierung und ihre
alles verfälschende neuen Zeugnisse dieser Urabläufe, gerade einmal 2
Jahrtausende alte Zeugnisse, nahmen sich all ihrer uralten Feiern an
und besetzten sie Macht und Ziel orientiert mit allzu menschlich
personifizierten Legenden. Fruchtbarkeitskulte um den 1. Mai
herum sind dennoch erhalten geblieben im Maibaumaufstellen,
im Maitanz in der freien Natur. |
| So sei hier noch
angemerkt, dass zu den
Beltane-Feuerriten
noch die Wasser liebenden, also vom Mond regierten Pflanzen, wie der
Kürbis und die Gurke an diese Feste erinnert. Diese
anspruchsvolle Gartendiva, wurde, um sie vor Schädlingen zu schützen,
am 1. Mai (Beltanetag) vor Sonnenaufgang gepflanzt - am besten von
einem nackten jungen Mann. ...bliebe noch: das Datum vor dem
gregorianischen Kalender... |
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à
propos : die
Spannung in allem, lehrte uns das Land der aufgehenden Sonne im Osten,
der Zyklus des Lebens mit seinem scheinbar ewigen Kreislauf
von Entstehen, Reifen, Vergehen und Wiederwerden: Vollmond
und Neumond, die vier Jahreszeiten, Sonnenauf- und -untergang, Dunkel-
und Lichtzeit, Wachsen und Schlafen, Saat und Ernte... Es
konnten nur symbolisch benannte Götter sein, die diesen Himmelswagen
lenkten.
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'Eins
werden' mit den heiligen Kräften der Natur durch den Verzehr der
Frühlingskräuter war der
Gründonnerstag der Germanen. Ihr höchster Feiertag,
den sie ihrem Wetter- und Donnergott Donar (Thor)
widmeten, nur mit Einwirkung dieser Elemente auf Mutter Erde war das
Samenwachstum möglich. Im Gegensatz zu steinern überdachten Kirchen
feierten die Germanen ihr gemeinsames Mahl (Kommunion) im Wald und
fröhlich lachend und ausgelassen in der freien Natur rhythmisch im
Tanz. So auch ihr gemeinsam stärkendes Kraftmahl, ihre Häupter waren
dabei mit der blau blühenden Donarwettergottpflanze
Gundermann bekränzt (ihr Gewitter- und Blitzabwehr, wie
heilender Kopfschmuck als Haartracht). Der christlich passive Ersatz
für diese Stimmungsfeier sollte mit den Festtagen der germanischen
Ostara
zu Ehren einen todernsten Hintergrund bekommen. Auf der
vorchristlichen Bedeutung gebenden Fährte der Gundelrebe begegnet euch die berühmte Äbtissin
Hildegard von Bingen, die im 12.Jh. unvergleichlich visionär am
Rhein wirkte. Sie half wieder das Bewusstsein erweitern für das
Gründonnerstagsessen
und die anderen Tage mit kosmischer
Kraft in allem, wie an den einstigen Sonnenwendtage, Mariä-Himmelfahrt,
Mariä-Geburt... : |
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'De
Gundelrebe' vertreibt viele Krankheiten
vom Kopf, wem üble Säfte den Kopf plagen, sie öffnet das Gehör, so dass
ihm seine Ohren tosen, mit Lauge seinen Kopf häufig mit ihr wäscht,
dann vertreibt er viele Krankheiten vom Kopf."
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| Hildegard's Lebenswerk war das
Mysterium des Grünen. Sie liess es für euch in Schriften
festhalten und fasste dabei gemeinsame menschliche Erfahren dieser
Kraft - der alten und neuen Religion - zusammen: "Es ist eine Kraft aus der Ewigkeit, und
diese Kraft ist grüne." - Sie spricht von dem Vertrauen, der
Hoffnung, dem sich immer wieder Erneuernden, das den Menschen hilft,
und knüpft wieder an so genanntes heidnisch (vorchristliches)
Naturwissen an. |
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die
Heilpflanze Gundermannrebe
(Gundelrebe) als Ursprung christlicher Segnung?
|
Dieser
fast ganzjährig wild wachsenden Bodenrebe wurden Zauberkräfte
nachgesagt. Sie wurde der Walküre Gunder geweiht.
Folgt ihren Spuren noch bis vor der Zeit der Walpurgisnacht, und ihr
stößt auf heidnisch-nächtliche Tanzfeste, Elemente dieses Jahrhunderte
alten Frühlings-
und Erneuerungsfestes. Ein Segen aus einer Handschrift der
Abtei Blasien anno 1617 bezeugte, dass mit einem Gundermann, der
während solch eines Segensspruches gepflückt wurde, man sich vor Bösem
schützen und von Krankheiten heilen konnte. So sollte es im
schweizerischen Simmental während der Pfingstpredigt
gepflückt werden und in Ei ausgebacken werden, wenn es gegen
alle Krankheiten helfen sollte; also zur Zeit des keltischen
Pollenflugfestes. Der Milchzauber als
Ritual für gesunde Milch und gegen den bösen
Zauber des falschen Grün bei den Kühen nach dem ersten
Frühjahrs-Austrieb auf den Weiden: die Milch, durch einen Gundelrebenkranz
gemolken, während man das Weidevieh mit Hafer fütterte, der mit
Gundermann und Salz vermischt war, wieder gegen 'angehexte'
Infektionskrankheiten durch das erste wertvolle Grünfutter, das die
Milchbildung fördert. Ob nun Milch-Zaubersprüche gegen verhexte Euter,
oder drei gewundene Gundelrebekränze mit denen dreimal hinten durch die
Füße gemolken, ehe die Kuh diese fressen durften unter der Berufung: "Kuh,
da geb' ich dir die Gundelreben, dass du mir die Milch wollst wieder
geben!"
- "Gund" war
im germanischen Sprachgebrauch die Bezeichnung für Eiter.
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| Gundkrankheiten sind langwierig, wollen schwer heilen. Mit
Gundermann wurden eitrige Wunden behandelt,
Krankheiten mit eitrigem Ausfluss oder Auswurf. In Tirol hieß es
deshalb auch, dass man 77 Gundelrebeblättlein auf die Wunde lege um sie
zu heilen. Noch heute wird der Gundermann in der Naturheilkunde
dafür verwendet. Ihre alten Namen lauteten: Donnerrebe, Erdepheu, Grundrebe,
Gundelrebenkraut, Gundermann, Gun(n)elreif, Gunrebe, Huderichkraut,
Katzenminze und
Widerruf. - 'alehoof' sein
englischer Name verweist auf seine Spenderrolle von bitter aromatischen
Bitterstoffen für das Bierbrauen, die
seit dem 17. Jh. vom Hopfen übernommen wurde.
Ihre Saponine erleichtern die Aufnahme anderer
Inhaltsstoffe aus dem Darm und binden Cholesterin. Sie sind, wie beim
Bärlauch auch, Schärfe gebende, biologische Entgiftungsmittel, der
unsere Schweißdrüsen zur allgemeinen Entgiftung über die Haut
stimuliert. Die 'neunerlei' Küchlein
zu Johanni (24. Juni), wie alt bayrischen Gorebelküchlein,
sollen Kraft geben und das ganze Jahr vor Krankheit bewahren. |
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à propos:
Bei
den Germanen galten Heilpflanzen, die in
Milch aufgekocht waren als besonders wirksam. Die Volksheilkunde
hat diese Rezepturen übernommen. Bitte verwendet diesen würzigen
Lippenblütler der Gundelrebe(Blüte: März-Juni) mit
seinem harzigen Geschmack nur sparsam und vermeidet Überdosierungen.
Seine zerriebenen Blätter liefern ganzjährigen Pfeffer- und
Salzersatz und vertragen sich gut mit Kartoffelgerichten,
auch als Kräuterbasis einer Nudel-Soße mit Crème-fraîche oder
Natur-Joghurt. Seine schön bläulichen Lippenblüten dürfen mit
in die Waldmeister-Bowle. Eine echte Delikatesse ist er im
Zusammenhang mit Milchprodukten (Ayran) oder im Speiseeis,
natürlich und kalorienfrei gesüßt mit den Stevia-Teeblättern
und mit gefrorenen Apfelstücken als Emulgator.
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die als
Eichenschichtfeuer auf den Höhenaltären flammten. Unser heutiges, stark
freudlos verzerrte Osterfest beinhaltet Reste der alten
vorchristlichen, in Freude und Jubel ausgelassenen Osterfeste. Von den
Germanen
wissen wir, dass sie den Honigklee der Ostara unterstellt hatten, der Göttin
des Lichtes, der Fruchtbarkeit und des Frühlings. Alljährlich um die Osterzeit feierte man
das Fest der im Osten aufsteigenden Sonne, der weiblichen Göttin
Ostara. Sie versinnbildlichte die neu erwachte Leben spendende Kraft
der Sonne. Eier wurden geweiht, symbolisch für das in der Erde
verschlossene Leben, das jetzt wieder aufbrechen würde, und man aß
runde Brotfladen als Symbole der Sonne. Brennende Räder,
die die Berge hinab rollten, symbolisierten die leuchtenden Bahnen der
Sonne durch die dunkle Nacht des sterbenden Winters. Diese Ostara
wiederum geht zurück auf die auf die angelsächsische Göttin Eostre
(oder Eastre, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der
Morgenröte). Letztere wiederum, die Astarte des Vorderen Orient, gab
dem christlichen Osterfest seinen Namen. Zum Fest der Göttin Ostara
wurde die frische, grünende Erde und die Liebe
(Morgenröte) gefeiert. Osterfeuer symbolisierten den Aufgang des
Lichtes. Der Osten, die Himmelsrichtung mit dem Element
'Luft', wo die Sonne (das Licht) aufgeht, ist nach der alten
Lichtgöttin benannt. Ostara's Fest wurde im April
gefeiert. Germanische Frauen flochten Blütenkränze des Gelben Honigklees
, um sie in das Osterfeuer zu
werfen. - Viele Heilpflanzen wurden seit frühester Zeit weiblichen
Gottheiten geweiht. Nach der Christianisierung überlebte dieser nicht
zu überwältigende Brauch, indem frühe Christen von da an Maria die
Heilpflanzen zu Füßen legte. Es waren starke Pflanzen, ihre
Namen lauten Bärenklee, (gelber) Honigklee, Hornkleekraut, Melilotenkraut
und Steinklee. Unsichtbare
Krankheitsauslöser in Viren- oder Bakterienform sind Lebe'wesen, und
alleine die Heilkraft des Honigs ist bis zum Wundverschluss an offenen
Unterschenkelgeschwüren erprobt.
à
propos: Honigklee
(Melilotus officinalis) - (Foto © : Błażej Gierczyk) Maria übernahm das alte Frauenkraut: in manchen Gegenden trägt der Honigklee noch heute Mariennamen, wie z.B. Liebfrauenschühlein
oder unserer lieb Frauen Schühlein.
Bienensegen:
Wið ymbe nim eorþan, oferweorp mid þinre swiþran handa under þinum
swiþran fet, and cwet:
Zu einem
Bienenschwarm nimm
Erde, wirf sie mit deiner rechten Hand von unter deinem rechten Fuß und
sprich:
Fo ic under fot, funde ic hit.
Greife
ich unter den Fuß, finde ich es. Hwæt, eorðe mæg
wið ealra wihta gehwilce and wið andan and wið æminde and wið þa
micelan mannes tungan.
Ja, die Erde hat Macht gegen
jedes Wesen und gegen den Ärger und gegen die Vergeßlichkeit
und gegen die Zunge des mächtigen Mannes. And wiððon forweorp
ofer greot, þonne hi swirman,
and cweð:
Und nun wirf Sand über sie, wenn sie
schwärmen, und sprich: Sitte ge, sigewif, sigað to
eorþan!
Setzt euch, siegreiche Frauen, sinkt zu Boden!
Næfre ge wilde to wuda fleogan. Niemals
sollt ihr wild zum Wald fliegen. Beo ge swa gemindige mines
godes, swa bið manna gehwilc metes and eþeles.
Seid ebenso bedacht meines Besitzes, wie ein jeder Mensch ist er Speise
und Heimat. (altenglischer Zauberspruch (in
Marginalien) Abschrift von 'Bedes Historia ecclesiastica gentis
anglorum' Mitte 11. Jh.)
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à
propos:
der Vollmond im
April, der
Gründonnerstag
des
13. April 2006, im astrologischen Zeichen der
Waage, erinnert zwangsläufig an die Jahrtausende alte Heilpflanzen-Sammeltermine
bei Vollmond,
und ganz besonders an die, hier der Waage
folgenden,
Skorpiontage.
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| Zu Ostara wurde auch der
Schwerttanz getanzt, der den Kampf des Sonnengottes mit den
Wintermächten und deren Niederlage versinnbildlichte. - Der
schamanische Opferbrauch vor dem Pflücken frischer Blüten einer
Pflanze, oder dem Ausgraben von Wurzeln bei Vollmond, ließ die
Feiernden vermutlich in Riten Eier vergraben. Das
Verschenken oder das Essen von Eiern könnte man als Übergang der
christianisierten Variante des ursprünglichen Brauchtums ansehen. Das heidnische
Fest der 'Ostera' wurde wie andere germanische Festtage mit
christlichen Vorstellungen verschleiert, um das Heidentum in den Köpfen
der Menschen in Vergessenheit geraten zu lassen. |
| Die
keltische Magie
(Medizin) feierte das luftige Element
des Osten (Ostara) am 21. März zur Frühlings-Tag-
und Nachtgleiche mit Vorfreude auf Neubeginn, die Familie,
mit Herdfeuer für den Stoffwechsel auf Trab bringenden Kräuter und der
'grüne Neune' als Kultspeise zur Vorbereitung auf
die Fastenzeit - für die so bessere Aufnahme von Wissen und Weisheit.
Das dunkle Zeitalter der Naturmedizin hinterließ angelsächsische Spuren
im Rheinland, in Gallien und in der Schweiz. Bis ins Hochmittelalter
setzte sich das einheitlich keltische Rad durch,
mit seiner Lehre der engen Beziehung zwischen äußerer und innerer Welt
(Makro- und Mikrokosmos) teilt auch die Pflanzen ein. Es stellte
Parallelität her zu den 4 Lebensaltern des Menschen, den 4
Jahreszeiten, den unter Mondeinwirkung steigender und fallender
Körperflüssigkeiten, den Sonnenwenden und Tag- und Nachtgleichen,
zwischen den 4 Elementen und den 4 Himmelsrichtungen.
Hildegard von Bingen
ermahnte dazu schon deutlich: |
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"Oh
Mensch, schau den Menschen an. Der Mensch hat nämlich Himmel und Erde,
und die übrige Schöpfung in sich. Er ist eine Gestalt, und doch ist in
ihm alles verborgen."
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à propos:
Das keltische
Rad ist eines der Ursinnbilder
der Welt und des Weltkreises. Diese Anordnung findet sich
beim Medizinrad der nordamerikanischen Indianerstämme.
Das Rad stellt die Unendlichkeit ohne Anfang und ohne Ende dar. Das Kreuz
steht für die sichtbare Welt: ihre vier Himmelsrichtungen,
die vier Elemente, die vier Tageszeiten,
die vier Mondphasen, die vier Jahreszeiten.
Das Kreuz symbolisiert die Brücke zu anderen Welten - zu größerer
Weisheit. Die Vier ist eine Zahl des immer Gleichbleibenden, der
Stabilität. Im Zentrum des Rades steht die Urkraft,
aus der die Geistes- und Lebenskraft in die Welt ausströmt.
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Das
astronomische Weltenrad der Maya hat
die Zeit als vierte Dimension. Das
alte, meso-amerikanische Volk war Meister der Astronomie und
Mathematik. Jede Wirklichkeit ist höchst gesetzmäßig. In der großen
Kosmischen Ordnung gibt es nur kausale Abläufe, das dokumentierte
Hildegard von Bingen schon gegen die geistige Strömung ihrer Zeit. Der
Solare Jahresrhythmus von 365 Tagen wird durch den Kosmischen
Maya-Kalender wieder in seine ursprüngliche Abfolge von 13 Mondzyklen
(zu je 28 Tagen = Rhythmus der Frau) eingeteilt, wobei die Gesamtheit
der 13 Monde ein 'galaktisches' Jahr, mit der Schnittstelle 26. Juli
(gregorianische Zeitrechnung), für die Erde darstellt. Jedes
Solare Jahr steht unter dem ganz speziellen Einfluss eines von vier
galaktischen Energiemustern. Aufgrund der kausalen
Zusammenhänge des Resonanzgesetzes ist daher auch jeder der 13 Monde im
28 Tage Zyklus (als Untergliederung des Sonnenjahres) von einer roten,
weißen, blauen oder gelben Energiequalität (fraktale Mond-Leit-Kraft)
bestimmt.
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Opfer:
vor
dem Osterlamm waren es rothaarige Tiere
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wie Füchse oder Eichhörnchen die der roten Göttin
(Vollmond), auch die geschlechtslose Göttermutter Frigg
genannt, geopfert wurden. Die skandinavisch-germanische Mythologie
alleine vermag es euch zu deuten, ob es auch die roten Haare ihres
Bruders Donar (Thor) waren, an den euch der Donnerstag
erinnert? Ihr habt schon von ihm gehört, dem ersten 'vorfasenachtlichen
Winteraustreiber' dem Herrn über Blitz und Donner der mit
seinem Hammer den Winterriesen niederschlug. Dem Gott "Donar"
zu Ehren wurde ein mit jungem Grün verzierter Bock
geweiht, neben Böcke wie Ziegenböcke oder Widderböcke, anlässlich des
großen Frühlingsfestes; die ersten 'Ostergeschenke' als Opfer, ähnlich
heutiger Osterlämmer... Auch als "Gott des Bieres"
geriet er zum Schutzherrn der hier regionalen Bierbrauer, mit dem heute
noch traditionellen Bockbier-Anstich zu
Frühlingsbeginn. Die Gundelrebe,
das Donnerkraut / Donnerrebe, war ein berauschendes Bierbraukraut neben
dem Beifuß, Dost, Fieberklee, Heidekraut, Schafgarbe und Sumpfport aus
der Droge der Nachtschattengewächse. Die Einführung des
Reinheitsgebotes von 1516 ließ die alten Bierkräuter aus dem Volkstrunk
verschwinden, zu Gunsten des einfacher einzusetzenden Hopfens. |
| Der Gründonnerstag
hat also urzeitliche Bedeutung. Nach Ende der
Römerherrschaft am Rhein, und nach der europäisch erfolgten irischen
Christianisierung wurde das Osterlamm zum Ostergericht des
Ostermontags, zeitlich am Ende der 40-tägigen Fastenzeit beginnend mit
dem Aschermittwoch. Nun hat ein noch nicht ausgewachsenes Jungtier, das
friedliche Lamm, wenig zu tun mit einem jahreszeitlich bedingten,
symbolträchtigen Bock. Die rote Göttin, (im
Vollmond eine den Planetenlauf symbolisierende neben der weißen und der
schwarzen), bestimmte also für alle sichtbar die Festnacht,
von der euch die Fastnacht blieb. Inzwischen legen die Hühner
eifriger dank der Stoffwechselanregung des frischen Grün. |
| Die rote Phase der Göttin
steht für die fruchtbare, erotische, reife, sexuell aktive und
fordernde Frau, für die Liebe ohne moralische Begrenzungen. Seit der
Initiation war sie es, die zur Periode der heiligen Hochzeit ihren
König erwählte, den Heros des folgenden Zyklus empfängt und somit die
Fruchtbarkeit sichert. Die orgiastischen Riten, die ihr zu Ehren in
Vollmondnächten vollzogen wurden bleiben bis heute geheimnisumwittert
in ihrer Überlieferung. |
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à
propos:
Vom
Rheinried ins Elsass:
Hopfen und Malz, Gott erhalt's!"
|
Der
Osterhase, Brauchtum
seit
über 300 Jahren im Elsass, in der Pfalz und
am Oberrhein.
|
| Hier
entstand die christliche Legende des Osterhasen, eures heutigen
Beauftragten fürs 'österliche Eierbringen' symbolisiert im Verhalten
des Feldhasen. Erste Belege für die Benennung des Osterhasen
aus
dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem
Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert. Im alten Byzanz war der
Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus. Bleibt noch zu
beleuchten, dass man einst der griechischen Liebesgöttin Aphrodite,
sowie der germanischen
Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara
(Ostera), ein Hase als heiliges Tier und Zeichen der
Fruchtbarkeit zuordnete. Die Symbolik großer Fruchtbarkeit
durch die starke Vermehrung des Hasen mit bis zu 20 Jungen im Jahr als
Erklärung. Auch die Terminierung des Osterfestes bindet an den Hasen
an, denn der Hase als Mondtier verrät er seine
Verbindung zum Osterfest (gefeiert am ersten
Sonntag des Frühlingsvollmondes). |
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à
propos:
"Gibt
es an Fastnacht viele Sterne, legen alle Hennen gerne."
|
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| Weil sie etwa als
Grabbeigabe in römisch-germanischen Gräbern des 4. Jh. gefunden wurden?
|
| In der Urchristenzeit
galt das Ei als Sinnbild des Lebens
und der Auferstehung. Das Ei ist wie ein verschlossenes Grab. Es hält
darin ein bereits neues Leben verborgen. Die Beziehung zur Auferstehung
Christi wird deutlich erklärbar. Die genannte weltliche Sicht des Gründonnerstag
als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger
verweist auf eine Überlieferung des Haushaltsbuches eines Speyrer
Domherrn. Gläubiger wurden in Eiern oder Hasen bezahlt. So entstand
übrigens auch die Bezeichnung der Schwaben für Badener: anno 1827, im
Kriegszug der Sieben Schwaben, bezeichnete man einer dieser Sieben als
Bopfinger 'Gelbfüßler',
weil er aus Wut, Platzmangel oder Bequemlichkeit die Steuerabgabe des
Zehnten in Form von Eiern mit seinen Füßen zertrat, um die geforderte
Menge in einem Korb unterzubringen. Der Schuldner soll bei Bezahlung
seiner Schulden ein freier Mann gewesen sein, der mit einem Hasen
verglichen wurde, der nicht vom Hund gehetzt wird. Doch der Osterhase
ist nicht der einzige Überbringer der Ostereier. |
| Andere
Gebiete kannten den Fuchs, den Hahn, den Kuckuck, den Storch, oder die
Glocken als Eierüberbringer. In der Vorstellung der einst
vorzeitlich, und vor allem in der vorchristlich matriarchalen Welt
wurde die (er)schaffende Kraft in Form eines Eies als Ursprung im
Vollmond wieder erkannt. Entsprechend steht das Ei als ein Symbol der roten
Göttin, dem Vollmond. |
|
à
propos:
"Erinnerst du dich,
Beifuss,
was du verkündest, was du anordnest in feierlicher Kundgebung, Una
heißt du, das älteste der Kräuter; Du hast Macht gegen drei
und gegen dreißig, Du hast Macht gegen Gift und Ansteckung, Du hast
Macht gegen das Übel, das über das Land dahinfährt."
|
Beifuss: Artemis als Ur-Mächtige im
zitierten Neunkräutersegen
|
| Hildegard von Bingen stellte euch diesen 'bei Fuß'
wachsende, die Wege begleitende Beifuß in seiner Wirkungskraft bereits
vor. Sie nannte ihn 'De Biboz' und rühmte seinen gekochten Pflanzenmus
als wärmender Magenheiler. Sie übersah bei ihm das "älteste"
der Kräuter als hilfreichstes Frauenmittel überliefert
in einem angelsächsischen Neunkräutersegen aus
dem 11. Jahrhundert. - Das Kraut der Geburt fördernden
Göttinnen aus dem vorchristlichen Persien, der Muttergöttin Artemisia,
die ihm sein Name verlieh - Artemis
Ursprung lag weit vor der griechischen Kultur als eine der 12
olympischen Gottheiten und Zwillingsschwester des Apollon, ehe sie über
diese griechische Geburtshelferin Griechen bis zur römischen
Diana. Als Mondgöttin und leidenschaftliche
Jägerin (mit Pfeil und Bogen dargestellt) lenkte sie den Mond
über den Himmel, ging aber bei Neumond immer zur Jagd. (In
kosmischer Rhythmik des abnehmenden Mondes, des Einatmens der Erde, in
der Phase der schwarzen Göttin, die als Neumond vor dem zunehmenden
Mond des Ausatmens der Erde, als neue Chance alles besser zu machen in
Tod und Verwandlung.) |
| Bei den Amazonen und trug Artemis den Beinamen Cynthia,
die Römer setzen sie mit Diana gleich. Die Jägerin
jagte überwiegend bei Nacht. Ihre Waffe, der silberne Bogen, ist die
Sichel des Mondes, ihre Pfeile trafen immer. Die weiße Göttin
symbolisiert die heranwachsende und ungestüme
Frau oder Mädchen, die zyklisch in der zeitlichen Abfolge der roten und
schwarzen Mondphase vorangeht. Ire Zeit ist die des Frühjahres, des
Erwachens und Werdens. Ihre ausdrückliche Jungfräulichkeit musste von
der patriarchalen Ablösung auf christlich verehrte Frauengestalten
übertragen (Marias unbefleckte Empfängnis). Sie war symbolisch noch 'grün
hinter den Ohren'. |
| Wie viele Pflanzen, die ursprünglich einer
Göttin geweiht waren, so ist auch der Beifuss (das Kraut der
Isis, Diana und Artemis) mit in das
Kräuterbüschel aufgenommen worden, das an Mariä
Himmelfahrt der Maria zur Segnung dargebracht wird.
Unsere germanische und keltische Vergangenheit kennt ihn
als Mugwurz,
Machtwurz, Sonnwendgürtel und Thorwurz. Gedruckte Kräuterbücher sollen seit
Buchdruckerkunst den Beifuss (die "Mutter aller Kräuter") nicht einmal
mehr erwähnen; im wahrsten Sinne des Wortes doch merkwürdig. Hätte da
nicht sein letzter, heute gebräuchliche Name die Lettern gefunden, den
euch Leonhard Fuchs in seinem Kräuterbuch anno 1588 erklärte:
"So einer über Land reysset / beyfuss bey ihm tregt / so
vertreibt es die müde. " |
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à
propos:
Isis, die Göttin Ägyptens,
schaffte den Kannibalismus ab, heilte Krankheiten durch Medizin oder
Magie, gründete die Ehe und zeigte, wie man Getreide zwischen zwei
flachen Steinen mahlt und Brot für den Haushalt zubereitet. Sie erfand
den Webstuhl und war die erste, die Leinen wob und bleichte.
|
|
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bietet
sich euch wahlweise aus sieben, neun
oder elf Kräutern dar. Die
Siebenkräutersuppe enthielt Lauch, Löwenzahn, Giersch
(Petersilie), Salat, Sauerampfer, Spinat und Schnittlauch. Die Neunkräutersuppe enthielt z. B. Bachbunge, Bibernelle,
Brunnenkresse, Fetthenne, Lauch, Löwenzahn, Nesseln, Sauerklee und Wegwarte. - Variante (1): Holundersprossen, Frauenmantel
und Schlüsselblume. - Variante (2): Basilikum, Brennnessel,
Brunnenkresse, Lauch, Löwenzahn, Kerbel, Petersilie, Schafgarbe,
Schnittlauch,
und kleine Kartoffeln. - Als Mengenangabe :
je 1 Hand voll Wildkräuterblätter. Diese waschen, in Streifen schneiden
und mit Hilfe von einem Küchentuch (Salatschleuder) trocknen. Die fein
gewürfelte Zwiebel mit einer gepressten Knoblauchzehe in
Butter
andünsten. Die Wildkräuter dazugeben. Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca.
15 Minuten bei schwacher Hitze garen. Salzen und pfeffern, und mit ca.
1/8 L Sahne verfeinern. Erst kurz vor dem Servieren der Suppe diese mit
den Gänseblümchenblütenköpfen verzieren.
- Der
Spitzwegerich
deutet besonders mit seinen österreichischen Namen
auf seine uralt bekannt starke Heilwirkung hin: Spießkraut,
Lungenblattl, Schlangenzunge, Heufressa, Rippli'chrut, Roßrippe. Plantaginis herba
roh zerkaut ist noch heute, besonders im Mai, als enzymreiches
Blutreinigunsgmittel (somit auch als bei Hautausschlägen) vor der
Haustür oder beim Joggen wirksam zu empfehlen. |
| *): heiligen grünen
dunrestdage (Johannes Tauler,
Prediger zu Straßburg), seit dem 14. Jh. belegt die Sitte am
gründonnerstage grüne kräuter zu essen, grüner sonntag
palmsonntag, grüne woche woche vor ostern (Grotefend); am grünen
mittwoch (Johann Fischart)
|
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Die Schlüsselblume war
als Sonnenpflanze des Frühjahrs eng mit einem der
vorchristlichen Sonnenfeste des Jahreskreislaufes verbunden. Die Altäre
der Ostara
wurden mit ihren Lieblingsblumen, den sonnenfarbenen Schlüsselblumen
geschmückt. In uns lebt sie weiter, die Freude, die wir heute noch beim
Anblick der ersten Schlüsselblumen empfinden, geöffnet und geweckt aus
den schlafenden Naturkräften nach langer Winterstarre. In Märchen
schenkten
Feen
und Waldfräulein manchen Menschen einen goldenen Schlüssel, die
Zauber-Schlüsselblume die geheime Türen öffnen konnte zu verborgenen,
riesigen Erdschätzen.
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à
propos: Die Augen
der
Skorpione
eignen sich nur zum groben Orientieren
(Sonnenstand, Mondschein etc.) und sind ausschließlich nachtaktiv. Ihr
stundenlanger Paarungstanz ('Die Wüste lebt'), der,
wie bei der Gottesanbeterin auch, für das paarende Männchen oft das
Gefressen werden bedeutet zur Proteinversorgung seiner Eier. Bereits im
Uterus ausgebrütet, um nach spätestens 12 Monaten lebende Junge zu
gebären, muss den Naturvölkern schon aufgefallen sein mit der
astrologischen Zuordnung der Sexualorgane dieses Zeichens. Die Häutung
der Jungen ähnelt der Schlange, dem schamanischen Gegenstück des
Sternzeichen des Skorpions.
|
ein Brauch seit der Zeit Karl des Großen |
| ist,
dass den Kirchen nach dem "Gloria" verstummen noch heute die Glocken
verstummen. ...ihr sagt: "sie fliegen nach Rom." Blumenschmuck und
Kerzen werden entfernt. Dieser austrasische Merowinger und Karolinger
Franke Charlemagne, Kaiser Karl der Große (747-814), seines Titels
König der Franken und römischer Kaiser, erließ auf seinen kontinentalen
Eroberungszügen im Bündnis mit der katholischen Kirche, im Jahre 812
auch noch das Capitulare de villis et curtis imperialibus,
die so genannte Landgüterverordnung für seine ritterlichen Lehnswesen.
Sie befahl den Anbau von 73 Nutzpflanzen und 14 Baumarten in den
königlichen Gärten und eigenen Bauerngärten. So auch den bärenstark
heilenden Bärlauch, vom Wildknofel
berichtete
euch der Schweizer Kräuterpfarrer Künzle im 19. Jh.
folgendes: |
|
"Wohl
kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen
und Blut wie der Bärlauch".
|
| Vom Gründonnerstag
an bis zur Osternacht
wurde mit hölzernen Ratschen und Klappern zur Messe
gerufen. Mit der heiligen Lucie, die in
ihrem Ursprung das Licht symbolisiert, einer keltischen Göttin und dem
gefallenen Engel, begannen die Christen diese vorrömischen Festtage aus
ihrem saturnalen Orbit zu reißen. Lucie (Februar) war
die lichte Gestalt ehe die Protestanten im 16. Jh. aus ihr
das Christkind kreierten. Dem Sonnenwendlauf ihres Februar
als ursprünglich 12. Monat im Jahr, die eigentliche
Sinnsymbolik der wild ausgelassenen Fastnacht, ihm
wurde der 10. Monat (Dezember) als Jahresablauf
aufgepfropft. Weshalb trugen gerade am Gründonnerstag die
Pfarrer ein grünes Messgewand? |
|
à
propos: die
germanische Feier der Wintersonnenwende
- das Julfest - führt zum
alten Gregorianischen Kalender, zum 12. Monat im Jahr des
Februar (Hornung), zu seiner weiblichen
Lichtgestalt (Lucie, der nordischen Braut, heute das
Christkind) und dem Baumkult der immergrünen Nadelzweige
(Tannenbaum - Christbaum) als Symbol der Fruchtbarkeit.
|
Der
Gründonnerstag
der Christen
gefeiert mit Hostien:
|
| die
Auferstehung Christi, Jesus verhieß beim letzten Abendmahl
am
Gründonnerstag seine bleibende Gegenwart in Brot und Wein,
indem seine Jünger das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung
feiern. Gründonnerstag (Hoher Donnerstag) ist seit
dem 12. Jh. die volkstümliche Bezeichnung für den Tag, an dem nach
christlicher Überlieferung das letzte Abendmahl stattgefunden hat. Die
römisch-katholische Kirche bezieht sich in der Messe auf Jesus von
Nazareth und die versammelten Jünger, um deren Abendmahl zu feiern.
Doch die Weigerung der Christen diese den 'Leib
Jesu beinhaltenden Hostien' in Empfang zu nehmen, führte zu einem
zweiten Gründonnerstag: dem
Fronleichnam
, immer am zweiten
Donnerstag nach Pfingsten begangen. |
| Als Grundlage
dazu soll der Abendmahlstreit dienen, den
Berengar von
Tour
im 11.Jh. dadurch auslöste, dass er behauptete: Brot und Wein bei der
Heiligen Messe seien nur äußere Zeichen der Gegenwart Christi. Er
vertrat die symbolisch-spiritualistische Abendmahlslehre nach
Augustinus und 'leugnete dadurch' aber die reale Gegenwart Jesu Christi
in den eucharistischen Gaben von Brot und Wein und ihre wirkliche
Verwandlung in Leib und Blut Christi. Mit öffentlich heftigen
Reaktionen begann der Streit um das zentrale Sakrament des
Christentums. So nahm man die Vision der Juliana von Lüttich
anno 1209, die den Mond
(seit der christlichen Antike als Zeichen für die Kirche) mit einem
dunklen Fleck sah, zum Anlass der Kirche ein Fest zu Ehren des
Altarsakramentes zu liefern. Dessen Fronleichnamfest Papst Urban IV.
bereits 1264 der ganzen Kirche vorschrieb. Die Hostie
(lateinisch hostia = Opfertier, Schlachtopfer) bezeichnet in der
katholischen und anglikanischen Tradition das zum Abendmahl
(Eucharistie) verwendete Brot; vermutlich als Ersatz für Bock, Eber,
etc. |
| Der
Dominikanerorden verbreitete das Fest der Fronleichnamsprozession, die erstmals in Köln anno 1277 statt fand,
und dabei an die so christianisierten Ur-Flur-Umgänge
anknüpfte, bei denen man
in schamanischer Manier die Felder segnete. Das
päpstliche Dogma
einer eigentlich persönlichen Glaubenssache bleibt: so soll demnach bei
der Heiligen Messe eine ganz andere
Wesensverwandlung stattfinden: Brot und Wein werden wirklich zur
leibhaftigen Gegenwart Jesu Christi gewandelt – obwohl Ausdehnung,
Geruch und Geschmack jene von Brot und Wein bleiben. Trost im
Rückblick: an Gründonnerstag wurden verbannte Büßer wieder in die
Gemeinde aufgenommen. |
à
propos:
Abendmahl:
In der römisch-katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirche ist
Eucharistie der übliche Begriff für dieses Sakrament,
das auf das letzte feierliche Mahl Jesu mit seinen Jüngern am
Vorabend seines Todes zurückgeht. Dieses Mahl wird im
Neuen Testament geschildert, sich zum Teil auf den stellvertretenden
Opfertod Jesu beziehen oder so gedeutet werden können.
|
mit der ersten
Sauerampfersuppe
beginnt der Frühling
|
|

Knoblauchrauke - Lauchkraut
|
|
| Das Gründonnerstagsessen
musste grün sein! Verfeinert mit Schmand (Sauerrahm), dazu aber nur
hart gekochte Eier oder Fisch. Erkennt ihr sie noch, diese zart
frischen Kräutchen mitten im 'Gras' oder an des Weges 'Rändern'?:
Löwenzahn,
Brennnesseln, Giersch, Gänseblümchen, Scharbockskraut oder die Knoblauchrauke (Lauchkraut). |
|
Welches Kind weiß
noch wie säuerlich frischer Hasenklee oder wie honigfein der Taubnesselblüten schmecken? - Wollt ihr Mineralien und
Spurenelemente wie sie euch kein Blattsalat liefern kann, so behelft
euch mit: Schnittlauch,
Petersilie,
Basilikum,
Kresse oder Kerbel vom Fensterbrett, und
wenn ihr kein Frühbeet habt mit
Rosmarin,
Thymian,
Majoran und Dill. Diese eignen sich bestens zum naturrein
getrockneten Wintervorrat. |
| Der Kerffel (Kerbel), unser Wiesenkerbel reihte sich, neben den noch jungen
Blättern der schwarzen
Johannisbeere,
Borretsch, Kohlsprossen und Portulak, im Laufe der Jahrhunderte mit ein. Der Kerbel : Hildegard's 'De Kirbele': |
|
"wer
Bruchwunden der Eingeweide hat, wer unter verschiedenen Geschwüren und
Krätze leidet, stampfe seinen Saft aus und gieße ihn in Wein."
|
|
Ein späteres Rezept kannte seine Wirkung als Nahrung: |
|
"Verleset
und
hacket den Kerffel gantz klein / kochet ihn in süßer Milch gar /
schlaget alsdann zwey oder drey Eyer durch einander / thut ein Stück
Butter hinzu / schneidet hernacher Weiß-Brod in eine Schüssel und
gießet diese Kerfeli-Brühe darüber. "
|
|
| Die Garten-Melde die Gründonnerstagspeise, die zubereitet
werden kann wie Sauerkraut, und deren Blätter sich wie
Kohlblätter-Rezepte zubereiten lassen. |
|
à
propos: 'De
Amphora' der Sauerampfer, das alte Haut-Hausmittel,
so ihr ihn kennt, ist nicht mehr ausschließlich Viehfutter!
Rezept:
50 g frische Sauerampferblätter in 1 EL Butter angedünstet, mit 1/2
Liter Wasser abgelöscht, zum würzen der 300 g gewürfelten Kartoffeln in
30 Minuten sämig gekochten Sauerampfersuppe, die
danach gestampft wird und je nach Geschmack mit 50 g Butter, 100 ml
Sauerrahm (oder süße Sahne), Muskatnuss, Salz und Pfeffer, und wer es
kennt unbedingt mit 1 EL gemahlenem Bockshornkleesamen abgeschmeckt
werden kann.
|
|
|
| Da hieß es die Karwocheruhe einhalten, im Gegensatz
zu sibirischen Bäuerinnen, die derzeit ihre Lehmwände
reinweiß nachkalkten oder die Holzböden auf ihren Knien
blank schrubbten. Angesagt waren Zimmerpflanzen umtopfen, erste
Mohrrübchen im Freien ins Gemüsebeet säen, neue Bäumchen in
Gärten und an Wegrändern einpflanzen und die Kirchgänge
beachten. |
Karfreitag
(Stillfreitag) war
Ruhe- und Fastentag
|
| von der Kirche
verordnet. Wehe dem der Fleisch aß, ihm war Krankheit und Siechtum
verhießen. Der Karfreitag (althochdeutsch "kara"
= Klage, Kummer, Trauer), auch "Stiller Freitag" oder "Hoher Freitag",
ist der Freitag vor Ostern. - Er folgt
auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. - Er
ist unter Einbeziehung des Gründonnerstagabends der erste Tag der österlichen
Dreitagefeier (Triduum paschale). An diesem Tag gedenken die
Christen der Kreuzigung Jesu Christi. Die römisch-katholische
Karfreitagsliturgie ist eingebunden in die Dreitagefeier von Leiden,
Tod und Auferstehung des Herrn (österlichen Triduum). Diese einzige
Feier beginnt am Gründonnerstag mit der Messe vom Letzten Abendmahl und
findet ihren Höhepunkt in der
Auferstehungsfeier der Osternacht. In der Katholischen Kirche
ist der Karfreitag ein strenger Fast- und Abstinenztag vom Zölibat bis
zum Tanzverbot und ohne Symbolik der Fruchtbarkeit; ganz im Gegensatz
zu dem so übernommenen heidnischen Frühlingsfest. |
| Die uns
heute bekannte Ehe,
mit ihren sozialen Verpflichtungen war angeordnet. Monogam lebende
Völker in vorchristlicher Zeit: nach Tacitus' Schriften waren
die Germanen mit ihrer
Einehe eine Ausnahme unter den Völkern der Völkerwanderung;
wobei es im germanischen Kulturkreis auch eine Dreierehe (Polyandrie)
gab, die erst relativ spät von der katholischen Kirche abgeschafft
wurde. Der christliche Brauch der Fastenzeit geht
auf das 4. Jh. zurück.
|
| Im Mittelalter
dauerte die 'Fastenzeit' 40
Tage vor Weihnachten mit Martinstag (11. November); daher der
Brauch, zuvor noch eine Martinsgans zu essen. Die österliche Bußzeit
beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht, dem Vorabend des
Ostersonntag, mit ebenfalls 40 Tage Fastenzeit
(wobei die Sonntage nicht mehr dazu gerechnet
werden seit der Synode von Benevent von 1091). |
| Die Tradition
freitags kein Fleisch geht auf den Karfreitag zurück. Bis
1966 war in der römisch-katholischen Kirche an allen Freitagen
(Todestag des Herrn) und in der österlichen Bußzeit,
das Fasten für jeden Gläubigen verbindlich vorgeschrieben, bis Papst
Paul VI. das Fastengebot neu gestaltete. Seither blieben der Aschermittwoch
(erster Tag der Passionszeit) und der Karfreitag
als verbindliche Fasttage, an den übrigen Tagen der Passionszeit wird
das Fasten jedoch eindringlich empfohlen. |
Mit dem
Ostersonnabend
endete die stille Karwoche.
|
| Ostersamstagabend
war Ostereierfärbezeit, und nicht wie in alten Zeiten, am zweiten
Osterfeiertag. Osterfestvorbereitungen mit traditionellen
Färbemethoden: "natürlich" mit Zwiebelschalen, Kaffeegrund, Heusaat,
getrockneten Heidelbeeren und Rote-Bete (Rahne)-Saft. Draußen lieferte
das frische Grün die junge Roggensaat, die nicht mutwillig zertreten
werden durfte. Es existieren noch Beschwichtigungssprüche
für die Kornmutter mit der Entschuldigung, dass man ja nur dem
Osterhase hülfe. Mit leiser Osterfestvorfreude klang die stille Woche
aus. Man ging früh zu Bett, um in aller frühe, noch vor dem
Sonnenaufgang, wenn nicht gleich nach Mitternacht, das Osterwasser
schöpfen zu können. |
|

|
Bauernregeln zu Ostern
-
Ist
der Gründonnerstag weiß, wird der Sommer sicher heiß.
-
Am
Gründonnerstag und Karfreitag Regen, gibt selten Erntesegen.
-
Wenn
es am Karfreitag regnet, ist das ganze Jahr gesegnet.
-
Am
Karfreitag trauert die Sonne bis um drei Uhr nachmittags.
-
Wenn
es am Karfreitag regnet ist das ganze Jahr gesegnet.
-
grüne
ostern, weisze pfingsten
-
Wenn's
Ostern regnet, ist die Erde den ganzen Sommer lang lustig.
-
Wenn
auf Ostertag die Sonn hell scheint, der Bauer bei seinem Korn auf dem
Speicher weint; ist Ostertag ähnlich der Nacht, er sich ins Fäustchen
lacht.
-
Regnet's
in die Ostern hinein, wird zu Wasser auch der Wein.
-
Ist's
von Ostern bis Pfingsten schön, wird billige Butter am Markte
stehn.
-
Woher
Ostern kommt der Wind gekrochen, daher kommt er sieben Wochen.
-
Palmsonntag
im Klee, Ostern im Schnee.
Tipps
aus Omas Garten: Winter-Gemüse
mit starken Wurzelkräften 
Knollenzieste (Stachys
sieboldii) der Knollenziest, die japanische Kartoffel,
die chinesische Artischocke oder die französische Crosne de
Japon: ungeschält gekocht, gebraten oder gedünstet, roh
oder geröstet: zu ernten bei Bedarf ab November bis Februar wenn die
Blätter dürr sind. Auszusäen ab März die bis zu 6 cm großen
Wurzelknöllchen dieses Japanziest. Das einzig essbare
Lippenblütlergemüse das viele kleine Knöllchen ausbildet. Optisch sieht
er aus wie ungeschälte Garnelen (Crevetten). Sein Artischocken bis
Blumenkohl artiges Aroma verzeiht ihm seine nicht lagerfähige Eigenart.
- Seine Kultivierung in lehmigen Böden ist ein Leichtes für jedermann.
Geerntet werden die knollig verdickten Spitzen der Wurzeln
der Pflanze mit der Grabegabel angehoben und vorsichtig die
Knollen vorsichtig abschneidet. Eine Pflanze liefert bis zu 70
Knollenzieste. Sie sind nicht lagerfähig. Sie trocknen rasch aus!
Die
Pastinake (Moorwurzel oder
Hammelmöhre) Wurzelgemüse mit kräftig würzigem
Geschmack, ein fast vergessenes Gemüse unserer Urgrossmutter, ist eine
Delikatesse mit viel Zuckerstoff und hohem
Calcium-Anteil. Die Erntezeit beginnt im Oktober nach dem
ersten Nachtfrost. Sie sieht der Wurzelpetersilie nicht nur ähnlich,
ihr Geschmack ist kräftig, intensiv würzig und erinnert an sie. Ihr
Einsatz im Suppentopf wird zur Geschmacksvariante des Knollensellerie.
Auch roh geraspelt oder in dünnen Scheiben als knackiger
Wintersalat: 400 g Pastinake gewaschen und dünn geschält,
zusammen mit 1 Stange Porree (Lauch), 1 Apfel, 1 EL
Cashew-Nüssen in einer Joghurt-Zitronensosse mit gemahlenem Ingwer,
Petersilie und etwas Pfeffer.
Topinambur,
ballaststoffreich wie Inulin'haltigdie, diese
badische Urkartoffel (Helianthus tuberosus L.) aus einer
Sonnenblumenart, vorgestellt auf der Webseite "Vom
Rheinried ins Elsass", durch ihr
regionales Hauptanbaugebiet im rechtsrheinischen Hanauer Land. Ein
Wintergemüse, Ernte bereits ab Herbst, das von der Rohkostvorspeise,
das aus ihr gegarte Hauptgericht über das Rohkost-Dessert bis zur
Windbeutel-Füllung keine Wünsche mehr offen lässt. Unsere
besten Topinambur-Rezepte
im Thermomix TM 31 anfordern
oder als *doc-Datei für Word zum Ausdrucken
Kreuzblütler - die zwölf Krebs bekämpfenden: sie
haben alle vierblättrige Blüten, die in den Augen der
Botanikgeschichtler einem Kreuz ähnelten; daher der Name Kreuzblütler.
Sie haben außerdem chemische Stoffe gemeinsam, die einem Teil der
Zerstörung durch Karzinogene entgegenwirken können. Es sind Blumenkohl,
Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi,
Kohlrübe, Kresse, Meerrettich,
Rettich, Rosenkohl, Senf
und Steckrübe. Der Meerrettich unter
ihnen bleibt der Hit unter ihnen hier am Oberrheingraben. Infos zu
seinem Anbau, seinen Wirkstoffen und seiner Vermehrung und aufwendigen
Bodenhaltung findet ihr auf der Seite: Vom
Rheinried ins Elsass
Stevia:
der weiße Zucker - die pflanzliche Süßkraft ohne Kalorien.
Es gibt ihn, den
kalorienfreien, nicht künstlichen, billigen aber nicht-patentierbaren
Süßstoff mit deutschem Anbaugebiet. In Japan darf das Coca-Cola damit
gesüßt werden; dort sind, anders als in der EU, künstliche Süßstoffe
als Nahrungsmittelzusatz verboten.
In den USA und in der EU jedoch, ist
die Heilpflanze
Stevia
(Stevia
rebaudiana), das 'Süßkraut'
oder 'Honigkraut' als Tee erlaubt, aber in
raffinierter Form als Zuckerersatz verboten.
Sein Molekül der
Diterpenen ist in kristallisierter Form 300 Mal so süß wie Zucker. 1
Gramm Steviosid enthält 0,21 kcal. - die von der gleichen Süßkraft her
erforderliche Menge an Zucker erreicht 1.100 Kcal. (ca. 5.000 x
mehr).
1/3
Teelöffel weißes
Steviosid = 250g Zucker - 1 TL Stevia-liquid =
250g Zucker. Für alle, die den Lakritz ähnlichen
Eigengeschmack der grünen Blätter nicht mögen, gibt es Raffiniertes
Stevia-Extrakt (Steviosid), bis zu 300 mal süßer als
Zucker.
Süßen nur mit Messerspitzenmengen anstatt mit 250-300g Zucker;
so werden 100g zum Langzeitvorrat. Die getrockneten Steviablätter in
der elektrischen Kaffeemühle zu grünem Zuckerpulver mahlen (Wildkräuter-Rezepte)
Steviosid-liquid-Rezept:
1 dunkle Pipettenflasche (50ml), 50 ml Doppelweizenkorn oder Wodka und
5g (5 gestrichene TL). Um es in die tägliche Nahrungsaufnahme mit
einzubeziehen. - Dieser nachweislich unschädliche Diabetiker-Zucker,
auch bei Neurodermitis und übergewichtigen deutschen Kindern, eine
Geschmack verbessernde, gesunde Süßkraft, die nicht abhängig macht, ist
dennoch erhältlich.
Stevie
der grüne Zucker:
Hitzebeständig
bis zu 200 °C können
Stevia-Blätter frisch verwendet werden. Getrocknet
sind sie 45 mal süßer als Zucker, 1
gestrichener EL = 4,5g (Menge für Pfannkuchen mit 3 Eiern, 1/2 L Milch
+ 200g Mehl).
Rezept: Stevia-Extrakt
Grüner
Zucker
50-150g Stevia-Blätter, frisch oder getrocknet mit
½ Liter kochendem Wasser aufgießen, 10 Min. leicht köcheln aber nicht
kochen lassen, weitere 30 Min. ziehen lassen und grüne Flüssigkeit
durch einen Kaffeefilter gießen; hält sich einige Wochen im
Kühlschrank. Zum Süßen genügen meist einige Spritzer. Bis das im Körper
schadlos raffinierte Steviosid ebenso in der EU erlaubt ist, wie die
subventionierte, zu Kristallzucker raffinierte, schädliche Zuckerrübe
bleibt den 'um diesen peruanischen Natursegen Wissenden, und derart
durch Vorenthaltung Bevormundeten' nur der Kauf der getrockneten
Blätter oder der Eigenanbau. Sinnvollerweise mit Stecklingsvermehrung
einer unverholzten Triebspitze mit 2-3 Blattpaaren
knapp unterhalb eines Knotens schräg abgetrennt, 1cm tief in feuchte
Anzuchterde unter belüfteter Klarsichtfolie (Müllbeutel als
Gewächshaus) für bis zu 6 Wochen auf der Fensterbank gen Westen.
Die Stevia-Ernte
(Korbblütler) beginnt Mitte bis Ende September. Überwinterung:
sehr hell, nicht unter 15°C, sparsam gegossen.
Der gesund
grüne oder weiße Pflanzenzucker ist zu beziehen als Stevia-Blätter
(geschnitten, ganz, pulverisiert) nur in guten Teehäusern und
Kräuterläden. Das getrocknete Stevienkraut
darf als Tee (mit der Bezeichnung Stevie, Honigkraut, Zuckerkraut) in
Kräuter- und Gewürzläden als solches angeboten werden.
Kapuzinerkresse:
die
reichlich Blätter, leuchtend rot wie gelbe Blüten
und Samen liefernde (Tropaeolum majus), pfeffrig aromatische
Heilpflanze mit ihrem, in allen Pflanzenteilen enthaltenen,
Antibiotikum als Penicillinersatz im ätherischen Öl
(ursprüngliches Mittel gegen Viehseuche) vereint das Schöne mit dem
Nützlichen. Nach den Eisheiligen darf sie ins Freiland gepflanzt
werden, wo sie von Juni bis September blüht. Sehr nützliche
Gartenpflanze, da sie durch angezogene Schwebefliegen bekämpft
die Blattläuse ihrer Nachbarpflanzen. Blüten sind
essbar wie die des Borretsch, ihre jungen Blätter
dürfen in Salate, Suppen und Quarkaufstriche. Ihre
Hauptwirkung als Penicillinersatz verhindert die Vermehrung von
Bakterien, ohne die natürliche Darmflora zu zerstören. Ihre
Breitbandwirkung bei Infektionen der Atemwege, Nebenhöhlenentzündungen,
Angina, Mandelentzündung, Bronchitis und Schnupfen könnt ihr euch im
Auszugsöl oder in der Tinktur in den Winter retten, da man ihre
Pflanzenteile nicht zum Tee- oder Gewürzeinsatz trocknen kann. Die
Heilpflanze bei allen entzündlichen Erkrankungen der Nieren und
Harnwege, nebst Kieselsäure für die Haarwurzeln und Schwefel für die
Haut.
Vogelbeer-Wodka:
Ansatz
aus
je 500 g
Vogelbeeren (erst
nach dem ersten November-Frost gesammelt) und Äpfel (entkernt, in
Stücke geschnitten) mit 100 g (Rohr)Zucker schichtweise in ein hohes
Glas füllen und mit 1 Liter Wodka übergießen. Die Früchte müssen
bedeckt sein, während der Ziehphase also immer wieder nachsehen, ob
nicht noch Wodka nachgefüllt werden muss. Verschlossen etwa 2 Monate an
der Sonne stehen lassen, dann filtern und in Flaschen abfüllen. –
Ihr habt ein Foto von
einem Kräuterbuschen der zu Maria Himmelfahrt geweiht wurde, und
welches ihr zur Verfügung stellen wollt?
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Tipps

kulinarische Raritäten
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" Als der Held
Gilgamesch den Berg Mâschu betritt, stellen sich ihm ein solcher
Skorpionmann und eine
Skorpionfrau
in
den Weg, deren „Furchtbarkeit ungeheuer ist, deren Anblick Tod ist“. -
Die ägyptische Mythologie kennt die Göttin Selket,
welche stets mit einem Skorpion auf dem Kopf dargestellt wird. Sie
verfügt über magische Heilkräfte und bewahrt vor
Skorpionsstichen, weshalb sie in entsprechenden Schutzzaubern angerufen
wird. - In der griechischen Mythologie bringt die
wütende Göttin
Artemis einen Skorpion
hervor, der den Jäger Orion mit einem Stich tötet.
Skorpion-Mond
wirkt auf den Unterleib Skorpiontage sind Blatt- und
Wassertage mit absteigender Kraft und beeinflussen im Körper
den Unterleib. Unterkühlung ist an Skorpiontagen die häufigste Ursache
von Harnwegsentzündungen. Skorpiontage sind gute Sammeltage
für alle Heilkräuter im 12er-Rad, hier entfällt die Beachtung
der zu heilenden Körperregion. - Im medizinischen Kräuterrad
drei'teilen sich im Zentrum: Wachstum - Verwandlung - Verfall. In
Richtung Norden liegt das Element Wasser (Skorpion) und
Reinheit und Stärke am äußeren Kreis. - Der
Skorpionvollmond gilt als Buddhas Geburtstag und Feiertag im Osten.
Kronzeugen
für die damals bereits weltweit verbreitete Anwendung
astromedizinischer Erkenntnisse und Methoden von der Antike bis ins
Mittelalter, ehe es in Latein verfasst hinter Klostermauern verschwand.
Die neuzeitliche Naturmedizin begann mit Philipp
Aurelous Theophrast Bombastus von Hohenheim (1493-1541), genannt 'Paracelsus':
"Die Krankheiten sind des Himmels, und der Himmel regiert die
Krankheiten; man kann in den Sternen wie in einem Buch lesen; wer das
unterlässt ist der falsche Arzt." - "das
die gedörrten kreuter .. gleich wie ein fleisch zu achten sind, dann
ihnen ist abgangen der grüne geist, das ist das leben." (op.
1590).
Hildegard von Bingen
beschrieb unter anderem den Einfluss des Mondes auf die Heilkraft
der Pflanzen und legte den Grundstein für eine
Ernährungslehre, die im Einklang mit den kosmischen Konstellationen
steht. Ihrem Schatzkästlein entsprang auch die Anwendung von
Heilsteinen in Übereinstimmung mit den Mondrhythmen.
erscheint
Wóden
als Magier in der vorchristlichen Religion germanischer Volksstämme in
England (Angeln, Sachsen, Jüten) und der Flursegen: "Heil
sei dir, Folde, der Menschen Mutter! Sei du grünend in Gottes Umarmung,
gefüllt mit Speisen, den Menschen zu Nutze.“ Éastre: die
angelsächsische Mythologie überliefert ihr Fest im April (éosturmónað).
Aus dieser einen Erwähnung der Festweihung rekonstruierte Jakob
Grimm eine deutsche Göttin (Ôstara) rekonstruiert.
Flursegnung
(en) erbeten von Folde der
Menschen Mutter und Erca der Erdgöttin und Erde Mutter. Der Bauer
wendet sich nach Osten zum Licht und betet: "Die Erde bitte ich und den
Obhimmel!" (eorðan ic bidde and upheofon!). Die Erde wird dann mehrfach
angerufen: "Erce, der Erde Mutter" (Erce, Erce, Erce eorðan módor) und
"Folde, der Menschen Mutter" (Folde fíra módor), neben Maria und dem
Christengott. Es bleibt ein anderer Eindruck vom gebliebenen
Gebetsausspruch: "Wie im Himmel so auf Erden." Die
ewige Abfolge des ernährenden Grünens.
Wodan war auch
zuständig für Losentscheide. Im Neunkräutersegen
(The Lay of the Nine Healing Herbs), heben Zweige
Schicksalsbedeutung, derer Wodan sich bediente um den Erkrankten mit
Singen oder betendem Aufsagen eines magischen Spruches als Fürbitte
eines besseren Loses, also die Heilung. Die Krankheiten, germanisch
als 9 giftig fliegende Dinge benannt, ohne sichtbare Wunde
oder Geschwür, das man hätte austreiben können. Sie kamen wie Viren
oder Bakterien durch die Luft geflogen und wurden durch den Wind
verbreitet. Im Ritual des 'Neunkräutersegens',
indo-germanischen Ursprungs, wurden nacheinander die 4
Himmelsrichtungen angerufen, als deren luftig unfassbaren Ursprung. (Heute
kennen wir diese freien Radikale besser und ihre
gerbstoffhaltigen Heilpflanzen
auch.)
Amphibien - Erdkröte - Fruchtbarkeit
- Frühling - Urmutter - Wasser: Erst
im Frühjahr, wenn die Temperaturen ca. 12°C erreichen, zieht es die
Amphibien zu ihren Laichgewässern, um dort Hochzeit zu feiern. Abends,
ab Einbruch der Dunkelheit marschieren sie los. Die urzeitlichen
Naturbeobachtungen des Urmenschen haben in ihrer Symbolik
der Erdkräfte überlebt. Es sind die ältesten
Geschichten der Menschheit: vom Sternenlauf einer
unbeschreiblich hellen Vollmondnacht zum ewig lebenden Samen in der
Erde geborgen. Vom Protein-Geheimnis 'Ei' zu den kräftigen wie
fruchtbaren Säugetieren und ihrer hoch wirksamen, grünen Götterspeise,
das Festmahl ach einem langen, lichtarmen Winter. Ob Hase, Hirsch,
Widder oder Bär, sie waren Teil des eines alten Weltenrades, das der
Heiligen Hildegard von Bingen noch zur Veranschaulichung
diente. Es war einmal... eine Zeit ohne rein menschliche
Götter, die die Machtinteressen ihrer Anführer bedienten.
Neunstärke:
Jahrhunderte altes weit verbreitetes Kult-Rezept
mit Neunerlei Kräuter basierend
auf uraltem Brauch der Flurbegehung,
dessen Zutaten-Ursprung zum Rezeptes sich im angelsächsischen
Neunkräutersegen des 11.
Jh. wieder findet, der Wirkungszeit Hildegard von Bingen.
Die Neunstärke
ist ein Rezept für eine Frühlingssuppe, die aus neun Wildkräutern
besteht. Die alte Reihenfolge gibt einen Hinweis auf die Anteile.
Hauptbestandteil war der Giersch
(Podagrakraut). Von den weiteren Wildkräutern:
Löwenzahn,
Taubnessel,
Brennnessel,
Schafgarbe,
Sauerampfer,
Sauerklee,
Tripmadam
(Felsenmauerpfeffer) und von den Gänseblümchen
(Maßliebchenblüten) nimmt man jeweils etwas weniger; sie gehörten immer
dazu! Mengenangaben richteten sich nach dem Angebot der Natur. Damalige
Köchinnen kannten ihre "Neunstärke" auch ohne Mengenangaben. -
Kräutersuppen-Rezept

Vorgenannte
Kräuter mit einer kräftigen
Fleischbrühe:
2 Hand voll gewaschene Kräuter (z.B. Brennnesseln, Brunnenkresse, Fetthenne, Holundersprossen, Liebstöckel,
Löwenzahn,
Bibernelle
(kleiner Wiesenknopf),
Sauerampfer
oder
Wegwarte
mit dem Messer fein wiegen - keinesfalls im Mixer pürieren. 1 Liter
bereits aufgekochte Brühe beiseite stellen und ein Eigelb
unterschlagen. 1 Becher süße Sahne langsam einrühren und mit Salz und
Pfeffer würzen. Die nicht völlig zu Brei verarbeiteten gehackten
Wildkräuter in dieser Suppe noch 5 Minuten ziehen lassen. In Teller
oder Tassen portionieren. Geschmacklich abrunden mit 1 Esslöffel Creme
fraîche oder Saurer Sahne, optisch gekrönt von runden
Gänseblümchenblüten oder
Schnittlauchröllchen
habt ihr eine
sehr mineralreiche Kraftspeise gekocht. Serviert sie
gelungen mit einem guten Sauerteigmischbrot dazu. - Wenn ihr Kinder
dazu begeistern wollt, so wagt euch, gemeinsam mit ihnen, an
Kräuterdips, Kräuterquarke, Kräutercrêpes und Kräuterpuffer ! - Die
wesentlich aromatischere Suppenversion mit Kartoffeln, oder im Winter
mit Topinambur bieten die im Thermomix zubereiteten Gemüsesuppen (Rezept
) mit den
jeweils frischen Wildkräutern.
die Klausnerin vom
Disibodenberg am Rhein, war das 10. Kind des Edelfreien
Hildebertus, und die Abgabe des 'Zehnten' an die Kirche und somit an
das Kloster. Nach dem Tod ihrer Ziehfrau Jutta von Sponheim 1136,
leitete Hildegard ihr eigenes Benediktinerinnenkloster auf
dem Rupertsberg bei Bingen. Sie war nicht, wie die Heilige
Odilia eine der 9 weissen Frauen von Barma, sie war die visionäre
Offenbarung von 9 Büchern mit dem Titel Liber
simplicis medicine über die Wirkung der Natur, ihre
Eigenschaften von den Pflanzen bis zu den Metallen und ihre
medizinischen Anwendung. Die Prophetin mit dem Lebendigen
Licht gehorchte ihrer Offenbarung und blieb im kritischen
Kontext mit den großen, auf Macht besonnen Herrschern (Kaiser und
Papst) ihrer Zeit.
Hildegard's Bezug
auf das 'keltische Rad':
"Wie du gewollt hast, so lag es inmitten
deiner göttlichen Kraft. Oh du Vorwissen Gottes, du hast alle deine
Werke vorhergesehen. Wie du gewollt hast, so lag es inmitten deiner
Macht verborgen, weil du alles im voraus gewusst hast. Und du handelst
einem Rad ähnlich, das alles umgibt, das ohne Beginn war, und ohne Ende
umgewälzt wird.“
Das Wort 'grün'
findet sich immer wieder in Hildegard's Dichtung:
und in ihren
visionären Schriften. „Der
Verstand in der Seele gleicht dem Grün aller Zweige, ..." - „Ich sammle sachte die Blüten der Rose,
und Lilien, und alles Grün in meinem Schoß,..." - "Oh edelstes Grün, in der Sonne du
wurzelst. Du leuchtest in strahlender Helle im Kreise, in irdisches
Sinnen und Sein, noch so hoch, kann niemals erfassen. Umfangen wirst du
von den Armen der Geheimnisse Gottes." - "Die Luft lebt im Grünen, und Blumen."
Hildegard zeigte oft ihre
Vorliebe für eines der größten Wortspiele im mittelalterlichen Latein:
„VIRGA“ das heißt Zweig, Rute
- „VIRGO“ das heißt Jungfrau. Für Hildegard war die Jungfrau Maria ein Zweig
vom Baume Gottes.
Wildkräuter
aus einem Rezept von 1712
es soll
folgendermaßen lauten:
Nehmet schön Brunnenwasser, etwas altbacken Weiß-Brod hänget es übers
Feuer und scherbt unterdessen das grüne Kraut als Kerffel,
Bethe,
Ochsen-Zung, Borrage (Borretsch), die jungen Blätter von schwartzen
Johannisbeeren und Goldblumenblätter, auch Lauch, Katzen-Nept
ein
wenig Spinat und Sauerampff. Wenn nun das Weiß-Brod eine Zeitlang
gekocht, so dass das Brod zergangen thut was ihr von gemeldten
Kröäutern habt mit Butter und Saltz hinzu und last es gar kochen. -
Oder ihr ...nehmet Spinat oder Schließlattich, Endivien, Bethe,
Sauerampffer, Sproßen von Kohl und Portulak etc. Eines von diesem wohl
mürbe gekocht wird mit Butter, Mußcaten-Blumen, auch Mußcaten-Nüssen
und Saltz aufm Feuer-Becken gestovet.
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"Wohl kein Kraut der Erde ist
so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch
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Bei noch älteren Völkern,
denen die Eiszeit noch ein Begriff war gab es Bärengötter, man lebte
mit dem Bär in einer Höhle, wärmte sich an ihm, ernährte sich von ihm.
Dieser Mensch-Tier-Urbezug ist im Teddybär erhalten geblieben, wie es
uns die Gehirnforschung lehrt.
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Der von Karl dem
Großen zur Anpflanzung verordnete Bärlauch,
war wie andere Pflanzen auch, von den unterworfenen Völkern für gut
befunden und wurde übernommen, um die Mannen zum Kampf gesund zu
halten. Diese senfscharfe Pflanze erhielt ihren
Namen von den Germanen.
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Der Bär,
der aus dem Winterschlaf erwacht und den Frühling
begrüßt, frisst meistens diesen Erdlauch als das erste genießbare Grün.
Wir können heute die bärenstarke Inhaltsstoffe der Heilpflanze
genau erklären, von die Germanen bereits wussten: wer von ihr ißt
besitzt bereits "Bärenkräfte" im Darm reinigenden Stoffwechsel nach dem
Winterschlaf.
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Bärlauch bärenstark
mit hohen ätherisch-schwefelhaltigen Ölgehalt. Äußerlich:
anwendbar als Soforthilfe bei chronischen Hautausschlägen und Flechten.
Innerlich: Bärlauch-genial,
sein hoher Gehalt an Senfölglykosiden regt unsere Verdauungssäfte an.
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Bakterizide
Wirkung auf unsere Darmflora, ohne die nützlichen Darmbakterien zu
zerstören, wie ein Antibiotika bspw. - Schwefelgehalt hilft unserem
Körper Umweltschadstoffe abzubauen (Cadmium, Lindan, Quecksilber),
durch Bindung schädlichen Moleküle. Ein Frühlingsgenuss, täglich eine
Hand voll davon frisch zu essen.
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Inhaltsstoffe an
getrockneten Kräutern : Birkenblätter, Blutwurz, Brennnessel,
Goldrutenkraut, Holunderblüten, Liebstöckelwurzel, Queckenwurzelstock,
Ringelblume, Schlehenblüten, in gleichen
Anteilen vermischen. 2 Tassen täglich frisch zubereitet: 2-3 TL
Kräutertee mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen
lassen, und morgens und abends trinken!
Spitzwegerich
(Wegtritt),
die uralte germanische Heilpflanze trägt schon in ihrem Namen die
Bedeutung 'Wegbeherrscher'. Als Symbol der Fruchtbarkeit im
Neunkräutersegen an 2. Stelle genannt.
Spitzwegerichblätter
als Blutreinigunsgmittel
roh verzehrt, vom 1. - 30. Mai (1 Blatt mehr
pro Tag bis zum 15. Mai mit 15 Blätter, und wieder rückwärts bis zu 1
Blatt am 30. Mai,) erschließt die Hauptwirkung des antibiotisch wirkend
enthaltenen Aucubin (Rhinanthin, mit Wachstumshemmung sowie Abtötung
von Bakterien wie Staphylokokken, Meningokokken und Salmonellen),
Emulsin, Labenzym, Kieselsäure, Catapol und Bitterstoffe.
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(Aegopodium podagraria), im
Volksmund Zipperleinskraut oder Erdholler,
eines der unbeliebtesten Unkräuter, verbreitet sich sehr stark und gilt
als schwer zu bekämpfendes Unkraut. Wir könnten uns mit ihm verbünden
und ihn als wohlschmeckenden Salat oder Gemüse
schätzen. Wo Petersilie rein passt, schmeckt auch der Giersch mit
älteren getrockneten oder frischen Blättern und Samen. Neben der
Brennnessel ist das Gichtheilmittel (Gichtknoten) eines der ältesten
Wildgemüse der
Gründonnerstagssuppe.
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BRENNNESSEL
die Märzpflanze des Kriegsgottes Mars brennt wie Feuer
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Zäh, widerstandsfähig, vital, mit
scharf ausgeschnittenen Blatträndern,
spitzen Stacheln, wenig Schleim und Wasser, dafür brennend ätzende
Säfte prägen diese seit über 2.000 Jahren verehrte Superheilpflanze.
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Der alte griechische und römische
Kriegsgott Mars wurde später mit dem Teufel identifiziert.
Mittelalterlich ideale Pflanze zur Behandlung von Rheuma und
Gicht. Wenn Brennnessel-Nesselhaare auf die Haut treffen (als
schmerzlindernde Nesselpeitschen), so
wirken sie mit antirheumatischen Stoffen wie kleine Injektionsnadeln;
dringen direkt in die Haut, ein und fördern die Durchblutung -
Schadstoff-Abtransport inklusive: Die Brennnessel
kann dem Körper helfen Teuflisches loszuwerden:
Allergien, angestaute Giftstoffe, die sich in Gelenken,
Muskeln
und Blut befinden. Von wegen Unkraut wenn es um sie geht als
Düngerjauche und Bodendünger. Nicht zuletzt – und da hatte der alte Ovid
recht – Die Brennnesselsamen waren
schon Ovid's wirkungsvolles 'Viagra'. Alte
Bauernregeln besagen feurige Pferde, mischt man das
Kraut unters Heu, Kühe geben mehr Milch und auch Hühner legen
mehr Eier.
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"Denn der
Saturn ist nicht allein im Himmel, sondern auch am Grunde des Meeres
und in den tiefsten Höhlen der Erde. Nicht allein im Garten
ist die Melissa, sondern auch in der Luft und im Himmel. Was meint ihr,
ist Venus sonst als allein Artemisia (Beifuss)?
Was Artemisia als allein Venus. Was ist also Eisen? Nichts als Mars.
Was ist Mars? Nichts als Eisen. Das heißt, sie sind beide Eisen oder
Mars, dasselbe ist auch Urtica (Brennnessel)." (Paracelsus:
I/424)
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Nesseln wachsen immer in eurer
Nähe, aber nur auf gesunden Böden mit Stickstoffgehalt, der
durch die Bodenbearbeitung ansteigt. - Die für sehr schmerzende
Berührung mit der Brennnessel habt ihr
euch gut gemerkt. Wolltet sie auch in der Liebe einsetzen.
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Die Antike
überlieferte Rezepte
für Liebestränke, zu brauen aus Nesselblättern oder deren Samen: "Nesselblätter
in Wein gesotten und getrunken, locken zur Unkeuschheit, Nesselsamen
noch kräftiger, in süßem Wein gesotten"
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'De
Urtica' erschien in Hildegard's erstem Buch von den Pflanzen. Den
gesamten Stoffwechsel wird, besonders im Frühling, allemal angeregt
durch spinatartige
Nesselspeisen.
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Nesselstoffe waren
neben der Hanfpflanze im Einsatz, wenn es um eine gesunde
zweite Haut aus hauchdünnem Nesselgewebe ging,
die man in Hildegard's Klosterzellen noch kannte, oder um besonders
wetterfeste und reißfeste Segel für die Schiffe der Weltmeere
handelte.
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Hildegard von
Bingen lobte den Hanf
('De Hanff') für seinen starken Ausgleich auf die
Körpersäfte und seine reinen Hanftücher
als Wundauflage oder bei Geschwüren. Hätte
sie von eurem Anbauverbot erfahren, wäre es ihnen mit ihr ebenso
ergangen wie den Mächtigen ihrer Zeit!
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"Die Neun
ist merkwürdig, sehr groß und etwas einschüchternd."
Daniel Tammet (Savant)
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aus dem allmächtigen 3 x 3
bestehend, ist sie die dreifache Triade; Vollendung; Erfüllung; Anfang
und Ende; Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft; das
Ganze; eine Himmels- und Engelszahl; das irdische Paradies.
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Neun
ist eine unzerstörbare Zahl,
auch durch den Kreisumfang (Einteilung in 90° + in 360 Grad für den
vollen Umkreis, mit der Quersumme 9). Symbolisiert durch die Figur der
beiden Dreiecke, die wiederum ein Symbol der - Prinzipien des
Männlichen und Weiblichen, - von Feuer und Wasser - Berg und Höhle ist.
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Die Zahl 9 :
neun Monate dauern die warmen Jahreszeiten ➢ neun
Monate vergehen von der Empfängnis eines Kindes bis zur Geburt. Die Erde
[indogermanisch er[t] ist einer der neun Planeten
unseres Sonnensystems.
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Mythologie:
in der skandinavisch- germanischen Symbolik
die heilige Zahl. Die
Zahl 9 steht in der nordischen Kosmologie für
die 9 Welten (Dimensionen, Sphären, Zyklen) um den
Weltenbaum Yggdrasil (3 Wurzeln und 3*3 Achsen) als Ausdruck für
Ganzheitlichkeit und Vollkommenheit. Odin
(Wotan) hing 9 Tage und Nächte lang auf der Weltesche Yggdrasil, um die
Geheimnisse der Weisheit für die Menschheit zu erkennen. Skeldi
die Göttin des Schnees (die nordische Persephone) ,
lebte 3 Monate in einem Berg und 9 Monate an Niords Meer. -
Angelsächsische
Mythologie: "Eine Schlange (Wurm) kam gekrochen, biss
einen Mann. Da nahm Wóden 9 Glanzzweige,
schlug damit die Natter, so dass sie in 9 [Stücke] zerfiel.“
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Indogermanisch:
nach dem alten indogermanischen
Mondkalender, welcher der Sonnenrechnung vorausging, ist der Tag der
heiligen Katharina ist der 25. November. Neun Tage später
folgte der Tag der heiligen Barbara, und nach abermals 9
Tagen der der Luzia. Im Mittelalter war in Schweden der 13.
Dezember der Wintersonnenwend-tag (Lucia, die Leuchtende ~
Sonnwendbrauch) . Der Mondkalender von Stonehenge (Frau
Holle, Holunder, Holland, weiße Winterlichtgestalt Lucia) umfaßte bis
zu den 3 dunklen Nächte der Neumondzeit 3 Wochen von je 9 Nächten.
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Germanen: die
Zahl 9 als eine ganz besonders bedeutende und heilige Zahl,
die unserer Ahnen. Ausdruck der Triaden (3 Nornen)
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Christentum:
dreifache Triaden von Engelschören,
9 Sphären und Ringe um die Hölle. 9 Tage betrauern sie
ihren dogmatisch geleiteten Papst ('Fischer Petri's'
~ Pontifex) und erteilen ihm 9
Absolutionen, bevor sie ihn am 3. Tag beerdigen. Diese
Totenmesse (Trauerfeier) der Kardinäle in St. Peter (früher in der
Sixtinischen Kapelle) besteht in einer 9-tägigen Liturgie, den so
genannten Novendiali (lateinisch: novem dies)
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Judentum:
reine Intelligenz, Wahrheit;
bei Multiplikation sich selbst reproduzierend.
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Griechisch-Römisch:
9 Musen. - Ennata
(Enata), bei den alten Griechen Opfer am neunten Tag nach dem
Begräbnis, bei den Römern sacra novemdiala genannt;
in der griechischen Kirche Gebete für einen Verstorbenen am 9. Tag nach
dessen Tod.
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Kelten:
äußerst bedeutungsvolle Zahl des
Zentrums (8 Richtungen und das Zentrum). Die 3-fachen
Göttinnen sind 3x3; 9 keltische Jungfrauen begleiten die 3
Brigiden (Bridgit) bei den Kelten. 9 steht in Verbindung mit den Beltane
Feuerriten, welche von 81 Männern in 9-er-Gruppen gepflegt
wurden.
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Buddhismus:
höchste spirituelle Macht,
himmlische Zahl. Bönreligion: uralte Weltanschauung eines nomadischen Schamanentums
und vorbuddhistischer Glaube in Tibet: 9 Götter haben die
Welt erschaffen.
- China: himmlische Macht, das 3 x 3 ist die Glück bringendste aller
Zahlen. Sie stellt die 8 Richtungen mit dem Zentrum als dem neunten
Punkt dar : in der Halle des Lichts.
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Hinduismus:
Zahl des Agni, Feuer: das Quadrat der 9 bildet das
aus 81 Quadraten bestehende Mandala, führt zum Universum
und schließt es ein.
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Feng Shui:
In der Landaufteilung gibt es 8 äußere
Quadrate für die Kultivierung durch Pächter, das mittlere
neunte ist ein Gottesacker das dem Shang-ti (höchsten
Herrscher) geweiht ist; auch "Kaiserfeld" genannt, als Position
himmlischer Machtübertragung. Die Neun repräsentiert die Vollständigkeit
von Himmel und Erde.
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Kabbala: die
Zahl 9 symbolisiert die
Grundlegung.
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Maya:
9 Unterwelten, eine jede wird
von einem Gott beherrscht.
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Pythagoras:
der Satz lehrt uns die Zahlengrenze der Zahl 9, alle
anderen existieren in ihr und kehren in ihr wieder.
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Das
Osterwasser als
Zwangstaufe gegen unwillige Heiden
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zum christlichen Osterfest
am Frühjahrsvollmond im Ostarmanoth
(Monat April). Vom irisch-druidischen Taufritus an heiligen Flüssen
oder Quellen zum Konzil von Nicäa anno 325, der den Ostertermin auf den
ersten Sonntag nach diesem Vollmond festlegte, um heidnisch übernommene
Bräuche abzuschaffen.
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Das Osterwasser sollte
Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen, wenn man es aus
der Quelle schöpfte. Wer sich sich am Ostermorgen im fließenden Bach
wäscht, sollte immer jung und schön bleiben. Das Vieh wurde
am Ostermorgen in die Bäche getrieben um
es vor Krankheiten zu schützen. Zeichen des Lebens und der
Fruchtbarkeit der germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara.
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Osterwasser
aus einem Bach oder Brunnen schöpfen zum Osterfest geschah zu
'Mondeszeit' in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag
- nur von Mitternacht bis zum Sonnenaufgang.
Schweigend schöpften junge Mädchen Wasser
gegen den fließenden Strom.
Es durfte nicht gesprochen werden, damit das Wasser seine Segens- und
Heilskraft behielt. Kein Tropfen durfte verloren gehen oder im Heim des
Mädchen auslaufen. Das heilige Wasser soll nun ein ganzes Jahr vor
Krankheiten, Unglücken, etc. schützen. Aus Dankbarkeit des Lebens
spendenden Wasser werden noch heute Dorfbrunnen mit
Osterschmuck geschmückt.
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Wer Wind sät wird Sturm
ernten...
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im
13. Jh., mit dem bedeutendsten Konzil des Mittelalters, dem 12.
ökumenischen Konzil der katholischen Kirche und dem 4.
Laterankonzil im römischen Lateran im November 1215, einberufen durch
die päpstliche Bulle Vineam Domini Sabaoth von Papst
Innozenz III., ging es los gegen den freien Glauben. Das Dogma
gegen die Häresie, die Maßnahmen gegen die so
genannten Ketzer (Katharer), die Bedingungen des
nächsten christlichen Kreuzzuges, wurden unter Beisein des staufisch römisch-deutschen
Kaisers Heinrich II. stumm nickend zur Abstimmung gebracht.
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Sprich'wörtlich :
"noch grün
hinter den Ohren zu sein"
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deutet auf die
Unerfahrenheit der Jugend, aber auch auf die teils ungestüme Energie
des neuen Lebens hin. Junge Mädchen oder Frauen mit
grünen Augen gelten als geheimnisvoll und unergründlich. 'Grün'
ist Inbegriff des Lebens bzw. der sprießenden Natur. Unsere 'grüne
Seite' ist die linke Seite, dort sitzt unser Herz,
unsere lebendige, bejahende und fröhliche Seite. Wenn wir 'jemandem
nicht grün sind', ist es ein höflicher Ausdruck
dafür, dass wir jemandem nicht gewogen sind. Wenn wir jemanden mögen,
dann sind wir ihm also grün. -
Grünschnabel: "...du bist noch zu jung und grün umb
den schnabel" ein Bild, hergenommen von
der grünlichen Haut, die junge Vögel an der Schnabelwurzel haben; der
noch etwas grüne Schnabel (Günther)
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1.
Strophe eines süddeutschen Volksliedes vor 1827: Mädle, ruck, ruck, ruck, ruck'
Mädle ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, i hab di gar so gern, i
kann di leide. Bist so lieb und gut, schön wie Milch und Blut: du musst
bei mir bleibe, mußt dir d'Zeit vertreibe. Mädle ruck, ruck, ruck an
meine grüne Seite, i hab di gar so gern, i kann di leide.
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1 Bund Bärlauch, 300
g Mehl, 4 Eier, eine Prise Salz, etwas geriebenen Emmentaler
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Den
Bärlauch hacken und mit dem Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte
ein Loch offen lassen und die Eier hinein schlagen. Alles gut
vermengen, und so lange rühren bis der Teig glatt ist. Abgedeckt 1/2
Stunde ruhen lassen. Durch ein Spätzlesieb in Salzwasser zum Kochen
bringen, wenn sie an der Oberfläche steigen mit einem Sieblöffel
herausnehmen und mit geriebenem Emmentaler bestreut 1-2 Minuten bei
180°C im Ofen überbacken.
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..
Edelkastanie (Castanea sativa)
im alten Griechenland galt die Frucht als 'Eichel der Götter''
' Hildegard von Bingen's
Maronibrei
gegen Magen-Darmgeschwüre: 5-6 TL Eßkastanienmehl in ¼
l Wasser, kochen, umrühren. Vom Herd nehmen und nun in einer kleinen
Schüssel 1 gestrichenen TL Engelsüßpulver, 1 gehäuften TL
Süßholzpulver, 3 mäßige TL Weizenmehl mit etwas lauwarmem Wasser zum
Brei anrühren. Diesen zum gekochten Eßkastanienmehl einrühren und das
Ganze noch mal kurz aufkochen lassen, ohne es anbrennen zu
lassen. Bräunliche Brei-Schonkost-Einnahme an 5 aufeinander
folgenden Tagen: 1 Schälchen am Vormittag und eines vor dem Schlafen
gehen, heilt den Magen über Nacht ab.
.
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Junikäfer (Rhizotrogus marginipes)
gelbbraun und unbehaart, dafür mit Facettenauge
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Traue
nicht dem Ort, an dem kein Unkraut wächst!
16. Mai ist Wurzel - und Unkrauttag - Mai = altdeutsch "Wunnimanoth" oder
"Winnimanoth" = "Weidemond" oder "Weidemonat"
("Winnemond', das Vieh kommt auf die Weide. - Der "Mai" hat seinen
Namen, wie die Biene Maia, von dieser Erd- und
Wachstumskönigin.
|
Kleiber
(schlüpfen im Mai
und singen im Juni)
"Die
Wahl des Kleibers ist ein Plädoyer für den Schutz von Buchen- und
Eichenwäldern"
|
-
| Ach du schöne Sommerzeit !

Holunderblüten,
Rhabarber,
Erdbeeren, Kirschen, Aprikosen

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